| Aalstrich: | Hellbrauner bis schwarzer Streifen im Fell, der von den Ohren über den Mähnenkamm und den Rücken bis zur Schweifwurzel verläuft; im Allgemeinen gilt der Aalstrich als Wildpferdmerkmal, oft bei Falben und Isabellen zu finden |
| Abgedrehte Form | Barockes Pferd |
| Abgeschlagene Kruppe | Abfallende Kruppe, häufig rassebedingt |
| Aktion | Art des Gangwerkes. Bei einer hohen Aktion werden die Vorderbeine hoch erhoben; bei einer flachen Aktion bewegen sich die Beine flach über dem Boden |
| Appaloosa-Farben | Es gibt sechs Hauptfellmuster: Leopardbunt (Leopard-spotted) - durchgehend weißer Untergrund mit dunklen Flecken (auch Flecken verchiedener Farbe Schneeflockenbunt (Snowflake) - weiße Flecken auf einheitlich dunklem Grund Deckenbunt, Schabrackenschecke - fast völlig dunkler Körper mit dunklen Flecken auf weißem Rücken und/oder Hinterhand Weiße Decke - hauptsächlich heller Körper mit dunklem Rücken und/oder Hinterhand Marmorbunt (Marble)- beginnt mit einem dunklen Fell bei der Geburt, das im Laufe des Erwachsenwerdens außer einigen dunklen Markierungen an Beinen und im Gesicht fast bis zur Farbe Weiß verblasst Frosted Tipp (Frostscheck) - dunkler Untergrund mit hellen oder weißen Flecken auf Lenden und Flanken Innerhalb der Muster gibt es noch zahlreiche Variationen |
| Araber (A) | Diesem Araber fehlt die lupenreine Abstammung. Araber (A) weisen im Abstammungsnachweis einen Vorfahren auf, der in keinem der Stutbücher eintragungsberechtigt ist oder einen, dessen Herkunft nicht nachgewiesen ist. Die arabischen Blutanteile dominieren, auch wenn nicht alle ihre Herkunft aus dem Ursprungsland ableiten können. Die in aller Welt gezüchteten Araber (A) sind als "Kulturaraber" durch unterschiedliche Umwelt- und Haltungsbedingungen geprägt und daher im Typ und Kaliber unterschiedlich. Bei den Züchtern gilt, nicht einseitig auf Schönheit, sondern auf Adel und Leistung zu züchten. |
| Axthieb | Auf der Seite des Halses wird der Widerrist durch den sogenannten Axthieb begrenzt (eine deutlich markierte Vertiefung vor dem Widerrist) |
| Aufsatz | Die Art, wie und wo der Hals an der Brust angewachsen (aufgesetzt) ist |
| Ballotade | Figur der Hohen Schule. Sprung, bei dem das Pferd mit allen Beinen gleichzeitig auf der Absprungestelle landen muss; die Hinterbeine hängen etwas herab |
| Behang, auch: Kötenbehang | Behaarung an den Beinen, vor allem an der Hinterseite der Röhren und am Kötenzopf oberhalb des Fesselsgelenks; auch Fesselbehang genannt; vorwiegend bei kaltblütigen Pferden und Ponys zu finden |
| Beizäumung | Durch energisch vortreibender Kreuz- und Schenkelhilfen bei anstehenden Zügeln soll eine vermehrte Genick- und Halskrümmung bewirkt werden |
| Berline | Viersitziger Reisewagen mit zusammenklappbarem Verdeck |
| Beschäler | Zuchthengst |
| Birkenauge | Die Iris erscheint aufgrund geringer oder fast fehlender Pigmentablagerung bernsteinfarben |
| bügeln | Fehlerhafte, nach außen ausweichende Bewegung beim Vorgehen der Vorderbeine |
| Canter | Arbeitsgalopp |
| Cavallettiarbeit | Arbeit mit Trabbarrieren, um den Raumgriff im Trab zu verbessern |
| Cob-Typ | Schwerer, untersetzer Pferdetyp, guter Gewichtsträger |
| Coupé | Leichter geschlossener Wagen |
| Cow-sense | Besondere Begabung, meist bei Westernpferden, für die Arbeit mit Rindern; ohne die Hilfe des Reiters trennt es ein bestimmtes Rind von der Herde, beobachtet genau deren Bewegungen und verhindert jeden Fluchtversuch durch blitzschnelles Reagieren |
