

| Kabuli Pony (Afghane, Kandaharische Rasse) | |
|---|---|
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, lebhafte Augen, oft sichelförmige Ohren, breites Maul; muskulöser, gerader Hals, kräftiger Rumpf, mangelhafter, langer Rücken, schwache Lendenpartie; stabiles Fundament, trockene Beine, sehr harte Hufe; feines, volles Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, gutes Temperament, sehr trittsicher, hart, ausdauernd, sehr mutig |
| Verwendung | Reit- und Tragpony |
| Herkunft, Verbreitung | Afghanistan, Nachbarstaaten Pakistan und Indien |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung der Rasse ist in den Pferdezuchten der Usbeken, Turkmenen, Perser und Mongolen zu finden; bis ins 19. Jh. "kandaharische" Rasse genannt; das Pony wird bei den Afghanen als "Gebrauchsmittel" angesehen, es wird oft schlecht versorgt und behandelt |
| Kabardiner | |
| Farbe | Vorwiegend Schwarzbraune, Dunkelbraune, Rappen, selten Füchse; kleine weiße Abzeichen erlaubt |
| Stockmaß | 145 bis 155 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, oft ramsnasiger Kopf, große, bewegliche Ohren; muskulöser, gerader, hoch getragener Hals, langer, niedriger Widerrist, schräge Schulter, breite Brust, gerader, kräftiger Rücken, kräftige Nierenpartie, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; trockenes Fundament, oft bodeneng, zeheneng oder säbelbeinig; harte, widerstandsfähige Hufe; niedrig angesetzter Schweif, langes Langhaar, kaum Fesselbehang |
| Eigenschaften | Charakterstark, lebhaft, intelligent, furchtlos, nervenstark, sehr ausdauernd, widerstandsfähig, genügsam, sehr gutes Orientierungsvermögen, extremer Herdeninstinkt, menschenbezogen, trittsicher, wendig, leichtrittig, manchmal etwas eigensinnig; elastische, weiche Bewegungen |
| Verwendung | Gebirgspferd, Distanz- und Wanderreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Nordkaukasus (Raum Kabardino-Balkarien), im Stammesgebiet der Tscherkessen; Russland, Teile Europas |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung geht auf das Tscherkessenpferd zurück, spätere Einkreuzung von Nogaiern, Kalmykern sowie Hengsten türkischen, persischen, karabachischen und arabischen Blutes; die Rasse war schon im 16. Jh. sehr beliebt; ganzjährige Herdenhaltung Der Anglo-Kabardiner, ein elegantes, schnelles Sportpferd, ist das Kreuzungsprodukt von Kabardiner mit Englischem Vollblut |
| Zuchtbuch | Seit 1958 wichtigstes Gestüt Malkinski, Staatliches Stutbuch |
| Karabaier | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmel, Füchse, Braune, Rappen |
| Stockmaß | 147 bis 154 cm |
| Exterieur | Deutlich orientalischer Einschlag; mittelgroßer Kopf, gerades oder leicht konvexes Profil, breite Stirn, weit gesetzte, lange Ohren, ausdrucksvolle Augen; hoch aufgesetzter, kurzer, gerader Hals, wenig markierter Widerrist, wenig steile Schulter, breite, tiefe Brust, kurzer gerader Rücken, breite, muskulöse, runde Kruppe; starke, trockene Gliedmaßen, oft Fehlstellungen, harte, kleine Hufe; dünnes Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, sehr leistungsfähig, ausdauernd, sensibel, lebhaft, zuverlässig, zäh, anspruchslos, willig, trittsicher; harmonische, geschmeidige Bewegungen |
| Verwendung | Unterscheidung in drei Typen: a) Grundtyp zum Reiten (u.a. Wander- und Distanzreiten), als Gebirgspferd, zum Lastentragen und -ziehen b) edler, schneller Reitpferdetyp c) starker Zugpferdetyp |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Usbekistan (Gestüte Dshisak und Avangard bei Samerskand); Russland |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse ist über 2000 Jahre als und vereint das Blut mongolischer, persischer und türkischer Steppenrassen sowie des echten Arabers; in den letzten Jahrzehnten Umzüchtung zum vielseitigen Sportpferd durch Zufuhr von Englischem und Arabischem Vollblut; der Karabaier war an der Verbesserung des Donpferds beteiligt |
