

| Balearenpony (Caballo Mallorquin, Mallorca-Pferd) | |
|---|---|
| Farbe | Hell- und Dunkelbraune, weiße Abzeichen am Kopf erlaubt |
| Stockmaß | ca. 140 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, Ramsnase, lebhafte Augen, kleine, nach hinten gerichtete Ohren; kurzer, dicker, gebogener Hals, steile, oft wenig muskulöse Schulter, wenig Widerrist, schmaler Rücken, abgeschlagene, kräftige Kruppe; harte, schlanke Gliedmaßen, harte Hufe; dichte Stehmähne |
| Eigenschaften | Gutmütig, sehr willig, äußerst genügsam, zuverlässig, robust, unempfindlich gegen große Hitze; anmutige, fleißige Bewegungen |
| Verwendung | Arbeits-, Kutsch- und Reitpony; Einsatz in der Maulesel- und Maultierzucht |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Mallorca; Balearen/Spanien |
| Besonderes, Geschichte | Alte Mittelmeerrasse, Ursprünge reichen wahrscheinlich bis zu den Urwildpferden zurück; bis ins 17. Jh. Reinheit der Rasse durch die Abgeschiedenheit der Inseln; durch Vermehrung und Nichtbeachtung der Reinzucht verlor die Rasse ihren ursprünglichen Charakter und ist dadurch vom Ausgesterben bedroht; erst um 1980 wurden Maßnahmen zum Erhalt der Rasse eingeleitet, Eröffnung eines provisorischen Stutbuchs; durch Touristik ergeben sich ggfs. neue Nutzungsmöglichkeiten als Trekking- und Kutschpony |
| Balipony | |
| Farbe | Vorwiegend Falben mit Aalstrich, dunkler Mähne und dunklem Schweif, manchmal Stehmähne |
| Stockmaß | 120 bis 135 cm |
| Exterieur | Etwas schwerer, gerader Kopf, ausdrucksvolle Augen, kleine Ohren; mittellanger, kräftiger Hals, breite, tiefe Brust, kräftige Schulter, wenig Widerrist, kurzer, starker Rücken, runde Kruppe; hoch angesetzter, buschiger Schweif; kräftige kurze Beine, harte runde Hufe |
| Eigenschaften | Willig, ausdauernd, genügsam, stark, wendig, ruhiges Temperament, freundlicher Charakter |
| Verwendung | Reit- und Saumpony, Lastenträger |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Bali (Indonesien) |
| Besonderes, Geschichte | Alte primitive Rasse, Ähnlichkeit mit dem Mongolischen Wildpferd Für alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst |
| Bardigiano | |
| Farbe | Vorzugsweise Rappen, Braune und Dunkelbraune; Abzeichen sind nur bis "halbgestiefelt" sowie ein kleiner Stern erlaubt |
| Stockmaß | 135 bis 149 cm |
| Exterieur | Kleiner Kopf mit geradem oder leicht konkavem Profil, ausdrucksvolle große Augen, kleine spitze Ohren; kräftiger, leicht gewölbter Hals, eher flacher Widerrist; breite, tiefe Brust, gute Gurtentiefe, mittellanger Rücken, ausgeprägte, muskulöse Kruppe; robustes Fundament, trockene Gliedmaßen, kurze Fesseln, harte, breite Hufe; kräftiges schwarzes Langhaar, üppiger Schopf und Behang |
| Eigenschaften | Robust, trittsicher, widerstandsfähig, unerschrocken, gelehrig, genügsam, freundlich, gutmütig; schöne raumgreifende Bewegungen |
| Verwendung | Gebirgspferd; Zug- und Reitpferd in der Landwirtschaft, Wanderreit- und Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Italien, vor allem in der Provinz Parma mit dem Ort Bardi; Toscana, Ligurien, Emila Romagna |
| Besonderes, Geschichte | Gallische Pferde sollen zur Zeit der Völkerwanderung (4.-6. Jh. n.Chr.) die Zucht begründet haben; die Rasse hat eine enge Verwandtschaft zum Aveligneser und Haflinger; später Veredlung durch Araber |
| Zuchtbuch | Einführung eines Stutbuches am 02.08.1977; Stutbuch, Hengstregister und Vorbuch beim Verband der Pferdezüchter der Provinz Parma in Parma |
| Baschkirenpony, Baschkirenpferd | |
