
| A | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| A-Bahn | Es gibt verschiedene Bahnkategorien (A- und B-Bahnen). A-Bahnen halten im Regelfall Rennen mit höheren Preisgeldern ab. Bei den Trabrennbahnen sind dies München-Daglfing, München-Riem, Berlin-Mariendorf, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Möchengladbach, Dinslaken und Hamburg-Bahrenfeld. |
| Absetzer / Absatzfohlen | Ein Fohlen, das von der Mutter getrennt worden ist, wird Absatzfohlen oder Absetzer genannt. In der Regel geschieht das zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat. |
| Abzeichen | ... sind die unveränderlichen Kennzeichen eines Pferdes. Sie werden im Abstammungsnachweis (Fohlenschein) eingetragen und erleichtert die Identifizierung. Seit etwa zehn Jahren werden den Pferden im Geburtsjahr außerdem Microchips im Halsbereich eingesetzt, die eine Vertauschung oder Verwechslung verhindern sollen. |
| Adel | Der Adel eines Pferdes ergibt sich aus edlen harmonischen Formen zusammen mit den ihm von seinen Eltern und Voreltern mitgegebenen wertvollen Erbanlagen. |
| Aktion | Art und Maß des Anhebens der Gliedmaßen eines Pferdes. |
| Amateur | Ein Amateur ist ein Fahrer, der Rennen bestreiten darf und den Trabrennsport nicht gewerbsmäßig ausübt. |
| Amateurfahren | Die Fahrer sind ausschließlich Amateurfahrer. |
| Amazone | Eine an Rennen teilnehmende Amateurfahrerin. - Der griechischen Sage nach waren Amazonen ein Stamm kriegerischer Frauen. |
| Ampel | Ein wichtiges Signal, um den Betrieb auf der Trabrennbahn während der Veranstaltung zu regeln - ähnlich wie im Motorrennsport. Rotes Licht = Parade in 5 Minuten Gelbes Licht = Parade in drei Minuten Gelbes Blinklicht = Parade in einer Minute Grünes Licht = Start zur Parade Grünes Licht aus = Start in einer Minute. |
| Aufzüchter | Er übernimmt von einem Züchter Absetzer und Jährlinge zur weiteren Aufzucht. |
| Ausländer | ... sind im Ausland geborene Pferde. |
| Ausschreibung | In der Ausschreibung ist festgelegt, unter welchen Bedingungen Pferde in einem Rennen starten dürfen. Die Trabrennvereine haben dadurch die Möglichkeit, ausgeglichene Starterfelder zusammenzustellen. |
| Außenseiter | ... sind die Pferde, denen nach der aktuellen Form vom wettenden Publikum nur wenig Chancen auf einen Sieg zugetraut werden. Wenn diese Pferde jedoch gewinnen, bringen sie mitunter hohe Gewinnquoten. |
| Autostart | Der Autostart ist die übliche Art, ein Trabrennen zu starten. 400 Meter vor der Startmarke versammeln die Fahrer ihre Pferde hinter den Flügeln des Startwagens, welcher bis zur Startmarke auf Renntempo beschleunigt, um dann an der "grünen Marke" das Rennen freizugeben. Sind mehr als neun Pferde am Start, müssen die mit den höheren Startnummern aus der zweiten Startreihe abgehen. |
| B | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| b. | Abkürzung für die Pferdefarbe "braun". |
| B-Bahnen | Einige Rennbahnen gelten aufgrund ihres wirtschaftlichen Status als B-Bahn. Hier werden weniger Renntage mit niedrigeren Dotationen abgehalten (z.B. München-Straubing, Berlin-Karlshorst, Mühldorf, Pfaffenhofen, Haßloch, Herxheim, Elmshorn). |
| Bahnfernsehen | Auf den meisten Rennbahnen gibt es inzwischen Bahnfernsehen. Mit Videokameras werden die Rennen aufgenommen und über Fernsehschirme ausgestrahlt. |
| Bahnlänge | Sie bezeichnet die Länge der jeweiligen Rennbahn - nicht die Renndistanz. Auf der Trabrennbahn München-Daglfing z.B. gibt es drei Bahnen mit jeweils 600 m, 800 m und 1000 m Länge. Nur die große 1000-Meter-Bahn wird für Rennen benutzt. |
| Bahnsprecher | Der Bahnsprecher sorgt für alle Informationen auf der Bahn. Er stellt die Pferde vor und erklärt ihre Tagesform. Bei den Paraden gibt er oft nützliche Tipps über die Chancen der Pferde. |
