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Pferderassen alphabetisch:

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Pferderassen A

Abtenauer
FarbeÜberwiegend Rappen und Füchse, keine Tigerschecken!
Stockmaßca. 155 cm
ExterieurVerkleinertes Modell des Norikers, trockener, harmonischer Körperbau, kräftiges Fundament
EigenschaftenRuhiges Temperament, anspruchslos, leichtfuttrig, robust, energisch, arbeitswillig; trittsicher, wendig, ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl; flotte Gänge
VerwendungArbeit an Berghängen, Holzabfuhr im Gebirge
Herkunft, VerbreitungÖsterreich (Bundesland Salzburg und Zuchtzentrum Hochtal Abtenau)
Besonderes, GeschichteDie Zuchtgeschichte entspricht der des österreichischen Norikers; Bestand ca. 100 Zuchtstuten; durch die Abgeschlossenheit des Hochtales wurde der "klare" Typ des Abtenauers begünstigt
ZuchtbuchStutbuchordnung von 1898

Achal-Tekkiner
FarbeVorwiegend Braune, Füchse oder Falben mit deutlichem Metallschimmer
Stockmaß150 bis 165 cm
ExterieurKleiner eleganter Kopf, ausdrucksvolle Augen; langer, dünner Hals (oft Hirschhals); schräge Schulter, muskulöse Brust, langer, schlanker Rumpf, ausgeprägter Widerrist, langer Rücken, breite, kräftige Kruppe; gut markierte Sehnen und Gelenke, lange Beine, harte Hufe; seidiges Fell, Mähne und Schweif spärlich, teilweise fehlen Schopf und Mähne völlig
EigenschaftenHart, ausdauernd, widerspenstig, temperamentvoll, mutig, gesund, leichtfuttrig; viel Galoppiervermögen; hohe Widerstandkraft gegen Hitze, Trockenheit und Kälte, kann viele Hundert Kilometer ohne Wasser zurücklegen
VerwendungDistanzreiten, Rennpferd; bewährt als Dressur-, Spring-, Jagd- und Militärypferd sowie im Fahrsport
Herkunft, VerbreitungTurkmenistan (Gestüt Machmut Kuli), Kasachstan (Gestüt Lugowsk), Kirgisien, Usbekistan, Kaukasus (Gestüte Tersk und Stawropol, einige Sochwosen der GUS), Iran (Norden), Europa (Deutschland, Frankreich und Österreich), USA, Kanada
Besonderes, GeschichteEine der ältesten Pferderassen der Welt, bereits 1000 v.Chr. weltberühmte Zucht in Aschkahabad; der Nomadenstamm der Tekke gab der Rasse den Namen und hielt sie durch sorgfältige Selektion rein; die Garde des Perserkönigs Darius (522 - 486 v.Chr.) ritt ausnahmslos Achal-Tekkiner; Marco Polo führt ihre Abstamung auf den Bukephalos (Alexanders Pferd) zurück; unter Timur Lenk (1336-1405) Blutauffrischung durch arabische Stuten; über Byerley's Turk vermutlich ein Turkmene oder Muniqui-Araber, auch Linienbegründer der modernen Vollblutzucht; in Deutschland recht selten und aus diesem Grund sehr teuer
ZuchtbuchSeit 1938 Reinzuchtprogramm, ab 1973 Originalzuchtprogramm

Achetta (Sardisches Pony)
FarbeRappen, Dunkelbraune, Braune
Stockmaß120 bis 140 cm
ExterieurKleines, drahtiges Pony mit orientalischem Einfluss; ausdrucksvoller Kopf, mittellanger, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, tiefer Rumpf; trockenes, festes Fundament, harte Hufe
EigenschaftenTrittsicher, ausdauernd, genügsam, energisches Temperament
VerwendungHalbwild in kleinen Familienverbänden lebend; Reitpony mit ausdauerndem Trab; Zug- und Lastenpony; Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungItalien auf der Giara de Gesturi (Hochplateau im Süden der Insel Sardinien)
Besonderes, GeschichteVerwilderte Nachkommen der hier seit Jahrhunderten lebenden Pferde der numidischen und karthagischen Eroberer; sie ernähren sich überwiegend von den Sumpf- und Wasserpflanzen auf der Hochebene und weiden auch "unter Wasser" (bis 15 Sekunden mit den Nüstern unter Wasser!); einmal jährlich werden sie eingefangen, tierärztlich versorgt, überzählige Tiere werden an die Regionalverwaltung verkauft

Aegidienberger
FarbeAlle Farben, vorwiegend dunkle
Stockmaß140 bis 150 cm
ExterieurTrockener, ausdrucksvoller Kopf, lebhafte Augen; kurzer starker Hals, muskulöse, fast steile Schulter, wenig Widerrist, viel Gurtentiefe, kurzer, starker Rücken, breite muskulöse Kruppe; stabiles, trockenes Fundament, gut geformte, harte Hufe
EigenschaftenFreundlich, menschenbezogen, intelligent, leistungswillig, "elegant", robust, umgänglich, leichtrittig
VerwendungBeliebt bei Gangpferdereitern (Tölter); Freizeitpferd für Sport und Show, Wander- und Distanzreiten
Herkunft, VerbreitungDeutschland; Österreich
Besonderes, GeschichteFünfgänger mit genetisch verankertem Tölt; Ergebnis einer systematischen "Fünfachtelkreuzung" aus Isländer und Paso Peruano des Islandpferdezüchters W. Feldmann sen.
ZuchtbuchRasse erst 1994 offiziell als "Aegidienberger" anerkannt; wird im Rheinischen Pferdestammbuch geführt

