

| Färöer Pony | |
|---|---|
| Farbe | Vorwiegend Braune, auch Rappen, selten Dunkelbraune, Falben und Palominos, keine Schimmel und Schecken |
| Stockmaß | ca. 120 cm |
| Exterieur | Entspricht dem Isländer |
| Eigenschaften | Anspruchslos, widerstandsfähig |
| Verwendung | Reit- und Packpony, früher Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Färöer Inseln /zu Dänemark gehörig) im nördlichen Eismeer zwischen Island und Shetlandinseln |
| Besonderes, Geschichte | Nachfahre von keltischen Ponys; sie kamen mit den Kelten und skandinavischen Siedlern auf die Insel; die Ponys lebten über viele Jahrhunderte sich selbst überlassen und nur nach Bedarf genutzt; in den 1970er-Jahren war die Rasse fast ausgestorben; der Bestand hat sich erhöht, die Gefahr des Aussterbens scheint gebannt zu sein; ins Stutbuch werden nur Ponys eingetragen, die von der Zuchtkommission beurteilt, nach ihrer Blutgruppe identifiziert und danach anerkannt werden |
| Zuchtbuch | Gründung der Faeroes Pony Association in den 1970er-Jahren |
| Falabella (Argentinisches Zwergpony) | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 38 bis max. 75 cm |
| Exterieur | Proportionen wie bei einem Minipony, feine Knochen, kleine Füße |
| Eigenschaften | Ruhig, gutartig, freundlich, ausgeglichen, liebenswert, langlebig, gelehrig und mutig |
| Verwendung | Als "Haus- und Schmusetier" für Kinder, Kutschpony |
| Herkunft, Verbreitung | Argentinien, beliebt in den USA und Kanada, in Europa noch nicht sehr weit verbreitet |
| Besonderes, Geschichte | Sie besitzen alle Charakteristika eines Ponys, auch die Proportionen stimmen; lt. J. Kidd sollen sie zwei Rippen und zwei Rückenwirbel weniger als andere Pferde haben; Trächtigkeit 12 bis 13 Monate; die Zuchtgeschichte ist nicht eindeutig; lt. einer Quelle soll der aus England stammende Enrique Falabella um 1880 mit der Zucht kleiner Pferde begonnen haben: ein sehr kleiner Vollblüter und sehr kleines Shetlandpony, die kleinsten Tiere wurden für die Zucht weiterverwendet; nach der anderen Quelle sollen Shetlandponys, die durch ein Naturereignis versprengt wurden, in völliger Isolierung lebten und aufgrund Futtermangels zurückgeblieben waren, die Zuchtgrundlage darstellen; Julio Falabella begann 1869 auf der Recro de Roca Hazienda mit der Zucht dieser kleinen Pferde durch konsequente Inzucht; der kleine Wuchs ist inzwischen genetisch fixiert |
| Fellpony | |
| Farbe | Vorwiegend Rappen, selten Schwarzbraune, Braune, Schimmel; keine Abzeichen, Stern und Kronenfleck sind erlaubt |
| Stockmaß | 130 - 142 cm |
| Exterieur | Sieht aus wie ein "kleiner" Friese; ausdrucksvoller, trockener Kopf, breite Stirn, kleine, spitze Ohren, intelligente Augen, große weite Nüstern; gut geformter, langer Hals, muskulöser Körper, viel Gurtentiefe, gute, schräge Schulter, kräftiger Rücken, muskulöse Hinterhand, liecht abgeschlagene Kruppe; kräftige, trockene Gliedmaßen, runde, harte, charakteristische "blaue" Hufe; langes, volles Langhaar, seidiger Behang |
| Eigenschaften | Harter Arbeiter, ausdauernd, sehr widerstandsfähig, stark, genügsam, lebhaft, sehr trittsicher |
| Verwendung | Früher: Pack- und Grubenpony, Postpferd, Trabrennen; heute: Reit-, Jagd- und Zugpferd, Trekking, "Familienpferd" |
| Herkunft, Verbreitung | Nordwesten Englands, Bergland von Cumberland und Westmorland |
| Besonderes, Geschichte | Nachfahre von keltischen Ponys, Friesen und Galloways; die in halbwilden Herden lebende Rasse konsolidierte sich; das Pony wurde im 17. und 18. Jh. als als Bleiträger von den Minen bis zur Küste benutzt; durch die Mechanisierung verlor es an Bedeutung und war fast ausgestorben |
