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Pferderassen F

Färöer Pony
FarbeVorwiegend Braune, auch Rappen, selten Dunkelbraune, Falben und Palominos, keine Schimmel und Schecken
Stockmaßca. 120 cm
ExterieurEntspricht dem Isländer
EigenschaftenAnspruchslos, widerstandsfähig
VerwendungReit- und Packpony, früher Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungFäröer Inseln /zu Dänemark gehörig) im nördlichen Eismeer zwischen Island und Shetlandinseln
Besonderes, GeschichteNachfahre von keltischen Ponys; sie kamen mit den Kelten und skandinavischen Siedlern auf die Insel; die Ponys lebten über viele Jahrhunderte sich selbst überlassen und nur nach Bedarf genutzt; in den 1970er-Jahren war die Rasse fast ausgestorben; der Bestand hat sich erhöht, die Gefahr des Aussterbens scheint gebannt zu sein; ins Stutbuch werden nur Ponys eingetragen, die von der Zuchtkommission beurteilt, nach ihrer Blutgruppe identifiziert und danach anerkannt werden
ZuchtbuchGründung der Faeroes Pony Association in den 1970er-Jahren

Falabella (Argentinisches Zwergpony)
FarbeAlle Farben
Stockmaß38 bis max. 75 cm
ExterieurProportionen wie bei einem Minipony, feine Knochen, kleine Füße
EigenschaftenRuhig, gutartig, freundlich, ausgeglichen, liebenswert, langlebig, gelehrig und mutig
VerwendungAls "Haus- und Schmusetier" für Kinder, Kutschpony
Herkunft, VerbreitungArgentinien, beliebt in den USA und Kanada, in Europa noch nicht sehr weit verbreitet
Besonderes, GeschichteSie besitzen alle Charakteristika eines Ponys, auch die Proportionen stimmen; lt. J. Kidd sollen sie zwei Rippen und zwei Rückenwirbel weniger als andere Pferde haben; Trächtigkeit 12 bis 13 Monate; die Zuchtgeschichte ist nicht eindeutig; lt. einer Quelle soll der aus England stammende Enrique Falabella um 1880 mit der Zucht kleiner Pferde begonnen haben: ein sehr kleiner Vollblüter und sehr kleines Shetlandpony, die kleinsten Tiere wurden für die Zucht weiterverwendet; nach der anderen Quelle sollen Shetlandponys, die durch ein Naturereignis versprengt wurden, in völliger Isolierung lebten und aufgrund Futtermangels zurückgeblieben waren, die Zuchtgrundlage darstellen; Julio Falabella begann 1869 auf der Recro de Roca Hazienda mit der Zucht dieser kleinen Pferde durch konsequente Inzucht; der kleine Wuchs ist inzwischen genetisch fixiert

Fellpony
FarbeVorwiegend Rappen, selten Schwarzbraune, Braune, Schimmel; keine Abzeichen, Stern und Kronenfleck sind erlaubt
Stockmaß130 - 142 cm
ExterieurSieht aus wie ein "kleiner" Friese; ausdrucksvoller, trockener Kopf, breite Stirn, kleine, spitze Ohren, intelligente Augen, große weite Nüstern; gut geformter, langer Hals, muskulöser Körper, viel Gurtentiefe, gute, schräge Schulter, kräftiger Rücken, muskulöse Hinterhand, liecht abgeschlagene Kruppe; kräftige, trockene Gliedmaßen, runde, harte, charakteristische "blaue" Hufe; langes, volles Langhaar, seidiger Behang
EigenschaftenHarter Arbeiter, ausdauernd, sehr widerstandsfähig, stark, genügsam, lebhaft, sehr trittsicher
VerwendungFrüher: Pack- und Grubenpony, Postpferd, Trabrennen; heute: Reit-, Jagd- und Zugpferd, Trekking, "Familienpferd"
Herkunft, VerbreitungNordwesten Englands, Bergland von Cumberland und Westmorland
Besonderes, GeschichteNachfahre von keltischen Ponys, Friesen und Galloways; die in halbwilden Herden lebende Rasse konsolidierte sich; das Pony wurde im 17. und 18. Jh. als als Bleiträger von den Minen bis zur Küste benutzt; durch die Mechanisierung verlor es an Bedeutung und war fast ausgestorben
Zuchtbuch1918 Gründung der Fell Pony Soc.

