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Pferderassen H

Hack
FarbeAlle Grundfarben, große Abzeichen sind unerwünscht
Stockmaß152 bis 165 cm
ExterieurKleiner, trockener Kopf; langer Hals, lange, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, kurzer Rücken, muskulöse Kruppe; etwas leichtes Fundament, gut geformte Hufe
EigenschaftenZuverlässig, rittig, freundlich; weiche, raumgreifende Gänge
VerwendungFreizeitpferd für gehobene Ansprüche
Herkunft, VerbreitungGroßbritannien, vorwiegend in den Südlichen Grafschaften
Besonderes, GeschichteEigentlich keine Rasse, sondern ein "Typ", nur ausgesucht korrekte Pferde werden als Hack bezeichnet; bereits im Mittelalter als Haguenai und Hackeney bekannt und als billiges, schlechtes Gebrauchspferd genutzt; Zuchtbasis sind Englisches Vollblut, Anglo-Araber und etwas Ponyblut

Hackney (früher: Norfolk Trotter)
FarbeDunkelbraune, Schwarzbraune, Braune, Füchse, Rappen, auch andere Farben
Stockmaß150 bis 160 cm
ExterieurKleiner, edler Kopf, konvexes Profil, große Augen, spitze Ohren; langer, gewölbter, gut aufgesetzter und getragener Hals, muskulöse, steile Schulter, markanter Widerrist, tiefe Brust, kräftiger Rücken, muskulöse, gerade Kruppe, hochangesetzter, extrem hochgetragener Schweif; trockene, schlanke Beine, kräftige Sprunggelenke, gesunde, harte Hufe; feines, samtenes Fell
EigenschaftenLebhaft, aufmerksam, energisch, mutig, temperamentvoll, ausdauernd; kadenzierte Trabaktionen mit wenig Raumgriff, gute Springanlagen
VerwendungKutschpferd, Show-Pferd mit leichten, federnden Bewegungen
Herkunft, VerbreitungVorwiegend Großbritannien, Holland, USA
Besonderes, GeschichteDie Normannen brachten den "haquenée" um 1100 nach England; urspünglich vor allem in der Grafschaft Norfolk (Norfolk Trotter) als Reit- und Kriegspferd gezüchtet; Stammvater des heutigen Hackney war der Hengst Shales, der Gewichtsträger, schnelle Traber und gute Hunter hervorbrachte; Vernachlässigung der Zucht nach 1832 (Entstehung von Eisenbahnlinien).
Die hohe Aktion der Vorhand wird durch überaus starke Schubkraft aus der Hinterhand unterstützt; Einbau von Gewichten in die Hufeisen, damit die hohe Beinaktion verstärkt wird; in den USA Korrektur der Schweifhaltung durch operativen Eingriff (Durchtrennung der Niederziehermuskeln) (s.a. American Saddlebred
Zuchtbuch1878 Gründung eines Zuchtverbands; 1883 Gründung der Hackney Horse Society und Einrichtung des Stutbuchs

Hackney Pony (Zwerghackney)
FarbeBraune, Schwarzbraune, Hellbraune, Füchse, Rappen, auch andere Farben
Stockmaß125 bis 145 cm
ExterieurKleiner Bruder des Hackney: edler, trockener Ponykopf, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; hochaufgerichteter, langer Hals, sehr wenig Widerrist, gute, schräge Schulter, kräftiger Rücken, muskulöse, gerade Kruppe, hoch angesetzter Schweif; trockene Gliedmaßen, klare Sehnen, gut markierte Gelenke, sehr harte Hufe
EigenschaftenFeurig, elegant, energisch, mutig, handlich in der Haltung und im Umgang
VerwendungElegantes Showpony, Reit- und Springpony
Herkunft, VerbreitungGroßbritannien, USA
Besonderes, GeschichteGleicher Ursprung wie der Hackney (aus Norfolk Trotter bzw. Norfolk-Roadster); Rasse wurde nach dem Züchter Hack Christoph Wilson benannt, der Fellpony- und Welshblut einkreuzte; Anfang des 19. Jh. Einkreuzung von Arabern und Vollblut; Ende des 19. Jh. Konsolidierung der Rasse; ursprünglich als Parkwagen- oder Kinderpony gedacht, erweckte die Rasse als Showpferd große Aufmerksamkeit in den USA
Die hohe Aktion der Vorhand wird durch überaus starke Schubkraft aus der Hinterhand unterstützt; Einbau von Gewichten in die Hufeisen, damit die hohe Beinaktion verstärkt wird; in den USA Korrektur der Schweifhaltung durch operativen Eingriff (Durchtrennung der Niederziehermuskeln)