Albino (American Albino, American Cream and White)
FarbeNur weißgeborene Schimmel mit unpigmentierter Haut oder Cremellos (Gelbton im Kurzhaar), hellblaue, dunkelblaue oder hellbraune Augen
Stockmaß144 bis 162 cm (Pferd), 102 bis 144 cm (Pony)
ExterieurDer Exterieur entspricht den Blutlinien der für die Zucht verwendeten Pferde:
a) im Western Type (mehr oder weniger Quarter-Horse-, Morgan- oder Araber-Blut)
b) im English Type (Kreuzungen aus Saddle Horse, Morgan, Araber oder Englischem Vollblut)
Albino Pony: zur Hälfte Shetland- oder Welsh Pony-Blut
Gerader trockener Kopf, breite Stirn; gut proportionierter, mittellanger Hals, schräge Schulter, wenig Widerrist, kräftiger Rücken, muskulöse, abgeschlagene Kruppe; schlanke bis kräftige Beine, manchmal wenig stabile Hufe
EigenschaftenEntsprechend dem Rassetyp: lebhaftes Temperament, freundlich, intelligent, leistungsbereit
VerwendungLeistungen entsprechen dem jeweiligen Rassetyp: Reiten, Westerndisziplinen, Western Show Horse, Fahren, Zirkuspferd
Herkunft, VerbreitungUSA, Kanada, (Frankreich)
Besonderes, GeschichteTypische Schwächen: hohe Empfindlichkeit der Haut und der Augen gegen Sonnenlicht, daher nur begrenzt einsetzbar; es gibt erfolgreiche Versuche, die Lichtüberempfindlichkeit wegzuzüchten; keine eigenständige Rasse, sondern Untergruppe der Western Horses; wird seit Beginn des 20. Jh. bewusst gezüchtet; bei anderen Rassen sind Albinos "Zufallsprodukte"; ursprünglich Zucht der White Horse Ranch in Nebraska/USA von Ruth und Caleb Thompson; der Deckhengst Old King (geb. 1906) führte Morgan- und Araberblut, war milchweiß, hatte rosa Haut und braune Augen; die Nachkommen waren alle milchweiß mit blassrosa Haut und blauen, braunen oder nussbraunen Augen
Zuchtbuch1937 Gründung des American Albino Horse Club durch Cal Thomson; 1937 Aufstellung eines Zuchtprogramms und Gründung der American Albino Association Inc.; seit 1970 Zuchtregister für American Cream Horse; seit 1980 weltweite Ausdehnung der Zucht unter dem Namen International American Albino Assn.

 
Altai-Pony
FarbeSchimmel, Füchse, Braune, Rappen, auch Tigerschecken und Falben
Stockmaßca. 140 cm
ExterieurMittelgroßer, derber Kopf, breite Stirn, lebendige Augen; kurzer muskulöser Hals, steile Schulter, große Gurtentiefe; kräftiger, tiefer Rumpf, mittellanger Rücken, muskulöse, schräge Kruppe; kurze kräftige Gliedmaßen, gelegentlich säbelbeinig, gesunde Hufe, wenig Behang
EigenschaftenRobustes kleines, trockenes Gebirgspferd; widerstandsfähig, genügsam, leistungsfähig, kräftig, trittsicher
VerwendungTrag- und Reitpferd (kann bis zu 160 kg transportieren); Stutenmilch- (bis zu 10 l pro Tag/Stute) und Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungAltai-Gebirge der GUS
Besonderes, GeschichteZucht ist über 2.500 Jahre alt; Einfluss durch das Mongolische Pferd, den Kirgisen sowie persische und arabische Rassen; das ursprünglich größere Altai-Pferd passte sich den ungünstigen Standortbedingungen (Gebirge und extreme klimatische Bedingungen) an und wurde kleiner und widerstandsfähiger; für die Fleischproduktion Einkreuzung von Litauischem, Russischem und Schwerem Sowjetischem Kaltblut

Altér Real
FarbeÜberwiegend Braune, Schwarzbraune, Rappen, Füchse, selten Schimmel
Stockmaß150 bis 160 cm
Exterieur Mittelgroßer, ausdrucksvoller Kopf, oft Ramsnase, weit auseinanderliegende Augen; gut aufgesetzter Hals, starke Schulter, tiefe, breite Brust, wenig Widerrist, kurzer Körper, kräftige Hinterhand, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; feste Beine, flexible Sprunggelenke, harte Hufe; üppiges Langhaar
EigenschaftenIntelligent, temperamentvoll, tapfer, widerstandsfähig; elegante auffällige Bewegungen
VerwendungStierkampf, "Spezialist" für die Hohe Schule; verwendbar in allen anderen Reitsportdisziplinen
Herkunft, VerbreitungPortugal, zunehmend Europa
Besonderes, GeschichteNobler Vertreter einer alten iberischen Edelrasse, die nahezu verschwunden war; 1748 Beginn der Zucht mit 300 importierten Andalusierstuten im königlichen Gestüt Vila de Portel (Gestüt Altér do Chao - heute Staatsgestüt, Provinz Alentejo) zur Versorgung der königlichen ("real") Ställe in Lissabon, Namensgeber war König Juan V.; sein Sohn Jose I. führte die Zucht weiter; ab 1801 konsequente Selektion für die Hohe Schule; durch die Schließung des Gestüts 1834, fehlgeschlagene Kreuzungsversuche mit Hannoveranern, Normannen, Arabern sowie Kriege wurde die Rasse in der ersten Hälfte des 19. Jh. fast zerstört; seit 1941 (nur noch zwei reinblütige alte Hengste und 12 Stuten vorhanden) Wiederaufbau der Zucht mit reinen Andalusiern (Zapateros der Züchterfamilie Zapata) und Erhalt der Zuchtbasis; gerettet wurde die Rasse Anfang des 20. Jh. durch den portugiesischen Hippologen und Züchter Dr. Ruy dŽAndrade

Altmärkisches Kaltblut
FarbeBraune, Füchse, Rapp-, Braun-, Fuchsschimmel
Stockmaß158 bis 165 cm
ExterieurMarkantes Gesicht, gerades Profil; kräftiger, gut aufgesetzter Hals, muskulöser Körper, schräge Schulter, lange Kruppe; trockenes korrektes Fundament, harte Hufe
EigenschaftenEnergisch, gutmütig, ruhiges Temperament, harte Konstitution
VerwendungVielseitig verwendbar
Herkunft, VerbreitungDeutschland (Hauptzuchtgebiet Sachsen-Anhalt)
Besonderes, GeschichteShire Horse, Belgier und Percheron bildeten die Grundlage; 1891 Gründung des Landgestüts Kreuz in Halle (Saale); Gründung der Hengsthaltergenossenschaft Mahlwinkel durch Werner Thiele, die Provinz Sachsen wurde zu einem der drei großen Kaltblutzuchtgebiete; Erhalt des "Kulturgutes Kaltblutpferd in Sachsen-Anhalt" dank einiger Pferdeleute nach dem 2. Weltkrieg; durch gesteuerte Inzucht, Zuchttieraustausch und Import belgischer Hengste sollen die charakterischen Typmerkmale erhalten bleiben