| Zuchtbuch | 1918 Gründung der Fell Pony Soc. |
| Finnischer Klepper | |
| Farbe | Füchse, Braune, Rappen |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, aufmerksame Augen, spitze Ohren; kurzer Nacken, kurzer, kräftiger Hals, gerade Schultern, wnig Widerrist, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger Rücken, kräftige Hinterhand, leicht abfallende Kruppe; starke, kurze Beine, harte Hufe, etwas Behang |
| Eigenschaften | Gutmütiger Charakter, ruhig, sanft, fügsam, hart, ausdauernd, energisch, lebendig, intelligent, schnell, gesund, langlebig |
| Verwendung | Land- und Forstwirtschaft, Reiten, Trabrennen |
| Herkunft, Verbreitung | Finnland |
| Besonderes, Geschichte | Sehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Universal als auch dem Finnischen Zugpferd; Abstammung von eingeführten Hengsten, die sich mit einheimischen Ponys kreuzten |
| Finnisches (Universal-)Pferd (Soumenhevos) | |
| Farbe | Überwiegend Hell- oder Dunkelfüchse mit hellem Langhaar, oft Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen, selten Rappen |
| Stockmaß | 150 bis 162 cm |
| Exterieur | Leichter Kaltblüter. Mittelgroßer, etwas klobig wirkender Kopf, gerades Profil, freundliche Augen, kleine Ohren, "Auftreibung" der beiden Stirnbeine an der Mittellinie; kurzer Nacken, kurzer, kräftiger Hals, steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, relativ langer Körper, langer Rücken, kräftige Hinterhand, kräftige, abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; starke, trockene Beine, große, harte Hufe, oft Säbelbeine; üppiges Langhaar, wenig Behang |
| Eigenschaften | Ruhig, ausgeglichen, freundich, lebhaftes Temperament, leistungsfähig, gesund, langlebig, intelligent, zugsicher, mutig, leichtfuttrig, willig und schnell; überragendes Trabvermögen, recht gute Reiteigenschaften |
| Verwendung | Reit-, Zug- und Kutschpferd, Trabrennen |
| Herkunft, Verbreitung | Finnland |
| Besonderes, Geschichte | Tarpan- und Przewalski-Einflüsse und von nordeuropäischen und mongolischen Rassen abstammend; im 19. Jh. Einkreuzung von Orlow-Traber-, Norfolk-Roadster-Hengsten sowie Karelischem (Ostfinnischem) und Russischem Kaltblut; wegen seiner auf Warm- und Kaltblut hinweisenden Merkmale wurde es das "Finnische Universalpferd"; Unterteilung in Pony, Arbeits-, Trabrenn- und Sportpferd, eine Veredlung durch warmblütige Hengste wird abgelehnt; seit 1929 Leistungsprüfung für Zugpferde, neben der Zugleistung ist auch die Rennleistung im Trag entscheidend; seit 1971 existiert die Zuchtrichtung Reitpferd; sehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Zugpferd und dem Finnischen Klepper |
| Zuchtbuch | Seit 1907 gilt für jede Gruppe ein eigenes Zuchtbuch, die Staatliche Pferdezuchtanstalt Valtion Hevosjalostuslaitos in Ypäja ist das Zentrum für Züchter und Zucht des Finnischen Pferdes |
| Finnisches Zugpferd | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse, auch Hell-, Dunkelbraune und Rappen |
| Stockmaß | max. 152 cm |
| Exterieur | Mittelgruper Kopf; etwas steile, muskulöse Schulter, breite, tiefe Brust, starker Rücken, muskulöse runde Kruppe, kurze, stämmige Beine, harte Hufe; etwas Behang |
| Eigenschaften | Vereinigt in sich sowohl Kaltblut- als auch Warmbluteigenschaften; lebhaft, leicht zu lenken, sehr ausdauernd |
| Verwendung | Zug- und Reitpferd, Trabrennen |
| Herkunft, Verbreitung | Finnland |
| Besonderes, Geschichte | Sehr enge Verwandtschaft mit dem Finnischen Universal als auch dem Finnischen Klepper; Abstammung von eingeführten Hengsten, die sich mit einheimischen Ponys kreuzten |