| Karabagh / Karabakh (Karabacher) | |
| Farbe | Falben, Braune oder Füchse mit metallischem Schimmer, manchmal Aalstrich oder Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen |
| Stockmaß | 145 bis 150 cm |
| Exterieur | Kleiner, edler Kopf, große, wache Augen, kleine, spitze Ohren, kleines Maul; kräftiger, mittellanger, gut getragener Hals, ausgeprägter Widerrist, gut gelagerte Schulter, kräftiger, kompakter Körper, breite, tiefe Brust, muskulöser Rücken, kräftige Hinterhand, abgerundete, muskulöse Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockene, sehnige Beine, gut entwickelte Sprunggelenke, kleine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Energisch, ruhig, gutmütiges Temperament, sensibel, ehrlich, nervenstark, sehr widerstandsfähig, ausdauernd, hart, schnell, trittsicher, wendig; klare Grundgangarten, Veranlagung zum Tölt |
| Verwendung | Reit- und Rennpferd; Bergreitpferd; Haltung in frei lebenden Herden |
| Herkunft, Verbreitung | Region Nagorny-Karabakh (Berg-Karabach); Republik Aserbaidschan (Hauptzuchtgebiet); Russland |
| Besonderes, Geschichte | Rasse entstand im 4. Jh. aus einer Kreuzung arabisch-persischer und turkmenischer Pferde; das "reine karabachische" Pferd hat "goldiges Haar"; Anfang der 1970er-Jahre bestand eine Population von nur noch ca. 600 Pferden; nach 1990 wurde die "reine Form" der Rasse totgesagt; mit Restbeständen und vorsichtiger Einkreuzung von Achal-Tekkinern und Vollblutarabern wird versucht, das Überleben des Karabakh zu sichern |
| Zuchtbuch | Zuchtbuch wird geführt |
| Karacabey (Karacabeyer) | |
| Farbe | Schimmel, Rappen, Braune, Füchse |
| Stockmaß | 155 bis 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, mittelgroßer Kopf, oft leicht konkaves Profil, bewegliche Ohren, klare Augen; mittelhoch aufgesetzter, gerader Hals, langer Widerrist, lange, kräftige Schulter, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger gerader Rücken, kräftige, runde Kruppe; trockenes Fundament, schlanke Gliedmaßen, gut markierte Gelenke, regelmäßige Hufe; gut getragener, dichter Schweif |
| Eigenschaften | Feinfühlig, willig, gutmütig, zäh, ausdauernd, trittsicher, bewegungsfreudig |
| Verwendung | Früher Kavalleriepferd; Zug- und Tragpferd in der Landwirtschaft, Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Türkei (Anatolische Hochebene) |
| Besonderes, Geschichte | Einzige bodenständige Pferderasse der Türkei; 1927 Gründung des Staatsgestüts Karacabey (Namensgeber der Rasse) als Zuchtmittelpunkt; Entwicklung der Rasse durch Paarung von Arabern und Englischem Vollblut mit einheimischen Stuten; für einen kräftigeren Landschlag wurden Nonius und Haflinger eingekreuzt |
| Karadagh | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Falben mit Metallschimmer |
| Stockmaß | ca. 157 cm |
| Exterieur | Feiner, leichter Kopf, große Augen, bewegliche Ohren; kräftiger, schön gebogener Hals, schlanker Körper, gerader Rücken, muskulöse Kruppe; kräftige, lange Beine, feste Hufe |
| Eigenschaften | Energisch, leistungsfähig, zäh, leichtfüßig, trittsicher |
| Verwendung | Reit-, Trag- und Zugpferd; Bergpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Iran |
| Besonderes, Geschichte | Enge Verwandtschaft zum Karabakh; die Rasse entwickelte sich nach dem Frieden von Turkmantschai 1828 unabhängig von der des Karabakh; Rasse ist stark vom Aussterben bedroht und wird in der von der National Horse Society of Iran veröffentlichten Aufstellung schon nicht mehr erwähnt |
