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Pferderassen alphabetisch:

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Pferderassen G

Galiceno Pony
FarbeBraune, Falben, Füchse, Rappen, Schimmel und gestichelte Farben; Schecken und Albinos werden nicht registriert
Stockmaß122 bis 140 cm
ExterieurIntelligenter, länglicher Kopf, oft Ramsnase, große Augen, große Ohren; kurzer, kräftiger Hals, langer, flacher Widerrist, gerade, steile Schulter, schmale Brust, gute Gurtentiefe, mittellanger, starker Rücken, kurze, muskulöse, abfallende Kruppe; elegante, schlanke Beine, harte, breite, runde Hufe
EigenschaftenAufgeweckt, freundliches Temperament, klug, gelehrig, wendig, ausgeglichen, intelligent, genügsam, robust, ausdauernd; ausgeprägter "Cow-sense", angeborener Rennschritt (Running walk), Anlage zum Passgang, gutes Springvermögen
VerwendungRancharbeit, ideales "Umstiegspferd" für junge Reiter vom Pony zum Pferd
Herkunft, VerbreitungMexiko, USA
Besonderes, GeschichteÄhnlichkeit mit den Sorraias oder Garranos (Vorfahren des Galiceno wurden von den spanischen Eroberern mitgebracht); ursprünglich wurde die Rasse als Arbeitspferd gezüchtet und mit verschiedenen anderen Rassen gekreuzt; in den 1950er-Jahren Ausbreitung von Mexiko aus in die USA, seit 1958 in den USA als eigenständige Rasse anerkannt
Zuchtbuch1959 Anlage des Zuchtbuchs

Galicisches Pony (Faca galizana, Poney gallego)
FarbeVorwiegend Braune
Stockmaß120 bis 130 cm
ExterieurRecht langer Kopf, gerades Profil, intelligente Augen, kleine Mausohren; kurzer, breiter Hals, breite Brust, abfallende Kruppe; stabile Gliedmaßen, sehr feste, runde Hufe; kräftiger Schopf, üppiges, langes Langhaar
EigenschaftenRobust, ausdauernd, freundlich, intelligent, unkompliziert; Anlage zum Pass und Tölt
VerwendungHalbwild lebendes Gebirgspony; Reit- und Packpony; Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungProvinz Galicien im Nordwesten Spaniens
Besonderes, GeschichteUrsprung geht auf die Keltenpferde zurück; verwandt mit den Sorraias, Garranos und Navarras; durch planlose Einkreuzung drohte die Rasse den ursprünglichen Typ zu verlieren, seit den 1990er-Jahren Konsolidierung
Zuchtbuch1994 Errichtung eines Herdbuches

Galla Pferd
FarbeVorwiegend Schimmelfarben, Füchse, Isabellen, Rappen
Stockmaß120 bis 150 cm
ExterieurDeutlich arabischer Einfluss; derber Kopf; ausreichende Schulter, oft Karpfenrücken, oft steile, überbaute Kruppe; dünne, kräftige Beine, eisenharte Hufe
EigenschaftenWendig, schnell, zäh, anspruchslos, guter Kletterer
VerwendungReit- und Fahrpony; Hengste für die Maultierzucht (mit dem Somaliesel)
Herkunft, VerbreitungÄthiopien, Provinzen Eritrea, Gojjam und Shoa
Besonderes, GeschichteGrundlage waren orientalische Rassen; durch Umwelteinflüsse und eine nichtplanmäßige Zucht gingen die Merkmale verloren; die Zucht "verkam" zu den beiden unterschiedlichen Kleinpferdetypen: dem Küstenpferd (leichter Schlag in Eritrea) und dem Bergpferd (derber Gebirgsschlag im Hochland)

Garrano Pony (Minho)
FarbeVorwiegend Braune, alle anderen Grundfarben
Stockmaß100 bis 140 cm, Durchschnitt 120 bis 130 cm
ExterieurSichtbar arabischer Einfluss; kleiner Kopf, oft konkaves Profil, große ausdrucksvolle Augen, kleine Ohren; starker, langer Hals, langer flacher Widerrist, kräftige, schräge Schulter, mittellanger, muskulöser Rücken, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabile, kurze Beine, harte, kleine Hufe; üppiges Langhaar
EigenschaftenZäh, trittsicher, ausdauernd, guter Charakter, gutes Temperament, kräftig
VerwendungZug- und Lasttier in der Landwirtschaft, Reitpony
Herkunft, VerbreitungPortugal (Provinzen Garrano do Minho, Douro und Tras-dos-Montes), Nordwesten Spaniens
Besonderes, GeschichteAbstammung reicht zurück bis in die Altsteinzeit, Höhlenmalereien sollen dem Garrano ähneln; Rasse blieb über Jahrtausende unbeeinflusst; späterer Einfluss durch Berber und Araber; wahrscheinlich Begründer einer der vielen Andalusierlinien

