

| Dales Pony | |
|---|---|
| Farbe | Vorwiegend Rappen und Schwarzbraune, selten Braune, Schimmel; weiße Abzeichen nicht erwünscht |
| Stockmaß | 142 bis 148 cm |
| Exterieur | Schöner, trockener Kopf, leichte Ramsnase, kleine Augen und Ohren; kräftiger, genügend langer Hals, gut bemuskelte, etwas steile Schulter, sehr breite Brust, wenig Widerrist, kräftiger, etwas langer Rücken, viel Gurtentiefe, muskulöse Hinterhand, breite, lange, muskulöse Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockene Gliedmaßen, markante Gelenke, harte, gut geformte blaue Hufe, dichter Behang; langes, volles Langhaar, langer Schopf |
| Eigenschaften | Verständig, ruhig, sensibel, freundlich, ehrlich, ausdauernd, verlässlich, intelligent, freundlich, mutig, trittsicher, sehr kräftig, sehr guter Arbeiter; energische Bewegungen, gute Springanlagen |
| Verwendung | Reit-, Fahr- und Lastenpony (Gewichtsträger), Farmarbeit, Trekking |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien (Pennine Hills in den Dales, Durham und Northumberland) |
| Besonderes, Geschichte | Eng verwandt mit dem Fell-Pony; den Namen hat es nach den Dales-Tälern an der Ostseite der Penninen in Nordengland; Ursprungsrassen sind u.a. Galloway, Hackney Pony, Norfolk- und Yorkshire-Traber; im 17. und 18. Jh. reines Bauernpferd für die Landwirtschaft und zum Reiten; im 19. Jh. großer Einfluss durch Welsh Cob; nach 1945 vom Aussterben bedroht, die Dales Pony Society setzt sich für das Überleben der Rasse ein |
| Zuchtbuch | 1916 Einrichtung eines eigenen Zuchtverbandes und Stutbuchs, damit offizielle Trennung von den Fellponys; Dales Pony Society |
| Dänisches Warmblut | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vor allem Braune, Füchse, Dunkelbraune |
| Stockmaß | 162 bis 170 cm |
| Exterieur | Edler, trockener Kopf, gerades Profil, große ausdrucksvolle Augen, waches Ohrenspiel; schön gewölbter Hals, markanter Widerrist, muskulöse, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf, gerader Rücken, gute Sattellage, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; kräftige, trockene Gliedmaßen, korrekte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, ausgeglichen, dressur- und springbegabt |
| Verwendung | Sport- und Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Dänemark (größtes Privatgestüt "Blue Horse Dressage" in Billund); England, Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Noch recht junge Rasse; Zuchtbasis ist der Frederiksborger; bis 1864 Hauptzuchtgebiet im heutigen Holstein; 1871 Auflösung Frederiksborgs und "Aufweichung" der Zucht; nach dem 2. Weltkrieg Umzüchtung zum Sportpferd durch Einkreuzung von Holsteinern, Hannoveranern, Trakehnern, Englischen Vollblütern, Oldenburgern sowie schwedischen und polnischen Pferden |
| Zuchtbuch | 1962 Gründung des Dänischen Warmblutzuchtverbands, Privatzuchten |
| Danubisches Warmblut, Danubisches Pferd (Donau Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Rappen, Füchse |
| Stockmaß | ca. 158 cm |
| Exterieur | Großer, leicht geramster Kopf, freundliche Augen, lebhafte Ohren; schweres Genick, starker, hochaufgerichteter Hals, wenig Widerrist, muskulöse Schulter, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, vorgetiefter Rücken, etwas spitze, leicht abgeschlagene Kruppe; stabiles Fundament, breite Gelenke, kurze Fesseln, harte Hufe, wenig Behang; manchmal Stellungsfehler; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Fleißig, sanft, beständig, widerstandsfähig, leichtfuttrig, hartleistungsfähig, ausdauernd; energische Bewegungen, beachtliches Springvermögen |
| Verwendung | Der schwere Typ besonders als Wagenpferd, Landwirtschaft, der leichte Schlag auch als Reit- und Sportpferd, Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Bulgarien (Donautal), Gestüte in der Donauebene, der Thrakischen Ebene und der Dobrutscha, Staatsgestüt Dimitrov (früher Klementina) bei Pleven |