| Kasachen Pferd, Kasak Pony | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse, Schimmel und Rappen, selten Falben und Schecken |
| Stockmaß | ca. 142 cm |
| Exterieur | Derber Kopf, konvexes Profil, dicke Ohren; kurzer, kräftiger Hals, kräftige, oft steile Schulter, breiter, kräftiger Körper, tiefe Brust, starker, kurzer Rücken, kräftige, leicht abfallende Kruppe; kurze, trockene, kräftige Beine, harte Hufe; dichtes, langes Langhaar |
| Eigenschaften | Äußerst genügsam, ausgeglichen, sehr willig, verträgt extreme Hitze und Kälte, nicht schnell, aber sehr ausdauernd; Herdenhaltung; Veranlagung zum Pass oder Tölt (Perestrup) |
| Verwendung | Reitpferd der Viehhirten; Stutenmilch- und Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Kasachstan; Gestüt Mugojar in der Region Aktjubinsk |
| Besonderes, Geschichte | Steppenpferd; Ursprung geht auf das Mongolen-Pony zurück; Einfluss durch Karabaier, Araber und Achal-Tekkiner; Mitte des 20. Jh. Einkreuzung von Vollblütern, Orlow Trabern und Donpferden zur Veredlung; je härter die Überlebensbedingungen waren, desto kleiner blieben die Ponys; Herausbildung von zwei Typen: Dzbabye: der robuste, kleine Ursprungstyp; Adajewsky: etwas größer, mit orientalischem Einfluss; beide Typen wurden für die Zucht des Kustanaier verwendet |
| Kaspisches Pony | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel, selten Rappen oder Isabellen; Abzeichen an Kopf und Beinen erlaubt |
| Stockmaß | 100 bis 125 cm |
| Exterieur | Arabertypischer, feiner Kopf, breite Stirn, lebendige Augen, kurze Ohren, weite Nüstern, kleines Maul; mittellanger Hals, etwas steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, schmaler Körper, kurzer Rücken, kräftige, leicht abfallende Kruppe, hoch angesetzer Schweif; schlanke, edle Beine, harte, kleine Hufe; feines seidiges Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, freundliches Temperament, intelligent, willig, sanft, schnelle Auffassungsgabe, ausdauernd, gehorsam, trittsicher; natürliches Springvermögen |
| Verwendung | Für Kinder und Jugendliche zum Reiten und als leichtes Zugpony |
| Herkunft, Verbreitung | Ursprünglich im Iran (Kaspisches Meer, Nordhänge des Elbrus-Gebirges, Grenzgebiet zu Russland); inzwischen in England, Deutschland, Australien, Neuseeland und auf den Bermudas |
| Besonderes, Geschichte | Sehr alte Rasse (schon seit 2000 v.Chr.), ursprünglicher Typ blieb ohne große Fremdeinflüsse erhalten; Rasse galt lange Zeit als ausgestorben, 1965 Wiederentdeckung durch die Zoologin Louise Firouz in einem kleinen Gebiet am Elbrus und Kaspischen Meer; die Pferde hatten eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Mesopotamischen Pferd; Knochen- und Blutuntersuchungen ergaben, dass es sich um Nachfahren dieses Pferdes handeln könnte |
| Zuchtbuch | National Horse Society of Iran |
| Kathiawari Pony | |
| Farbe | Alle Grundfarben, häufig Füchse, auch Falben mit Aalstrich und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 140 bis 150 cm |
| Exterieur | Gerader, trockener Kopf, weit auseinanderstehende Augen, kleine, stark nach innen gebogene Ohren; gut angesetzter, kräftiger Hals, schöner Widerrist, starke, schräge Schulter, langer Rücken, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; schwache aber widerstandsfähige Gliedmaßen, häufig Stellungsfehler, sehr harte, runde Hufe |
| Eigenschaften | Robust, sehr zäh, widerstandsfähig gegen Hitze, sehr genügsam, intelligent, manchmal unberechenbarer Charakter, ausdauernd, trittsicher; schneller Galoppierer; angeboren ist der "Revaal" (schneller Pass) |