| Bänderstart | Wenn Pferde unterschiedlicher Gewinnklassen gegeneinander laufen, gibt es zur Wahrung der Chancengleichheit Zulagen. Beim Bänderstart werden Gummibänder über die Bahn gespannt, wobei die Pferde mit geringerer Gewinnsumme weiter vorn, die Gewinnreicheren weiter hinten abgehen. Beim Start drehen die Pferde innerhalb ihres Startbereichs. Nach dem Startkommando "Aufstellen - Auf die Plätze - 1 - 2 - Ab" beginnt das Rennen. |
| Berufsfahrer/in | Die Berufsfahrerin/der Berufsfahrer hat eine dreijährige Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Trabrennen erfolgreich absolviert. |
| Beschäler | Andere Bezeichnung für Deckhengst. Werden in einem Gestüt mehrere Hengste gehalten, wird der bevorzugte auch als "Stallion" bezeichnet; Spitzenhengste in den USA werden als "sires" bezeichnet. Ein Hengst, der die Stuten auf Aufnahmebereitschaft prüfen, aber nicht selbst decken soll, heißt Probierhengst. |
| Besitzer | Der Pferdebesitzer kommt für die monatlichen Kosten für das Pferd auf, er erhält aber auch die Preisgelder aus Renngewinnen. |
| Brauner | Pferd mit brauner Grundfarbe und meist schwarzer Mähne und Schweif. Abkürzung: B. oder Db. (Dunkelbrauner) und Bsch. für Braunschimmel |
| Buchmacher | ... ist ein privater Wettunternehmer. Er hat eine amtliche Konzession und hält die bei ihm angelegten Wetten auf eigene Rechnung und eigenes Risiko. Buchmacher sind seit 1922 in Deutschland zugelassen. Die mit einem Buchmacher vereinbarten Quoten sind im Regelfall fixiert, z.B.: Für den Sieg eines Pferdes bekommt man den den zehnfachen Einsatz (10:1). |
| C | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| C-Bahnen | Auf den C-Bahn-Vereinen werden selten mehr als 1-3 Rennen pro Renntag im Jahr ausgeschrieben. Zum Start sind nur beim HVT registrierte Traberpferde zugelassen. Die Fahrer müssen einen von der zuständigen AO ausgestellten C-Bahnausweis besitzen. Die Ausschreibung und Durchführung der Trabrennen muss gemäß den Sonderbestimmungen für C-Bahn-Rennen erfolgen. Die Rennen finden meistens im Rahmen größerer reitsportlicher Veranstaltungen statt. In den Ausschreibungen der C-Bahn-Vereine gibt es selten bestimmte Altersbegrenzungen für Pferde, meistens werden Rennen für drei- oder vierjährige und ältere Pferde ausgeschrieben. C-Bahn-Rennen gelten im Sinne der TRO nicht als Trabrennen, weshalb C-Bahngewinne nicht auf die Gewinnsumme angerechnet und deshalb auch keine Züchterprämien ausgezahlt werden. |
| Champion | ... wird die Fahrerin oder der Fahrer mit den meisten Siegen im Rennjahr (1. Januar bis 31. Dezember) auf deutschen Rennbahnen. Unumschränkter Champion in Deutschland ist seit Jahren Heinz Wewering; Bayerischer Amateurweltmeister ist Andreas Schwarz. Der amtierende Champion ist am "Goldenen Helm" zu erkennen. |
| Charakter | Aus der Formung des Temperaments des Pferdes im Umgang mit dem Menschen ergibt sich sein Charakter. |
| D | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Daumen drücken | Bei Pferdefreunden und Wettfans vor und während des Rennens beliebte Geste. |
| Db. | Abkürzung für Dunkelbraun (Pferdefarbe). |
| Derby | Das Derby ist - genau wie bei den Galoppern - "das Rennen der Rennen", an dem ein Pferd nur einmal in seinem Leben als Dreijähriger teilnehmen darf. |
| Disqualifikation | Die Rennleitung kann Teilnehmer eines Rennens disqualifizieren. Mit "dis.rot" bestraft die Rennleitung allzu lang anhaltendes Galoppieren, bei "dis.blau" ist der Passgang oder eine unreine Gangart (Dreischlag) eines Pferdes aufgefallen. Disqualifiziert wird ein Pferd, wenn es a) am Start mehr als 12 unerlaubte Schritte läuft, b) während des Rennens mehr als 10 irreguläre Schritte geht oder c) im Ziel einen Galoppsprung oder 5 unerlaubte Schritte macht. |
| Distanz | ... ist die tatsächliche Entfernung vom Start bis zum Ziel. Es gibt die Fliegerdistanz über 1600 Meter, normale über 2100 Meter und die Steherdistanz über 2600 Meter. |
