

| Iranisches Pferd (Native Iranian Horse) | |
|---|---|
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Variiert je nach Zuchtgebiet; meist nicht sehr groß, aber kräftig, robust und stark; eleganter Typ mit deutlich orientalischem Einschlag |
| Eigenschaften | Ausdauernd, genügsam, widerstandfsfähig, leistungsbereit, zäh, trittsicher |
| Verwendung | Reit-, Pack- und Zugpferd, vorwiegend in der Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Iran |
| Besonderes, Geschichte | Sehr alte Gebrauchsrasse mit Einkreuzungen vom Kaspischen Pony, Kurden, Turkmenen bis zum Araber |
| Zuchtbuch | National Horse Society of Iran |
| Iranisches Vollblut (Iranian Thoroughbred) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Schwarzbraune |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, trockener Kopf, gerades Profil, große, lebhafte Augen, mittelgroße Ohren, weite Nüstern; gerader Hals, lange, schräge, muskulöse Schulter, markanter Widerrist, tiefer Rumpf, mittellanger, muskulöser Rücken, leicht abgeschrägte Kruppe; stabiles Fundament, gut entwickelte Gelenke, gesunde, harte Hufe; feines weiches Langhaar |
| Eigenschaften | Hervorragendes Galoppiervermögen |
| Verwendung | Rennpferd; Veredler für die Warmblutzucht |
| Herkunft, Verbreitung | Iran |
| Besonderes, Geschichte | Noch junge Zucht des Englischen Vollbluts im Iran |
| Zuchtbuch | Seit 1972 National Society of Iran |
| Irish Draught | |
| Farbe | Alle Grundfarben, häufig Schimmel, Füchse und Braune, weiße Abzeichen und Stiefel sind erlaubt |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, gerades oder leicht konvexes Profil, gutmütiger Ausdruck, wache Augen, lange Ohren; mittellanger, muskulöser, oft schwerer, gut angesetzter Hals, breite, tiefe Brust, kräftige, lange Schulter, flacher Widerrist, viel Gurtentiefe, kräftiger, gerader Rücken, breite, abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; massives Fundament, starke, gut bemuskelte Beine, derbe Gelenke, große, flache Hufe, etwas Behang; schönes Langhaar, kurzes, glattes Fell |
| Eigenschaften | Sehr guter Charakter, ruhig, freundliches Temperament, vernünftig, sensibel, intelligent, mutig, genügsam, aufmerksam, willig; sehr ausdauernd, gute Kondition; gute Grundgangarten, ausgeprägtes Springvermögen |
| Verwendung | Reit-, Jagd- und starkes Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Irland, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Die Grundlage des Irish Draught liegt wahrscheinlich in den "Irish Hobbies" (Verwandte des Connemara), deren Vorfahren von keltischen Händlern aus Nordafrika, Spanien und Gallien nach Irland gebracht wurden, später kamen kräftige Kriegspferde und spanische Pferde hinzu; Festigung der Zucht im 17./18. Jh., die schwereren Pferde wurden für die Zucht selektiert; die Kreuzungsprodukte mit Vollblütern ergeben ausgezeichnete Huntertypen |
| Zuchtbuch | 1917 Anlage des Zuchtbuchs bei der Irish Draught Horse Society; 1976 Gründung des Zuchtverbands |
| Irish Hunter | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 150 bis 165 cm |
| Exterieur | Gut proportionierter, hübscher Kopf, intelligentes Gesicht; gut geformter, mittellanger Hals, lange, kräftige Schulter, kräftiger Rücken, viel Gurtentiefe, muskulöse, abfallende Kruppe, oft etwas überbaut; stabiles Fundament, harte Hufe |
| Eigenschaften | Intelligent, freundlich, kühn, mutig, fleißig, zuverlässig, elegant, ausdauernd, zäh, willig, umgänglich, reaktionsschnell, trittsicher, vernünftig, gute Konstitution; sehr gutes Springvermögen, Gewichtsträger |