| Verwendung | Im 19. Jh. Kavalleriepferd, heute Reit-, Pack-, Zugpony sowie Spring-, Renn- und Polopony |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Indien (Halbinsel Kathiawar an der Westküste) |
| Besonderes, Geschichte | Zwilling zum Marwari; genaue Herkunft ist ungewiss; schon vor der Islamisierung (um 1000) gab es eine einheimische Mischrasse; in der Mogulzeit und unter britischer Herrschaft wurden Araber und Pferde vom Kap (Südafrika) eingekreuzt; es bildeten sich 28 nach den Stammmüttern benannte Linien |
| Zuchtbuch | Kathiawari Horse Breeders' Association |
| Kerry Bog Pony | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse mit flachsfarbenem Langhaar, auch Hellbraune mit schwarzem Langhaar, Braune, Schimmel |
| Stockmaß | 102 bis 112 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, konkaves Profil; kräftiger Körper, kurze, sehnige Beine, gesunde, feste Hufe |
| Eigenschaften | Freundliches Temperament, robust, hart, ausdauernd, sicher im Moor und den Bergen |
| Verwendung | Reit- und Fahrpony |
| Herkunft, Verbreitung | Irland, Grafschaft Kerry, Ort Kerry Bog |
| Besonderes, Geschichte | Das Pony existiert seit Menschengedenken; früher wurde es zum Reiten, Lastentragen und Karrenziehen, für die Beförderung von Torf, Seetang, Dünger und Heu genutzt; Anfang des 19. Jahrhunderts verdrängten Esel aus Spanien das Pony; dem Verdienst von John Mulvihill und seiner Kerry Bog Pony Society ist es zu verdanken, dass das Pony noch nicht ausgestorben ist |
| Kiger Mustang | |
| Farbe | Vorwiegend Falben aller Schattierungen mit Aalstrich und Zebrastreifen, Sichelhaarfarben, Dunkelbraune mit schwarzem und Hellbraune mit hellem Langhaar; oft weißes Gesicht und schwarz umrandete Ohren |
| Stockmaß | 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, gerades bis konkaves Profil; kräftiger, gerader Hals, kurzer, tiefer Rumpf, abgeschlagene Kruppe; sehr gutes Fundament |
| Eigenschaften | Sehr lernbereit, "Cow-sense" |
| Verwendung | Freilebende Herde |
| Herkunft, Verbreitung | Kiger Plateau in Oregon/USA |
| Besonderes, Geschichte | Die Herde steht unter dem Schutz des BLM's Adopt-A-Horse-Program; 1977 wurde eine große Herde mit starker spanischer Prägung in der Beaty Busse Region entdeckt und in das Lake Country/Oregon getrieben; die Pferde sollen fast unvermischt und reinblütig direkt auf die spanischen Blutlinien zurückgehen; um die Pferde zu schützen, wurde die Herde aufgeteilt, ein Teil kam in die Riddle Mountain Herd Management Region, die andere blieb am Kiger Plateau |
| Kinsky-Pferd | |
| Farbe | Isabellen mit goldglänzendem und Falben mit silberglänzendem oder wie schwarzer Lack glänzendem Fell und Langhaar |
| Stockmaß | 158 bis 165 cm |
| Exterieur | Trockener, kleiner, edler Kopf, gerades Profil, breite Stirn, weit auseinanderliegende Augen, mittelgroße Ohren; schön aufgesetzter Hals, ausgeprägter Widerrist, gute Gurtentiefe, schöne, muskulöse Schulter, muskulöse Hinterhand, muskulöse, leicht abgeschrägte Kruppe, hoher Schweifansatz; stabiles, trockenes Fundament, dunkle, harte Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, leistungsstark, leistungsbereit, lebhaft, freundlich, leichtrittig; sehr schnell, gutes Springvermögen |
| Verwendung | Reit-, Renn- und Fahrpferd, Parforce-Jagden, Polo |
| Herkunft, Verbreitung | Russland; Gestüt Ostrov (Zuchtzentrale) |