Finnischer Klepper
FarbeFüchse, Braune, Rappen
Stockmaßca. 155 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, aufmerksame Augen, spitze Ohren; kurzer Nacken, kurzer, kräftiger Hals, gerade Schultern, wnig Widerrist, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger Rücken, kräftige Hinterhand, leicht abfallende Kruppe; starke, kurze Beine, harte Hufe, etwas Behang
EigenschaftenGutmütiger Charakter, ruhig, sanft, fügsam, hart, ausdauernd, energisch, lebendig, intelligent, schnell, gesund, langlebig
VerwendungLand- und Forstwirtschaft, Reiten, Trabrennen
Herkunft, VerbreitungFinnland
Besonderes, GeschichteSehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Universal als auch dem Finnischen Zugpferd; Abstammung von eingeführten Hengsten, die sich mit einheimischen Ponys kreuzten

Finnisches (Universal-)Pferd (Soumenhevos)
FarbeÜberwiegend Hell- oder Dunkelfüchse mit hellem Langhaar, oft Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen, selten Rappen
Stockmaß150 bis 162 cm
ExterieurLeichter Kaltblüter. Mittelgroßer, etwas klobig wirkender Kopf, gerades Profil, freundliche Augen, kleine Ohren, "Auftreibung" der beiden Stirnbeine an der Mittellinie; kurzer Nacken, kurzer, kräftiger Hals, steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, relativ langer Körper, langer Rücken, kräftige Hinterhand, kräftige, abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; starke, trockene Beine, große, harte Hufe, oft Säbelbeine; üppiges Langhaar, wenig Behang
EigenschaftenRuhig, ausgeglichen, freundich, lebhaftes Temperament, leistungsfähig, gesund, langlebig, intelligent, zugsicher, mutig, leichtfuttrig, willig und schnell; überragendes Trabvermögen, recht gute Reiteigenschaften
VerwendungReit-, Zug- und Kutschpferd, Trabrennen
Herkunft, VerbreitungFinnland
Besonderes, GeschichteTarpan- und Przewalski-Einflüsse und von nordeuropäischen und mongolischen Rassen abstammend; im 19. Jh. Einkreuzung von Orlow-Traber-, Norfolk-Roadster-Hengsten sowie Karelischem (Ostfinnischem) und Russischem Kaltblut; wegen seiner auf Warm- und Kaltblut hinweisenden Merkmale wurde es das "Finnische Universalpferd"; Unterteilung in Pony, Arbeits-, Trabrenn- und Sportpferd, eine Veredlung durch warmblütige Hengste wird abgelehnt; seit 1929 Leistungsprüfung für Zugpferde, neben der Zugleistung ist auch die Rennleistung im Trag entscheidend; seit 1971 existiert die Zuchtrichtung Reitpferd; sehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Zugpferd und dem Finnischen Klepper
ZuchtbuchSeit 1907 gilt für jede Gruppe ein eigenes Zuchtbuch, die Staatliche Pferdezuchtanstalt Valtion Hevosjalostuslaitos in Ypäja ist das Zentrum für Züchter und Zucht des Finnischen Pferdes

 
Finnisches Zugpferd
FarbeVorwiegend Füchse, auch Hell-, Dunkelbraune und Rappen
Stockmaßmax. 152 cm
ExterieurMittelgruper Kopf; etwas steile, muskulöse Schulter, breite, tiefe Brust, starker Rücken, muskulöse runde Kruppe, kurze, stämmige Beine, harte Hufe; etwas Behang
EigenschaftenVereinigt in sich sowohl Kaltblut- als auch Warmbluteigenschaften; lebhaft, leicht zu lenken, sehr ausdauernd
VerwendungZug- und Reitpferd, Trabrennen
Herkunft, VerbreitungFinnland
Besonderes, GeschichteSehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Universal als auch dem Finnischen Klepper; Abstammung von eingeführten Hengsten, die sich mit einheimischen Ponys kreuzten