| Doping | Verabfolgung von Mitteln an ein Pferd, die dazu dienen sollen, seine Leistungsfähigkeit vorübergehend zu ändern - der HVT hat eine Liste solcher Dopingmittel herausgegeben, die laufend ergänzt wird. |
| Dotation | ... nennt man die Ausstattung eines Rennens mit einem Preis. |
| Dreierwette | ... ist die schwierigste der Wettarten: Die ersten drei Pferde müssen in der Reihenfolge ihres Zieleinlaufs getippt werden. Durch den hohen Schwierigkeitsgrad werden auch sehr hohe Wettgewinne erzielt. Wird eine Dreierwette von niemandem auf der Bahn getroffen, gewinnen alle diejenigen, die wenigstens die drei ersten Pferde in der beliebigen Reihenfolge prognostiziert haben. |
| Dreischlag | Eine bei Trabern unreine Gangart. Das Pferd trabt vorn und galoppiert hinten; ein Renntraber versucht hierdurch, sich bei Anforderungen, die seine Kräfte übersteigen, zu entlasten. In Trabrennen führt dies zur Diqualifikation. |
| E | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Einlauf | Der Einlauf ist die Zielgerade, wo die letzte entscheidende Phase des Rennens stattfindet; außerdem ist Einlauf die Reihenfolge, in der die Pferde die Ziellinie (im Trab) passieren. |
| Einlaufwette | s. unter Zweierwette. Die richtige Reihenfolge der beiden erstplatzierten Pferde muss auf dem Wettschein getippt werden; beide Pferde müssen die Ziellinie im Trab passieren. |
| Einsatz | ... ist der Geldbetrag, der auf eine Wette eingesetzt wird. Es gibt einen Mindesteinsatz von 2 Euro, aber keinen Höchsteinsatz. |
| Eventualquote | Diese Quoten werden auf den Fieldboards oder den Fernsehschirmen eingeblendet. Sie werden ständig neu berechnet und zeigen die Siegquote an, die für jedes Pferd im Falle eines sofortigen Starts bei einem Sieg gelten würde. Die blinkende Eventualquote zeigt den augenblicklichen Favoriten an, derjenige mit der höchsten Quote ist der größte Außenseiter. |
| Exterieur | Das äußere Erscheinungsbild des Pferdes. |
| F | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| F. | Abkürzung für die Pferdefarbe Fuchs. |
| Fahrererlaubnis | ... ist eine Vergüngsitung für Lehrlinge und Berufsfahrer, die noch keine 20 Rennen gewonnen haben. In Autostart-Rennen bekommen sie die inneren Startplätze, in Bänderstart-Rennen darf das Pferd 20 m vor der eigentlichen Startmarke ins Rennen gehen. |
| Fahrverbot | Wenn ein Fahrer während des Rennens gegen die Rennbestimmungen verstößt, dann kann dies durch die Rennleitung mit Fahrverbot bestraft werden. |
| Favorit | Der Favorit ist das Pferd, das am chancenreichsten gilt. Man unterscheidet zwischen "Zeitungs-" oder "Papierfavoriten" und den "Bahnfavoriten". Der Zeitungsfavorit wird von der Rennzeitung als Sieger vorhergesagt, der Bahnfavorit bekommt am Renntag auf der Bahn die meisten Siegwetten. Oft sind beide Favoriten die gleichen. Der Favorit hat die niedrigste Eventualquote von allen Teilnehmern. |
| Fehler | Ein Fehler ist im Regelfall eine Galoppade des Pferdes während des Rennens. |
| Fehlstart | Der Hauptstarter gibt einen Fehlstart, wenn nicht alle Pferde den Regeln entsprechend das Rennen aufnehmen. Verursacht ein Fahrer den Fehlstart fahrlässig oder gar absichtlich, wird der Betreffende mit einer Geldbuße oder einen Fahrverbot bestraft. |
| Fieldboard | Auf der großen Anzeigentafel im Innenraum der Bahn wird alles Wissenswerte (z.B. Ergebnisse, Quoten, Kilometerzeit, Fahreränderung usw.) veröffentlicht. Der Rennbahnprofi hat zumindest immer ein Auge auf dem Fieldboard. | Finish | Endphase eines Rennens. |
| Finishwette | Hier müssen die Sieger der letzten drei Rennen eines Renntages getippt werden. |
| Flieger | Als Flieger bezeichnet man Pferde, die sich auf der kurzen Strecke (1.609 m) besonders wohl fühlen und ihre besten Leistungen erbringen. Pferde, die auf langen Strecke ihre Stärke haben, bezeichnet man als "Steher". Die Abhängigkeit der Leistung von einer bestimmten Distanz ist im Trabrennsport - anders als bei den Galoppern - allerdings von eher untergeordneter Bedeutung. |