| Besonderes, Geschichte | Weltweit gibt es nur ca. 350 bis 400 Pferde; entstanden ist diese Rasse um 1574; die Grafen Kinsky züchteten mit Vorliebe auffallend gefärbte Tiere; weißmähnige Falben waren in der Chlumecer Zucht bereits im 18. Jh. vorhanden; Anlass für den Beginn der ausgesprochenen Falbzucht war die Weigerung des General Stud Book, die weißmähnige Falbstute Themby II einzutragen; aus ihrer Verbindung mit dem Vollblut-Fuchshengst Prince Djalma fiel der weißmähnige Caesar, Stammvater der Chlumecer Falben; nach dem 2. Weltkrieg wäre die Zucht fast aufgegeben worden; das Überleben der Rasse ist einigen Pferdeleuten zu verdanken |
| Zuchtbuch | 1838 Eröffnung des 1. Zuchtbuchs |
| Kirgisenpferd | |
| Farbe | Füchse, Braune, Rappen, Falben und Schimmel |
| Stockmaß | ca. 137 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, kleine, lebhafte Augen; kräftiger Hals (oft Hirschhals), breiter, kräftiger Körper, langer, gerader Rücken, leicht abfallende Kruppe; kurze, stabile Beine, harte Hufe; kräftiges, volles Langhar |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, ausdauernd, anspruchslos, widerstandsfähig, zäh, hart, trittsicher, schnell |
| Verwendung | Reit- und Tragtier; Fleisch- und Stutenmilchlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Kirgisien, auch Kasachstan und Tadschikistan |
| Besonderes, Geschichte | Rasse ist seit über 4000 Jahren bei den Kirgisen bekannt; die einheimischen Pferde in den Bergen des Tienschan sollen sich mit Mongolenpferden vermischt haben; der Urtyp des Kirgisenpferds verliert seit der Entwicklung des Nowokirgisen immer mehr an Bedeutung und ist kaum noch vorhanden |
| Kisberer | |
| Farbe | Alle Grundfarben, überwiegend Braune, Füchse, Rappen |
| Stockmaß | 160 bis 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf; schön aufgesetzter Hals, kräftige, schräge Schulter, mittellanger Rücken, lange, schräge, muskulöse Kruppe; trockenes Fundament, gut markierte Gelenke, gesunde Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ruhiges Temperament |
| Verwendung | Alle Reit- und Fahrdisziplinen; weite, elastische Gänge, Springvermögen |
| Herkunft, Verbreitung | Ungarn |
| Besonderes, Geschichte | 1853 Begründung der Zucht in Kisber mit englischen und arabischen Pferden; Ziel waren Vollblüter und edle Halbblüter; erst nach 1869 gab es Fortschritte in der Halbblutzucht; Ziel war jetzt ein Gleichgewichtspferd mit Reitpferderücken, muskulöser Hinterhand und trockenem Fundament; nach dem 1. Weltkrieg Einkreuzung von Arabern, Furioso und Trakehnern; nach dem 2. Weltkrieg Verlust der angestammten Zuchtheimat; Fortsetzung der Zucht in den Gestüten Dalmand und Sárvar |
| Kiso Pferd | |
| Farbe | Alle Grundfarben, überwiegend Braune, Dunkelbraune und Rappen |
| Stockmaß | bis 138 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, breite Stirn, kräftige Maulpartie; kurzer dicker Hals, langer Körper; kurze, kräftige Beine, gut geformte, sehr harte Hufe, oft knieeng; dickes und kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Landwirtschaft, Transportwesen, für militärische Zwecke |
| Herkunft, Verbreitung | Japan (Berg Ontake am Quellgebiet des Kiso) |
| Besonderes, Geschichte | Stammt wahrscheinlich von den Plateaupferden Persiens oder vom Mongolen-Pferd ab; Rasse lebt seit über 1.000 Jahren in Japan; nachdem in Kriegen, die während der Meiji-Periode (1868-1903) geführt wurden, festgestellt wurde, dass die japanischen Pferde denen der westlichen Mächte unterlegen waren, wurde ein Zuchtprogramm aufgestellt; die maschinelle Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg drängte die Pferde zurück; einige reingezogene Kiso leben noch geschützt im Dorf Kaida am Fuß des Berges Ontake |
| Kladruber | |