Alt-Oldenburger
FarbeRappen, Braune, (Dunkel-)Füchse
Stockmaßca. 165 cm
ExterieurSchwerstes deutsches Warmblutpferd; mittelgroß, gute Schulter, ausgeprägter Widerrist; tiefe Brust; starkes Fundament, kräftige Gelenke, gute Hufe
EigenschaftenLeistungsfähig, gesund, leichtfuttrig, nervenstark, ausgeglichen, zugkräftig
VerwendungFahr- und Reitpferd, Landwirtschaft und Gewerbe; gute Mechanik (langer Schritt, raumgreifender Trab)
Herkunft, VerbreitungDeutschland (Hauptzuchtgebiet Oldenburg), Europa
Besonderes, Geschichte"Pferde"-Graf Anton-Günther (1583-1667) war sachverständiger Begründer der Zucht in Oldenburg; über 1.000 Pferde standen in seinen Stallungen, jährlich wurden bis zu 5.000 Pferde exportiert; die Karossiers sind noch heute an europäischen Fürstenhöfen geschätzt; durch das Körgesetz wurde die Einkreuzung neapolitanischer und spanischer Hengste beendet; nach 1945 Umzüchtung zum Sportpferd mit dem Vollblüter Adonis xx (ab 1959); Ende der 80er-Jahre Rückzüchtung durch Freunde des "Original Oldenburgers"
ZuchtbuchKörgesetz ab 1819; 1989 Anerkennung des Zuchtverbands für das Alt-Oldenburger Pferd e.V.

Altwürttemberger
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaß155 bis 165 cm
ExterieurMittelgroßer, trockener Kopf, aufmerksame, freundliche Augen; kräftiger, gut gewölbter Hals, lange schräge Schulter, markierter Widerrist, mittellanger, kräftiger Rücken, gute Hinterhand; gutes Fundament, harte Hufe
EigenschaftenRuhiges Temperament, leichtfuttig, ausdauernd, zuverlässig, leistungsstark; raumgreifende Gänge
VerwendungUrsprünglich Landwirtschaft und Heer; heute Reit-, Fahr- und Freizeitpferd
Herkunft, VerbreitungDeutschland (insbes. Baden-Württemberg)
Besonderes, GeschichteGrundlage waren Ostpreußen, Anglo-Normänner sowie altes württembergisches Blut und Oldenburger; ein verbindliches Zuchtziel wurde durch Landoberstallmeister von Hofacker begründet: Faust, geb. 1885, ein Anglo-Normänner im Cob-Typ, wurde zum Stammvater der Zucht; um 1900 fehlgeschlagene Kreuzungsversuche mit Englischem Vollblut, Holsteinern und Oldenburgern; nach 1950 Umzüchtung zum Sportpferd; Rasse war vom Aussterben bedroht; 1988 wurde in Marbach ein Verein zur Erhaltung gegründet

 
American Cream Draft Horse
FarbeErlaubt ist nur die Farbe Creme (Isabelle, früher Recht- oder Gelbisabelle) mit bernsteinfarbenen Augen (Birkenauge), weißes Langhaar, rosa- bis blassrosafarbene Haut; weiße Abzeichen erwünscht
Stockmaß 152 bis 172 cm
ExterieurMittelschwerer Kaltblüter; wenig Behang; feines, welliges Langhaar
EigenschaftenGuter Charakter, gutes Temperament
Verwendung
Herkunft, VerbreitungUSA, vorwiegend im Mittleren Westen
Besonderes, GeschichteReine Farbzucht; Besonderheit: die Augen der Fohlen sind bei der Geburt meistens weiß und werden im Verlauf von Monaten dunkler; Stammmutter der Rasse war die cremefarbene Stute Old Granny; Beginn der Zucht Anfang des 20. Jh.; für die Zucht werden nur sorgfältig ausgesuchte Pferde verwendet, um einen in Körperbau und Farbe einheitlichen Typen zu züchten
Zuchtbuch1944 Gründung der American Cream Draft Horse Association

American Miniature Horse
FarbeAlle Farben
Stockmaß60 bis max. 85 cm
ExterieurKopf proportional zum Körper, bewegliche Ohren, breite Stirn, gerades oder leicht konkaves Profil, verhältnismäßig geringer Abstand zwischen Augen und Maul; gut proportionierter Hals, lange, schräge Schulter, muskulöser Rumpf, gute Gurtentiefe, kurzer Rücken, lange kräftige Hinterhand, gut angesetzter, leicht getragener Schweif; korrekte Gliedmaßen, runde, feste Hufe; seidig glänzendes Fell und Langhaar
EigenschaftenLiebenswerter Charakter, umgänglich, leistungswillig, menschenbezogen; schwungvolle Bewegungen
VerwendungReiten, Fahren und zum Spielen für kleine Kinder, "Haustier", Therapiepferd für körperlich zurückgebliebene Kinder und Erwachsene
Herkunft, VerbreitungUSA, Kanada, Westeuropa
Besonderes, GeschichteUrsprung dieser Rasse liegt in Europa; für den Hochadel wurde ab dem frühen 16. Jh. ein Miniatur-Pferd gezüchtet; als der Hochadel verschwand, wurden die Miniponys für Bergwerke gezüchtet und mit Shetlandponys gekreuzt; einige Exemplare wurden nach Amerika exportiert und zielstrebig weiter gezüchtet; heute sind immer wieder Exemplare anzutreffen, die dem nicht erwünschten Ponytyp entsprechen; Proportionen und Erscheinungsbild sollen einem Großpferd, gerne im Araber- oder Vollbluttyp, gleichen
Zuchtbucha) American Miniature Horse Assosiation (AMHA): Die Pferde dürfen 5-jährig eine Größe von 34 Zoll (86,36 cm) nicht überschreiten; das Zuchtbuch wurde am 31.12.1987 geschlossen; alle Fohlen die nach dem 31.12.1995 geboren wurden, mussten entweder Blood Typed oder/und DNA getestet werden, damit ihre Nachzucht im AMHA registriert werden konnte
b) American Miniature Horse Register (AMHR): Hier gibt es 2 Unterteilungen in A (bis 34 Zoll = 86,36 cm) und B (über 34 bis 38 Zoll = 95,52 cm)