| Farbe | Hellbraune, Braune, Falben, Füchse, Rappen |
| Stockmaß | 135 bis 150 cm |
| Exterieur | Schwerer, derber Kopf, gerader bis ramsnasiges Profil, kleine Ohren; muskulöser, kurzer, dicker Hals, starke, manchmal steile Schulter, breite, kräftige Brust, deutlicher Widerrist, starker, gerader Rücken, breite, leicht abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; kurze, sehnige Beine, extrem harte, kleine Hufe; üppiges Langhaar, voller Schopf, wenig Behang, im Winter gekräuseltes, dickes Fell |
| Eigenschaften | Ausdauernd, ruhiger Charakter, zäh, gutmütig, freundlich, trittsicher, anspruchslos, leistungsfähig |
| Verwendung | Reit-, Pack-, Zug- und Schlittenpony (Wallache und Hengste), Stutenmilchlieferant (für Kumys) mit einer Leistung von 1.500 bis 2.500 Liter Milch/Stute während der sieben- bis achtmonatigen Laktationszeit |
| Herkunft, Verbreitung | Baschkirien/Russland, südwestlicher Ural, nordöstliche Provinzen Russlands |
| Besonderes, Geschichte | Es gibt zwei Typen: den etwas größeren, leichteren Steppentyp und den etwas kleineren, gedrungenen Bergtyp; die Vorfahren dieses Pferdes lebten schon vor mehreren tausend Jahren in den Steppen, Hochebenen und Waldgebirten; der Baschkire verträgt Temperaturen bis - 40°C; im Süden Russlands kreuzt man Baschkirenponys mit Budjonny oder Donpferd, im Norden mit Traber oder Ardenner; unersetzbare Ausgangsrasse für die Pferdezucht Russlands |
| Bashkir Curley (Baschkirisches Lockenpferd) | |
| Farbe | Überwiegend Braune, Dunkelbraune und Füchse, oft "Zebrastreifen" an den Beinen |
| Stockmaß | ca. 148 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, breite Stirn, gerades Profil, schräg geschnittene Augen; gerader Hals, kräftiger Rumpf, elastische Rückenlinie, schräge Kruppe; kräftige Gliedmaßen, steinharte Hufe |
| Eigenschaften | Ausgeglichen, ruhig, hart, ausdauernd, anspruchslos |
| Verwendung | Vielseitig einsetzbares Familienpferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Zuchtschwerpunkt im Staat Nevada |
| Besonderes, Geschichte | Ganzjährige Lockenbildung der Körperbehaarung; beim jährlichen Haarwechsel wird das Mähnen-, oft auch das Schweifhaar gewechselt; die Lockenbildung ist wahrscheinlich eine Mutation; der Name erinnert an das russische Baschkirenpferd, dessen Fell im Winter sehr dicht und kraus wird, ist nach dem Urteil der Zoologen jedoch kein Abkömmling des Baschirenpferdes; 1898 wurden die ersten Pferde in den Bergen Nevadas entdeckt; es gibt auch glattharige Curleys (Straight Curly) Das Fell der Curleys ist sehr talghaltig; der Geruch reicht sehr stark von dem normaler Pferde ab, es riecht nach reiner Wolle; die Rasse ist für Pferdeallergiker sehr interessant, da keine oder nur sehr schwache allergische Reaktionen auftreten! |
| Basuto Pony | |
| Farbe | Füchse, Braune, Dunkelbraune, Schimmel |
| Stockmaß | ca. 145 cm |
| Exterieur | Starker orientalischer Einschlag; edler Kopf, gerades Profil, lebhafte, große Augen, ausgeprägte Ganaschen; langer Hals (oft Hirschhals), steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, langer, kräftiger Rücken, leicht abgeschlagene Kruppe; kurze, stämmige Beine, feste Hufe |
| Eigenschaften | Furchtlos, willig, ausdauernd, ausgeglichen, guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, trittsicher; fast nur im Schritt, im ruhigen Canter oder im Triple mit hingegebenen Zügeln geritten |
| Verwendung | Reit-, Pack-, Jagd- und Polopony; Trekkingpony für lange, schwere Distanzritte, Rennpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Basutoland (heute Lesotho) und Republik Südafrika |