| Farbe | Nur Schimmel und Rappen |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Andalusischer Typ, aber größer; großer Ramskopf, leicht vorstehende Augen; kräftiger, gebogener Nacken, kräftiger, gebogener, gut aufgesetzter Hals, gute Schulter, wenig Widerrist, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, elastischer Rücken, gerade Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kräftiges, trockenes Fundament, starke Sprunggelenke, harte, große Hufe; füllige Mähne |
| Eigenschaften | Sehr guter Charakter, temperamentvoll, stolz, intelligent, rittig, gehorsam, gutmütig, spätreif, langlebig; kadenzierter, energischer Trab mit hoher Aktion |
| Verwendung | Kutsch- und Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Tschechien, Österreich, Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse wird seit Jahrhunderten in zwei Farblinien gezüchtet (Schimmel in Kladruby, Rappen in Stlatinany); Grundlage waren spanische und neapolitanische Hengste, die mit Landstuten gekreuzt wurden; 1579 Ernennung des Hofgestüts Kladrub; 1756 durch eine Feuersbrunst eine empfindliche Unterbrechung der Zucht; Grundlage für den Schimmelstamm legte der Rapphengst Pepoli, geb. 1764, und Großvater des Schimmels Generali, geb. 1787; Begründer des Rappstammes war Sacramoso, ein Nachkomme der norditalienischen Polesina-Rasse; die Rapplinie wurde durch Lipizzanerhengste der Favorylinie und dem Friesenhengst Romke aufgefrischt; der tschechische Staat setzte sich für den Erhalt des Kulturerbes ein |
| Kleines Deutsches Reitpferd | |
| Farbe | Alle Farben erlaubt |
| Stockmaß | 149 bis 158 cm; Hengste auch bis 162 cm |
| Exterieur | Trockener, ausdrucksvoller Kopf; gut geformter Hals, schräge Schulter, markanter Widerrist, ausreichend tiefe Brust, leicht schräge, muskulöse Kruppe; trockenes Fundamant, korrekte Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, gesund, robust, belastbar, genügsam, unkompliziert, umgänglich, einsatzfreudig, nervenstark, verlässlich; gute Grundgangarten |
| Verwendung | Freizeit und Sportpferd zum Reiten und Fahren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Ausgangspopulationen sind alle Reitpferde- und Reitponyrassen sowie die Veredlerrassen Arabisches Vollblut, Araber, Shagya-Araber, Anglo-Araber, Vollblut und Traber; die Leistungsprüfungen entsprechen denen der jeweiligen Ausgangsrasse; statt der 100-Tage-Tests kann der 30-Tage-Test absolviert werden (gilt für Pferde bis 158 cm Stockmaß) |
| Zuchtbuch | Zuchtverband für Deutsche Pferde e.V. (ZfDP) |
| Knabstrupper | |
| Farbe | Tigerschecken in fünf Farbvarianten, selten Schabrackenschecke |
| Stockmaß | 148 bis 160 cm; entsprechend des Typs |
| Exterieur | Barocker Typ: Kräftiger, ramsnasiger Kopf, starker, hoch aufgerichteter Hals, breite Brust, nicht zu langer Rücken, abgerundete Kruppe; starke, trockene Beine, feste Hufe Moderner Typ: Entspricht im Zuchtziel dem des Deutschen Reitpferdes; gerader Kopf, kräftiger, gerader Hals, steile Schulter, etwas flacher Widerrist, oft weicher Rücken, abgeschlagene Kruppe; kurze, kräftige, trockene Gliedmaßen Pony Typ: Wie "moderner Typ", Stockmaß unter 148 cm |
| Eigenschaften | Intelligent, gelehrig, fügsam, ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, leistungsbereit, willig, aktiv |
| Verwendung | Reiten, Fahren, Zirkuspferd |