American Saddlebred Horse (früher: Kentucky Saddle Horse, Virginia Saddle Horse)
FarbeAlle Farben erlaubt
Stockmaß 152 bis 162 cm
ExterieurSchmaler, ausgeprägter Kopf, große, wache Augen; langer, eleganter, hochangesetzter Hals, breite Brust, gut markierter Widerrist, lange, schräge Schulter, gerader, kräftiger Rücken, gerade Kruppe, hoher Schweifansatz (oft durch operativen Eingriff (Kappen des Schweifmuskels) unterstützt); kräftige, elastische Hinterhand, lange elegante Beine, trockene Gelenke, gute, nicht sehr große, feste Hufe; hohe Kopf- und Schweifhaltung, langes üppiges Langhaar
EigenschaftenLeistungsstark, intelligent, vertrauensvoll, ausdauernd, genügsam
VerwendungShow Horse mit hohen, stechende Aktionen und raumgreifenden Tritten, Westernreiten, Fahrsport
Herkunft, VerbreitungUSA (Hauptzuchtgebiete Kentucky, Virginia, Missouri und Indiana); weltweit
Besonderes, GeschichteIm 18. Jahrhundert gezüchtet aus der Verbindung eines Narragansett Pacers mit einem Vollblüter; sehr ausdauerndes Plantagenpferd in Kentucky und Virginia; später beliebtes Kavalleriepferd; wird für Horse Shows mit tierquälerischen Methoden zu besonders hoher Aktion der Vorderhand ausgebildet (Einbau von Gewichten zwischen Huf und Eisen); Züchtervereinigungen unterscheiden drei Show-Typen:
1. Threegaited Saddle Horse: Dreigänger, der in Schritt, Trab und Kanter (versammelter Galopp mit sehr hoher Knieaktion) vorgestellt wird; Mähne geschoren
2. Fivegaited Saddle Horse: Fünfgänger mit langer, wallender Mähne und Schweif, der in den drei natürlichen Gangarten sowie in zwei "künstlich" erlernten vorgestellt wird: Slow Gait und Rack (s. Lexikon)
3. Fine-Harness-Horse (einspännig vor einem sehr leichten vierrädrigen Buggy mit schnellem Schritt und leichtem Park-Trab vorgestellt)
Zuchtbuch1776 erstmalig registriert; American Saddlebred Horse Association, Kentucky

American Shetland Pony
FarbeAlle Farben, überwiegend Hellbraune, Rappen, Schimmel
Stockmaß91 bis 117 cm
Exterieur"Vollblüter en miniature": edler Kopf, gerades oder leicht gewölbtes Profil, intelligente und freundliche Augen; tiefer, kräftiger Rumpf, mittelhoher Widerrist, ausreichend schräge Schulter, kurzer kräftiger Rücken, lange, gerade, breite Kruppe, hoch angesetzter Schweif; gut bemuskelte Beine und gut markierte Gelenke; Röhren und Fesseln sind länger als bei anderen Shetland-Typen; mittelgroße, runde Hufe; Langhaar wellig und mittelfein
EigenschaftenLebhaft, sehr intelligent, spritzig, ausdauernd, gesund
VerwendungShow-Pferd mit viel Knieaktion, zum Fahren, Trabrennen, beliebtes Kinderreitpony
Herkunft, VerbreitungUSA, Kanada, Puerto Rico, Südamerika, verschiedene europäische Länder
Besonderes, GeschichteUm 1800 kamen die ersten Shetland Ponys nach Amerika, Einkreuzung von Hackneys und Zucht im Reitpony-Typ
Zuchtbuch1888 Gründung des American Shetland Pony Club

American Standardbred (Amerikanischer Standard-Traber)
FarbeAlle Farben, vorrangig Braune oder Rappen, wenig Abzeichen
Stockmaß 152 bis 165 cm
ExterieurUnterschiedlich; dem Vollblut ähnlich, aber robuster und stämmiger; Kopf edel und ausgeprägt, kleine Ohren, freundliche Augen; kräftiger Hals, muskulöse, schräge Schulter, wenig ausgeprägter Widerrist, viel Gurtentiefe, hohe, oft überbaute Kruppe, kräftige Hinterhand; kurze, kräftige Gliedmaßen, oft kuhhessig, tief sitzende Sprunggelenke, hervorragende Hufe
EigenschaftenMutig, gelassen, robust, ausdauernd, sehr intelligent
VerwendungAusschließlich Trabrennen, Hauptgangart Renntrab oder Rennpass
Herkunft, VerbreitungUSA (Kentucky, Kalifornien, Pennsylvania), Nachzuchten in Kanada und Europa
Besonderes, GeschichteHoch im Blut stehendes Trabrennpferd, gilt als das beste Trabrennpferd der Welt; Zucht auf der Basis von Englischem Vollblut, Norfolk Trotter (Hackney, Orientalen, Morgan sowie Narragansett und Canadian Pacer); zu Beginn des 19. Jh. reguläre Organisation der Trabrennen und -zucht und Aufstellung von Standard Leistungsnormen (die zum Namen Standard Bred führte); extrem hohe Geschwindigkeit (auf kurzen Strecken bis 48 km/h); den Weltrekord von 1:49,1 min/1 Meile stellte 1980 Niatross auf; Standardforderungen für die Meile (1608 m) sind für Traber 2:30 min, für Pacer 2:25 min
Zuchtbuch1870 Gründung der National Trotting Association, 1887 der American Trotting Association, seit 1938 in der United States Trotting Association zusammengefasst; Stutbuch: Standard Bred Sires and Dams