| Besonderes, Geschichte | Zwei Schläge: ein großer schwerer und ein kleiner edler; relativ junge Rasse aus den alten österreichisch-ungarischen Rassen Nonius, Gidran und Anglo-Araberstuten; häufig veredelt mit Arabischem und Englischem Vollblut; Linienbegründer sind Novak, Zdravko, Chrabr und Durczas; Rasse ist seit 1951 anerkannt |
| Dartmoor Pony | |
| Farbe | Vorwiegend dunkle Farben, selten Füchse und Schimmel, möglichst keine Abzeichen, keine Schecken erlaubt |
| Stockmaß | 116 bis 130 cm |
| Exterieur | Kleiner, typischer Ponykopf, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; kräftiger, langer Hals, kräftige, schräge Schulter, kompakter, muskulöser Rücken, gute Sattellage, kräftige Hinterhand, breite, abgeschlagene Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kräftige, kurze Beine, gut markierte Gelenke, kleine, harte Hufe; dichtes Langhaar, Behang |
| Eigenschaften | Ruhig, verlässlich, sensibel, langlebig, freundlich, gutartig, trittsicher, widerstandsfähig, vernünftig; flinke, elastische Gänge und natürliches Springvermögen |
| Verwendung | Ausgezeichnetes "erstes" Kinderpony, Fahrpferd/td> |
| Herkunft, Verbreitung | Südwesten Englands (Dartmoor/Devonshire) |
| Besonderes, Geschichte | Verwandter des Fellponys; Existenz des Dartmoorponys wurde bereits im Jahr 1012 im Testament des Bischofs Aefwold erwähnt; früher Verwendung als Farm-, Trag-, Packpferd; die Zucht wurde bis Ende des 19. Jh. weitgehend sich selbst überlassen; 1899 Festlegung des Zuchtziels und Eröffnung eiens Registers im Polo-Pony-Stutbuch; starke Dezimierung nach dem 2. Weltkrieg, nur einige Züchter haben noch Restpopulationen; es entwickelten sich zwei Typen: der stämmige Moorland-Typ und der leichtere, schlankere Typ, wobei die freilebenden Ponys nicht mehr viele typische Merkmale haben |
| Zuchtbuch | 1923 Gründung der National Pony Society (Stutbuch wurde 1957 geschlossen) |
| Deliboz (früher: Aserbeidschanisches Pferd) | |
| Farbe | Alle Grundfarben, häufig Schimmel |
| Stockmaß | ca. 152 cm |
| Exterieur | Kurzer, trockener Kopf, breite Stirn, schmale Nase; gut angesetzter, mittellanger Hals, tiefer Rumpf, gerader Rücken, schräge Kruppe; stabiles, gut geformtes Fundament; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Sehr ausdauernd, schnell und kräftig |
| Verwendung | Gebrauchs- und Packpferd, Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Aserbeidschan und angrenzende Regionen |
| Besonderes, Geschichte | Die Zunge hat eine Längsfalte und sieht daher aus, als wenn sie gespalten wäre. Die Rasse war früher als "Aserbeidschanisches Pferd" bekannt; großer Einfluss von arabischen und karabakhischen Hengsten; erst zu Beginn des 20. Jh. wurden die unterschiedlichen Typen selektiert; Zucht stagnierte nach den 1950er-Jahren; derzeit wird mit einem Stamm von 140 typtreuen Deliboz-Stuten und -Hengsten eine Rückzüchtung mit dem Ziel der Reinzucht durchgeführt |
| Zuchtbuch | 1943 Gründung eines staatlichen Zuchtverbandes |
| Deutscher Traber | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, auch Füchse und Rappen |
| Stockmaß | 155 bis 165 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, lebhafte, große Augen, weite Nüstern; etwas steile Schulter, viel Gurtentiefe, kräftiger, muskulöser Rücken, muskulöse Hinterhand; klare, lnage Beine, trockene Sehnen und Gelenke, harte, gesunde Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Sehr gute Konstitution, sehr guter Charakter, genügsam, ausdauernd, intelligent, mutig, gelehrig, gutmütig; Springvermögen |
| Verwendung | Trabrennen |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Noch recht junge Zucht auf der Basis von Orlow-Trabern, denen vermehrt amerikanische und französische Traber eingekreuzt werden; Zuchtziel ist ein"leistungsfähiger, frühreifer Traber mit korrektem Exterieur, der auch für die Verwendung in der Landespferdezucht geeignet ist"; |
| Zuchtbuch | 1896 erstes Deutsche Traber-Gestüt-Buch |