| Herkunft, Verbreitung | Dänemark (Insel Seeland), Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Eine der ältesten Rassen Dänemarks, Seitenlinie des Fredriksborger Pferds; Zucht auf der Grundlage spanisch-orientalischen Blutes; Ende des 18. Jh. wurden die barocken Tigerschecken nicht mehr verlangt; Zucht wurde dank der Privatinitiative vor allem durch Major Lunn auf dessen Gut Knabstrup weitergeführt; Stammmutter war eine spanische Stute (fuchsmelierter Tigerschecke), die Lunn vom Metzger Flaebe kaufte; die Stute wurde Flaebehoppen genannt; Lunn ließ sie von einem gelben Sohn des Baever II vom Gestüt Lovenborg decken; Ergebnis war das Hengstfohlen Flaebehingsten, geb. 1813, der der Stammvater der Knabstrupper wurde; Knabstrupper werden heute nur noch privat in geringer Anzahl gezüchtet |
| Zuchtbuch | 1972 Gründung des dänischen Zuchtverbands (Knabstrupperforeningen for Danmark), in den 1980er-Jahren Gründung der IG Knabstrupper in Deutschland |
| Konik / Konik Polski | |
| Farbe | Grau-, Braunfalben oder Mausgraue, meist mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen, meist dunkle Beine, Abzeichen unerwünscht |
| Stockmaß | ca. 140 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, ausdrucksvoller Kopf, breite Stirn, waches Gesicht, gerades bis leicht konkaves Profil, kleine, spitze Ohren; kurzer, kräftiger Hals, schräge Schulter, wenig Widerrist, kurzer, kräftiger Rücken, muskulöse, abgeschlagene Kruppe; trockenes Fundament, widerstandsfähige Sehnen und Gelenke, Neigung zu kuhhessiger Stellung; harte, kleine Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, gutmütig, willig, robust, gesund, zäh, widerstandsfähig, leistungsfreudig, sehr genügsam, manchmal schwierig bis bösartig |
| Verwendung | Landwirtschaft, Fahren, Reiten |
| Herkunft, Verbreitung | Polen, Osteuropa, Deutschland |
| Besonderes, Geschichte | Direkte Abstammung vom Tarpan wird vermutet; Reinzüchtung wird stark befürwortet, um ihn vom Panjepferd zu unterscheiden; bereits im 4.-6. Jh. bekannt; es war noch bis ins 18. Jh. in den Sümpfen und Wäldern Osteuropas als Wldbret gefragt; 1936 Einrichtung des Reservats von Bialowiezá, die Rasse kann sich hier wildlebend regenerieren; in Ostfriesland Einsatz des Koniks für die Rückzüchtung des Tarpans; im Staatsgestüt Racot wird rein gezüchtet |
| Kopczyk-Podlaski | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune und Füchse |
| Stockmaß | ca. 148 cm |
| Exterieur | Kräftiges, kaltblütiges Kleinpferd, tief, rippig; stabile, trockene Gliedmaßen, kein Behang, eine Art "Pinzgauer Pony" |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ruhiges Temperament, genügsam, leichtfuttrig, langlebig, ausdauernd, zugkräftig |
| Verwendung | Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Polen, Region Podlasie am Bug (Ostpolen) |
| Besonderes, Geschichte | Gründerhengst der Rasse ist der um 1930 geborene Hengst Kopczyk, über seine Abstammung gibt es keine Hinweise; der nach 1945 steigende Bedarf der polnischen Kleinbauern an schweren Kleinpferden führte zur Entwicklung einer neuen Kleinpferderasse; das Zuchtprogramm begann Anfang der 1950er-Jahre, anfangs wurden Muraközer und Ardenner, später Freiberger und Fjordpferde eingekreuzt; die neue Rasse erhielt den Namen Kopczyk-Podlaski |
| Zuchtbuch | |
| Kurdisches Pferd (auch Afshar, Jaf, Kurd oder Sanjabi) | |
| Farbe | Alle Grundfarben, häufig Schimmel |
| Stockmaß | 128 bis 145 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, gerades Profil, ausdrucksvolle Augen, lebhafte, kleine Ohren; leicht gewölbter, mittellanger Hals, etwas steile Schulter, schmale Brust, gute Gurtentiefe, gerader, etwas langer Rücken, leicht abfallende Kruppe; stabiles Fundament, lange, feingliedrige Gliedmaßen, harte, kleine Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Gutartiger Charakter, eifrig, trittsicher, leistungsstark, ausdauernd, drahtig, zäh, genügsam |
| Verwendung | Distanzreiten, "Gebirgspferd", Zug-, Pack- und Reitpony |