Haflinger
FarbeFuchs mit flachsfarbener Mähne und Schweif; Abzeichen an den Beinen und Stichelhaar unerwünscht
Stockmaß138 bis 148 cm
ExterieurMittelgroßer, trockener Kopf, breite Stirn, ausdrucksvolle, klare Augen, kleine, lebhafte Ohren, Ponymaul; kräftiger Nacken, genügend langer, etwas tief aufgesetzter Hals, ausgeprägter Widerrist, gut gelagerte, kräftige Schulter, gute Gurtentiefe, kurzer, breiter Rücken, muskulöse Nierenpartie, leicht abgeschrägte, muskulöse Kruppe; trockene, kurze Beine, harte, gesunde Hufe; üppiges Langhaar
EigenschaftenGutartiger Charakter, leistungsfähig, leistungsbereit, sanft, kraftvoll, temperamentvoll, genügsam, robust, zäh, ausdauernd, trittsicher, langlebig, sehr fruchtbar
VerwendungGebirgssaumpferd, Wirtschafts-, Freizeit- und Kutschpferd, Gewichts- und Lastenträger
Herkunft, VerbreitungÖsterreich (Tirol); Verbreitung weltweit, insbes. Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz
Besonderes, GeschichteHaflinger werden erst mit 4 Jahren angeritten;
Urheimat: Dorf Hafling bei Meran; unter den Vorfahren waren Noriker und Araber; Rasse wird bereits im 14. Jh. erwähnt und beschrieben; 1877 gilt als "Geburtsstunde" des Haflingers, als der Hengst Folie (Sohn des Halborientalen 133 El Bedavi XXII und einer arabisch veredelten Südtiroler Landstute) die ersten Nachkommen zeugte; Teilung des geschlossenen Zuchtgebiets nach dem 1. Weltkrieg; Neuaufbau der Zucht im zu Österreich gehörenden Nordtirol; Begründung der deutschen Zucht in den 1930er-Jahren; erfolgreiche Typumwandlung vom Trag- und Zugpferd zum Freizeitpferd

Hannoveraner
FarbeAlle Grundfarben außer Schecken
Stockmaß160 bis 175 cm
ExterieurAusdrucksvoller, gut proportionierter Kopf, manchmal Ramsnase, große, kluge Augen; langer, schön getragener Hals, muskulöse, lange, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, viel Gurtentiefe, kompakter, kräftiger Rumpf, muskulöser Rücken, gut bemuskelte Kruppe; korrektes Fundament, kraftvolle, trockene Beine, starke Gelenke, gute Hufe
EigenschaftenIntelligent, vernünftig, guter Charakter, ausgeglichen, gute Nerven, sensibel, rittig, lebhaftes Temperament, willig, mutig, leistungsbereit; gute, schwungvolle Grundgangarten
VerwendungLeistungspferd für Dressur, Springen, Fahren, Military
Herkunft, VerbreitungNiedersachsen/Deutschland; Deutschland, Europa, nahezu weltweit
Besonderes, GeschichteZucht des Hannoveraners seit dem 18. Jh.; Holsteiner Hengste hatten auf die Zucht großen Einfluss; Erhalt der Zuchtbasis nach dem 1. Weltkrieg und immer wieder Einkreuzung von Voll- und Halbbluthengsten aus England; nach dem 2. Weltkrieg Umstellung der Zucht durch vermehrte Nachfrage nach Reitpferden vom schwereren Landwirtschaftspferd zum Sportpferd durch sorgfältige Verwendung von Vollblütern und Trakehnern (Abglanz, Semper idem, Der Löwe xx)
Zuchtbuch1735 Gründung des Landgestüts in Celle durch Georg II., 1844 erste Körordnung für hannoversche Hengste; 1870 erste Hengstparade, 1888 erstes Stutbuch