 
Andalusier (Pura Raza Espanola)
FarbeSchimmel, Braune, Rappen; Füchse und Schecken unerwünscht
Stockmaß150 bis 162 cm
ExterieurTrockener Kopf, breite Stirn, lebhafte, große Augen, gerades oder leicht konvexes Profil; langer, gebogener Nacken, mittellanger, schön geformter Hals; tiefer, kurzer Körper, lange, muskulöse Schulter, breiter, gut bemuskelter Widerrist, kräftige, abgerundete Hinterhand; kräftige Beine mit kurzen Röhren, hart Hufe; dichtes, seidiges Langhaar
EigenschaftenIntelligent, ausdauernd, genügsam, ruhig, sanft, willig, stolz, wendig, mutig, menschenbezogen, guter Charakter, feuriges Temperament; energische raumgreifende Bewegungen, hohe Knieaktion, "Glockenspielergang"
VerwendungReit- und Fahrpferd, Hohe Schule der Dressur, Paraden, Stierkampf,
Herkunft, VerbreitungSpanien, Andalusien, Kartäuserkloster in Jerez de la Frontera (gegr. 1476), Europa, Lateinamerika, viele Länder der ganzen Welt
Besonderes, GeschichtePrototyp des "Barockpferdes"; Ursprung ist die Cartujano-Linie (Karthäuser) Anfang des 15. Jh.; Übernahme der Zucht durch die Familie Zapata; das spanische Militär züchtet noch heute im ehemaligen Kartäuserkloster in Jerez das reine "Cartujano"-Pferd; Veredler vieler Rassen (Friesen, Holsteiner, Oldenburger, Lipizzaner, Trakehner)
Zuchtbuch1912 Gründung des Stutbuchs; Zuchtverband in Sevilla

(Französischer) Anglo-Araber
FarbeAlle Farben, häufig Schimmel, keine Albinos
Stockmaß155 bis 165 cm
ExterieurHübscher Kopf, ausdrucksvolles Gesicht; elegante, harmonische Oberlinie, mächtige Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, kurzer Rücken, lange Kruppe, gut proportionierte Hinterhand, hoch angesetzter Schweif; lange, schlanke Beine, starke Sprunggelenke, kleine, harte Hufe; feines seidiges Langhaar
EigenschaftenLeistungsfähig, sensibel, gesund, genügsam, ausdauernd, tapfer, lebhaft, intelligent, der "Renntyp" ist oft nervig, kompliziert und schwierig
VerwendungFür alle pferdesportlichen Disziplinen, vor allem Springen und Military; Rennen; Veredler für Warmblutrassen
Herkunft, VerbreitungSüdwesten Frankreichs, weltweit verbreitet
Besonderes, GeschichteSchon im 11. und 12. Jh. kamen orientalische Rassen nach Frankreich; erste Versuche einer Anglo-Araber-Zucht um 1755 vom Herzog von Zweibrücken begonnen, es entstand damals der so genannte "Zweibrücker"; 1793 Beschlagnahmung aller Pferde des Zweibrücker Gestüts; Neubeginn einer Zucht im Jahr 1843 mit zwei arabischen Hengsten und drei Vollblutstuten im Gestüt Pompadour in Arnac; Auflösung der Zucht 1861 und Wiederaufnahme 1871; der Anglo-Araber stellt die Verschmelzung des Vollblut-Arabers mit dem Englischen Vollblut mit den Vorzügen beider Rassen dar; nach dem 1. Weltkrieg Umzüchtung zum Sportpferd; als Anglo-Araber gelten alle Pferde, bei denen in vierter Generation 15 von 16 Vorfahren Araber oder Vollblüter sind;
ZuchtbuchSeit 1880 Führung eines Stutbuchs; eingetragen werden nur Pferde mit einem Mindestanteil von 15 % Araberblut; Hauptzuchtstätte: Haupt- und Landgestüt Pompadour; Stutbuch seit 1965 in der Sektion I im "livre généalogique" der französischen Reitpferderassen

Anglo-Kabardiner/Anglo-Karatschaever
FarbeVorwiegend Braune, Schwarzbraune
Stockmaßca. 160 cm
ExterieurElegantes Gebrauchspferd; mittelgroßer, leicht ramsnasiger Kopf; mittellanger, muskulöser Hals, starke, schräge Schulter, kräftiger, tiefer Rumpf; gute Sattellage, tief angesetzter Schweif; lange trockene Gliedmaßen, gut markierte Sehnen und Gelenke, gesunde, harte Hufe; feines Langhaar
EigenschaftenElegant, sehr leistungsfähig, belastbar, ausdauernd, schnell, freundlich und ausgeglichen
VerwendungVielseitig einsatzbereites Sportpferd, Distanzreiten
Herkunft, VerbreitungKaukasusrepubliken der GUS (Gestüte Malokaratschajew, Malbinsk)
Besonderes, GeschichteBeide Rassen sind nahe verwandt, da das Blut des Karatschaevers auch im Kabardiner fließt; sie werden im Zuchtgebiet als eine Rasse angesehen und beurteilt; nach 1945 Einkreuzung von Englischem Vollblut zum Kabardiner; Ergebnis war ein eleganteres und schnelleres Pferd

Anglo-Normanne
FarbeBraune, Füchse und Schimmel
Stockmaß160 bis 170 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, gerade oder konvexe Nase, tiefliegende Augen, lange Ohren; hochangesetzter, langer Hals, gut markierter breiter Widerrist, viel Gurtentiefe, lange, schräge Schulter, langer Rücken, muskulöse Kruppe; lange Gliedmaßen, starke, breite Hufe
EigenschaftenGutmütig, energisch, lebhaftes Temperament
VerwendungSportliches Reit- und Fahrpferd mit großem Springvermögen
Herkunft, VerbreitungFrankreich (Normandie)
Besonderes, GeschichteRasse soll auf die alte Armorikanische Rasse zurückgehen (Masurenzeit); unter Ludwig XIV. und Ludwig XV. Niedergang der Zucht; erfolglose Einkreuzung orientalischer, spanischer und Frederiksborger Hengste; ab 1930 Wiederaufbau der Zucht mit Englischem Vollblut; Anfang des 20. Jh. war der Anglo-Normänner der begehrteste Karossier des Kontinents; Ausgangsrasse für den Trotteur Francais; heute gibt es die Typen "Selle" (Reit- und Springpferde-Typ) und "Cob" (Fahr- und Arbeitspferde-Typ)
ZuchtbuchAssociation du Studbook du Cheval Normand