| Verwendung | Klassisches Jagd- und Springpferd, Military |
| Herkunft, Verbreitung | Irland, England, auch Australien, Neuseeland, Südafrika |
| Besonderes, Geschichte | Zuchtergebnis aus einer Irish-Draught-Stute mit einem Vollbluthengst; als Gewichtsträger Unterscheidung in vier Klassen: der schwere Hunter (ab 89 kg), der mittelschwere Hunter (82,5-89 kg), der leichte Hunter (bis 82,5 kg), der kleine Hunter (Stockmaß bis 157 cm) für weibliche oder junge Reiter |
| Zuchtbuch | Irish Horse Board |
| Irish Sport Horse (ISH) | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, klare Augen, breite Stirn, gut gesetzte Ohren; gut geformter Hals, tiefe Brust, schräge Schulter, kurzer Rücken, lange, muskulöse Kruppe; trockene stabile Gliedmaßen, gut geformte Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, leistungsstark, ausdauernd, intelligent; gute Grundgangarten, sehr viel Springvermögen |
| Verwendung | Spring-, Vielseitigkeits- und Dressurpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Irland, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage ist die Kreuzung des Vollblüters mit dem Irish Draught; nach 1945 Auswahl der Pferde mit hervorragenden Anlagen beim Springen und bei der Military; Hengste legen als 3-jährige und als 4-jährige je einen 12-Wochen-Test für die Leistungsprüfung ab |
| Zuchtbuch | 1970 Eröffnung des Irish Sport Horse Studbook |
| Isländer / Islandpferd | |
| Farbe | Alle Farben und Abzeichen, auch Schecken, Falben und Isabellen, keine Tigerschecken |
| Stockmaß | 125 bis 145 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, leicht Ramsnase, ausdrucksvolle Augen, kleine Ohren, Geißbart unter dem Kinn; kurzer, kräftiger Hals, schräge, gut gelagerte Schulter, wenig Widerrist, tiefe Brust, muskulöser, kurzer Rücken, oft schmaler Rumpf, muskulöse, stark abgeschlagene Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige, saubere Beine, häufig Stellungsfehler, starke Gelenke, kleine, harte Hufe; üppiges, dichtes Langhaar, sehr dichtes Winterfell, wenig Behang |
| Eigenschaften | Gutmütig, ruhig, freundlich, unabhängig, robust, sehr genügsam, hart, ausdauernd, sehr trittsicher, leistungsbereit, langlebig, sehr gutes Seh- und Orientierungsvermögen |
| Verwendung | Vielseitiges Freizeit- und Familienpferd zum Reiten, für Zug-, Transport- und Farmarbeiten, (Fleischlieferant) |
| Herkunft, Verbreitung | Island, Nachzuchten in Europa und Amerika |
| Besonderes, Geschichte | Außer den drei Grundgangarten sind Tölt und Pass natürliches Rassemerkmal; wird erst mit 5 Jahren angeritten (Spätentwickler); Pony mit Merkmalen des Wald- und Tundrenponys; Isis gingen aus keltischen und skandinavischen Ponys hervor, die die Wikinger im 9. Jh. mit nach Island brachten, später folgten Shetlands, schottische Pferde und Gotland Ponys; Rassebildung durch das rauhe Klima begünstigt; von 1200 bis ca. 1900 gab es wegen der Angst vor Einschleppung von Seuchen ein Einfuhrverbot für Pferde, dadurch bedingte Reinzucht und Entwicklung der Ponys durch natürliche Auslese zu kleinen, sehr widerstandsfähigen Tieren; 1783 Ausbruchs des Vulkans Lakagigir, bei dem fast 24.000 Ponys umkamen; seit 1900 Exporte in andere Länder, seit 1940 geregelte Zuchtleitung; bis heute keine Einkreuzung von fremdem Blut |
| Zuchtbuch | 1920 Eröffnung des Stutbuchs; FEIF (Internationale Förderation der Islandpferde-Vereine), in Deutschland: IPZV (Islandpferde-Reiter- und Zuchtverband e.V.) |