| Besonderes, Geschichte | Fünfgänger mit Anlage zum Tölt (Trippel genannt); die ersten Pferde mit stark orientalischem Einschlag wurden im 17. Jh. in Südafrika eingeführt; aus Einkreuzungen mit Vollblut, Andalusiern, Persern und anderen Rassen entwickelte sich das Kap-Pferd, welches letztendlich ins Basutoland gelangte; 1870 war die Rasse gefestigt; durch sorgfältige Selektion ist der ursprüngliche Typ des Basutoponys erhalten geblieben |
| Batakpony (Batta, Baduk, Delipony) | |
| Farbe | Schimmel, Füchse, Braune, Rappen |
| Stockmaß | 122 bis 135 cm |
| Exterieur | Trockener, kleiner Kopf, konkaves bis gerades Profil, große Augen, lebhafte Ohren; schön getragener Hals (manchmal Hirschhals), gute Schulter, breite Brust, guter Widerrist, gerader, mittellanger Rücken, gerade bis leicht abfallende Kruppe, hoch angesetzter Schweif; schlanke, sehnige Beine, harte, kleine Hufe; üppiges Langhaar |
| Eigenschaften | Gutmütig, lebhaftes Temperament, leistungsbereit, genügsam, gelehrig, leichtfuttrig; ansprechende Grundgangarten |
| Verwendung | Reit-, Pack- und Fahrpony, Pferderennen |
| Herkunft, Verbreitung | Sumatra/Indonesien |
| Besonderes, Geschichte | "Gehobener" Ponytyp im Vergleich zu den anderen indonesischen Rassen; der Ursprung liegt in den von chinesisch-mongolischen und arabischen Händlern ins Land gebrachten Pferden; ab dem 17. Jh. Einfuhr weiterer Rassen, die sich zu diversen Schlägen entwickelten; die Motorisierung führte zum Rückgang der Zucht; die indonesische Regierung fördert die selektive Zucht der Rasse (Gestüt in Minda Kabau), Einsatz von Arabern zur Blutauffrischung Für alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst |
| Bayerisches Warmblut | |
| Farbe | Vorwiegend Rappen, alle Farben (außer Schecken) erlaubt |
| Stockmaß | nicht unter 158 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, große Augen, gute Ganaschenfreiheit; gut geformter Hals, große, schräg gelagerte Schulter, markanter, langer Widerrist, mittellanger, muskulöser Rücken, ausreichende Brusttiefe, lange kräftige Kruppe; korrektes Fundament, große Gelenke, mittellange Fesseln |
| Eigenschaften | Temperamentvoll, charakterstark, leistungsbereit, leistungsfähig |
| Verwendung | Großrahmiges Reitpferd für Dressur, Springen und Vielseitigkeit; "Familienpferd" |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Bayern), europäische Nachbarländer |
| Besonderes, Geschichte | Gezüchtet auf der Basis des Rottalers, Veredlung durch Hannoveraner, Westfalen, Trakehner und Vollblut nach dem 2. Weltkrieg und Umstellung des Zuchtziels auf ein vielseitig verwendbares Reitpferd; für die nach dem Krieg wieder aufzubauende Warmblutzucht zu Sportzwecken fanden Hengste der anderen Hochzuchtgebiete Verwendung; seit 1965 verbindliche Bezeichnung "Bayerisches Warmblut" |
| Zuchtbuch | Zuchtzentrum im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger in Ohlstadt/Bayern |
| Belgisches Kaltblut (Belgier, Brabanter) | |
| Farbe | Vorwiegend Braun- oder Rotschimmel, auch andere Farben |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, adliger Kopf; kräftiger, tiefer Hals, niedriger Widerrist, tiefer Rumpf, mächtige Schulter, kurzer, kompakter Körper, muskulöse, abfallende Kruppe, massige, kräftige Hinterhand; kurzes Fundament, breite, gut markierte Gelenke, große Hufe, Behang; kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | Sanftmütig, willig, aktiv, mutig, ausdauernd, frühreif, leichtfuttrig, zugkräftig, ruhiges Temperament |