| Herkunft, Verbreitung | Iran, Türkei |
| Besonderes, Geschichte | In seiner iranischen Heimat unter verschiedenen Namen, je nach Zuchtgebiet, Abstammung und äußerer Erscheinung, bekannt, z.B. Jaf (führt Asil-Blut), Afshar oder Sanjabi; im Erscheinungsbild aller angeführten Zweige sind Einflüsse der in der Geschichte Griechenlands erwähnten Nissäischen Pferde zu erkennen; Rasse wurde mit Englischem Vollblut und kleinen Arabern verbessert |
| Zuchtbuch | 1972 Gründung der National Horse Society of Iran |
| Kushum (Kushumskaya) | |
| Farbe | Nur Braune und Füchse |
| Stockmaß | ca. 159 cm |
| Exterieur | Großer Kopf; mittellanger, kräftiger Hals, breite Brust, markanter Widerrist, langer, gerader Rücken, muskulöse, etwas kurze Kruppe; korrekte Gliedmaßen; Gewicht 520 bis 550 kg |
| Eigenschaften | Gewandt, anpassungsfhig, ausdauernd, gesund, fruchtbar |
| Verwendung | Reit-und Zugpferd, Fleisch- und Stutenmilchlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | GUS, Republik Kasachstan, Gestüte Pyatimarks und Krasnodon |
| Besonderes, Geschichte | Rasse wurde von 1931 - 1976 auf der Basis des Kasachenpferdes entwickelt; Einkreuzung von Vollblütern, Warmblütern und Trabern sowie Don-Hengsten; ein vielseitig verwendbares Pferd war das Ergebnis; Unterteilung in drei Typen: den Grundtyp, den schweren Fahrtyp, den Reittyp; Ziel in den Gestüten ist die Reinzucht |
| Kusnetzer Pferd | |
| Farbe | Vorwiegend dunkle Farben, auch mit Abzeichen |
| Stockmaß | 150 bis 158 cm |
| Exterieur | Großer, grober Kopf, freundliche Augen, lange Ohren; mittellanger Hals, steile, lange Schulter, deutlicher Widerrist, tiefe Brust, langer, etwas tiefer Rücken, schwache, abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; stabiles Fundament, knochige Gelenke, oft Fehlstellungen |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, robust, fleißig, willig |
| Verwendung | Reit-und Wirtschaftspferd |
| Herkunft, Verbreitung | Kusnetzk/Sibirien; Russland |
| Besonderes, Geschichte | Rasse entstand im 19. Jh auf der Grundlage der Steppenrassen Sibiriens, die mit russischen Trabern und leichten Kaltblütern gekreuzt wurden; durch den Versuch, die Rasse durch Selektion mit der Einkreuzung verschiedenster Rassen zu verbessern, ist die Zucht etwas uneinheitlich |
| Kustanaier | |
| Farbe | Überwiegend Füchse, Braune, Dunkelbraune |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf, breite Stirn, gerades Profil, wache Augen, bewegliche Ohren, große Nüstern; langer, muskulöser, gut getragener Hals, markanter Widerrist, lange, schräge Schulter, breite Brust, gerader, kräftiger Rücken, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; starke, trockene Gliedmaßen, gesunde, feste Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, genügsam, hart, widerstandsfähig, leistungsfähig, sehr schnell und ausdauernd; gute Grundgangarten, Springanlagen |
| Verwendung | Unterscheidung in drei Typen: a) vielseitiger Grundtyp zum Reiten, Lastentragen und -ziehen, b) leichtes Reitpferd, c) massives Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Kasachstan (Gestüte Kustanaj, Majkulsk, Trorzk, Krasnodonsbij, Saryturgaskij); GUS |
| Besonderes, Geschichte | Bereits im 19. Jh. wurde eine Verdelung des kleinen Kasachenpferdes mit Donpferden, Streletzen u.a. Warmblütern versucht, bessere Fütterung und Aufzuchtsbedingungen ließen die Rasse größer werden; Ende der 1930er-Jahre dann Paarungen mit Vollblut- und russischen Halbbluthengsten; Ziel war die Reinzucht einer neuen Rasse durch Selektion; Anerkennung der Rasse in den 1950er-Jahren |
| Zuchtbuch | Eröffnung des Zuchtbuchs in den 1950er-Jahren |