| Israelisches Pferd (Israeli Local Horse) | |
| Farbe | Schimmel, Braune, Füchse |
| Stockmaß | 145 bis 155 cm |
| Exterieur | Langer, trockener Kopf; mittellanger Hals, kurzer Rumpf; stabiles Fundament |
| Eigenschaften | Guter Charakter, energisch, umgänglich; gute Grundgangarten und Springanlagen |
| Verwendung | Reiten, Fahren |
| Herkunft, Verbreitung | Israel |
| Besonderes, Geschichte | Recht junge Rasse mit erkennbarem arabisch-orientalischen Blutanteil, große Typvariationen; geht auf die Pferdezucht Israels unter König Salomo (um 950 v.Chr.) zurück; nach dem 1. Weltkrieg Einfuhr und Einkreuzung von Walern, Vollblütern, Shagyas, Norwegern u.v.m., dadurch starke Vermischungen; Konsolidierung der Rasse als Basis für eine moderne Sportpferdezucht |
| Zuchtbuch | 1972 Eröffnung des Local Horse Stud Book (nimmt auch Pferde ohne Pedigree auf) |
| Italienisches Kaltblut / Italienisches Zugpferd (Tiro Pesante Rapido, T.P.R.) | |
| Farbe | Vorwiegend Leberfüchse mit flachsfarbenem Langhaar, oft Rotschimmel, selten Braune |
| Stockmaß | 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Edler, langer Kopf, gerades Profil, lebhafter Ausdruck, kleines Maul; hochaufgesetzter, kurzer Hals; wenig Widerrist, kräftige, schräge Schulter, tiefe, breite Brust (Brustumfang mind. 188 cm), viel Gurtentiefe, gerader, breiter, kurzer Rücken, manchmal vorgetiefte Rückenlinie, kräftige Nierenpartie, abgerundete, gespaltene Kruppe; muskulöse Beine (Röhrbeinstärke mind. 23 cm), häufig offene Gelenkswinkel, steile Hinterhand, steile Fesseln, große, breite Hufe, etwas Behang; dichte Mähne und Schopf; Gewicht 600 bis 700 kg |
| Eigenschaften | Lebendig, sanft, freundlich, leistungswillig, guter Charakter, beweglich, sehr kräftig, zugfest; energische, lebhafte Bewegungen |
| Verwendung | Vielseitiges Wirtschaftspferd für den schweren Zug, Fohlen als Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Italien (Hauptzuchtgebiete: Venetien, Ferrara, Ravenna, Cremona, um Brescia) |
| Besonderes, Geschichte | Im Hengstdepot standen anfangs Hengste aus der Po-Ebene, bald auch Vollblüter, Hackneys und Orientalen; der Wunsch war ein mittelschweres, gängiges und lebhaftes Arbeitspferd; Belgier wurden erst erfolglos mit Boulonnais und Percheron, dann sehr erfolgreich mit Bretonen gekreuzt; nach dem 1. Weltkrieg verstärkte Zucht mit importierten Bretonen, um die Rasse neu zu konsolidieren; staatliche Prämierungen, Leistungsprüfungen und konsequente Selektion brachten den gewünschten Erfolg; ebenfalls starke Dezimierung nach dem 2. Weltkrieg; erfolgreicher Wiederaufbau der Zucht und Erhalt als selbständige Rasse |
| Zuchtbuch | 1860 Gründung des Hengstdepots, heute: Institut für Pferdezucht in Ferrara |
| Italienisches Reitpferd (Sella Italiano) | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 160 bis 168 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf; gut angesetzter Hals, muskulöse, schräge Schulter, langer markanter Widerrist, tiefer, breiter Rumpf, schräge Kruppe; stabiles, trockenes Fundament |
| Eigenschaften | Guter Charakter, hart, zuverlässig, intelligent, unerschrocken; gute Grundgangarten, Springvermögen |
| Verwendung | Vielseitiges Sportpferd im Rechteckformat |
| Herkunft, Verbreitung | Italien |