Fjordpferd (Fjording, Norweger, Vestlandpferd)
FarbeFalbe oder Graubrauner mit sehr ausgeprägtem Aalstrich vom Kopf bis zum Schweif, häufig Zebrastreifen, Schulterkreuz oder Mehlmaul, charakteristisch: kräftige, zweifarbige Stehmähne (jeweils außen helles und in der Mitte schwarzes Mähnenhaar) und schwarz-silber gemischter Schweif; weiße Abzeichen nicht erwünscht
Stockmaß138 bis 148 cm
ExterieurTrockener, ausdrucksvoller Kopf, konkaves Profil, flache, breite Stirn, große, weit auseinanderliegende Augen, weitgestellte, kleine Ohren, kräftige Ganaschen; gut aufgesetzter, kurzer Hals, große, oft steile Schulter, breite, tiefe Brust, sehr flacher Widerrist, muskulöser Rücken, gut bemuskelte, runde Kruppe; trockenes Fundament, gesunde, kurze Beine, markante Gelenke, harte, große Hufe; wenig Behang
EigenschaftenGuter Charakter, gutes Temperament, unermüdlich, sehr ausdauernd, fügsam, widerstandsfähig, ruhig, umgänglich, trittsicher, leistungsbereit, umgänglich, leichtfuttrig, langlebig; manchmal eigenwillig bis stur
VerwendungPack- und Arbeitspferd; Reit- und Fahrpferd, Trekkingpony
Herkunft, VerbreitungWest-Norwegen, Europa, USA
Besonderes, GeschichteEine der ältesten europäischen Pferderassen, starke Ähnlichkeit mit dem Mongolischen Wildpferd; schon die Wikinger züchteten Pferde des Typs; ergebnislose Einkreuzung von Gudbrandsdalern und Vollblütern im 19. Jh., seit 1864 Erhaltung der Reinzucht, seit der Motorisierung in den 1950er-Jahren begann durch Selektion die Umzüchtung vom Arbeits- zum Reitpferd

Fleuve Pferd (Strompferd)
FarbeVorrangig Braune, Füchse, Dunkelbraune
Stockmaßmind. 144 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, gerades Profil, oft Ramsnase; kräftiger, gerader Hals, guter Widerrist, gute Schulter, kräftiger, kurzer Rücken, schräge Kruppe; stabiles Fundament, harte Hufe
EigenschaftenRobust, anpassungsfähig
VerwendungRennpferd; Veredler für die senegalesischen Rassen
Herkunft, VerbreitungNordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen); von da aus nach Westafrika; Republik Senegal und entlang des Senegal und dessen Delta; die klimatischen und ökologischen Bedingungen hatten großen Einfluss auf die Entwicklung (Typ und Exterieur) und bedingten eine bessere Anpassung als die später eingeführten Berber

Flores Pony
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaßca. 122 cm (Ngada etwas größer)
ExterieurBreiter, etwas schwerer Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine Ohren; schwerer, gerader Hals, steile Schulter, massiver Rumpf, ausgeprägter Widerrist, gerader Rücken, schräge Kruppe; starkes Fundament, grobknochige Gliedmaßen, harte Hufe; kräftiger Schopf, volles, kräftiges Langhaar
Es haben sich zwei Typen entwickelt:
Manggari/Mangerai, der größer und kräftiger ist und Ngada, im ganzen leichter, feiner und temperamentvoller
Eigenschaftenk. A. Gutmütig, ruhig bis temperamentvoll, gelehrig, leichtfuttrig, robust, genügsam, zäh
VerwendungReit- und Packpony, als Zugpony vor dem leichten "Sado" (zweirädriger Karren)
Herkunft, VerbreitungIndonesien, Insel Flores
Besonderes, GeschichteFür alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst

Florida Cracker
FarbeAlle Grundfarben, vorwiegend Braund und Schimmel
Stockmaß138 bis 152 cm
ExterieurMittelgroßer, hübscher Kopf; schön geformter, gut aufgesetzter Hals, gute Schulter, ausgeprägter Widerrist, gute Gurtentiefe, kräftiger Rücken, gerade, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, harte Hufe
EigenschaftenAusdauernd, hart, "Cow-sense"; schnelle Gänge: Running Walk und Coon-Rack (Tölt)
VerwendungReit-, Kutschpferd, Landwirtschaft, Rinderarbeit
Herkunft, VerbreitungUSA (Florida)
Besonderes, GeschichteDen Namen erhielten die Pferde von den peitschenknallenden (crack) Viehtreibern, den Crackern; die Vorfahren (Berber, Andalusier, Sorraia und Genetten) kamen um 1521 mit den Spaniern nach Florida; im 16. Jh. bildeten sich aus entlaufenen und freigelassenen Pferden wilde Herden, die sich gut an die Lebensbedingungen angepasst hatten; das genetische Erbe konnte bis heute erhalten werden; 1930 begann John Law Ayers in Brooksville mit der Crackerzucht; 1984 Übergabe der Zucht an den Withlacoochee Nationalpark
ZuchtbuchFlorida Cracker Horse Ass. Inc. in Newberry

 
Foutanké Pferd (Narougor Pferd)
FarbeVorwiegend Braune, Dunkelbraune, Füchse und Rappen
Stockmaßmind. 144 cm
ExterieurAusdrucksvoller Kopf, gerades Profil; mittellanger, gerader Hals, klarer Widerrist, oft steile Schulter, gute Gurtentiefe, mittellanger Rücken, gut ausgebildete schräge Kruppe; stabiles Fundament, Hinterhand oft steil oder säbelbeinig; wenig Langhaar
EigenschaftenEinsatzwillig, hart, sehr ausdauernd; gute Grundgangarten und Springvermögen
VerwendungReit-, Turnier- und Rennpferd
Herkunft, VerbreitungWestafrika (Waldgegenden im Westen der Republik Senegal)
Besonderes, GeschichteKreuzungsprodukt aus einer Mbayar-Stute und einem Fleuve-Hengst; einheimische Rasse mit Berber-Anteilen; sehr gute angepasst an die klimatischen Bedingungen; große Bedeutung als Nutztier für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes

Foulbe Pferd (Fulbe-, Fullanipferd)
FarbeVorwiegend Braune, Füchse, Rappen, Schimmel
Stockmaßca. 142 cm
ExterieurDeutlicher Ramskopf; oft steile Schulter, kräftiger Körper, stabiler, gerader Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige Gliedmaßen, harte Hufe
EigenschaftenSchwieriger Charakter, unausgeglichenes Temperament (wird auf den brutalen Umgang und die allgemein schlechten Haltungsbedingungen zurückgeführt), genügsam, zäh
VerwendungVor allem Statussymbol (es wird überladen geschmückt bei den auf den Islam zurückgehenden Fantasias effektvoll (steigend, springend, wild galoppierend) präsentier); Reit- und Tragpferd
Herkunft, VerbreitungKamerun und Nigeria in Westafrika
Besonderes, GeschichteAn der Rassebildung waren Berber, Äthiopier und arabische Pferde beteiligt; allgemein ist das feuchtheiße Klima Afrikas für die Pferdezucht nicht besonders geeignet

Französischer Traber
FarbeAlle Grundfarbe, vorwiegend Braune, auch Füchse und Schwarzbraune
Stockmaß160 bis 168 cm
ExterieurWacher, gerader Kopf, oft Ramskopf; gut geformter, langer Hals, kräftige, gerade, oft steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, kurzer, stabiler Rücken, muskulöse, kräftige Kruppe, tief angesetzter Schweif; lange, trockene Beine, gut definierte Sehnen, harte Hufe; oft Stellungsfehler
EigenschaftenWillig, zäh, mutig, ausdauernd, schnell, leistungsbereit, lebhaft; hervorragender Trab, oft mangelhafter Schritt und Galopp, oft gutes Springvermögen
VerwendungTrabrennen (Sulky und unter dem Sattel)
Herkunft, VerbreitungFrankreich (Zuchtzentren in den Staatsgestüten Le Pin, Lt. Lo u.a.), Europa
Besonderes, Geschichtea) Relativ junge Rasse, die erst Anfang des 20. Jh. zielstrebig betrieben wurde; entwickelt aus Anglo-Normannen, Einkreuzungen von Norfolk-Trabern und später American Standardbred; seit 1937 Reinzucht; etwas größer als die anderen Traber, da in Frankreich auch Trabrennen im Sattel stattfinden; die Pferde müssen Reiter- und Sattelgewicht über relativ lange Strecken tragen
b) Älteste Traberrasse der Welt, entstanden in der Restaurationszeit (1815-1830); die Trableistungen der "Karossiers" sollten verbessert werden; Stammväter waren der Englische Halbblüter Joung Rattler, der Norfolk-Trotter Phoenomenoni und der Vollblüter The Heir of Linne; 1864 Gründung der Gesellschaft zur Verbesserung des Französischen halbblutpferdes (cheval francais de demi-sang); Zucht liegt heute in den Händen kleinerer Züchter
ZuchtbuchSeit 1922 Zuchtbuch für Traber, die einen Kilometer in 1:42 min. gelaufen waren; 1937 wurde das Stutbuch geschlossen