Appaloosa (Palouse-Pferd)
FarbeTigerschecken mit sechs möglichen Mustern außer Albinos und Cremmellos; Lippen, Nüstern und Genitalien sind rosa-grau gesprenkelt; Menschenauge; erwünscht: weiße Streifen an den Hufen
Stockmaß145 bis 160 cm
ExterieurAthletisch und harmonisch; hübscher Kopf, manchmal Ramsnase; kräftiger Hals, gut proportionierte Schulter, oft wenig Widerrist, kräftiger Rücken, gute Sattellage, kraftvolle Hinterhand, muskulöse, runde Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kurze, trockene Beine, kleine, harte Hufe; sehr dünnes Langhaar
EigenschaftenAusgeglichenes Temperament, ausdauernd, intelligent, mutig, sehr sanft
VerwendungFreizeitreiten (Western), Dressur, Springen, Jagdreiten, Flachrennen
Herkunft, VerbreitungUSA (Gebiet der Nez Percé Indianer am Palouse River); weltweit
Besonderes, GeschichteGezüchtet wurde die Rasse von den Nez Percé-Indianern und stammt ursprünglich von den Pferden der spanischen Eroberer ab; 1877 wurde der Indianerstamm von der US-Armee fast vollständig niedergemetzelt, die Pferde gingen in amerikanischen Besitz über; 1929 wurden die ersten Stuten registriert; Einkreuzung von Quarter Horse-, Araber- und Vollblut, inzwischen über 500.000 registrierte Appaloosas
Zuchtbuch1938 Gründung der Appaloosa Club Inc. in Moscow/Idaho und Anerkennung als eigene Rasse

 
Ara-Appaloosa
FarbeFarben wie beim Appaloosa (Tigerschecken)
Stockmaß150 bis 160 cm
ExterieurDeutlich vom Araber geprägter Appaloosa, feines Langhaar
EigenschaftenGuter Charakter, ausgeglichenes Temperament, gesund, ausdauernd, leistungsfähig
VerwendungFreizeit- und Familienpferd für alle Reitweisen und Disziplinen
Herkunft, VerbreitungUSA
Besonderes, GeschichteVersuch, den "reinen" Appaloosa zu (zurückzu-)züchten, der Araberblut geführt haben soll; keine eigene Rasse, sondern die gelungene Kreuzung vn Appaloosa und Araber
ZuchtbuchDer Gründer des Appaloosa Horse Club, Claude Thompson, erlaubte die Verwendung des Arabers durch Aufnahme in das Zuchtprogramm; 1985 Gründung der Ara-Apaloosa Society

Araber (A)
FarbeFüchse, Braune, Schimmel, selten Rappen
Stockmaß150 bis 160 cm
ExterieurKleiner, trockener (Hecht-)Kopf; geschwungener Hals, lange, abfallende Schulter, kurzer Rücken, starke Hinterhand, gerade Kruppe, Schweif hochgestellt und gebogen; feste, trockene Beine, kurze Röhren; mehr Knochenstärke
EigenschaftenTapfer, hart, intelligent, feurig, genügsam, leistungsfähig, ausdauernd; außerordentlich schnelle Regenerationszeit
VerwendungAusgezeichnetes Distanzpferd, Reit- und Fahrpferd für Sport und Freizeit
Herkunft, VerbreitungArabische Staaten, Ägypten, Türkei und Iran, weltweit
Besonderes, GeschichteDiesem Araber fehlt die lupenreine Abstammung; Araber (A)  weisen im Abstammungsnachweis einen Vorfahren auf, der in keinem der Stutbücher eintragungsberechtigt ist oder einen, dessen Herkunft nicht nachgewiesen ist; die arabischen Blutanteile dominieren, auch wenn nicht alle ihre Herkunft aus dem Ursprungsland ableiten können; die in aller Welt gezüchteten Araber (A)  sind als "Kulturaraber" durch unterschiedliche Umwelt- und Haltungsbedingungen geprägt und daher im Typ und Kaliber unterschiedlich; bei den Züchtern gilt, nicht einseitig auf Schönheit, sondern auf Adel und Leistung zu züchten
ZuchtbuchZuchtbuchordnung des Verbandes der Züchter des Arabischen Pferdes (VZAP) und der World Arabian Horse Organization

Arabisches Vollblut (ox)
FarbeAlle Farben außer Schecken
Stockmaß148 bis 155 cm
ExterieurTrockener, keilförmiger (Hecht-)Kopf mit mehr oder weniger konkavem Nasenprofil, große Augen, wohlgeformte, spitze Ohren, große Nüstern, kleines Maul; leicht gebogener Hals, leichtes Genick; lange, schräge und gut bemuskelte Schulter; elastischer Rücken, fast horizontale bis dachförmige Kruppe; hoch angesetzter und getragener Schweif; ausgeprägte Vorarmmuskulatur, lange elastische Fessel; gut gewinkelte Hinterhand mit kräftigem, markantem Sprunggelenk; kleine, harte Hufe; feine Haut, seidiges Fell und Langhaar
Eigenschaften Gesund, langlebig, sehr ausdauernd, genügsam, stolz, innere Ruhe, selbstsicheres Auftreten
VerwendungJagd- und Kriegspferd (historisch); Distanzreiten; Jagd-, Dressur-, Spring-, Fahr- und Rennpferd
Herkunft, VerbreitungUrheimat: Zentrales Hochland im Land Nedsched der arabischen Halbinsel (heute: Saudi-Arabien); Verbreitung zunächst in der gesamten islamischen Welt, danach weltweit; Hauptzuchtgebiete u.a. Polen, Frankreich, England, USA, Deutschland
Besonderes, GeschichteUnverzichtbar für Pferdezuchten in aller Welt als Veredler; eine der ältesten Pferderassen überhaupt; wohl seit mehr als 5.000 Jahren mehr oder minder systematisch gezüchtet; das erste Gestüt für reinblütige Araber wurde in Polen um 1550 gegründet; die Tradition wird im heutigen Hauptgestüt Janow Podlaski fortgeführt; die deutsche Araberzucht wurde von König Wilhelm I. von Württemberg 1827 im Hofgestüt in Weil gegründet; das Englische Vollblut geht auf die drei arabischen Stammväter Darley Arabian, Godolpin Barb und Byerley Turk zurück; Araber haben 17 Rippen-, 5 Lenden- und 16 Schweifwirbel-Knochen, normal ist das Verhältnis 18:6:18;
ZuchtbuchDie World Arabian Horse Organization (WAHO) überwacht die Zucht weltweit; für Deutschland: Verband der Züchter des Arabischen Pferdes e.V. (VZAP), weitere Zuchtrichtungen: Verband der Züchter von Shagya-Arabern, Anglo-Arabern und Arabern (ZSAA)