| Besonderes, Geschichte | "Sella Italiano" steht für das seit 1960 entwickelte Zuchtprogramm der Landesstelle für die Zucht des italienischen Pferdes (ähnlich dem Deutschen Reitpferd); Blut der bewährten italienischen Rassen wurden für den Typ des "modernen italienischen Sportpferdes" verschmolzen; Rassen wie Salerner, Sanfratellanos, Maremmanos, Murgeser oder Anglo-Araber haben ihr Blut eingebracht; als Veredler wurden Pferde aus Frankreich, Irland, Deutschland und Vollblüter verwendet |
| Jaf | |
| Farbe | Schimmel, Hellbraune, Braune, Füchse |
| Stockmaß | Unterschiedlich, meist ca. 150 cm |
| Exterieur | Orientalischer Typ; hübscher, kleiner Kopf, lebhafte, große Augen, kleine, spitze Ohren; kräftiger, gut geformter Hals, schöne Schulter, breite Brust, gerader Rücken, gerade Kruppe, hoch angesetzter und getragener Schweif; schlanke Beine, harte, kleine Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, sehr temperamentvoll, intelligent, hart, zäh, ausdauernd |
| Verwendung | Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Kurdistan, Iran; Türkei |
| Besonderes, Geschichte | Entstanden aus Kreuzungen von Arabern und Landstuten (s. auch Kurdisches Pferd) |
| Jakute (Yakute) | |
| Farbe | Braune, Braunschimmel, Schimmel, Falben, oft mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 135 bis 140 cm |
| Exterieur | Großer, derber Kopf; kurzer, starker Hals, kräftige Schulter, breite Brust, kompakter, tiefer Rumpf, kurzer, starker Rücken, abfallende Kruppe; stabile Gliedmaßen mit kurzen Röhrbeinen; große, harte Hufe; dicke Haut, dichtes Fell (Haare können im Winter bis 15 cm lang werden); langes, dickes Langhaar |
| Eigenschaften | Geduldig, genügsam, äußerst gesund, widerstandsfähig, zäh; angepasst an das extreme Klima (Wintertemperaturen bis -60°C) |
| Verwendung | Fleisch- und Stutenmilchlieferant (ausgewachsene Pferde liefern ca. 228 kg Frischfleich, Stuten während der 6-monatigen Laktationszeit 1.200 bis 1.700 kg Milch); Reit- und Packpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Yakutische ASSR, Russland |
| Besonderes, Geschichte | Wald- und Tundrapferd; Abstammung wahrscheinlich von Pferden (wahrscheinlich vom Mongolen-Pferd), die im 13./14. Jh. vom Jenissej in die Jakutsker Region kamen; Entwicklung durch das extreme Klima vom größeren, feineren Mongolen-Pferd zu der kompakten, robusten Rasse; Gliederung in drei Typen: im Norden der größere und gleichmäßigere Original-Typ (Kolyma oder Wechojansk Pferd), der kleine Süd-Typ ohne Einkreuzung anderer Rassen, und der große, in Zentral-Jakutien weit verbreitete Süd-Typ (wenig erfolgreiche Verbesserungsversuche durch Traber und Kaltblüter) |
| Zuchtbuch | Zuchtzentrum in Jakutsk |
| Java Pony | |
| Farbe | Fast alle Farben, überwiegend Brauntöne |
| Größe | bis 125 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, derber Kopf, gerades Profil; kurzer, breiter Hals, flacher Widerrist, wenig Schulter, wenig Widerrist, schmaler Körper, oft Karpfenrücken, schwache Kruppe; schwache, oft verstellte Gliedmaßen (unterständig, kuhhessig, säbelbeinig); volles Langhaar |
| Eigenschaften | Willig, unermüdlich, ausdauernd, genügsam, leistungsbereit, zäh, sehr widerstandsfähig gegen die tropische Hitze |
| Verwendung | Zugpferd, Personen- und Lasten-Taxi der Insel (vor dem zweirädrigen "Sados"); selten geritten, geht Tölt und Pass (Tandakkan) |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Java mit der vorgelagerten Insel Madura/Indonesien |