| Fjordpferd (Fjording, Norweger, Vestlandpferd) | |
| Farbe | Falbe oder Graubrauner mit sehr ausgeprägtem Aalstrich vom Kopf bis zum Schweif, häufig Zebrastreifen, Schulterkreuz oder Mehlmaul, charakteristisch: kräftige, zweifarbige Stehmähne (jeweils außen helles und in der Mitte schwarzes Mähnenhaar) und schwarz-silber gemischter Schweif; weiße Abzeichen nicht erwünscht |
| Stockmaß | 138 bis 148 cm |
| Exterieur | Trockener, ausdrucksvoller Kopf, konkaves Profil, flache, breite Stirn, große, weit auseinanderliegende Augen, weitgestellte, kleine Ohren, kräftige Ganaschen; gut aufgesetzter, kurzer Hals, große, oft steile Schulter, breite, tiefe Brust, sehr flacher Widerrist, muskulöser Rücken, gut bemuskelte, runde Kruppe; trockenes Fundament, gesunde, kurze Beine, markante Gelenke, harte, große Hufe; wenig Behang |
| Eigenschaften | Guter Charakter, gutes Temperament, unermüdlich, sehr ausdauernd, fügsam, widerstandsfähig, ruhig, umgänglich, trittsicher, leistungsbereit, umgänglich, leichtfuttrig, langlebig; manchmal eigenwillig bis stur |
| Verwendung | Pack- und Arbeitspferd; Reit- und Fahrpferd, Trekkingpony |
| Herkunft, Verbreitung | West-Norwegen, Europa, USA |
| Besonderes, Geschichte | Eine der ältesten europäischen Pferderassen, starke Ähnlichkeit mit dem Mongolischen Wildpferd; schon die Wikinger züchteten Pferde des Typs; ergebnislose Einkreuzung von Gudbrandsdalern und Vollblütern im 19. Jh., seit 1864 Erhaltung der Reinzucht, seit der Motorisierung in den 1950er-Jahren begann durch Selektion die Umzüchtung vom Arbeits- zum Reitpferd |
| Fleuve Pferd (Strompferd) | |
| Farbe | Vorrangig Braune, Füchse, Dunkelbraune |
| Stockmaß | mind. 144 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, gerades Profil, oft Ramsnase; kräftiger, gerader Hals, guter Widerrist, gute Schulter, kräftiger, kurzer Rücken, schräge Kruppe; stabiles Fundament, harte Hufe |
| Eigenschaften | Robust, anpassungsfähig |
| Verwendung | Rennpferd; Veredler für die senegalesischen Rassen |
| Herkunft, Verbreitung | Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen); von da aus nach Westafrika; Republik Senegal und entlang des Senegal und dessen Delta; die klimatischen und ökologischen Bedingungen hatten großen Einfluss auf die Entwicklung (Typ und Exterieur) und bedingten eine bessere Anpassung als die später eingeführten Berber |
| Flores Pony | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 122 cm (Ngada etwas größer) |
| Exterieur | Breiter, etwas schwerer Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine Ohren; schwerer, gerader Hals, steile Schulter, massiver Rumpf, ausgeprägter Widerrist, gerader Rücken, schräge Kruppe; starkes Fundament, grobknochige Gliedmaßen, harte Hufe; kräftiger Schopf, volles, kräftiges Langhaar Es haben sich zwei Typen entwickelt: Manggari/Mangerai, der größer und kräftiger ist und Ngada, im ganzen leichter, feiner und temperamentvoller |
| Eigenschaften | k. A. Gutmütig, ruhig bis temperamentvoll, gelehrig, leichtfuttrig, robust, genügsam, zäh |
| Verwendung | Reit- und Packpony, als Zugpony vor dem leichten "Sado" (zweirädriger Karren) |
| Herkunft, Verbreitung | Indonesien, Insel Flores |
| Besonderes, Geschichte | Für alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst |
| Florida Cracker | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Braund und Schimmel |
| Stockmaß | 138 bis 152 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, hübscher Kopf; schön geformter, gut aufgesetzter Hals, gute Schulter, ausgeprägter Widerrist, gute Gurtentiefe, kräftiger Rücken, gerade, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausdauernd, hart, "Cow-sense"; schnelle Gänge: Running Walk und Coon-Rack (Tölt) |