| Fliegender Start | Ist grundsätzlich wie ein Autostart, jedoch ohne Startauto. |
| Freies Handicap | Es ist ein speziell ausgeschriebenes Rennen, wo Pferde unterschiedlichen Leistungsniveaus gegeneinander laufen. Ein Freies Handikap ist immer ein Bänderstart- Rennen, um die Chancen auszugleichen. |
| Fuchs | Abkürzung: F. Füchse sind einfarbige braune Pferde mit ebenfalls brauner Mähne und braunem Schweif. Df = Dunkelfuchs |
| G | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Galopp | Der Galopp ist die schnellste natürliche Gangart des Pferdes, bestehend aus drei Takten. Man unterscheidet Rechts- und Linksgalopp - je nachdem, welches der seitlichen Beinpaare vorgreift. Dem Trabrennpferd ist Galopp strikt untersagt. Natürlich lässt sich der eine oder andere Galoppsprung nicht immer vermeiden, vor allem, wenn ein junges Pferd schneller laufen will, als es nach seinem Ausbildungsstand eigentlich kann. Eine Disqualifikation erfolgt deshalb auch erst bei zu häufigem Galopp oder bei einer zu langen im Galopp zurückgelegten Strecke. |
| Gamaschen | ... dienen zum Schutz der Beine eines Pferdes. |
| Gangarten | Das Pferd hat drei Grundgangarten: Schritt, Trab und Galopp. Im Trabrennen schnelles, aber auch korrektes Traben gefragt. |
| Gebiss | Das Gebiss ist ein überwiegend aus Metall bestehendes Gestänge, das das Pferdes im Maul hat, um es mit den Zügeln zu lenken. |
| Geldrang | Die ersten (meist fünf) Plätze in einem Rennen werden mit Geldprämien für Besitzer, Trainer und Fahrer belohnt. Man sagt dann: Das Pferd hat einen Geldrang erreicht. |
| Geläuf | ... ist die eigentliche Rennbahn. Traditionell besteht das Geläuf für Traber aus einer die Sandbahn oder einer mit einem Kunstbelag versehenen Bahn; für Galopper aus Rasen, der besonders gepflegt wird. |
| Gestüt | Zucht- und Aufzuchtstätte für Pferde. |
| Gewinnsumme | Die Summe aller Preisgelder, die ein Pferd in seiner Trabrennlaufbahn erzielt hat. |
| güst | Eine Stute, die ein oder mehrereMale gedeckt wurde, aber nicht aufgenommen hat (d.h. bei der es nicht zur Befruchtung des Eies gekommen ist), bezeichnet man als güst. Hierfür kann es mehrere Ursachen geben. |
| Gummischuhe | ... sollen dem Pferd helfen, im Rennen einen sicheren Trab zu laufen. Sie werden über die Vorderhufe gezogen und dienen der Balance beim Laufen. |
| H | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| H. | Abkürzung für Hengst. |
| Haarwechsel | Das Pferd wechselt zweimal jährlich (Frühjahr und Herbst) die Haare. Das Winterhaar ist dichter als das Sommerhaar. Die Ausbildung des Haarkleids ist abhängig von Fütterung, Pflege, Klima und Parasiten. Während des Haarwechsels steht dem Pferd nicht die volle Kraft zur Verfügung. |
| Halbbruder / Halbschwester | So bezeichnet man Nachkommen aus derselben Stute, aber von unterschiedlichen Hengsten. |
| Handicap | ... ist der Ausgleich, den der Handikapper (Ausgleicher) errechnen muss, damit Pferde mit unterschiedlichen Leistungen in einem Rennen gleiche Chancen erhalten. Für Trabrennen wird der Ausgleich durch Erlaubnisse oder Zulagen (= Verkürzung oder Verlängerung der Rennstrecke eines Pferdes), bei Galoppern durch Gewichtsverminderungen oder -belastungen hergestellt. |
| Heat | Ein wichtiger Bestandteil der richtigen Vorbereitung vor dem Rennen. Meist legt der Traber dabei eine Gerade in schnellem Trab zurück, wobei die Muskulatur aufgewärmt wird, bevor es dann endgültig an den Start geht. |
| Hengst | Männliches Pferd (Abkürzung: H.) |
| Hufeisen | Für das Pferd ist der richtige Hufbeschlag eine wichtige Voraussetzung für eine gute Leistung. Insbesondere für die Balance des Pferdes ist das richtige Eisen von erheblicher Bedeutung. Der Beruf des Hufschmieds ist deshalbnicht nur ein traditionsreiches Handwerk, sondern auch hohe Kunst. |