| Verwendung | Zugpferd für schwere und schwerste Lasten |
| Herkunft, Verbreitung | Belgien (Hauptzuchtgebiet Brabant); Nachzuchten in vielen Ländern der Welt |
| Besonderes, Geschichte | Gewicht um 1.000 kg, kraftvolle und leichtfüßige Bewegungen, raumgreifender Schritt, sehr guter Trab; der Ursprung liegt beim schweren, beweglichen Pferdetyp der Römerzeit; Anfang des 19. Jh. entwickelten sich die Schläge der Flamländer, Ardenner und Brabanter; 1885 Gründung einer Zuchtgesellschaft und Verschmelzung der Schläge; keine staatlichen Gestüte |
| Zuchtbuch | 1886 Eröffnung des Zuchtbuchs; Société Royale (S. R.) Le Cheval de Trait Belge in Brüssel |
| Belgisches Warmblut | |
| Farbe | Vor allem Braune, Dunkelbraune, Füchse und Rappen, Schecken nicht zugelassen |
| Stockmaß | ca. 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf; gut aufgesetzer Hals, markanter Widerrist, gute Schulter, viel Gurtentiefe, elastischer Rücken; kräftiges Fundament, gut markierte Gelenke |
| Eigenschaften | Leistungswillig, gute Grundgangarten |
| Verwendung | Alle Reitsportdisziplinen, besonders Springen |
| Herkunft, Verbreitung | Belgien, Westeuropa |
| Besonderes, Geschichte | Die Warmblutzucht in Belgien entstand erst in den 1950er-Jahren; Zuchtgrundlage waren die vorhandenen schweren Landschläge, die mit Hannoveranern, französischen Pferden, Holsteinern und Vollblütern veredelt wurden; strenge Selektion und Körverordnung festigten die Rassemerkmale; 1988 Festlegung des Namens "Belgisches Warmblutpferd" (BWP) |
| Zuchtbuch | 1955 Gründung der Nationale Fokvereinigung Warmbloed Paard (NFWP) in Oud-Heverlee |
| Belutschi Pferd (Baluchi) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Feiner, trockener Kopf, gerades Profil, kleine Sichelohren (ähnlich dem Kathiawari); langer, gerader Hals, markierter Widerrist, schmale Brust, drahtige Hinterhand; trockene, kräftige Gliedmaßen, eisenharte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Ausdauernd, genügsam, hart, flink |
| Verwendung | Reit- und Zugpferd (Personen- und Gütertransport) |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Pakistan (Provinzen Belutschistan und Sind, Regionen Bahawalpur, Dera, Ghazikhan, Muzaffargarh, Multan) |
| Besonderes, Geschichte | Asiatische Wildpferde und orientalische Rassen waren die Vorfahren; kein einheitliches Zuchtziel |
| Berber | |
| Farbe | Alle Farben, vor allem Schimmel, Füchse, Rappen und Braune mit dichtem, glänzendem Fell |
| Stockmaß | 148 bis 160 cm |
| Exterieur | Langer Kopf mit geradem Profil, wache Augen, kleine Ohren; geschwungener Nacken, langer, kräftiger Hals, schräge Schulter, markanter Widerrist, kräftiger Rücken, abfallende Kruppe, niedrig angesetzter Schweif; kräftige Beine, klare Sehnen und Gelenke, kleine harte Hufe; üppiges, gewelltes Langhaar |
| Eigenschaften | Einwandfreier Charakter, sehr menschenbezogen (möglichst nur eine Bezugsperson), genügsam, robust, leicht erregbar, zäh, mutig, treu, trittsicher, ausdauernder Galopp; bei Unterforderung gewöhnt er sich schlechte Eigenschaften an |
| Verwendung | Polo- und Freizeitpferd, Distanz- und Wanderreiten; flottes Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Libyen), Europa und weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Tölt (Hetwahr) als 4. Gangart; älteste Rasse Nordafrikas, der Ursprung liegt wahrscheinlich in der alten numidischen Rasse; sie entwickelte sich schon etwa 1200 v.Chr. und kam um 800 n.Chr. mit den Mauren nach Spanien; Kreuzung des Berbers mit Landstuten, daraus ging der Andalusier hervor; die Berber-Rasse ging in viele Warmblutzuchten ein und ist mit ca. nur noch 3.000 reinrassigen Exemplaren vom Aussterben bedroht; die Reinzucht der Rasse in den Ursprungsländern wird verstärkt gefördert |