Frederiksborger
FarbeÜberwiegend Füchse mit hellem Langhaar
Stockmaß153 bis 163 cm
ExterieurGroßer, klarer Kopf, oft Ramsnase, lebhafte Augen; kräftiger Nacken, starker, hoch aufgesetzter gerader Hals, kurze, steile Schulter, tiefe, breite Brust, wenig Widerrist, gute Gurtentiefe, langer, kräftiger Körper, muskulöser Rücken, gerade, breite muskulöse Kruppe, gut angesetzter Schweif; kräftige, kurze, trockene Beine, kleine, regelmäßige Hufe
EigenschaftenGutmütig, lebhaft, willig, gefügig, intelligent, gutes Temperament; gute Grundgangarten
VerwendungReit- und Fahrpferd
Herkunft, VerbreitungDänemark (Seeland und Bornholm)
Besonderes, GeschichteUrsprünglich stark spanisch und neapolitanisch beeinflusste Barockpferde aus dem königlichen Gestüt Fredriksborg nahe Kopenhagen (im Kloster Esrom) (1563); 1620 Verlegung des Gestüts nach Sparepenge; 1720 Umzug nach Hillerödsholm; nach dem Staatsbankrott von 1813 Auflösung des Gestüts, ab 1871 Weiterführung als Vollblutgestüt; Rasse hatte großen Anteil am Zuchtaufbau von Orlow-Traber, Lipizzaner und Knabstrupper; im ländlichen Raum wurde die Zucht weitergeführt; die Einkreuzung von Jütländern, Yorkshires und Oldenburgern sowie Hannoveranern, Ostpreußen und Vollblütern sollte mehr Kaliber bringen; seit Anfang des 20. Jh. Reinzucht mit der Basis des noch vorhandenen kleinen Bestands; nach dem 2. Weltkrieg Umzüchtung auf ein elegantes Reitpferd; Zucht ist im Dänischen Warmblut aufgegangen
ZuchtbuchSeit 1897 Eintrag im Stammbuch für Pferde der leichteren Rasse (lettere race)

Freiberger (Jurapferd)
FarbeAlle Grundfarben, vorwiegend Braune und Füchse
Stockmaß150 bis 165 cm
ExterieurMittelgroßer, gerader Kopf, schöne, große Augen, kleine, spitze Ohren, weite Nüstern; mittellanger, hoch aufgesetzer Hals, kräftige Schulter, kompakter Körper, viel Gurtentiefe, kräftiger Rücken, gute Sattellage, leicht abfallende Kruppe; kräftige, kurze Beine, harte Hufe, kaum Behang
EigenschaftenSanft, ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, energiegeladen, intelligent, gesund, leichtfuttrig, ausdauernd, willig, gutmütig, wendig, leistungswillig, kräftig, trittsicher; schwungvolle Gänge, gute Springanlagen
VerwendungReit-, Fahr- und "Familien"pferd; früher: Landwirtschaft, Militär; Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungSchweiz (Jura); Italien, Frankreich, Deutschland
Besonderes, GeschichteGrundlage ist der ursprünglich kaltblütige Freiberger; 1315 und 1619 wurde die Rasse zum ersten Mal beschrieben; zunächst Zuführung von englischen und französischen Warmblütern und Arabern; ab 1880 Reinzucht auf ein leichtes Zugpferd; zunehmende Motorisierung führte zur Umzüchtung auf einen neuen Typ: ein frühreifes, genügsames, ausdrucksvolles und williges Pferd, einsetzbar sowohl in der Freizeitreiterei wie auch in der Landwirtschaft und der Armee; Stationstest in Avenches