| I - J | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Identitätskarte | Um zu verhindern, dass ein "falsches" Pferd in einem Rennen startet, gibt es den Pferdepass und die Identitätskarte. Sie ermöglichen die zweifelsfreie Identifizierung des Pferdes (Übereinstimmung mit seiner Beschreibung im Abstammungsnachweis - auch Verifizierung genannt), die vor jedem Rennen genauestens überprüft wird. |
| International | Die internationalen Rennen sind das "Salz in der Suppe" des Trabrennsports. Das wichtigste internationale Meeting in Deutschland findet jeweils am 2. Sonntag im Juli in Gelsenkirchen statt. Dabei werden im "Elite-Rennen", das bereits seit 1947 ausgetragen wird, oftmals die besten Pferde Europas aufgeboten. In diesem Rennen geht es immerhin um auch international konkurrenzfähige 300.000 DM an Preisgeldern. |
| Inländer | Nach der Rennordnung ist ein Vollblüter Inländer, der in Deutschland geboren oder im Geburtsjahr importiert wurde und anschließend zwölf Monate ununterbrochen im Land geblieben ist (s.a. Ausländer). |
| Jahrgangsrennen | In diesem Rennen werden die besten Pferde eines Geburtsjahrgangs ermittelt. |
| Jährling | Als Jährling gilt ein Pferd unabhängig vom Geburtsdatum im darauffolgenden Jahr der Geburt vom 1. Januar bis 31. Dezember. |
| K | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Kaliber | Das Kaliber eines Pferdes ergibt sich aus dem Verhältnis von Höhe und Breite zu seinem Körpergewicht. |
| Kilometerzeit | Sie wird für jedes Pferd, das an einem Rennen teilnimmt, berechnet. 1:21,4 heisst dann, dass der Traber im Durchschnitt eine Minute (1) und 21,4 Sekunden für den Kilometer benötigt hat. |
| L | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Länge | Gemeint ist die Pferdelänge gemeint, die bei Bekanntgabe des Richterspruches als Maßeinheit dient. |
| Latten | "Latten bekommen" oder "an die Latten kommen" nennen die Traberspezis an der Spitze des Feldes. ????? Pferde, die ihre besten Rennen an den Latten laufen, nennt man Frontrenner. |
| Lehrlingsfahren | ... ist ein Rennen, in denen nur Lehrlinge (Auszubildende) und Berufsfahrer, die noch keine 20 Siege erreicht haben, teilnehmen dürfen. |
| Leistungsprüfung | Die offizielle Bezeichnung für ein Trabrennen. Mit der Durchführung von Trabrennen als Leistungsprüfungen erfüllen die Rennvereine staatliche Aufgaben nach dem Tierzuchtgesetz. |
| Links-Drehen | Bei Bänderstart-Rennen drehen die Starter grundsätzlich von der Außenbahn zur Innenbahn, also von rechts nach links. Auf Wunsch kann bei der Nennung bekannt gegeben werden, dass ein Pferd von links nach rechts (oder von innen nach außen) dreht, was zwar einen größeren Weg für das Pferd bedeutet, es aber ruhiger ins Rennen geht und ein Fehler verhindert wird. |
| Lizenz | Die Fahrberechtigung für Rennen bzw. für das Trainieren von Pferden. Für Amateurfahrer gibt es Lizenzen für A- und B-Bahnen bzw. nur für B-Bahnen. |
| M | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Maiden | Im Rennsport ist ein Pferd, das noch kein Rennen gewonnen hat, "maiden". |
| Meile | englisches Längenmaß; 1 Meile = 1609 m. Im deutschen Trabrennsportist ist dies die kürzeste Renndistanz. Unter diesen klassischen 1.609 Metern geht nichts. Neben dieser Sprintdistanz gibt es noch die Mitteldistanz (etwa 2.100 Meter) und die Steherdistanz (mindestens 2.600 Meter). |
| N | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Nennung | Soll ein Pferd an einem Rennen teilnehmen, so muss es für dieses "genannt" werden. Üblicherweise erfolgt die Nennung zu einem Rennen drei bis fünf Tage vor der Veranstaltung und wird auch als "Starterangabe" bezeichnet. |
| Nummerntafel | Jedes auf der Bahn befindliche Pferd muss eine solche Tafel haben. Durch sie wird die Identität des Trabers ermöglicht. Welche Farbe für welches Rennen maßgeblich ist, steht im Kopf des Rennprogramms. |