| Zuchtbuch | 1988 gründeten die Regierungen der Ursprungsländer und Frankreich den Verband zur Überwachung der Reinzucht und Führung der Zuchtbücher: Mondiale du Cheval Barbe (OMCB) |
| Bhutiapony (Bhotiapony) | |
| Farbe | In der Regel Schimmel, selten Braune und Füchse |
| Stockmaß | 132 bis 142 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, gerades Profil, intelligente Augen, kleine gespitzte Ohren; kräftiger, kurzer Hals, muskulöse Schulter, markierter Widerrist, kurzer, starker Rücken, breite, kräftige Kruppe; kurze, stämmige Beine, harte, runde Hufe |
| Eigenschaften | Anspruchslos, willig, ausdauernd, genügsam, sehr trittsicher, zäh; angeborene Veranlagung für Pass und Tölt |
| Verwendung | Reit- und Packpony |
| Herkunft, Verbreitung | Indien (im Norden), Himalajastaaten Nepal, Sikkim und Bhutan |
| Besonderes, Geschichte | Gleicht im Erscheinungsbild dem Tibet- und dem indischen Spitipony; Namensgeber ist der Stamm der Bhotias in Bhutan; Abstammung vom Mongolischen Wildpferd; der kleine Wuchs ist das Ergebnis der extremen Lebensbedingungen sowie Inzucht |
| Bosniake/Bosnisches Gebirgspferd | |
| Farbe | Dunkelbraune, Braune, Schimmel, selten Rappen und Füchse, keine Schecken, kaum Abzeichen |
| Stockmaß | 128 bis 148 cm |
| Exterieur | Typische Ponymerkmale; mittelschwerer, hübscher Kopf, gerades Profil, aufmerksame Augen; kräftiger, mittellanger Hals, breite Brust, gut gelagerte schräge Schulter, markierter Widerrist, gedrungener Rumpf, gerader, kurzer Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; stämmige Beine, kleine eisenharte Hufe, häufig Stellungsfehler; üppiges Langhaar |
| Eigenschaften | Intelligent, gelehrig, ausdauernd, äußerst trittsicher, zäh, robust, leistungsbereit, gesund, langlebig, guter Charakter, anspruchslos |
| Verwendung | Distanz- und Wanderreiten, Springveranlagung, Packtier, Landwirtschaft (zugwillig im Geschirr) |
| Herkunft, Verbreitung | Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Jugoslawien; Staaten Südosteuropas und Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Die Abstammung wird auf westasiatische Steppenrassen wie Przewalski und Tarpan sowie auf Orientalen zurückgeführt mit deutlicher Ähnlichkeit zu Huzulen und Koniks; die Reinzucht basiert auf der Barut- und Misko-Linie der jugoslawischen Staatsgestüte Borik und Han Pijesak, bis ins 20. Jh. das "Kaltblut der Gebirgsbauern" sowie Reit- und Tragtier der Gebirgstruppen; Reinzucht seit 1933 durch strenge Selektion; Hengste und Stuten müssen eine Leistungsprüfung ablegen: sie müssen eine Last von 120 kg schnellstmöglich (der Rekord liegt bei 71 min) über eine Strecke von 16 km tragen |
| Zuchtbuch | Equus International in Oelde; IG Bosnische Gebirgspferde e.V. in Düsseldorf (deutsche Züchter) |
| Boulonnais | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmelfarben, auch Braune und Füchse |
| Stockmaß | a) "Großer" Boulonnais: 160 bis 170 cm (700 kg) b) "Kleiner" Boulonnais ("Fischhändler"): 155 bis 160 cm (500 bis 600 kg) |
| Exterieur | Edler Kopf, lebhafte Augen und Ohren, offene Nüstern; stark bemuskelter Hals, breite, tiefe Brust, stark bemuskelte, oft steile Schulter, markierter Widerrist, kräftiger, gerader Rücken, breite, gespaltene, leicht abfallende Kruppe; kräftiges Fundament, gut entwickelte Gelenke, gut geformte, harte Hufe; seidiges Fell, feiner Schopf, üppiges Langhaar, dichte, feine Doppelmähne, wenig Behang |