 
Friese
FarbeAusschließlich Rappen; keine Abzeichen (Ausnahme: kleiner Stern/Flocke) erlaubt
Stockmaß155 bis 160 cm
ExterieurSchöner, langer Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; hoch aufgesetzter, geschwungener Hals, lange, schräge Schulter, breite Brust, wenig ausgeprägter Widerrist, kräftiger, kompakter Körper, kurzer, gerader Rücken, runde Hinterhand, muskulöse, abfallende, leicht gespaltene Kruppe, tiefer Schweifansatz; kräftiges Fundament, kurze, klare Beine, üppiger Fesselbehang; üppiges, mitunter sehr langes Langhaar
EigenschaftenRuhig, willig, freundlich, sensibel, guter Charakter, angenehmes Temperament, intelligent, zutraulich, kraftvoll, aktiver Schwerarbeiter; Trab "steppend" und energisch, hohe Knieaktion und starke Hankenbiegung
VerwendungZugpferd, Reit- und Dressurpferd (Hohe Schule); Zirkuspferd
Herkunft, VerbreitungNiederlande (Friesland), Europa
Besonderes, GeschichteEiner der ältesten europäischen Pferderassen, lt. prähistorischer Funde bereits um 3000 v.Chr. existent; die Rasse kam mit den Römern nach Großbritannien (Einfluss auf die Entwicklung der Fell- und Dales-Ponys); erst im 16./17. Jh. durch Einkreuzung andalusischen und orientalischen Blutes Umzüchtung zum "Barockpferd"; in bäuerlicher Zucht entstand der Flamländer, der für seine Kraft und Ausdauer bekannt war und der als Belgian Draught noch in den USA gezüchtet wird; Einfluss auf die Zucht des Orlow-Trabers; gegen Ende des 19. Jh. vom Aussterben bedroht, durch den Einsatz engagierter Züchter Erhalt der Rasse; Wiederaufbau der Zucht mithilfe von Oldenburgern; auf den ersten im Stammbuch registrierten Hengst Nemo 51, geb. 1885, gehen alle bis heute eingetragenen Vatertiere zurück
ZuchtbuchSeit 1878 Friesch Paarden Stambock (F.P.S.)

Furioso-North-Star
FarbeÜberwiegend Braune und Dunkelbraune, oft mit weißen Zeichnungen
Stockmaß160 bis 165 cm
ExterieurMittelgroßer, edler Kopf, gerades Profil; langer, kräftiger Hals, schräge, kräftige Schulter, ausgeprägter Widerrist, viel Gurtentiefe, langer, kräftiger Rücken, kraftvolle Hinterhand, muskulöse, abfallende Kruppe, gut angesetzter Schweif; kräftige, korrekte Beine, markante Gelenke und Sehnen, regelmäßige, harte Hufe; volles, schönes Langhaar
EigenschaftenGuter Charakter, robust, nervenstark, zuverlässig, willig, kräftig, intelligent, fügsam, hart, ausdauernd; schöne Bewegungen, etwas Springvermögen
VerwendungReit-, Vielseitigkeits-, Jagd- und Fahrpferd
Herkunft, VerbreitungUngarn, Ost- und Mitteleuropa
Besonderes, GeschichteHervorgegangen aus der Verschmelzung der Stämme "Furioso" und "North Star" (beides englische Halbblutstämme), mit denen Mitte des 19. Jh. im Staatsgestüt Mezöheyaes Kavallerieremonten gezüchtet werden sollten; "Stammväter" waren der Englische Vollblüter Furioso xx (in Ungarn geboren mit viel Adel und Knochenstärke) und der Norfolk-Roadster The North-Star (kräftiger Glanzrappe mit gutem Temperament); 1885 wurden die Stämme zur Rasse "Furioso-North Star" zusammengeführt, die North Star-Linie vorlor im Laufe der Zeit an Bedeutung; die Weltkriege brachten große Verluste für die Zucht; zum Wiederaufbau der Zucht und zur Umzüchtung auf ein modernes Sportpferd wurden Englische Vollblüter und deutsche Hengste eingesetzt


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