Arabo-Haflinger
FarbeFüchse mit hellem Langhaar
Stockmaß138 bis 148 cm
ExterieurTrockener, kurzer Kopf, konkaves Profil, große Augen; gut aufgesetzter Hals, lange, gut bemuskelte, schräge Schulter, ausgeprägter, langer Widerrist; kräftiger Körper, breite, tiefe Brust, schräge Kruppe; korrekte Gliedmaßen mit großen Gelenken und mittellangen Fesseln
EigenschaftenGenügsam, unkompliziert, umgänglich, einsatzfreudig, nervenstark, gesund, ausgeglichenes Temperament
VerwendungElegantes, kleines Reit- und Fahrpferd für Kinder und Erwachsene
Herkunft, VerbreitungDeutschland
Besonderes, GeschichteMix aus Haflinger und Vollblutaraber, wobei in den ersten drei Generationen ein Mindestanteil von 25 % der Ausgangspolulation nicht unterschritten werden darf

Ardenner
FarbeRotschimmel, Braune, Falben, selten Füchse, oft stichelhaarig; Rappen zur Zucht nicht zugelassen
Stockmaßca. 160 cm
ExterieurAusdrucksvoller Kopf, große, wache Augen, kleine Ohren; gut aufgesetzter, muskulöser Hals, mächtige, gepackte Schulter, breiter Widerrist, breite, tiefe Brust, abfallende, kurze Kruppe; kurze, stark bemuskelte Gliedmaßen, kräftige Gelenke, breite Hufe; kräftiges Langhaar, ausgeprägter Behang
EigenschaftenZuverlässig, lebhaft, genügsam, leichtfuttrig, kraftvoll, robust, willig, anständiger Charakter; frühreif und langlebig
VerwendungZugpferd, Freizeitreiten und -fahren; Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungNordosten Frankreichs, Belgien, Luxemburg, Schweden
Besonderes, GeschichteEine der ältesten Pferderassen Frankreichs, stammt vom Solutre-Pferd ab (20.000 v.Chr.); schon Caesar kannte den Ardenner als hartes und ausdauerndes Zug- und Kriegspferd; im Mittelalter wurde es größer und schwerer gezüchtet; im 17. - 19. Jh. durch orientalisches Blut veredelt, im 20. Jh. durch Verwendung von Belgischem Kaltblut wieder schwerer gezüchtet; heute drei bekannte Schläge: a) kleiner Typ, b) Trait du Nord (kommt heute aus Lothringen) und c) Auxois (aus dem Burgund)
ZuchtbuchEröffnung des Zuchtbuchs 1929 vom Syndicat des Eléveurs du Cheval Ardennais in Malzeville/Frankreich

 
Asil-Araber (Original Araber)
FarbeAlle Grundfarben, oft Schimmel
Stockmaß148 bis 155 cm
ExterieurHechtkopf, ausdrucksvolle Augen, große Nüstern, kleines Maul; gut angesetzter Hals, harmonischer Rumpf; stabile, trockene Gliedmaßen, kleine, feste Hufe; seidiges Fell und Langhaar
EigenschaftenAusdauernd, hart, intelligent, sensibel, zutraulich
VerwendungDistanzreiten, Dressur, Rennen, Westernreiten
Herkunft, VerbreitungNaher Osten und Arabische Halbinsel (wichtigste Zuchtstätte Staatsgestüt El Zarahh in Ägypten), weltweite Verbreitung
Besonderes, GeschichteZuchtgeschichte entspricht im Wesentlichen der des Vollblutarabers; Hauptpunkt: der Asil ist ein rein geborener, d.h. in einem arabischen Land geborener und aufgezogener Vollblutaraber mit einer lückenlos zurückzuverfolgenden Abstammung; von den weltweit ca. 600.000 Arabern sind ca. 10.000 "asil" (=rein) gezogen
ZuchtbuchAsil Club e.V. in Deutschland

Asturcon, Asturisches Pony
FarbeVorwiegend Schwarzbraune und Rappen, möglichst keine Abzeichen
Stockmaß115 bis 132 cm
ExterieurKleiner, oft schwerer Kopf, gerades, leicht konkaves Profil, breite Stirn, lebhafte Augen, kleine spitze Ohren; kräftiger, mittellanger, oft magerer Hals, muskulöse, steile Schulter, breite, tiefe Brust, deutlicher Widerrist, kräftiger, gerader Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, kräftige Gelenke, harte, gesunde Hufe; dichtes, langes Langhaar
EigenschaftenRuhiges Temperament, gutmütig, willig, zäh, anspruchslos, robust, umgänglich
VerwendungReitpony mit natürlicher Anlage zum Pass und Tölt, Landwirtschaft
Herkunft, VerbreitungNord-Spanien (Asturien und Galizien)
Besonderes, GeschichteDie Rasse geht auf die keltischen Ponys sowie Garrannos und Sorraias zurück; es wurde schon zuzeiten des Imperium Romanum geschätzt, war als Passgänger bekannt und verbreitet und ein begehrter Handelsartikel; wahrscheinlich ein Vorläufer der im Mittelalter verwendeten Hobbys; überlebt auch unter extermen Witterungsverhältnissen, in der Neuzeit durch unsachgemäße Haltung, Einkreuzungen von schlechtem Zuchtmaterial und Desinteresse starker Rückgang der Rasse, es existieren nur noch kleine halbwilde Populationen in der Berglandschaft Asturiens; der Asturcon ist vom Aussterben bedroht