| O | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Ohrenmaske | Sie wird einem Pferd für das Rennen aufgesetzt, damit es weniger hört und ruhiger bzw. sicherer läuft. Es gibt auch Modelle, die während des Rennens vom Fahrer vom Kopf gezogen werden können, um eventuell noch letzte Reserven zu mobilisieren. |
| Ohrenwatte | Sie hat dasselbe Prinzip wie die Ohrenmaske; die Pferde können bei der Watte, die in der Regel aus Schaumstoff besteht, noch weniger hören als bei der Ohrenmaske. |
| Ordnungsmittel | Die Rennleitung verhängt bei Verstößen gegen die Trabrennordnung Strafen, so genannte Ordnungsmittel. Im Einzelnen sind das Geldbußen, Fahrverbote im schlimmsten Fall ein Ausschluss vom Zucht- und Rennbetrieb. |
| P - Q | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Parade | Die Parade erfolgt vor jedem Rennen. Die Pferde präsentieren sich im Gänsemarsch dem Publikum, während auf fast allen deutschen Trabrennbahnen die Amboss-Polka aus dem Lautsprecher ertönt. Vor Großereignissen erfolgt eine Einzelparade mit Vorstellung jedes Teilnehmers. |
| Parieren | Der Fahrer pariert das Pferd, um es aus einer verbotenen Gangart wieder in den Trab zu bringen. |
| Platzwette | ... ist die einfachste Wettart. Ein Pferd, das auf einem der ersten drei Plätze landet, muss vorhergesagt werden. Bei weniger als acht Startern gelten nur zwei Platzquoten. |
| Preisgeld | ... ist die Prämie, die an den Besitzer eines Pferdes ausbezahlt wird, das sich in einem Rennen innerhalb der Geldränge platziert. |
| Profi | Als Profi wird ein Aktiver (Trainer oder Fahrer) im Trabrennsport bezeichnet, der diesen Sport berufsmäßig ausübt. |
| Protest | Ein Protestverfahren wird entweder durch Beschluss der Rennleitung oder auf Antrag eines am Rennen beteiligten Pferdebesitzers, der sein Pferd durch ein anderes behindert glaubt, eingeleitet, richtet sich gegen eins der erstplazierten Pferde und zielt auf dessen Disqualifikation ab. Teilweise sind weiter reichende Ordnungsmaßnahmen z.B. gegen den Fahrer möglich. Die Rennleitung sichtet die Rennverfilmung, hört die Beteiligten und Zeugen an und ändert bei Berechtigung den Richterspruch. Dieser neue Richterspruch ist auch für den Wettbetrieb maßgeblich. Ein Protestverfahren wird dem Publikum über Lautsprecher sofort mitgeteilt. Der Protest kann aber auch abgewiesen werden. |
| pullen | Bezeichnung für den ungestümen Vorwärtsdrang des Rennpferdes bei gleichzeitigem Widerstand gegen die bremsende bzw. zurückhaltende Hand des Fahrers, von dem es nur mit großem Kraftaufwand gehalten werden kann. |
| Qualifikation | Jedes Trabrennpferd muss vor seinem ersten Start in einem öffentlichen Rennen absolvieren. 2-jährige müssen über eine Mindeststrecke von 1.600 Meter, 3-jährige und ältere Pferde über mindestens 2.000 Meter eine Kilometerzeit von 1:25 min. erreichen. Pferde, die länger als sechs Monate nicht gelaufen sind, müssen sich unter den gleichen Bedingungen wiederqualifizieren. |
| Quote | Die Gewinnquote wird nach jedem gelaufenen Rennen berechnet (für alle Wettarten getrennt) und auf der Grundlage von 10 € Einsatz angegeben (z.B.: 150:10 bedeutet 150 € Auszahlung bei 10 € Einsatz). Hat man also für 2,50 € gewettet, erhält man entsprechend nur ein Viertel der Quote (= 37,50 €); bei einem Einsatz von 100 € wären das 1500 €. |
| R | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| R. | Abkürzung für Rappe. |
| Rappe | ... ist ein schwarzes Pferd. |
| Rechter Bruder / rechte Schwester | Nachkommen mit denselben Eltern (selber Hengst und selbe Stute). |
| Rennleitung | Die Rennleitung überwacht jedes Rennen hinsichtlich der vorschriftsmäßigen Durchführung und Einhaltung der Trabrennordnung. Sie kann Disqualifikationen vornehmen und Ordnungsmaßnahmen/-mittel bei ihrer Missachtung verhängen. Um stets ganz nah am Geschehen zu sein, fahren die Stewards immer in einem Auto im Innenraum der Bahn neben dem Feld her. |
