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Landais Pony (Poney Landais, Pony des Landes) |
| Farbe | Rappen, Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | 118 bis 148 cm |
| Exterieur | Kleiner, orientalischer Kopf, breite Stirn, lebhafte, große Augen, kleine, spitze Ohren; gerader, schlanker Hals, lange, schöne Schulter, betonter Widerrist, gerader Rücken, schräge Kruppe, hoch angesetzter, buschiger Schweif; schlanke, klare Beine, harte, kleine Hufe; langes Langhaar, oft Doppelmähne |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, guter Charakter, robust, manchmal etwas eigenwillig, lernwillig, anspruchslos, ausdauernd, schnell; guter Galopp, viel Springvermögen |
| Verwendung | Leichtes Zugpony, nach sorgfältiger Ausbildung als Kinderreitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Südwesten Frankreichs, halbwild in den Wäldern von Les Landes lebend |
| Besonderes, Geschichte | Rasse ist eng mit den Ponys von Chalosse und dem Barthais-Pony verwandt, das schon in der Steinzeit dort gelebt haben soll, jedoch etwas größer; frühe Veredelung durch orientalische Pferde und Berber haben das Aussehen geprägt (im 8. Jh.); Rasse wurde durch Zufuhr von Araber- und Welsh-Blut und der Initiative von Züchtern vor dem Aussterben bewahrt |
| Zuchtbuch | Seit 1968 Führung von Stutbüchern; Stutbuch A: es werden nur Stuten aufgenommen, die mindestens 75% Landais-Blut führen und zwischen 118 bis 135 cm groß sind; Stutbuch B: mindestens 50% Landais-Blut und bis 147 cm groß |
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Lettisches Kaltblut, Lettischer Ardenner |
| Farbe | Überwiegend Füchse, Braune und Schimmel |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf; kurzer kräftiger Hals, mittellanger, gerader Rücken, runde, abfallende Kruppe; kurze, stabile Beine, trockene Gelenke, feste Hufe; schönes Langhaar, wenig Behang; 650 bis 800 kg schwer |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, arbeitswillig, zugfest, leistungsfähig, gutmütig |
| Verwendung | Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Lettland; Litauen, Estland, GUS |
| Besonderes, Geschichte | Die Zuchtgeschichte ist eng mit der des Litauischen Kaltbluts verbunden; Vorgeschichte der Rassen reicht bis in die Zeit des Deutschen Ritterordens im 12.-15. Jh. zurück; im 18. und 19. Jh. wurden Oldenburger, in den 1930er-Jahren Schwedische Ardenner zur Veredlung und Verstärkung eingekreuzt; wirtschaftliche Bedeutung der Rasse ist wegen der geringen Populaton unbedeutend |
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Lettisches Warmblut - Reitpferdetyp |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Braune, Füchse und Falben |
| Stockmaß | 155 bis 168 cm |
| Exterieur | Hübscher, großer Kopf, gerades Profil; mittellanger, kräftiger Hals, gut ausgebildeter Widerrist, lange, schräge Schulter, breite Brust, mittellanger Rücken, muskulöse, lange, leicht abfallende Kruppe; trockene Gliedmaßen, markante Gelenke, mittelgroße, harte Hufe; kräftiges Langhaar, leichter Behang |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, gesund, leichtfuttrig, gutmütig, willig; gute Grundganggarten, Springvermögen |
| Verwendung | Ende des 19. Jh. überwiegend in der Landwirtschaft, seit 1976 Zuchtziel: Sportpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Lettland, Schwerpunkte Bezirke Dobele und Valmiere (Gestüte Terrete und Burtnieki) |