| Deutsches Reitpferd | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse, Rappen, Schimmel |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, trockener Kopf, große Augen, gute Ganaschenfreiheit; gut geformter Hals, große, schräge Schulter, markanter Widerrist, kräftiger, mittellanger Rücken, ausreichende Gurtentiefe, lange, muskulöse Kruppe; trockenes Fundament, kräftige Gelenke, gesunde, gutgeformte Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament |
| Verwendung | Beliebtes Sportpferd, Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Hauptzuchtgebiet Deutschland; Europa, Nord- und Südamerika |
| Besonderes, Geschichte | Aus der Notwendigkeit, nach dem Krieg und der Öffnung der gegeneinander abgegrenzten Zuchtgebiete ein Leistungspferd für den Sport zu züchten, ergab sich die Verknüpfung von bodenständigen Stämmen mit Arabern, Vollblut, Trakehnern; seit 1.1.1973 anerkannt als "Deutsches Reitpferd"; den Zuchtverbänden bleibt freigestellt, innerhalb des Rahmenzuchtziels ein eigenes Zuchtprogramm und -ziel festzulegen und die Brandzeichen beizubehalten |
| Deutsches Reitpony | |
| Farbe | Alle Farben und Abzeichen; "Glasaugen" nicht anerkannt |
| Stockmaß | 138 bis 148 cm |
| Exterieur | Trockener, kleiner Kopf, genügend Ganaschenfreiheit, große, lebhafte Augen, kleine Ohren, große, weite Nüstern; mittellanger, gutgeformter Hals, lange, schräge Schulter, markanter Widerrist, kräftiger Rumpf, mittellanger Rücken, leicht abfallende, lange Kruppe, gut angesetzter Schweif; trockenes Fundament, schlanke Beine, kräftige Gelenke, feste, mittelgroße Hufe |
| Eigenschaften | Ausdauernd, einsatzwillig, gesund, rittig, ausgeglichenes Temperament, gutartig, leistungsbereit, gelehrig, mutig, langlebig |
| Verwendung | Anspruchsvolles Reitpony für Kinder und Jugendliche (Springsport und Dressur); elegantes Fahrpony, Freizeit- und Wanderreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Westfalen) |
| Besonderes, Geschichte | Anfang der 60er-Jahre führte der zunehmende Bedarf an größeren Ponys zur Zucht eines "kleinen Reitpferdes"; Grundlage waren in Deutschland heimische und heimisch gewordene Ponyrassen, die mit Arabern, Anglo-Arabern, Vollblütern und Riding Ponys veredelt wurden |
| Zuchtbuch | Die Zuchtregister werden bei den jeweiligen Zuchtverbänden geführt |
| Dølepferd/Dole Traber; Ostlandpferd (früher: Gudbrandsdaler) | |
| Farbe | Rappen, Braune, Dunkelbraune |
| Stockmaß | 145 bis 155 cm, Traber ca. 155 cm |
| Exterieur | Reitpferdetyp: trockener, kleiner Kopf, gerades Profil; geschwungener Nacken, langer, sehr kräftiger Hals, schräge, kräftige Schulter, flacher Widerrist, gute Gurtentiefe, etwas langer Rücken, sehr kräftige Hinterhand, mächtige, abgerundete Kruppe; kurze, kräftige Beine, große, harte Hufe; üppiges Langhaar (bodenlanger Schweif) und viel Fesselbehang Trabertyp: Etwas leichter als der Reitpferdetyp, oft orientalischer Einschlag; glänzende Augen, weite Nüstern, lebhafte Ohren; kräftiger, schön getragener Hals, kräftige Schulter, tiefe, breite Brust, gerader Rücken, muskulöse Kruppe; sehr harte, kurze Beine, Beinbehang |
| Eigenschaften | Zäh, anpassungsfähig, genügsam, energisch, beweglich, ausgeglichen, gutmütig, eifrig; raumgreifener Trab |
| Verwendung | Zug-, Reit- und Wagenpferd, Trabrennpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Norwegen, vor allem in den Tälern um Gudbrandsdal im Norden |
| Besonderes, Geschichte | Uneinheitliche Rasse, Einteilung in einen leichten Reitpferdetyp, einen schweren kaltblütigen Typ und einen Trabertyp; heute vorwiegend Zucht des Reitpferde- und Trabertyps; starke Ähnlichkeit mit Fell-, Dales-Pony sowie Friesenpferd; durch Einkreuzungen vom schweren Kaltblüter bis zum Vollblüter entstanden die Typen; im 19. Jh. Veredlung durch den englischen Hengst Odin, der die tugen Trabeigenschaften verstärkte; 1934 Einkreuzung des Arabers Partisan, seit 1962 strenge Auslese nach Trableistung |
| Zuchtbuch | Staatliche Zuchtbetriebe seit 1962 |
| Dongola Pferd (Nubisches Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Rappen, oft weiße Abzeichen an Kopf und Beinen |
| Stockmaß | 155 bis 160 cm |