| Verwendung | Reit-, Kutschpferd, Landwirtschaft, Rinderarbeit |
| Herkunft, Verbreitung | USA (Florida) |
| Besonderes, Geschichte | Den Namen erhielten die Pferde von den peitschenknallenden (crack) Viehtreibern, den Crackern; die Vorfahren (Berber, Andalusier, Sorraia und Genetten) kamen um 1521 mit den Spaniern nach Florida; im 16. Jh. bildeten sich aus entlaufenen und freigelassenen Pferden wilde Herden, die sich gut an die Lebensbedingungen angepasst hatten; das genetische Erbe konnte bis heute erhalten werden; 1930 begann John Law Ayers in Brooksville mit der Crackerzucht; 1984 Übergabe der Zucht an den Withlacoochee Nationalpark |
| Zuchtbuch | Florida Cracker Horse Ass. Inc. in Newberry |
| Foutanké Pferd (Narougor Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune, Füchse und Rappen |
| Stockmaß | mind. 144 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, gerades Profil; mittellanger, gerader Hals, klarer Widerrist, oft steile Schulter, gute Gurtentiefe, mittellanger Rücken, gut ausgebildete schräge Kruppe; stabiles Fundament, Hinterhand oft steil oder säbelbeinig; wenig Langhaar |
| Eigenschaften | Einsatzwillig, hart, sehr ausdauernd; gute Grundgangarten und Springvermögen |
| Verwendung | Reit-, Turnier- und Rennpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Westafrika (Waldgegenden im Westen der Republik Senegal) |
| Besonderes, Geschichte | Kreuzungsprodukt aus einer Mbayar-Stute und einem Fleuve-Hengst; einheimische Rasse mit Berber-Anteilen; sehr gute angepasst an die klimatischen Bedingungen; große Bedeutung als Nutztier für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes |
| Foulbe Pferd (Fulbe-, Fullanipferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse, Rappen, Schimmel |
| Stockmaß | ca. 142 cm |
| Exterieur | Deutlicher Ramskopf; oft steile Schulter, kräftiger Körper, stabiler, gerader Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige Gliedmaßen, harte Hufe |
| Eigenschaften | Schwieriger Charakter, unausgeglichenes Temperament (wird auf den brutalen Umgang und die allgemein schlechten Haltungsbedingungen zurückgeführt), genügsam, zäh |
| Verwendung | Vor allem Statussymbol (es wird überladen geschmückt bei den auf den Islam zurückgehenden Fantasias effektvoll (steigend, springend, wild galoppierend) präsentier); Reit- und Tragpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Kamerun und Nigeria in Westafrika |
| Besonderes, Geschichte | An der Rassebildung waren Berber, Äthiopier und arabische Pferde beteiligt; allgemein ist das feuchtheiße Klima Afrikas für die Pferdezucht nicht besonders geeignet |
| Französischer Traber | |
| Farbe | Alle Grundfarbe, vorwiegend Braune, auch Füchse und Schwarzbraune |
| Stockmaß | 160 bis 168 cm |
| Exterieur | Wacher, gerader Kopf, oft Ramskopf; gut geformter, langer Hals, kräftige, gerade, oft steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, kurzer, stabiler Rücken, muskulöse, kräftige Kruppe, tief angesetzter Schweif; lange, trockene Beine, gut definierte Sehnen, harte Hufe; oft Stellungsfehler |
| Eigenschaften | Willig, zäh, mutig, ausdauernd, schnell, leistungsbereit, lebhaft; hervorragender Trab, oft mangelhafter Schritt und Galopp, oft gutes Springvermögen |
| Verwendung | Trabrennen (Sulky und unter dem Sattel) |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich (Zuchtzentren in den Staatsgestüten Le Pin, Lt. Lo u.a.), Europa |