| Eigenschaften | Lebhaft, gutartig, intelligent, ausdauernd, leistungswillig, gesund, frühreif; energische, raumgreifende Aktionen in Schritt und Trab |
| Verwendung | Leistungsstarkes Fahr- und Zugpferd; der kleinere Typ eignet sich für lange Trabstrecken; Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich (Zuchtzentrum Boulogne) |
| Besonderes, Geschichte | Temperament und Gang eines Warmblüters; Zuchtgeschichte geht bis in die Zeit Caesars zurück; Ursprung waren einheimische Landstuten, die mit orientalischen Hengsten gepaart wurden; durch Einkreuzung von Mecklenburgern kam Masse, durch Andalusier Größe, Eleganz und die Schimmelfarbe hinzu |
| Zuchtbuch | 1886 Öffnung des Stutbuchs; Syndicat des Eleveurs du Cheval Boulonnais, Wimereux/Frankreich |
| Brandenburger | |
| Farbe | Vor allem Braune, Füchse, Rappen, Schimmel |
| Stockmaß | 155 bis 165 cm |
| Exterieur | Eleganter, trockener Kopf, große, aufmerksame Augen; gut aufgesetzter, schön geformter Hals, leichtes Genick, ausgeprägter Widerrist, schräge, gut bemuskelte Schulter, tragfähiger Rücken, lange, gut bemuskelte Kruppe; gut angesetzter und getragener Schweif; korrektes, trockenes Fundament, gute Fessel, mittelgroße Hufe |
| Eigenschaften | Gutartig, ausgeglichenes Temperament, leistungswillig, sensibel, intelligent, guter Charakter; sehr gute, taktreine Grundgantarten |
| Verwendung | Alle Disziplinen des Reit- und Fahrsports und des Freizeitreitens |
| Herkunft, Verbreitung | Mark Brandenburg/Deutschland (Zuchtzentrum Hauptgestüt Neustadt/Dosse), Europa, USA, Kanada |
| Besonderes, Geschichte | 1788 Gründung des Gestüts in Neustadt a.d. Dosse; Zucht auf der Grundlage von spanischen und Berber-Hengsten sowie 12 englischen Halbblut-Stuten, auch Trakehner und Achal-Tekkiner wurden eingekreuzt; Mitte des 19. Jh. wurde als Zuchtziel "ein edles, möglichst stolzes Reitpferd" festgesetzt; 1876 Auflösung des Gestüts, 1896 Wiedereröffnung; Fortsetzung der Zucht mit Ostpreußen und Hannoveranern |
| Zuchtbuch | Zuchtzentrum: Hauptgestüt in Neustadt/Dosse |
| Bretone (Corlay Breton, Postier Breton, Trait Breton) | |
| Farbe | Vorrangig Rotschimmel, Füchse, Schimmel, selten Braune |
| Stockmaß | Je nach Typ zwischen 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, quadratischer Kopf, lebhafte Augen, kleine Ohren, gerades Profil, manchmal Ramskopf; kurzer, kräftiger Hals, starker Widerrist, lange, abfallende Schulter, kurzer, breiter, gut bemuskelter Rücken, breite, gespaltene Kruppe; kurze, muskulöse Beine, wenig Behang, kupierter Schweif |
| Eigenschaften | Arbeitswillig, lebhaft, intelligent, gutmütig, robust |
| Verwendung | Landarbeit, leichte Zugarbeit, Wirtschaftspferd; Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich (Hauptzuchtgebiet Bretagne), Europa, Übersee |
| Besonderes, Geschichte | Die Urahnen der Rasse wurden schon von den Kelten verwendet; seit Jahrhunderten gibt es einen leichten (Roussin) und einen schweren (Sommier) Schlag von Arbeitspferden; durch Einkreuzung von Norfolk Roadster und Hackney entstand der noch heute existierende leichte Postier Breton, durch Einkreuzung von Ardennern, Percheron und Boulonnais der schwere Zugtyp Trait Breton; durch Beimischung von Arabern und Vollblütern entstand der extrem schnelle leichte Schlag Corlay Breton, der heute im Selle Francais aufgegangen ist; seit 1930 Reinzucht ohne Einkreuzungen |