 
Hessen-Nassauer
 "Mittelschweres Warmblut auf ursprünglich oldenburgisch-ostfriesischer Grundlage. Nähert sich heute teilweise mehr dem Hannoverschen Typ; als Reit- und Wirtschaftspferd gleich gut geeignet
Zuchtgebiet: Deutschland, Hessen-Nassau; bis 1959 Landgestüt Darmstadt."
aus:Jasper Nissen, Welches Pferd ist das? 4. Aufl. 1968

Hessisches Warmblut
FarbeAlle Grundfarben, vorwiegend Braune, Dunkelbraune, Füchse, Rappen, Abzeichen erlaubt
Stockmaß160 bis 170 cm
ExterieurAusdrucksvoller, gerader Kopf, lebhafte Augen, lebhafte Ohren; gut proportionierter, langer Hals, markierter Widerrist, lange, schräge Schulter, viel Gurtentiefe, muskulöser Rücken, bemuskelte, leicht abfallende Kruppe, gut angesetzter und getragener Schweif; lange, korrekte, kräftige Beine
EigenschaftenGuter Charakter, sehr leistungsbereit, sensibel, intelligent, rittig, gutes, ausgeglichenes Temperament; schwungvolle Bewegungen, Springbegabung
VerwendungSport- und Freizeitpferd zum Reiten, Fahren und Springen
Herkunft, VerbreitungHessen/Deutschland
Besonderes, GeschichteGrundlage war die Landpferdezucht in Hessen; durch Einkreuzung von Araber, Andalusier, Mecklenburger, Holsteiner, Brandenburger, Oldenburger, Pommer bis zum Hannoveraner und Vollblüter wurde den unterschiedlichen Bedürfnissen entsprechend gezüchtet, vorrangig schweres Warmblut und Kaltblut; Umzüchtung nach dem 2. Weltkrieg, 1962 neue Festlegung des Zuchtziels; Einkreuzung von Hannoveranern, Trakehnern, Westfalen und Holsteinern mit dem Ergebnis des modernen Hessenpferdes
ZuchtbuchFrühere namhafte Gestüte: Sababurg, Beberbeck, Kassel, Darmstadt, Dillenburg; heute: Hauptgestüt Dillenburg, 1972 Gründung der beiden regionalen Zuchtverbände im Verband Hessischer Pferdezüchter e.V. mit dem Pferdezentrum Alsfeld

 
Highland Pony (Scottish Highland Pony)
FarbeHauptsächlich Falben mit Abstufungen von Goldblau bis Silberblau, Schimmel; manchmal Rappen, Füchse, Schwarzschimmel oder Braune; häufig Aalstrich und Zebrastreifen, dunkle Beine, gelegentlich silbriges Langhaar; weiße Abzeichen unerwünscht
Stockmaß125 bis 147 cm
ExterieurGut geformter Kopf, oft geramstes Profil, freundliche Augen, kleine, spitze Ohren, kräftige Ganaschen; mittellanger, tief aufgesetzter Hals, ausgeprägter Widerrist, lange schräge Schulter, tiefe, breite Brust, starker Rücken, kräftige Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kurze, kräftige Beine, gut geformte, harte Hufe; üppiges, seidiges Langhaar und Behang
EigenschaftenGuter Charakter, sanft, intelligent, empfindsam, anspruchslos, vertrauensvoll, trittsicher, robust; Gewichtsträger, angeborenes Springvermögen, nicht schnell, aber ausdauernd
VerwendungFrüher: Reit- und Tragtier, heute: Reit-, Fahr- und Trekkingpony für jedes Alter und Gewicht; das kleine Pony von den Western Isles als hervorragendes Kinderreitpony
Herkunft, VerbreitungNördl. Schottland, Highlands und Inseln der Westküste Englands (Hebriden), Europa, Australien, weltweit
Besonderes, GeschichteGrößtes und stärkstes der Berg- und Moorland-Ponys Großbritanniens; wahrscheinlich Nachfahre des Keltenpferdes; Normannen brachten zudem Pferde aus Südskandinavien nach Schottland, worauf die Ähnlichkeit mit Fjord, Döle und Gudbrandsdaler zurückzuführen ist; im 17./18. Jh. kamen spanische und arabischer Hengste nach Schottland, die den größten Einfluss auf die Entwicklung hatten, außerdem wurden Vollblüter und Clydesdales zugeführt; Entwicklung in das größere, kräftigere Garron (Festlandtyp - Exterieur s. oben) und den kleineren, feingliedrigeren und drahtigeren "Inseltyp" auf den Western Isles; Einsatz für die Zucht von Huntern
Zuchtbuch1889 Eröffnung der Zuchtbücher, des Stutbuchs und der Partbredregister bei der Highland Pony Society mit Sitz in Elie