| Besonderes, Geschichte | a) Relativ junge Rasse, die erst Anfang des 20. Jh. zielstrebig betrieben wurde; entwickelt aus Anglo-Normannen, Einkreuzungen von Norfolk-Trabern und später American Standardbred; seit 1937 Reinzucht; etwas größer als die anderen Traber, da in Frankreich auch Trabrennen im Sattel stattfinden; die Pferde müssen Reiter- und Sattelgewicht über relativ lange Strecken tragen b) Älteste Traberrasse der Welt, entstanden in der Restaurationszeit (1815-1830); die Trableistungen der "Karossiers" sollten verbessert werden; Stammväter waren der Englische Halbblüter Joung Rattler, der Norfolk-Trotter Phoenomenoni und der Vollblüter The Heir of Linne; 1864 Gründung der Gesellschaft zur Verbesserung des Französischen halbblutpferdes (cheval francais de demi-sang); Zucht liegt heute in den Händen kleinerer Züchter |
| Zuchtbuch | Seit 1922 Zuchtbuch für Traber, die einen Kilometer in 1:42 min. gelaufen waren; 1937 wurde das Stutbuch geschlossen |
| Frederiksborger | |
| Farbe | Überwiegend Füchse mit hellem Langhaar |
| Stockmaß | 153 bis 163 cm |
| Exterieur | Großer, klarer Kopf, oft Ramsnase, lebhafte Augen; kräftiger Nacken, starker, hoch aufgesetzter gerader Hals, kurze, steile Schulter, tiefe, breite Brust, wenig Widerrist, gute Gurtentiefe, langer, kräftiger Körper, muskulöser Rücken, gerade, breite muskulöse Kruppe, gut angesetzter Schweif; kräftige, kurze, trockene Beine, kleine, regelmäßige Hufe |
| Eigenschaften | Gutmütig, lebhaft, willig, gefügig, intelligent, gutes Temperament; gute Grundgangarten |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Dänemark (Seeland und Bornholm) |
| Besonderes, Geschichte | Ursprünglich stark spanisch und neapolitanisch beeinflusste Barockpferde aus dem königlichen Gestüt Fredriksborg nahe Kopenhagen (im Kloster Esrom) (1563); 1620 Verlegung des Gestüts nach Sparepenge; 1720 Umzug nach Hillerödsholm; nach dem Staatsbankrott von 1813 Auflösung des Gestüts, ab 1871 Weiterführung als Vollblutgestüt; Rasse hatte großen Anteil am Zuchtaufbau von Orlow-Traber, Lipizzaner und Knabstrupper; im ländlichen Raum wurde die Zucht weitergeführt; die Einkreuzung von Jütländern, Yorkshires und Oldenburgern sowie Hannoveranern, Ostpreußen und Vollblütern sollte mehr Kaliber bringen; seit Anfang des 20. Jh. Reinzucht mit der Basis des noch vorhandenen kleinen Bestands; nach dem 2. Weltkrieg Umzüchtung auf ein elegantes Reitpferd; Zucht ist im Dänischen Warmblut aufgegangen |
| Zuchtbuch | Seit 1897 Eintrag im Stammbuch für Pferde der leichteren Rasse (lettere race) |
| Freiberger (Jurapferd) | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Braune und Füchse |
| Stockmaß | 150 bis 165 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, gerader Kopf, schöne, große Augen, kleine, spitze Ohren, weite Nüstern; mittellanger, hoch aufgesetzer Hals, kräftige Schulter, kompakter Körper, viel Gurtentiefe, kräftiger Rücken, gute Sattellage, leicht abfallende Kruppe; kräftige, kurze Beine, harte Hufe, kaum Behang |
| Eigenschaften | Sanft, ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, energiegeladen, intelligent, gesund, leichtfuttrig, ausdauernd, willig, gutmütig, wendig, leistungswillig, kräftig, trittsicher; schwungvolle Gänge, gute Springanlagen |
| Verwendung | Reit-, Fahr- und "Familien"pferd; früher: Landwirtschaft, Militär; Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Schweiz (Jura); Italien, Frankreich, Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage ist der ursprünglich kaltblütige Freiberger; 1315 und 1619 wurde die Rasse zum ersten Mal beschrieben; zunächst Zuführung von englischen und französischen Warmblütern und Arabern; ab 1880 Reinzucht auf ein leichtes Zugpferd; zunehmende Motorisierung führte zur Umzüchtung auf einen neuen Typ: ein frühreifes, genügsames, ausdrucksvolles und williges Pferd, einsetzbar sowohl in der Freizeitreiterei wie auch in der Landwirtschaft und der Armee; Stationstest in Avenches |