| Zuchtbuch | 1909 Anlage von zwei Stutbüchern, die später zusammengelegt wurden, und des Hengstbuchs; Staatsgestüte Haras National de Lamballe und de Hennebont |
| Britisches Warmblut | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Hübscher, trockener Kopf, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; schlanker, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, leicht abfallende Kruppe, gute Gurtentiefe; lange, korrekte Beine, flache, weite Hufe |
| Eigenschaften | Leistungsfähig, einwandfreier Charakter, ausgeglichenes Temperament; gute Grundgangarten und hervorragendes Springvermögen |
| Verwendung | Sportpferd für alle Disziplinen |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien |
| Besonderes, Geschichte | Sehr junge Rasse, entstanden aus deutschen, holländischen, dänischen und schwedischen Warmblutrassen, die mit Englischem Vollblut gekreuzt werden |
| Zuchtbuch | Ende der 1970er-Jahre Gründung der British Warmblood Society |
| British Riding Pony | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | Show-Reitpony bis 148 cm Hunter-Pony bis 152 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf mit Ponyausdruck, freundliche, klare Augen, kleine Ohren; mittellanger, schön gewölbter Hals, lange schräge Schulter, leicht geneigte Kruppe, gut angesetzter Schweif; kräftiges Fundament, gut markierte Sehnen und Gelenke, gut geformte, harte Hufe; feines seidiges Langhaar |
| Eigenschaften | Freundlich, ausgeglichen; stabile, robuste Konstitution, elegante, energische Bewegungen, springfreudig, Reitpferdemerkmale |
| Verwendung | Reiten, Jagdreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien, Europa, Australien |
| Besonderes, Geschichte | Keine Rasse, sondern eine Gebrauchskreuzung; die British Pony Society unterscheidet zwei Typen: das elegante, hochqualifizierte Turnierpony und das etwas kräftigere Hunter-Pony; die "Rasse" ist offiziell anerkannt; die Zucht entstand aus dem Wunsch nach einem eleganten, rittigen Pony; Grundlage waren Mountain & Moorland Ponies (Berg- und Heideponies), Welsh-, Exmoor- und Dartmoor-Ponys, die mit Arabern und Vollblütern gekreuzt wurden |
| Zuchtbuch | Seit 1983 offiziell anerkannt mit eigenem Stutbuch |
| Brumby (Australisches Wildpferd, Scrubber) | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 130 - 150 cm |
| Exterieur | Überwiegend quadratförmig; ausdrucksvoller, gerader, oft derber Kopf; kurzer, kräftiger Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, langer, kräftiger Rücken, muskulöse, abgeschlagene Kruppe; stabiles Fundament, kurze Beine, widerstandsfähige, harte Hufe; oft leichter Fesselbehang |
| Eigenschaften | Misstrauisch, scheu, schnell, wendig, ausdauernd, genügsam, zäh, trittsicher, hart, intelligent, schwer zu fangen und zu trainieren, schwieriges Temperament |
| Verwendung | Wild lebend |
| Herkunft, Verbreitung | Australien (Snowy Mountain-Brumbies im Mount Kosciusko National-Park sowie Savannah-Brumbies in den Buschsteppen im Inneren und im Norden Australiens), Northern Territory und im Artesischen Becken |
| Besonderes, Geschichte | Ähnlich dem Mustang keine Rasse, sondern verwildert, daher kein einheitliches Format oder Typ; entstammt der Kolonialisierung Australiens im 18. Jh., viele Pferde wurden Mitte des 19. Jh. von Siedlern, die wegen des beginnenden Goldrauschs ihre Siedlungen verließen, zurückgelassen; Mischung aus Highland-, Welsh-, Batak-, Manipur- und Timurponys sowie Arabern, Vollblütern, Persern, Berbern und Kap-Pferden; die wild im fast undurchdringlichen Buschland (scrub) lebenden Pferde wurden zur Plage, außerdem waren sie als Nahrungskonkurrenten der Schafe und Rinder angesehen und wurden erbarmungslos gejagt und dezimiert; inzwischen Einrichtung von Schutzzonen in den Nationalparks und Reservaten |