| Besonderes, Geschichte | Basis der Rasse waren die kleinen, einheimischen Pferde, die ab dem 17. Jh. mit russischen und finnischen Rassen gekreuzt wurden; eigentliche Geburtsstunde der Lettischen Rasse waren die Jahre 1920 - 1939, als Martin Laze zum Erneuerer des Lettischen Warmblutes wurde; starker Einfluss durch Oldenburger und Hannoveraner, es entwickelte sich ein schwerer und ein leichter Typ (auch als "Ostpreuße" bezeichnet); ab 1976 wurde der leichte Typ durch Einkreuzung von Arabern, Englischem Vollblut, Trakehnern und Hannoveranern auf das Zuchtziel "Sportpferd" ausgerichtet und erfolgreich umgestellt |
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Lettisches Warmblut - Wagenpferdetyp |
| Farbe | Alle Grundfarben, überwiegend Braune, Dunkelbraune und Füchse |
| Stockmaß | ca. 164 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, gerades Profil, kurzer, gerader Hals; markanter Widerrist, kräftige, schräge Schulter, kräftiger Rumpf, breite Brust, mittellanger Rücken, lange Kruppe; stabiles Fundament, starke Gliedmaßen, breite Gelenke, mittelgroße, harte Hufe; kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | Gesund, zäh, leichtfuttrig, zugfest; ausdauerndes Trabvermögen |
| Verwendung | Vielseitig verwendbar, vor allem in der Landwirtschaft und als Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Lettland |
| Besonderes, Geschichte | Entwicklungsgeschichte entspricht der des Lettischen Warmbluts im Reitpferdetyp; der schwere Typ, der in den Jahren 1945 bis 1976 als Arbeitspferd gefragt war, wurde durch die Mechanisierung immer mehr vom Reitpferdetyp verdrängt; die lettischen Züchter setzen sich jedoch für den Erhalt der Rasse ein; von Hengsten wird eine besondere Zugleistungsprüfung unter schwerem Gewicht verlangt |
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Lewitzer, Lewitzer Pony, Lewitzer Schecke |
| Farbe | Überwiegend Schwarz- und Braunschecken |
| Stockmaß | 130 bis 148 cm |
| Exterieur | Trockener, mittelgroßer, ausdrucksvoller Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; schön gebogener Hals, langer Widerrist, muskulöse, häufig steile Schulter, kräftiger, gerader Rücken, lange, wenig geneigte Kruppe; trockenes Fundament, kurze, korrekte Gliedmaßen, gute Gelenke |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, anspruchslos, gelehrig, sehr gutes Reaktionsvermögen; gute Springanlagen |
| Verwendung | Pony zum Reiten und Fahren, Kinderreitpony |
| Herkunft, Verbreitung | Lewitz (Mecklenburg-Vorpommern); Zucht auch auf Gestüt Innleiten (Bayern) |
| Besonderes, Geschichte | 1971 entstand die Zucht des "Lewitzer Schecken", Gründer war Ulrich Scharfenoth, (zu DDR-Zeiten Gestütsleiter in Lewitz); Zuchtziel war ein kleines Sport- und Wirtschaftspferd mit Kaliber; Großpferdehengste (Araber, Vollblut, Trakehner) wurden mit unterschiedlichen Ponystuten, darunter auch einige Schecken aus der Gegend um Teterow, gekreuzt; durch Inzucht und Selektion entstand der Lewitzer, auch Lewitz-Pony oder Lewitzer-Schecke; 1988 Körung des Hengstes Graveur in Bayern und Konsolidierung der Rasse |
| Zuchtbuch | Zuchtbuch seit 1976 |
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Limousin-Halbblut |
| Farbe | Füchse und Hellbraune |
| Stockmaß | über 165 cm |
| Exterieur | Huntertyp mit stark arabischem Einschlag; hübscher, trockener Kopf, Nasenknick, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; kräftiger Hals, muskulöse, schräge Schulter, markierter Widerrist, gerader, kräftiger Rücken, muskulöse, runde Kruppe, hoch angesetzter, schön getragener Schweif; trockene Gliedmaßen, harte Hufe |
| Eigenschaften | Frommer Charakter, intelligent, zäh, temperamentvoll, willig |
| Verwendung | Sportpferd für viele Disziplinen |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich |
| Besonderes, Geschichte | Rasse wurde ursprünglich stark von orientalischen Hengsten beeinflusst; heute sehr starke Prägung durch den Anglo-Normannen; Rasse wird unter Selle Francais registriert |
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| Lipizzaner |
| Farbe | Schimmel (dunkel geboren); selten Dunkelbraune und Rappen |
| Größe | 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Relativ großer, trockener Kopf, gerades bis konvexes Profil, große, ausdrucksvolle Augen, kleine Ohren; mittellanger, gebogener Hals, oft etwas steile Schulter, wenig Widerrist, breite Brust, muskulöser Rücken, kräftige Hinterhand, runde Kruppe; kräftige, saubere Beine, markante Sehnen und Gelenke, kleine harte Hufe; seidiges Langhaar |
| Eigenschaften | Adlige Erscheinung, intelligent, gehorsam, energisch, ausdauernd, ausgeglichenes Temperament, willig, vornehmer Charakter |
| Verwendung | Hohe Schule der Dressur (Schulen auf und über der Erde); Kutschpferd, landwirtschaftliche Arbeiten |
| Herkunft, Verbreitung | Österreich (Staatsgestüt Piber, Weststeiermark), Slowenien (Lipizza), Ungarn, Slowakische Republik, Rumänien, Italien, Kroatien, Deutschland, USA |
| Besonderes, Geschichte | Älteste Kulturpferderasse Europas; durch die EU zum Weltkulturerbe erklärt; Gründung des Gestüts Lipizza im Jahr 1580 im Karstgebirge mit 3 Hengsten und 24 Stuten aus Spanien durch Erzherzog Karl von Habsburg, später Einkreuzung arabisch-orientalischen und italienischen Blutes; im 17. Jh. begründeten die Hengste Neapolitano, Conversano, Pluto, Maestoso, Favory und Siglavy den Grundtyp; jeder "reine" Lipizzaner muss auf diese sechs klassischen Hengststämme lückenlos zurückzuführen sein; im 1. Weltkrieg Trennung der Zucht in das jugoslawische Lipizza und das österreichische Piber; der 2. Weltkrieg und die Ereignisse in Jugoslawien führten zu neuen Staatszuchten mit unterschiedlichen züchterischen Schwerpunkten; das Staatsgestüt Piber stellt die "weißen Hengste" für die Spanische Hofreitschule in Wien |
| Zuchtbuch | ... wird geführt |
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Litauisches schweres Zugpferd, Litauisches Kaltblut |
| Farbe | Überwiegend Falben mit flachsfarbenem Langhaar, Füchse, Braune, Schimmel |
| Stockmaß | 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, hübscher Kopf; starker, kurzer Hals, mächtige Schulter, breite Brust, abgeschlagene, gespaltene Kruppe; kurze, stämmige Beine, feste Hufe; schönes Langhaar, wenig Behang; ca. 650 bis 800 kg schwer |
| Eigenschaften | Gutmütiger Charakter, sehr ruhiges Temperament, zugkräftig, leistungsstark |
| Verwendung | Zugpferd für Landwirtschaft und Transport |
| Herkunft, Verbreitung | Litauen, baltische Staaten, GUS |
| Besonderes, Geschichte | Relativ junge Rasse, seit 1963 als Litauisches Kaltblut anerkannt und registriert; Kreuzung aus litauischen Schmudpferden (Szemaiten Pony) und Schwedischen Ardennern; Wunsch war ein größeres, stärkeres und schweres Pferd; inzwischen Reinzucht und Konsolidierung der Rasse |
| Zuchtbuch | 1879 Gründung der Züchtervereinigung |
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Lokaier |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 145 bis 155 cm |
| Exterieur | Nicht zu großer Kopf, gerades, selten konvexes Profil, breite Stirn, lebendige Ohren, wache Augen; gerader, mittellanger Hals, deutlicher Widerrist, schräge Schulter, breite Brust, gute Gurtentiefe, gerader Rücken, lange, abfallende, muskulöse Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige, drahtige Beine, trockene Sehnen und Gelenke, sehr harte Hufe, Neigung zu Fassbeinigkeit; feines, oft welliges Langhaar |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, ausdauernd, vorsichtig, widerstandsfähig, genügsam, guter Charakter, trittsicher, ruhig, leichtfüßig, auf "seinen" Menschen bezogen |