| Friese | |
| Farbe | Ausschließlich Rappen; keine Abzeichen (Ausnahme: kleiner Stern/Flocke) erlaubt |
| Stockmaß | 155 bis 160 cm |
| Exterieur | Schöner, langer Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; hoch aufgesetzter, geschwungener Hals, lange, schräge Schulter, breite Brust, wenig ausgeprägter Widerrist, kräftiger, kompakter Körper, kurzer, gerader Rücken, runde Hinterhand, muskulöse, abfallende, leicht gespaltene Kruppe, tiefer Schweifansatz; kräftiges Fundament, kurze, klare Beine, üppiger Fesselbehang; üppiges, mitunter sehr langes Langhaar |
| Eigenschaften | Ruhig, willig, freundlich, sensibel, guter Charakter, angenehmes Temperament, intelligent, zutraulich, kraftvoll, aktiver Schwerarbeiter; Trab "steppend" und energisch, hohe Knieaktion und starke Hankenbiegung |
| Verwendung | Zugpferd, Reit- und Dressurpferd (Hohe Schule); Zirkuspferd |
| Herkunft, Verbreitung | Niederlande (Friesland), Europa |
| Besonderes, Geschichte | Einer der ältesten europäischen Pferderassen, lt. prähistorischer Funde bereits um 3000 v.Chr. existent; die Rasse kam mit den Römern nach Großbritannien (Einfluss auf die Entwicklung der Fell- und Dales-Ponys); erst im 16./17. Jh. durch Einkreuzung andalusischen und orientalischen Blutes Umzüchtung zum "Barockpferd"; in bäuerlicher Zucht entstand der Flamländer, der für seine Kraft und Ausdauer bekannt war und der als Belgian Draught noch in den USA gezüchtet wird; Einfluss auf die Zucht des Orlow-Trabers; gegen Ende des 19. Jh. vom Aussterben bedroht, durch den Einsatz engagierter Züchter Erhalt der Rasse; Wiederaufbau der Zucht mithilfe von Oldenburgern; auf den ersten im Stammbuch registrierten Hengst Nemo 51, geb. 1885, gehen alle bis heute eingetragenen Vatertiere zurück |
| Zuchtbuch | Seit 1878 Friesch Paarden Stambock (F.P.S.) |
| Furioso-North-Star | |
| Farbe | Überwiegend Braune und Dunkelbraune, oft mit weißen Zeichnungen |
| Stockmaß | 160 bis 165 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, edler Kopf, gerades Profil; langer, kräftiger Hals, schräge, kräftige Schulter, ausgeprägter Widerrist, viel Gurtentiefe, langer, kräftiger Rücken, kraftvolle Hinterhand, muskulöse, abfallende Kruppe, gut angesetzter Schweif; kräftige, korrekte Beine, markante Gelenke und Sehnen, regelmäßige, harte Hufe; volles, schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, robust, nervenstark, zuverlässig, willig, kräftig, intelligent, fügsam, hart, ausdauernd; schöne Bewegungen, etwas Springvermögen |
| Verwendung | Reit-, Vielseitigkeits-, Jagd- und Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Ungarn, Ost- und Mitteleuropa |
| Besonderes, Geschichte | Hervorgegangen aus der Verschmelzung der Stämme "Furioso" und "North Star" (beides englische Halbblutstämme), mit denen Mitte des 19. Jh. im Staatsgestüt Mezöheyaes Kavallerieremonten gezüchtet werden sollten; "Stammväter" waren der Englische Vollblüter Furioso xx (in Ungarn geboren mit viel Adel und Knochenstärke) und der Norfolk-Roadster The North-Star (kräftiger Glanzrappe mit gutem Temperament); 1885 wurden die Stämme zur Rasse "Furioso-North Star" zusammengeführt, die North Star-Linie vorlor im Laufe der Zeit an Bedeutung; die Weltkriege brachten große Verluste für die Zucht; zum Wiederaufbau der Zucht und zur Umzüchtung auf ein modernes Sportpferd wurden Englische Vollblüter und deutsche Hengste eingesetzt |