Hispano (Spanischer Anglo-Araber)
FarbeSchimmel, Braune, Hellbraune
Stockmaßca. 160 cm
ExterieurStarker Arabereinschlag, sonst s.u. Anglo-Araber
EigenschaftenMutig, intelligent, wendig, sehr gehorsam, athletisch
VerwendungReit- und Springpferd, zum Testen junger Kampfstiere
Herkunft, VerbreitungSpanien
Besonderes, GeschichteKreuzung spanischer Araberstuten mit Englischen Vollblütern

Hokkaido Pony
FarbeAlle Grundfarben, häufig Rotschimmel; Pferde mit weißen Abzeichen werden nicht registriert
Stockmaßca. 132 cm
ExterieurGerader Kopf, kleine Augen, weite Nüstern, breite Maulpartie; kurzer, starker, breiter Hals, flacher Widerrist, steile Schulter; tiefer Rumpf, starker Rücken, runde Kruppe, tief angesetzter Schweif; schlanke Beine, gut geformte Hufe; üppiger Schopf, dichte Mähne
EigenschaftenGenügsam, willig, guter Charakter, robust, sehr widerstandsfähig
VerwendungBergbau und Landwirtschaft, Packpferd und Reitpony
Herkunft, VerbreitungJapan (Insel Hokkaido)
Besonderes, GeschichteAbkömmling des Mongolen-Pferdes; es kam über China und Korea nach Japan; durch den Einfluss anderer Rassen Bildung von drei unterschiedlichen Mischrassen; im 15. Jh. Übersiedlung nach Hokkaido, hier Anpassung an die harten klimatischen Bedingungen bes. im Winter; größte Population (ca. 2.000 Ponys) der alten japanischen Ponyrassen; beliebteste Ponyrasse Japans ("Do-san-ko"= liebenswert)

 
Holländisches Warmblut
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaß165 bis 175 cm
ExterieurEtwas grober Kopf, aufmerksame Augen, gespitzte Ohren; mittellanger Hals, lange, schräge Schulter, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, gut markierter Widerrist, stabiler Rücken, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; kräftiges Fundament, große, nicht sehr harte Hufe
EigenschaftenEinwandfreier Charakter, leistungsfähig, ausgeglichen; gute Grundgangarten, Springbegabung
VerwendungReit- und Kutschpferd
Herkunft, VerbreitungNiederlande, auch andere Länder der Welt
Besonderes, GeschichteVorwiegend Gelderländer und Groninger Stuten wurden und werden mit Vollblütern und Holsteinern gekreuzt; konsequente Auslese durch den Zuchtverband; Hengste und Stuten werden gekört und anhand ihrer Nachkommen beurteilt