| Croupade | Figur der Hohen Schule. Sprung auf der Stelle, bei dem das Pferd mit allen Beinen gleichzeitig auf der Absprungstelle landen muss; die Hinterbeide werden unter den Pferdeleib gezogen |
| Distanzpferd | Das Pferd ist geeignet, bei speziellem Training Langstrecken von 50 bis 160 km zu absolvieren |
| Dreischlag | Unreiner Trab; hinten Galopp, vorne Trab |
| Erhabene Gänge | Besonders ausdrucksvolle Bewegungsabläufe |
| Equiden | Zu den Equiden zählt die Säugetierfamilie der Pferdeartigen. Dazu gehören Pferde, Halbesel, Esel und Zebras. |
| Exterieur | Gebäude des Pferdes, körperliche Eigenschaften |
| Fantasia | Festlicher Scheinkampf und Reiterwettspiele bei den Beduinen |
| Fasanenschweif | Natürlich gewachsener Schweif, der am Ende nicht geradegeschnitten wurde |
| Fassbeinigkeit | Fehlstellung der Hinterbeine, wobei die Sprunggelenke nach außen gedreht sind |
| Fessel | Bereich zwischen Fesselkopf/-gelenk und Hufkrone |
| Format | Verhältnis von Widerristhöhe zu Rumpflänge |
| Fox trot (Fuchstrab) | Gangart, bei der das Pferd vorne einen fleißigen Schritt geht und mit den Hinterbeinen trabt |
| Fundament | Grundlage (Skelett) des Körperbaues des Pferdes |
| Ganasche | Verbindungsstück von Kopf und Hals, zwischen dem hinteren Rand des Unterkieferbeins und dem Atlasflügel; ist der Bereich sehr eng, hat das Pferd wenig Ganaschenfreiheit, und die Biegung und Beizäumung wird erschwert |
| Gebäude | Körperbau des Pferdes |
| General Stud Book | Stutbuch für Vollblutpferde |
| Geräumige Brust | Breite, tiefe Brust, in der Herz und Lunge viel Platz finden |
| Geschlossene Flanken | Hinter den Rippen und vor dem Hüftknochen bildet sich keine tiefe Grube, die Flanken sind geschlossen |
| Glasauge | Die Iris erscheint aufgrund geringer oder fast fehlender Pigmentablagerung hellblau |
| Großrahmig | Ein großes Pferd im Verhältnis zur Durchschnittsgröße seiner Rasse |
| Gurtentiefe | Maß für den Umfang des Brustkorbs; gemessen wird hinter den Vorderbeinen |
| Gut gelagerte Schulter | Das Schulterblatt bildet zum Oberarmbein einen rechten oder stumpfen Winkel |
| güst | ... nennt man eine Stute, die nach dem Decken nicht trächtig wird |
| Halbblut | International bezeichnet man alle Pferderassen und -schläge, soweit sie nicht Vollblut, Ponies oder Kaltblut sind, als Halbblut. In Deutschland gelten die Pferde als Halbblüter, bei denen nur ein Elternteil 100-prozentiger Vollblüter ist (Englisches oder Orientalisches Vollblut) |
| Handpferd | ... ist das im Zweigespann rechts gehende Pferd |
| Hanke | Hinterpartie des Pferdes vom Hüftgelenk abwärts bis zum Fesselbein |
| Hansom | Leichte zweirädrige und gedeckte englische Droschke mit erhöhtem Kutschbock hinter den Fahrgästen |
| Hechtkopf | Kopf mit konkaver (nach innen verlaufender) Nasenlinie; bei Arabern und arabischen Typen |
| Hirschhals | Falsch bemuskelter Hals; die untere Halsseite ist übermäßig ausgebildet, die obere jedoch nur schwach oder gar nicht |
| Hunter, Huntereigenschaften | Pferd, das für die Jagd geeignet ist; hierzu gehört gutes Springvermögen, robuste Konstitution, Ausdauer, schnelle Reaktion, ausgeglichenes Temperament und Rittigkeit |
| Interieur | Charakter des Pferdes |
| Isabelle | Haarfarbe von goldgelb bis braungelb, fuchsfarbig oder grau im Deckhaar und immer mit hellem Langhaar |
| Jucker | Leichtes, elegantes Wagenpferd |
| Kaliber | Verhältnis von Widerristhöhe zu Gewicht |
| Kalibriges Pferd | Viel Gewicht bei relativ geringer Widerristhöhe |