| Renntag | Als Renntag wird der Zeitraum eines Tages bezeichnet, an denen mehrere Rennen abgehalten werden. |
| Richter | Der Richter überwacht das Ziel und bestimmt den Richterspruch. |
| Richterspruch | Die Rennleitung stellt fest, in welchem Abstand die erstplazierten Pferde durchs Ziel gelaufen sind. Gleich nach der Zielankunft wird der "vorläufige Richterspruch" bekannt gegeben. Dieser wird erst endgültig, wenn die Protestfrist abgelaufen ist. |
| Richterturm | Auf vielen Rennbahnen gibt es einen Richterturm, von dem aus die Rennleitung die Rennen beobachtet. |
| S | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Sch. | Abkürzung für Schimmel. |
| Scheuklappen - "Skl" | Wenn Pferde mit Scheuklappen (siehe a. Blinkers) antreten, wird dies sowohl im Programm als auch im Rennbericht vermerkt. Sie verhindern das Seitwärts- und Rückwärtsblicken des Pferdes. Es ist eine Hilfe für ängstliche und unsichere Pferde und auch solche, die sich leicht ablenken lassen. |
| Schimmel | Rumpf, Gliedmaßen, Mähne und Schweif sind weiß. Schimmel werden i.d.R. dunkelhaarig geboren und färben sich mit jedem Haarwechsel um. Man unterscheidet Braunschimmel (BSch.), Fuchsschimmel (FSch.) und Dunkelbraunschimmel (Dbsch.). |
| St. | Abkürzung für Stute |
| Startauto | ... ist ein Auto mit großen Flügeln, hinter dem sich die Starter bei einem Autostart-Rennen in der Startphase formieren. |
| Starter | Der Starter (Mensch) gehört der Rennleitung an. Er achtet darauf, dass während der Startphase nicht unfair agiert wird. Pferd samt Fahrer in einem Rennen werden ebenfalls als Starter bezeichnet. |
| Startgeld | Bei der Nennung eines Pferdes für ein Rennen ist das Startgeld vom Besitzer zu bezahlen. |
| Startreihe | Bei einem Autostart-Rennen formieren sich die Starter am Start in einer Reihe hinter dem Startauto. Je nach Breite der Bahn und der Anzahl der Starter gibt es eine oder zwei oder manchmal auch drei Startreihen. |
| Startsumme | ist die Maßeinheit, nach der die Starter in einem Rennen zusammengestellt werden. Sie errechnet sich aus der Gewinnsumme, wobei nicht alle Gewinne auf die Startsumme angerechnet werden. |
| Steher | Ein Steher ist ein besonders konditionsstarkes Pferd, das auf Distanz über 2.000 m besondere Qualitäten hat. |
| Strafen | Bei Verstößen gegen das Reglement kann die Rennleitung Strafen gegen den Fahrer (aber auch gegen das Pferd) aussprechen. Es gibt Geldstrafen , Fahrverbot und bei besonders schweren Vergehen sogar Lizenzentzug. |
| Stute | ... ist ein weibliches Pferd. |
| Sulky | Der Sulky ist der Wagen, das ein Pferd samt Fahrer im Rennen ziehen muss. Es gibt unterschiedliche Bauweisen von Sulkies und unterschiedliche Spezialbezeichnungen (z.B. Longshaft). Wirklich gezogen werden die meisten Sulkies allerdings nicht, denn durch die Spezialkonstruktion wird das Pferd im Rennen eher unterstützt. |
| T | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Todesspur | Ein Pferd, das neben dem führenden Pferd in zweiter Spur läuft und kein anderes Pferd vor sich hat, läuft in der Todesspur. Es ist in den Kurven besonders Kräfte raubend, weil das Pferd das Tempo machen muss. |
| Totalisator | ... ist die Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn und bildet in Deutschland die wesentliche Finanzierungsgrundlage des Pferderennports. Der Veranstalter benötigt für den Betrieb des Totaliators eine behördliche Erlaubnis. Der Rennverein zieht die ihm als Veranstalter zustehenden Provisionen vorher ab. Sie liegen zwischen rd. 21,5 % in der Sieg- und Platzwette und rd. 26 % bei den Zweier- und Dreierwetten. Die Pferdewette hat damit eine deutliche höhere Rückzahlung als z.B. das staatliche Lotto, bei dem 50 % der Einsätze einbehalten werden. |