Holsteiner
FarbeAlle Grundfarben
Größe160 bis 175 cm
ExterieurEleganter, ausdrucksvoller Kopf, lebhafte Augen, bewegliche Ohren; kräftiger Nacken, langer, gut aufgesetzter Hals, gut gelagerte, kräftige Schulter, breite, tiefe Brust, gute Gurtentiefe, kräftiger Rücken, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; korrektes Fundament, klare, trockene Gelenke, große Hufe
EigenschaftenEinwandfreier Charakter, intelligent, ehrlich, sensibel, willig, tapfer, vielseitig, gutartiges Temperament, wendig; raumgreifende, schwungvolle Bewegungen, gute Grundgangarten
VerwendungLeistungspferd zum Reiten, Fahren, Springen, Dressur
Herkunft, VerbreitungHolstein/Deutschland, Europa, weltweit
Besonderes, GeschichteSchon im Mittelalter Blütezeit der Pferdezucht in Schleswig-Holstein, geschätzt als Schlachtross; Veredelung durch Neapolitaner und Orientalen; Anfang 19. Jh. Umzüchtung zum Karossier durch Verwendung von Yorkshire Coach-Horses, die ihre gute Trabaktion vererbten; nach dem Krieg und der Motorisierung Umzüchtung durch Einkreuzung von Anglo-Araber (Ramzes AA) und ausgewählten Vollblütern zum Leistungspferd; es gibt Bestrebungen, den schweren Warmbluttyp zu erhalten
Zuchtbuch1874 Gründung des Landgestüts Traventhal; 1883 Gründung des Pferdezuchtvereins Kremper Marsch, 1886 Ausgabe des 1. Bandes des Gestütsbuchs; 1891 Zusammenschluss der lokalen bäuerlichen Zuchtvereine zum Holsteiner Zuchtverband; 1960 Auflösung Traventhals, Übernahme des gesamten Hengstbestandes durch den Verband in die 1894 gegründete Reit- und Fahrschule in Elmshorn

(Englischer und Irischer) Hunter
FarbeAlle Farben
Stockmaß150 bis 175 cm
ExterieurUneinheitliches Exterieur; meist großer Kopf; etwas kurzer Hals, gerade, schräge, lange Schulter; kräftiger, breiter Rücken; kräftige, leicht abfallende Kruppe, oft etwas überbaut; stabiles Fundament, bei schwereren Typen mit Behang und Tellerhufen
EigenschaftenAusdauernd, trittsicher; ausreichende Grundgangarten, immer großes Springvermögen
VerwendungJagdpferd
Herkunft, VerbreitungGroßbritannien, Irland
Besonderes, GeschichteKeine eigene Rasse, sondern ein Typ; zu Beginn des 18. Jh. wurde die Fuchsjagd populär; die dazu benötigten Pferde wurden aus Stuten des jeweiligen Landschlags mit Vollbluthengsten gezogen; noch heute ist fast jeder Hunter ein Produkt von Vollbluthengst und Stuten der Rassen Irish Draught, Cleveland Bay, Clydesdale oder Welsh Cob; in Irland entsteht im Irish Sport Horse eine gefestigte Population von Halbblutpferden, die eine Weiterentwicklung des Hunters darstellt

Huzule
FarbeBraune, Rappen, Falben in allen Schattierungen, häufig Wildpferdemerkmale, Schecken; sehr selten Schimmel
Stockmaß125 bis 142 cm
ExterieurAusdrucksvoller, trockener Kopf, freundliche Augen, kleine, spitze Ohren, starke Ganaschen; mittellanger, kräftiger Hals, kräftige Schulter, breite Brust, flacher, breiter Widerrist, gerader, tragstarker Rücken, muskulöse, abfallende Kruppe; trockenes, knochenstarkes Fundament, harte Hufe, manchmal etwas kuhhessig; dichtes, volles Langhaar
EigenschaftenLeistungsfähig, furchtlos, trittsicher, hart, genügsam, ausdauernd, willig, widerstandsfähig, sehr langlebig, anspruchslos, instinktstark; muskulös, oft leicht überbaut
VerwendungReit- und Packpferd, Zugpferd
Herkunft, VerbreitungKernzuchtgebiet: Waldkarpaten (Grenzgebiete von Polen, Rumänien, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Tschechien); in geringer Zahl in Österreich, der Schweiz und Deutschland
Besonderes, GeschichteAbstammung soll auf den Tarpan zurückgehen; Entwicklung von drei Typen im Hauptzuchtgebiet im Tal von Zabie: der Tarpan-, der Bystrzec- und der Przewalski-Huzule; systematische Zucht und Einkreuzung von viel Araberblut ab Mitte des 19. Jh.; Verluste und Zuchtvernachlässigung bedingt durch die beiden Weltkriege
Zuchtbuch1877 wurde das zum Staatsgestüt Radautz gehörende Vorwerk Luczyna Huzulen-Gestüt; 1924 Gründung des Zuchtverbands und Anlage des Stutbuchs in der Huzulei; Zuchtschwerpunkte heute: Gestüt Topolcianky (Slowakei) und Luczyna (Rumänien)


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