Gelderländer
FarbeMeist Füchse mit weißen Abzeichen; Schimmel, Braune
Stockmaß155 bis 165 cm
ExterieurKlarer Kopf, oft konvexes Profil, freundliche Augen, lebhafte Ohren; kräftiger Nacken, langer, gut getragener Hals, flacher Widerrist, tiefe, schräge Schulter, kompakter Körper, breite Brust, mittellanger, kräftiger, breiter Rücken, kräftige Hinterhand, wenig abfallende Kruppe, hoch angesetzter und getragener Schweif; kurze, stabile Beine, klare Sprunggelenke, große Hufe; schönes Langhaar
EigenschaftenGuter Charakter, ruhig, freundlich, stark, mutig, gutmütig, ausdauernd, gelehrig, aktiv, energisches Temperament; Schritt und Galopp etwas schwerfällig, oft beachtliches Springvermögen
VerwendungZug-, Arbeits- und Kutschpferd (Gewichtsträger)
Herkunft, VerbreitungNiederlande (Hauptzuchtgebiet Gelderland)
Besonderes, GeschichteZucht basiert auf heimischem Warmblut, auf der Grundlage spanischer Pferde wurden zunächst Kutschpferde gezüchtet; Mitte des 19. Jh. Einkreuzung von Arabern, Englischem Vollblut, polnischen und ungarischen Pferden; später wurde die Rasse mit Oldenburgern und Ostfriesen zum Gebrauchspferd sowie mit Hackney-, Holsteiner- und Normännerblut zum Luxuskutschpferd veredelt; heute werden Anglo-Normannen, Trakehner und Holsteiner zur Blutauffrischung verwendet
ZuchtbuchGeldersch Paarden Stamboek (GPS) von 1890-1919, Übergang ins Nederlandsch Stamboek Tuigpaard (NSTg); 1925 wieder GPS; 1939 Zusammenschluss mit dem Tuigpaarden Verband (VLN) und 1970 mit dem Koninklijk Warmbloed Paardenstamboek Nederland (KWPN)

 
Giara
FarbeRappen, Dunkelbraune, Dunkelfüchse
Stockmaß130 bis 135 cm
ExterieurKleiner, gerader Kopf, manchmal konvexes Profil, große, freundliche Augen, kleine Ohren; kräftiger Hals, flacher Widerrist, schräge Schulter, etwas tiefer Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; schlanke Gliedmaßen, gesunde Hufe, oftmals kuhhessige Beinstellung; üppiges Langhaar
EigenschaftenSehr genügsam, sehr lebhaft, oft nervig, ungeheuer zäh
VerwendungReiten, Landwirtschaft
Herkunft, VerbreitungItalien - Insel Sardinien (Kleinpferde leben halbwild auf dem Basaltplateau der Giara)
Besonderes, GeschichteSehr alte Rasse; Ursprung unklar; im Herbst werden die Tiere eingefangen; hat man früher einige dieser Wildpferde zum Züchten ausgesondert, so werden nun alle medizinisch untersucht; aus dem Gebiet auf dem Giara di Gestura soll ein Naturschutzgebiet werden, um den Lebensraum der "Urpferde" erhalten zu können

Gidran
FarbeÜberwiegend Füchse, alle anderen Araberfarben zulässig
Stockmaß155 bis 165 cm
ExterieurAnglo-arabischer Typ; ausdrucksvoller Kopf, konkaves Profil, große, glänzende Augen, feine, spitze Ohren; mittellanger, gut geformter Hals, markanter Widerrist, lange schräge Schulter, breite Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger, langer Rücken, lange, kräftige, leicht abfallende Kruppe, hoher Schweifansatz; korrekte, klare Beine, gut markierte Sehnen und Gelenke, etwas kurze Fessel, harte Hufe
EigenschaftenAusdauernd, hart, zuverlässig, anpassungsfähig, intelligent, genügsam, lebhaft, nervenstark, manchmal schwieriges Temperament; sehr gute Grundgangarten und Springanlagen
VerwendungFrüher Husaren- und Polizeipferd; heute Reit- und Kutschpferd
Herkunft, VerbreitungUngarn (Gestüt Marócpuszta); Rumänien, Bulgarien
Besonderes, GeschichteRassenname geht auf den Begründer-Hengst Gidran (senior), geb. 1817 (v. Siglavy Gidran aus einer Kopcschamer Stute), zurück; Englisches Vollblut und Anglo-Araber hatten Einfluss auf Größe und Erscheinungsbild; durch die Weltkriege große Bestandsverluste und Vernachlässigung der Zucht; es soll weniger als 200 Pferde geben; die aufgestellten Hengste (alle mit Namen Gidran) werden fortlaufend mit römischen Zahlen benannt; die arabischen Zahlen vor den Stutennamen entsprechen der Nummer im Zuchtbuch