| Karpfenrücken | Aufgebogener Rücken |
| Kastanie | Hornbildung an der Innenseite der Vorderbeine etwas oberhalb des Vorderfußwurzelgelenks und an der Innenseite der Hinterbeine etwas unterhalb des Sprunggelenks |
| Keilkopf | Kopf mit gerader Nasenlinie |
| klar, trocken, markiert | Feine Haut mit fettlosem Unterhautbindegewebe überzieht die Knochen und Sehnen, sodass diese deutlich sichtbar unter der Haut hervortreten |
| Kötenbehang | Lange Behaarung am Fesselkopf, oftmals den ganzen Huf bedeckend |
| Krötenmaul | Ungleichmäßige Pigmentierung der Haut und Sprenkelung im Bereich des Mauls |
| Kuhhessigkeit | Fehlstellung der Hintergliedmaßen; zehenweite Stellung bei nach innen gedrehten Sprunggelenke |
| Laden | Unterkieferäste; auch Bezeichnung für den zahnlosen Teil des Unterkiefers zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen; in diesem Zwischenraum liegt das Gebiss |
| Landauer | Viersitziger und -rädriger Wagen mit zusammenklappbarem Verdeck |
| Leichtfuttrige Pferde | Pferde, die nur geringe Futtermengen benötigen und trotzdem nicht mager aussehen |
| Mehlmaul | Helle Partie um Maul und Nüstern bei ansonsten braunen Ponys |
| Menschenauge Weiße Sklera | Weiß umrandete Iris |
| Overo-Scheckung | Grundlage bildet ein dunkles Pferd mit weißen Flecken und Abzeichen. Häufig sind alle vier Beine dunkel; die Weißzeichnung geht vom Bauch aus, kreuzt aber nicht die Rückenlinie des Pferdes. Mähne und Schweif sind normalerweise einfarbig dunkel. Der Kopf hat häufig großflächige Abzeichen, z.B. eine breite Blesse oder Laterne. |
| Palomino | Goldfarbenes amerikanisches Western Horse mit flachs- oder silbeweißem Langhaar |
| Pass | Gangart des Pferdes im Zweitakt, wobei - im Gegensatz zum Trab - jeweils die Beine einer Seite (also rechtes Vorderbein und rechtes Hinterbein; entsprechend links) auftreten; sehr bequeme Gangart |
| Pauschen | Polsterung an den Sattelblättern als Kniestütze |
| Pedigree | Ahnentafel eines Pferdes, die bis einschließlich der vierten Generation in den Abstammungsnachweis von Rassepferden eingetragen wird. |
| Pesade | Figur der Hohen Schule. Das Pferd bäumt sich auf und hebt die Vorderbeine in einem Winkel von 45° zum Erdboden |
| Pferdelänge | Abstand von der Nase bis zur Hinterbacke des Pferdes; Begriff aus dem Pferderennsport |
| Phaeton | Leichter Wagen eines Herrenfahrers mit einem Lakai auf dem Rücksitz |
| Piaffe | Figur der Hohen Schule. Das Pferd tritt auf der Stelle von einem diagonalen Beinpaar auf das andere; eine leichte Vorwärtsbewegung ist erlaubt |
| Pilare | Zwei feststehende Pfosten, zwiscnen die das Pferd zu Lektionen der Hohen Schule gestellt wird |
| Pinto | Geschecktes/geflecktes Pferd spanischen Ursprungs (pinto = bemalt) |
| Pirouette | Figur der Hohen Schule. Das Pferd vollführt eine Kreisdrehung in versammeltem Galopp; die Hinterhand beschreibt einen kleineren Kreis als die Vorhand |
| Points | Besonders günstige Einzelheiten des Pferdekörpers, die kleinere Mängel ausgleichen |
| Rack | Englische Beizeichnung für Tölt; gleiche Gangart wie der Slow Gait; er wird jedoch mit ungeheurem Tempo ausgeführt (eine Meile (1609 m) in 2,19 min), mit weit ausholender Bewegung |
| Rahmen | Proportionen des Pferdekörpers: Verhältnis von Vorderhand zu Hinterhand, Lagerung und Winkelung von Schulter und Becken zu Oberarm und Oberschenkel, Verhältnis von Hals- Rücken-, Kruppenlänge zueinander |
| Ramskopf | Kopf mit konvexer (nach außen gewölbter) Nasenlinie |
| Remonte | Junges, gerade angerittenes Nachwuchspferd |