| Totes Rennen | Einlauf von zwei oder mehreren Pferden als Sieger bzw. Platzierte, ohne dass zwischen ihnen ein Abstand (auch durch das Zielfoto nicht!) festzustellen ist. Die Pferde teilen sich entsprechend den Sieg bzw. die Platzierung. |
| Toto | Damit ist die Wettannahme am Rennplatz gemeint. |
| Trab | ... ist die korrekte Gangart des Pferdes beim Trabrennen. |
| Trabreiten | Bei dieser Variante werden die Pferde nicht von einem Fahrer im Sulky gefahren, sondern von Reitern geritten. Ansonsten gelten die gleichen Bestimmungen wie beim Trabfahren. |
| Trainer | Der Trainer trainiert das Pferd und bereitet es für die Rennen vor. Trainer haben auch die Berechtigung, Rennen zu fahren. |
| Trainierwagen | ... ist eine Art Sulky, der jedoch nur für Trainingszwecke benutzt wird. Es gibt einsitzige oder zweisitzige Modelle. |
| U - V | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Unreine Gangart | Man spricht von einer unreinen Gangart, wenn das Pferd nicht einwandfrei trabt, aber auch nicht galoppiert oder im Passgang geht. In diesem Fall wird ebenfalls eine Disqualifikation ausgesprochen. |
| Vorgabe | ... ist die Anzahl von Metern, die ein Pferd im Rennen vorgeben muss. |
| W | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| W. | Abkürzung für Wallach |
| Wallach | ... ist die Bezeichnung für einen kastrierten Hengst. Durch die fehlenden männlichen Hormone ist ein Wallach in der Regel einfacher im Umgang. |
| Wetten | Das Wetten auf Rennergebnisse bei Totalisator oder Buchmacher ist nicht nur wegen der hohen Gewinnausschüttung von ca. 75% attraktiv. Die verschiedenen Wettarten, wie etwa die Siegwette, die Platzwette, die Zweierwette, die Dreierwette und das Rennquintett ermöglichen es, Risiko und Gewinnmöglichkeiten frei zu wählen. Und: Pferdewetten sind kein reines Glücksspiel! Gut informiert kann man mit Hilfe von Vorwetten, Eventualquoten und etwas Pferdeverstand manchen Treffer landen. Wichtig: Wird ein Pferd vom Start verwiesen, erhält der Wetter seinen Wetteinsatz zurück! |
| Wettarten | Siegwette: Das Siegerpferd muss richtig getippt werden. Platzwette: Das gesetzte Pferd muss auf einem der ersten drei Plätze einlaufen. Laufen weniger als sieben Pferde mit, zählen nur die ersten beiden Plätze. Diese Wettart ist am einfachsten, risikolosesten - und bietet die niedrigsten Quoten. (Auf der Galopprennbahn Hannover werden ab 13 Startern in einem Rennen vier Platzquoten gezahlt.) Zweierwette: Die ersten zwei Pferde müssen in der richtigen Reihenfolge gesetzt werden. Treffer sind seltener als bei der Siegwette, die Quoten dafür aber auch höher. Um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen, sind Kombinationswetten mit drei Pferden verbreitet. Dreierwette: Die"hohe Schule" des Pferdewettens - die ersten drei Pferde müssen in der richtigen Reihenfolge gesetzt sein. Volltreffer sind zwar selten, die Quoten aber oft enorm hoch. Um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen, sind Kombinationswetten mit drei oder vier Pferden üblich. |
| X - Y - Z | |
|---|---|
| Begriff | Erklärung |
| Ziel | Das Ziel ist ein fest definierter Punkt, wo alle Rennen enden. |
| Zielfoto | ... dient dem Zielrichter zur Bestimmung der Reihenfolge der Pferde. Mit Hilfe des Zielfotos kann der genaue Einlauf festgestellt werden. |
| Zielgerade | ... ist die letzte gerade Strecke vor dem Ziel, wo es zum Finish kommt. |
| Zielpfosten | Genau gegenüber dem Richterturm markiert ein Pfosten mit einem Spiegel an der Bahninnenseite des Geläufs das Ziel. |
| Züchterprämie | Wenn ein Pferd einen Geldrang in einem Rennen erläuft, dann erhält der Züchter ebenfalls eine Prämie. |
| Zügel | ... sind die Lederriemen, die am Gebiss angebracht sind. Mit ihnen steuert der Fahrer das Pferd. |
| Zweierwette | Die ersten beiden Pferde müssen in der richtigen Reihenfolge des Zieleinlaufs getippt werden. |