 
Golden American Saddlebred
FarbeCreme- bis Kupferfarbe in allen Schattierungen, Langhaar MUSS weiß (besser: schneeweiß), Augenfarbe muss braun oder dunkel sein, Abzeichen an Kopf und Beinen erlaubt
Stockmaß152 bis 172 cm
ExterieurGut proportionierter Kopf, kleine Ohren, intelligente Augen; langer, schön gebogener Hals, schräge Schulter, hoher Widerrist, kräftiger kurzer Rücken, gut bemuskelte Hinterhand, lange Kruppe, hoch angesetzter Schweif; stabiles Fundament, lange, schräge Fessel
EigenschaftenAnpassungsfähig, freundlich, menschenbezogen, leistungsbereit, lerneifrig, intelligent, rücksichtsvoll, kooperativ, angenehmes Temperament
VerwendungWestern-, Show- und Turnierpferd, auch: Springreiten, Dressur, Kutschpferd, Polizeipferd, Trail-, Distanz- und Freizeitpferd
Herkunft, VerbreitungUSA
Besonderes, GeschichteFünfgänger mit langsamer (Slow Gait) und schneller Töltvariante (Rack); auf Farbe selektiertes Saddlebred; Zuchtziel war ein goldfarbenes Pferd (Gold als Farbe wurde 1864 vom American Saddlebred Verband anerkannt); 1939 erste Registrierung eines Golden Saddlebred (Pot O'Gold, geb. 1939) im Palomino-Züchterverband
ZuchtbuchRegistrierung wird durch die American Saddlebred Horse Ass. (ASHA) und die Golden American Saddlebred Horse Ass. vorgenommen

Gotlandpony (Gotlandruss, Skogruss, Skogsbagge)
FarbeÜberwiegend Braune, Rappen, Falben, Palomino, oft mit Aalstrich
Stockmaß110 bis 130 cm
ExterieurAusdrucksvoller Kopf, gerades Profil, breite Stirn, kleine Ohren, große, wache Augen; kurzer kräftiger Hals, schräge, muskulöse Schulter, ausgeprägter Widerrist, ausreichend breite Brust, langer, gerader Rücken, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftiges, trockenes Fundament, harte Hufe; kräftiges Langhaar
EigenschaftenGeduldig, anspruchslos, intelligent, lebhaft, umgänglich, ausdauernd, sehr gute Konstitution
VerwendungReit- und Fahrpony (Trabrennen), gutes Springvermögen
Herkunft, VerbreitungInsel Gotland/Schweden
Besonderes, GeschichteAbstammung von einer Wildpferderasse (bis in die Urgeschichte des Pferdes zurückreichend) aus der Lojsta Heide (Ostseeinsel Gotland), wahrscheinlich aus Osteuropa oder Zentralasien über Russland nach Gotland "eingewandert"; die Rasse blieb relativ unvermischt erhalten; Einkreuzung arabischen und orientalischen Blutes zur Qualitätsverbesserung im 20. Jh.; 1954 Gründung der Vereinigung der Freunde des Waldrosses auf Gotland; unterstützt durch die Provinz Gotland konnte der Lebensraum im Wald für frei lebende Herden erhalten werden; Skogruss = Waldross; Skogsbagge = Waldbock)
Zuchtbuch1943 Anlage eines Gestütsbuchs

Groninger Pferd
FarbeBraune, Dunkelbraune, Rappen, manchmal Sabino-Stichelhaar-Schecken und Schimmel
Stockmaß150 bis 165 cm
ExterieurGerader, ausdrucksvoller Kopf; muskulöser, gut aufgesetzter Hals, ausgeprägter Widerrist, schräge, kräftige Schulter, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, muskulöser Rumpf und Rücken, gerade muskulöse Kruppe, hoch angesetzter und getragener Schweif; kräftige Gliedmaßen, große, harte Hufe
EigenschaftenGuter Charakter, genügsam, stark, ausdauernd, ruhig, willig, umgänglich, ruhiges Temperament, sehr zugkräftig, Gewichtsträger
VerwendungReit- und Fahrpferd
Herkunft, VerbreitungNiederlande (Provinz Groningen)
Besonderes, GeschichteGrundlage waren französische Hengste und Hackneys, später Oldenburger und Ostfriesen; der Groninger ist das "Basispferd" für das Niederländische Warmblutpferd; Rückgang der Zucht nach dem 2. Weltkrieg, nach Übergang des Stutbuchs (s.u.) verschwand der alte Groninger Typ fast vollständig; 1982 Gründung der Vereniging Het Groninger Paard zur Erhaltung des rassetypischen Groninger Pferdes, 1996 waren wieder 300 Groninger mit 15 gekörten Hengsten registriert
Zuchtbuch1896 Gründung des Stutbuchs, das nach dem 2. Weltkrieg im Noord Nederlands Warmbloedpaardenstamboek, später Warmbloed Paardenstamboek in Nederland (WPN) aufging; 1985 Anerkennung des Stamboeks für das Groninger Pferd


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