Australian Pony (Australisches Pony)
FarbeAlle Farben, vorwiegend Schimmel, keine Schecken
Stockmaß120 bis 140 cm
Exterieur"Arabischer" Kopf, kleine Ohren; schön gewölbter Hals, schräge Schulter, gute Gurtentiefe, kurzer Rücken, kräftige Hinterhand, muskulöse Kruppe, hoch angesetzer Schweif; kurze Beine mit markanten Sehnen, harte Hufe; volles Langhaar und Schopf
EigenschaftenIntelligent, lebendig, mutig, freundlich, hart, gesund, ausdauernd, leistungsfähig
VerwendungReitpony mit ausgezeichnetem Springvermögen
Herkunft, VerbreitungAustralien
Besonderes, GeschichteEnge Verwandtschaft zum Welsh Pony; von britischen Einwanderern nach Australien mitgebracht; aus der Vielfalt der im ersten Viertel des 19. Jh. eingeführten unterschiedlichen Ponyrassen aus England, Englischem und Arabischem Vollblut sowie Timor-, Batak- und Manipurponys entstand das Australian Pony
Zuchtbuch1929 Gründung der Australian Pony Stud Book Society (APSB); 1931 Eröffnung eines Stutbuchs mit Sektionen für die Rassen Australian Pony, Welsh (Cob Type), Hackney, Connemara, Highland und New Forest; seit 1975 Australian Riding Pony Stud Book mit Sektionen für Australian Ponys, Welsh-Ponys, Riding-Ponys und Araber

Australian Stock Horse (Australisches Busch Pferd)
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaß148 bis 162 cm
ExterieurWachsames, intelligentes Gesicht, offene Augen, weite Nüstern; gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, gut markierter Widerrist, tiefe Brust, sehr kräftiger Rücken und Hinterhand, schöne Kruppe; trockene, gut bemuskelte Gliedmaßen, harte, regelmäßige Hufe
EigenschaftenAusdauernd, unkompliziert, rittig, willig, wendig, gutes Temperament
VerwendungArbeit mit Viehherden, Campdrafting, Distanzreiten, Polo, Westernreiten; gute Grundgangarten und Springvermögen
Herkunft, VerbreitungAustralien
Besonderes, GeschichteDie robuste Version seiner vollblütigen Vorfahren; nur diese Typen der eingeführten Vollblüter, spanischen Pferde, Araber, Timor und Welsh Mountain Ponys wurden für die Zucht verwendet; es entwickelte sich der Waler; Alex Braid und Bert Griffith setzten sich für den Erhalt des Australian Stock ein
Zuchtbuch1971 Gründung der Australian Stock Horse Society; 1974 Eröffnung des Stutbuchs

Auxois
FarbeBraune, Dunkelbraune und Rotschimmel, selten Füchse und Falben
Stockmaß160 bis 168 cm
ExterieurKurzer, schwerer Kopf, breite Stirn, bewegliche, lange Ohren; kurzer, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, massiger Rumpf, guter Widerrist, breite Brust, viel Gurtentiefe, kurzer, starker Rücken, breite Lendenpartie, stark bemuskelte Kruppe mit tief angesetztem Schweif; kurze, stark bemuskelte Gliedmaßen, kräftige Gelenke, wenig Behang
EigenschaftenAusdauernd, gutmütig, unempfindlich, ruhig, kraftvoll
VerwendungZugpferd, Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungFrankreich (Hauptzuchtgebiet: Auxois im Burgund im Bereich Haras National de Cluny)
Besonderes, GeschichteKaltblüter im Typ des Ardenners; Rasse entstand aus burgundischen Landstuten, Ardennerhengsten, Percheron und Boulonnais; seit Anfang des 20. Jh. nur noch Einkreuzung von Belgier- und Ardennerhengsten; 1995 noch zehn Auxois-Hengste im Gestüt Cluny für den Deckeinsatz verfügbar
Zuchtbuch1913 Eröffnung des Stutbuchs, Syndicat du Cheval de Trait Auxois in Dijon, Haras National in Cluny

 
Aveligneser
FarbeFüchse mit blondem Langhaar, auch Rotfüchse
Stockmaß135 bis 145 cm
ExterieurFeiner, ausdrucksstarker Kopf, breite Stirn, weit auseinander liegende Augen; muskulöser Hals, gut gelagerte Schulter, markanter Widerrist, breite Brust, gute Gurtentiefe, kräftiger kurzer Rücken, kräftige Hinterhand, muskulöse Kruppe; kurze Gliedmaßen, kräftige Gelenke, harte Hufe, wenig Behang
EigenschaftenGenügsam, kräftig, robust, ausgeglichen, willig, zuverlässig, trittsicher und langlebig, guter Charakter
VerwendungBergpferd zum Tragen, Reiten und Ziehen
Herkunft, VerbreitungItalien (Gebirgsregionen, Hauptzuchtgebiete: Massicio del Sarentino und Val Venosta)
Besonderes, GeschichteDer "italienische" Haflinger; stammt - wie auch der Hafi - vom ausgestorbenen Avellinum-Haflinger ab; gemeinsame Zuchtbasis über El Bedhavi XXII; seit 1922 systematisches Zuchtprogramm
ZuchtbuchInstituto Incremento Ippico in Ferrara, Landwirtschaftskammer

Azteke, Aztekenpferd
FarbeAlle Grundfarben außer Schecke, Albino und Tigerschecke; Abzeichen oberhalt der Vorderfußwurzel- und Sprunggelenke nicht erlaubt
Stockmaß148 bis 165 cm
ExterieurKleiner, trockener Kopf, leicht konvexes Profil oder Hechtkopf, breite Stirn, lebhafte, große Augen, kleine, spitze Ohren, weite, bewegliche Nüstern; kräftiger, gut getragener, mittellanger Hals, lange, gut gelagerte Schulter, deutlicher Widerrist, quadratischer Rumpf, gute Gurtentiefe, kurzer, breiter Rücken, muskulöse, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockenes Fundament, schlanke Beine, kleine, harte Hufe; dichtes, seidiges, langes Langhaar
EigenschaftenGutmütig, ausgeglichen, umgänglich, gelehrig, trittsicher, wendig, lebhaftes Temperament, "Cow-sense", genügsam
VerwendungReit-, Fahr- und Springpferd mit eleganten Bewegungen, Arbeit auf den Haziendas
Herkunft, VerbreitungMexiko (Gestüt Texoco, Mexiko-City)
BesonderesSehr junge Rasse (seit Anfang der 1970er-Jahre) auf der Basis von Andalusiern, Quarter Horses und Criollostuten; Zuchtziel ist eine "nationale, mexikanische Rasse"; eingetragen werden nur Pferde, die mindestens 3/8 und höchstens 5/8 Quarter-Horse- oder Andalusierblut führen, der Criolloanteil darf nicht mehr als 1/4 betragen
Zuchtbuch1982 Gründung des Zuchtverbands Associacion Mexicana de Criadores de Caballos Raza Azteca


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