| Besonderes, Geschichte | Die mongolisch-orientalisch beeinflusste Mischrasse wurde durch Einfuhr arabisch-berberischer Pferde in der Kolonialzeit (16./17. Jh.) verbessert; Zucht der besten Ponys in der Gebirgsregion der Insel unter dem Namen "Gunnunger" (Bergpferd) oder "Kuda gunung"; Anfang des 20. Jh. Zucht des 130 bis 160 cm großen Preanger Pferdes; auf der Insel Madura entwickelte sich ein dem Java-Pony eng verbundener Schlag: das Madura Pony; durchgesetzt und geblieben ist sich das kleine "unansehnliche" Java Pony Für alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst |
| Jomud (Jamud) | |
| Farbe | Braune, Schimmel, Füchse, selten Goldfüchse oder Rappen |
| Stockmaß | 148 bis 158 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, langes Gesicht (oft Ramsnase), lebhafte, große Augen, kleine, spitze Ohren; mittellanger Hals, ausreichender Widerrist, schräge Schulter, stabiler Rumpf, gute Gurtentiefe, kräftiger Rücken, schräge Kruppe; trockenes Fundament, schlanke, harte Beine, gut geformte, harte Hufe; feines seidiges (im Winter langes dichtes) Fell, dünnes Langhaar, kein Behang |
| Eigenschaften | Ausgeglichener Charakter, gutes Temperament, gesund, genügsam, langlebig, widerstandsfähig, ausdauernd, drahtig, nervig; gute Grundgangarten und Springvermögen |
| Verwendung | Reiten und Fahren; Distanzreiten; bewährt im Gebirge |
| Herkunft, Verbreitung | Nördl. Iran in halbwild lebenden Herden, transkaspischer Raum der Republik Turkmenistan, Russland |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage für die vom Stamm der Jomud gezüchtete Rasse waren Turkmenen und mongolischen Steppenferde; in ihm fließt das Blut der Nissäischen Rosse, der Medischen Rosse und von Orientalen; aus der Verwendung von Arabern und Plateau-Persern entwickelten sich zwei Linien: Jomud im Iran und Achal-Tekkiner in Turkmenistan |
| Zuchtbuch | 1972 Gründung der National Horse Society of Iran, die die Rasse betreut |
| Jütländer | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse in verschiedenen Schattierungen mit hellem Langhaar, auch Rappen, selten Braune oder Schimmel |
| Stockmaß | 155 bis 162 cm |
| Exterieur | Hübscher, grober Kopf, breite Stirn, kleine, freundliche Augen, lange Ohren; starker, gerader Hals, breite Brust, muskulöse, schräge Schulter, gute Gurtentiefe, wenig Widerrist, langer, muskulöser Rücken, sehr kräftige, runde, abfallende, gespaltene Kruppe; massives Fundament, kurze korrekte, stämmige Gliedmaßen, große, flache Hufe; dichtes, welliges Langhaar, viel Behang; 600 bis 800 kg schwer |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, leichtfuttrig, ausdauernd, freundlich, gutmütig, leistungsfähig, zuverlässig, fleißig; raumgreifender Schritt und Trab |
| Verwendung | Zugkräftiges Arbeitspferd für Land-, Forstwirtschaft und Gewerbe, beliebtes Brauereipferd (vor allem der Carlsberg-Brauerei in Kopenhagen) |
| Herkunft, Verbreitung | Dänemark (Hauptzuchtgebiet Halbinsel Jütland), Skandinavien, Norddeutschland |
| Besonderes, Geschichte | Bereits im 8. Jh. bei den Wikingern bekannt und im 12. Jh anerkennend erwähnt; Streitross der Ritter im Mittelalter; im 16. Jh. vorwiegend Einsatz in der Landwirtschaft, im 19. Jh. Wiederentdeckung der Rasse und Einkreuzung von Frederiksborgern, Yorkshire Roadstern und Clevelands, später Shires, Clydesdales und Suffolks; maßgeblichen Einfluss hatte der 1862 importierte englische Kaltbluthengst Oppenheim, der neben seiner dunklen Fuchsfarbe überragende Qualität einbrachte und Stammvater des mordernen Jütländers ist; "Vater" des Schleswigers |
| Zuchtbuch | 1887 Gründung des bäuerlichen Zuchtverbands |