| Verwendung | Reit-, Trag-, Sport- und Freizeitpferd, "Gebirgspferd"; |
| Herkunft, Verbreitung | Usbekistan, Republik Tadschikistan (im Pamirgebirge auf Höhen um 3.000 m), Russland |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung waren das Mongolenpferd und die von ihm beeinflussten Steppenpferderassen, schon im 16. Jh. erwähnt, später Einkreuzung von Achal-Tekkinern, Karabaiern und Arabern; Name stammt vom Stamm der Lokai vom Volk der nomadisierenden Usbeken; sie halten noch heute Wanderherden mit einer Population von über 20.000 reingezüchteten Lokaiern |
| Zuchtbuch | Stutbuch wird geführt |
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| Lundy Pony |
| Farbe | Vorwiegend Falben, Stichelhaar, Braune, keine Schecken |
| Stockmaß | 132 bis 142 cm |
| Exterieur | Trockener Ponykopf, ausdrucksvolles Gesicht; kräftiger, mittellanger Hals, schräge Schulter, kräftiger, tiefer Rumpf, muskulöse Hinterhand, schön angesetzter Schweif; kräftige, trockene Beine, gut geformte, harte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, sehr gutes Temperament, anpassungsfähig, intelligent, robust |
| Verwendung | Familienpony |
| Herkunft, Verbreitung | Lundy Island im Bristol Kanal, England |
| Besonderes, Geschichte | 1928 wurde die Rasse durch eine New Forest Stute und einen Welsh Mountain Hengst begründet, die auf die Lundy Insel gebracht wurden; die 30-köpfige Stutenherde mit 8 Fohlen hatten sichtbaren Arabereinfluss; der 2. Weltkrieg unterbrach die züchterische Arbeit und führte zu einem starken Anstieg der Population; nach 1945 konsequente Selektion; Stempelhengst wurde Midnight; danach Einsatz von Connemara-, New Forest- und Welsh Cob-Hengsten; inzwischen wird in drei Sektionen unterschieden: Pure Bred Ponies, Part Bred Ponies und Three-Quarter Bred Lundy Ponies |
| Zuchtbuch | Lundy Pony Preservation Society |
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| Lusitano |
| Farbe | Schimmel, Braune, Rappen, Füchse, seltener Falben |
| Größe | 150 bis 165 cm |
| Exterieur | Trockener, kleiner Kopf, gerades bis konvexes Profil, manchmal Nasenknick, große, freundliche Augen, kleine, lebhafte Ohren; mittellanger, muskulöser, schön aufgesetzter Hals, schwach ausgeprägter Widerrist, lange, schräge Schulter, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, gerader, muskulöser Rücken, kräftige Hinterhand, kräftige, runde, leicht abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; trockenes Fundament, stabile Gelenke, harte, runde Hufe; üppiges Langhaar |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, intelligent, aufgeschlossen, sehr mutig, edel, robust, sehr anpassungsfähig, flink, hart, wendig, arbeitswillig |
| Verwendung | Früher Kavalleriepferd, heute Reiten (Dressur und Springen), Hirten- und Stierkampfpferd, Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Portugal |
| Besonderes, Geschichte | Ursprünge gehen wahrscheinlich auf den Sorraia zurück; im Mittelalter Trennung des Zuchtwegs vom Andalusier; durch die geografische Randlage Portugals wenig Fremdbluteinfluss, wobei den größten Einfluss arabisch-berberisches Blut hatte; Verbreitung durch die Portugiesen im 16. Jh. in die "Neue Welt" |
| Zuchtbuch | wird geführt |
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