| rückbiegig, vorbiebig | Auf eine Schwäche der Sehnen deutende Stellung des Vorderfußwurzelgelenks, das entweder nach rückwärts oder vorwärts von der Senkrechten abweicht |
| Running Walk | Rennschritt; sehr schnelle Vorwärtsbewegung im Viertakt |
| säbelbeinig | Stark gewinkeltes Hinterbein |
| Sattelpferd | Das im Zweigespann links gehende Pferd |
| Saumpferd, Säumer | Tragtier |
| Schalanken | Lang herabhängende Zierriemen am Pferdegeschirr |
| Scherbaum | Doppeldeichsel, zwischen denen das Pferd beim Einspänner geht |
| Schweifrübe | Aus den Schweifwirbeln (18 - 21 Stück) und Muskeln bestehender Teil des Schweifes |
| Selektion | Zuchtauslese |
| Senkrücken | Durchgebogener Rücken; oft bei alten Pferden |
| Slow Gait | Sehr langsamer, sehr weicher Viertakt wie ein schneller Pass, bei dem jedes Bein einzeln angehoben wird und in der Luft kurz zu zögern scheint, bevor es wieder auffußt |
| Spaltkruppe | Im Wirbelsäulenbereich eingebuchtete Kruppe |
| Spat | Knochenauftreibung im Sprunggelenk, die Lahmheit verursachen kann |
| Sporn | Hornbildung an der Köte, wahrscheinlich rudimentärer Ballen |
| Stockmaß | Absolute Höhe des Pferdes, gemessen mit einem am Boden stehenden Messstock und einer waagerechten Latte, die auf den höchsten Punkt des Widerrists aufgelegt wird |
| Strahl | Aus elastischem Horn bestehendes Polster an der Unterseite des Hufs, gegen die Hufsohle begrenzt durch die beiden einander im spitzen Winkel schneidenden Strahlfurchen, nach rückwärts in den Ballen auslaufend |
| Stutbuch | Register, in dem Zuchtstuten eingetragen werden, sofern sie die von den Zuchtverbänden vorgegebenen Bedingungen erfüllen. Das Register wird unterteilt in das Hauptstammbuch, in das nur Stuten mit gutem Exterieur und über mehrere Generationen anerkannter Abstammung aufgenommen werden. Das Stammbuch nimmt Stuten mit weniger gutem Exterieur oder nicht weit genug zurückreichender Abstammung auf. In das Vorbuch werden Stuten mit ausreichendem Exterieur und/oder unklarer Abstammung aufgenommen. |
| Sulky | Leichter, zweirädriger Wagen für Trabrennen |
| Tandemanspannung | Zweigespann, bei dem die Pferde hintereinander angespannt sind |
| Textur | Gewebebeschaffenheit (trocken oder schwammig) |
| Tigerschecke | Pferd/Pony mit weißer oder heller Grundfarbe und zahlreichen, verschieden großen andersfarbigen Flecken, die über den ganzen Körper verteilt sind. |
| Tobiano-Scheckung | Es handelt sich um großflächige Farbflecken auf Bauch und Rücken. Das Weiß kreuzt hierbei die Rückenlinie bzw. geht vom Rücken des Pferdes aus. Tobianos haben immer vier mindestens bis zum Vorderfußwurzelgelenk bzw. Sprunkgelenk reichende weiße Beine. Mähne und Schweif sind meistens zweifarbig. Der Kopf ist dunkel, oft mit Blesse. Die Tobiano-Färbung vererbt sich dominant. |
| Tonniger Rumpf | Rundrippiges Pferd/Pony, dessen Rumpf den inneren Organen viel Platz und damit viel Schutz bietet. |
| Trachten | Seitenwände des Hufs |
| Trachtenzwang | Verengte Trachten, die die Beweglichkeit des Hufs beeinträchtigen |
| Trekkingpferd | Wanderreitpferd |
| Trotting Pitch | Überbaute Kruppe bei Trabern |
| Überbaut | Kruppe ist genauso hoch oder höher als der Widerrist |
| Zebrastreifen, Zebrierung | Dunkle Streifen an den Beinen, die an Zebras erinnern; häufig bei Wildpferdefarben |
| Zelter | ... wurden im Mittelalter leichte Pferde, die die Spezialgangarten Pass und Tölt unter dem Reiter beherrschten, genannt. Sie wurden besonders von Frauen geschätzt. |