| Exterieur | Starker Kopf, häufig Schafskopf (halbgeramst), breite Stirn, große Augen, kleine, bewegliche Ohren; kurzer, breiter Hals, steile Schulter, kräftiger Rumpf, runde Kruppe, hoch angesetzter Schweif; trockene Gliedmaßen; sehr harte Hufe |
| Eigenschaften | Anspruchslos, an die klimatischen Bedingungen angepasst |
| Verwendung | Früher Pferde der Panzerreiter; heute nur noch bei Paraden; Berittpferde der Leibgarde des Sultans |
| Herkunft, Verbreitung | Sudan |
| Besonderes, Geschichte | Schon 400 v.Chr. wird die Rasse erwähnt; das Dongolapferd soll das Blut des alten oberägyptischen Pferdes sowie Berberblut führen; im 19. Jh. Export der Rasse nach Wien, Weil/Württemberg und England; zu Beginn des 20. Jh. wurde die Pferdezucht von der britischen Militärverwaltung gefördert; Einkreuzungen von Highland Ponys ergaben einen sehr guten Erfolg |
| Donpferd (Anglo-Donpferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Goldfüchse, auch Braune, Schimmel |
| Stockmaß | 155 bis 163 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf, gerades oder leicht konvexes Profil, auseinanderstehende Augen, lebhafte Ohren; mittellanger, gerader Hals (manchmal Hirschhals), langer, flacher Widerrist, gute Schulter, kurzer, breiter Rücken, kräftige Hinterhand, muskulöse, mäßig abfallende Kruppe; trockenes Fundament, lange, kräftige Beine, häufig etwas mangelhafte Gelenke, feste Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, genügsam, sehr ausdauernd, mutig, ruhiges Temperament, langlebig, gesund, fruchtbar; wenig raumgreifende Bewegungen; Aufzucht unter extrem harten Bedingungen |
| Verwendung | Reit-, Spring- und Fahrpferd, Distanzreiten, Rennpferd |
| Herkunft, Verbreitung | GUS (Gestüte in Simowniki, Wolgograd, Stawropol, Kirgisien u.a.), Donsteppe in Kirgisien |
| Besonderes, Geschichte | "Zugreitpferderasse", Ursprung waren die Pferde der südrussischen, kalmückischen Steppenmonaden, die von den Don-Kosaken im 18. und 19. Jh. weitergezüchtet wurden; es entstand das Altdonsche Pferd, welches Turkmenen, Kabardiner, Karabaghs und orientalische Rassen als Vorfahren haben soll; das glänzende Fell stammt von den Karabakhern; Marschall Budjonny veranlasste um 1921 eine Erneuerung der Rasse, die durch Krieg und Revolution dezimiert war; Orientalen, Orlow-Rostoptschiner, Streletzen und Englische Vollblüter wurden zur Veredlung eingesetzt; Nachkommen der Vollblüter nannte man auch "Anglo-Donpferde"; die Population beträgt in der GUS ca. 400.000 Pferde; Zuchtbücher werden geführt |
| Dülmener | |
| Farbe | Gelb-, Graufalben und Torfbraune häufig mit Wildpferdekennzeichen (Aalstrich, Schulterkreuz, Zebrastreifen, Mehlmaul und heller Bauch), selten weiße Abzeichen |
| Stockmaß | 125 bis 140 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, mittelgroßer Ponykopf, lebhafte Augen, spitze Ohren; mittellanger Hals, gute Schulter, gut bemuskelter Rücken, viel Gurtentiefe, abgeschlagene Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockenes Fundament mit stabilen Röhren, harte, kleine Hufe |
| Eigenschaften | Gutmütig, lernfreudig, lebhaft, genügsam, robust, ehrlich |
| Verwendung | Früher Zugpferd in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben; heute Familienpferd zum Reiten und Fahren, Wander- und Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland; freilebend im Merfelder Bruch (Dülmen/Westfalen) |
| Besonderes, Geschichte | Lebt seit ca. 600 Jahren in freier Wildbahn; schon 1316 wurden sie urkundlich erwähnt; seit 1850 leben sie im eingerichteten "Wildbahngehege" der Herzöge von Croy, die das Überleben der Rasse sicherten (Restbestand: 20 Pferde, die den Grundstock für die heutige ca. 200-köpfige Herde bildeten); ab 1944 Konzentration auf die Rehaltung des Wildpferdecharakters; 1956-1963 Einkreuzung des Konik-Hengstes Nugat XII; als "Kulturgut" anerkannt, von der IG Dülmener Wildpferd Deutschland e.V. unterstützt, um den Bestand zu erhalten Jährlich findet am letzten Samstag im Mai im Merfelder Bruch der traditionelle Zusammentrieb statt; die Ponys werden gesichtet, medizinisch begutachtet, die Hengstjährlinge eingefangen und verkauft |