| Buckskin | |
| Farbe | Falben mit Schattierungen von gelb oder gold mit schwarzen Abzeichen und ggf. Aalstrich sowie "Zebrastreifen" bis hin zu Rot- und Mausfalben mit Aalstrich; weiße Abzeichen sind ungern gesehn und nur unterhalb vom Karpal-Sprunggelenk erlaubt |
| Stockmaß | |
| Exterieur | Unterschiedlich: vom Pony und leichten Reitpferd bis zum Quarter-Horse-Typ; sehr kräftige Gliedmaßen, eisenharte Hufe |
| Eigenschaften | Außerordentlich ausdauernd, leistungsfähig, zäh |
| Verwendung | Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Weit zurückführende Abstammung; Blutlinien des Sorraia, des Mustang und Quarter Horse sowie europäischer Ponyrassen, des Norfolk Trotter und des Fjordpferdes - alles Rassen, deren Abstammung bis zum Tarpan zurückführen können, bilden die Grundlage |
| Zuchtbuch | International Buckskin Horse Association in Shelby, Indiana/USA |
| Budjonny | |
| Farbe | Goldschimmernde Füchse und Hellbraune, selten Braune oder Rappen, keine Schimmel |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Kleiner, edler Kopf, große, wache Augen, lebhafte Ohren; kräftiger Nacken, gut aufgesetzter, muskulöser Hals, gut markierter Widerrist, lange, schräge Schulter, kompakter Körper, gerader Rücken, viel Gurtentiefe, wenig abfallende Kruppe, niedrig angesetzer Schweif; klare, feste Beine, gut geformte, harte Hufe; feines, kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | Ruhig, intelligent, gutmütig, robust, ausdauernd, zäh, rittig, leistungsstark, empfindsam, gutes Temperament |
| Verwendung | Alle klassischen Disziplinen des Reitsports, Hindernisrennen, gutes Springvermögen |
| Herkunft, Verbreitung | Russland (Hauptzuchtgebiet in der "Kosakensteppe" zwischen Don und Kaukasus, dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, mit Rostow als Zuchtmittelpunkt) |
| Besonderes, Geschichte | Kreuzung von Stuten der Don-Rasse und der Don-Schwarzmeerrasse mit kräftigen Vollbluthengsten; Anfang der 1920er-Jahre begann Marschall Budjonny mit der Zucht durch strenge Selektion; es stellte sich heraus, dass die Verbindung Vollbluthengst x Donstute günstiger als Donhengst x Vollblutstute war; 1948 Anerkennung der Rasse |
| Zuchtbuch | 1951 Eröffnung des ersten Stutbuches; Zentrum sind die Staatsgestüte im Osten Russlands sowie das Gestüt Ochkin bei Moskau |
| Burma Pony (Shan Pony, Pegu Pony) | |
| Farbe | Alle Farben möglich, auch Schecken, häufig mit Aalstrich |
| Stockmaß | ca. 134 cm |
| Exterieur | Regelmäßiger Kopf mit geradem Profil, mittellanger, gut getragener Hals, schräge Schulter, mittellanger Rücken, kräftige Lende, starke Kruppe; kräftige, kurze Gliedmaßen, sehr harte Hufe; schönes Langhaar Größere Version des Manipur |
| Eigenschaften | Genügsam, gesund, widerstandsfähig gegen Hitze und Nässe, aktiv und anpassungsfähig |
| Verwendung | Schneller, ausdauernder Gewichtsträger, Reiten und Zugpony, Polo-Pony |
| Herkunft, Verbreitung | Birma (Myanmar) in Hinterindien |
| Besonderes, Geschichte | Rasse ist eng mit dem Mongolenpferd und dem Manipur-Pony verwandt; Zucht liegt in der Hand der Shan, eines Bergvolkes in Ober-Birma; Ponys ernähren sich ausschließlich von dem sehr nahrhaften Gras und "Burma-Heu"; am Ende des Monsuns werden überflüssige Ponys verkauft und exportiert; um 1900 Einkreuzung von Arabern, um die Ponys edler und größer zu machen |