

| Makassar Pony (Sulawesi Pony) | |
|---|---|
| Farbe | Alle Farben, häufig Falben |
| Stockmaß | 125 bis 135 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, gerades Profil; gut aufgesetzter, kräftiger, gut geformter Hals, schräge, lange Schulter, breite Brust, gute Gurtentiefe, kräftiger, mittellanger Rücken, schräge, breite Kruppe; trockene, kräftige Gliedmaßen, markante Gelenke, harte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, ausgeglichen, ausdauernd, genügsam |
| Verwendung | In der Kolonialzeit als Kavalleriepferd, heute Reit- und Fahrpony |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Celebes (Sulawesi) im Malaiischen Archipel (zu Indonesien gehörig) |
| Besonderes, Geschichte | Genauer Ursprung ist unbekannt; auf Celebes gab es schon vor dem 16. Jh. Pferde; eingeführt wurden orientalische Rassen, während der niederländischen Kolonialzeit Pferde aus Europa und vom Kap; Klima und oft ungenügende Haltung und Pflege führten zu Verzwergungserscheinungen; Bemühungen, die Rasse durch Original Araber-Blut aufzufrischen, schlugen fehl; nach dem 2. Weltkrieg und der Motorisierung/Modernisierung ging der Bedarf an Ponys sehr stark zurück |
| Malopolska (Polnischer Anglo-Araber) | |
| Farbe | Alle Grundfarben, häufig Schimmel und Rotschimmel |
| Stockmaß | 155 bis 162 cm |
| Exterieur | Edler, hübscher Kopf, glänzende Augen, kleine, spitze Ohren; langer, schön getragener Hals, schöne Schulter, markierter Widerrist, tiefe Brust, gute Gurtentiefe, gerader, langer Rücken, muskulöse, abgerundete Kruppe, hoher Schweifansatz; lange, muskulöse Beine, stabile Gelenke, gut markierte Sehnen, kleine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, ruhig, anspruchslos, hart, widerstandsfähig, ausdauernd, gesund, sehr mutig, leichtfuttrig; gute Springanlagen |
| Verwendung | Reit-, Spring-, Militarypferd, leichtes Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Polen |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage des Zuchtstamms waren die durch Orientalen veredelten polnischen Landpferderassen; nach 1945 verstärkte Entwicklung; in den Hauptgestüten bildeten sich drei Richtungen: Radautzer Typ in Podlaswski: Reitpferd im mittleren Rahmen; Fortsetzung der 1919 auf Shagya-Grundlage begonnenen Zucht Ungarischer Typ in den Gestüten Chyszow, Stubno und Walewice auf der Grundlage von Furioso, Gidran und Przldwit Französischer Typ in den Gestüten Truchna, Klikowa und Ochaby auf der Basis französischer Anglo-Araber; die Typunterschiede sind inzwischen weitgehend verschmolzen; hervorragender Vertreter und Vererber der Rasse war der 1937 geb. Hengst Ramzes AA; heute werden noch zwei Typen gezüchtet: Dabrosko-Tarnowski-Typ auf Shagya-Basis und der Sadecki-Typ auf Furioso-Northstar-Basis |
| Mangalarga Marchador | |
| Farbe | Schimmel, Hellbraune, Braune, Füchse, keine Albinos |
| Stockmaß | 146 bis 155 cm |
| Exterieur | Länglicher, mittelgroßer Kopf, breite Stirn, große, ausdrucksvolle Augen, Ohrenspitzen leicht nach innen zeigend; gut aufgesetzter Hals, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, lange, schräge Schulter, mittellanger Rücken, lange, muskulöse, Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige Hinterhand, lange, trockene Beine, ausgeprägte Gelenke, mittelgroße, harte Hufe; die mittellange Hinterfessel ist weicher als die Vorderfessel und eine der Voraussetzungen für die Gangart Marcha (Naturtölt) |
| Eigenschaften | Unempfindlich, willig, zäh, sehr ausdauernd, genügsam, ruhig, freundlich, sanftmütig, gutmütiger Charakter, sehr unkompliziert; Mangalargas verfügen neben den Grundgangarten über den Marcha Batida (Trabtölt) und den Marcha Picada (Tölt) |
| Verwendung | Reit- und Arbeitspferd, Viehtrieb, Distanzreiten, Freizeitreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Brasilien, Südamerika, Deutschland, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung reicht weit bis in die portugiesische Kolonialzeit zurück; die Rasse war begründet durch das Gestüt Alter do Chao, 1808 wurden Pferde dieses Gestüts nach Brasilien mitgenommen; Basis war der Altér Real-Hengst Sublime, der mit Berber und iberischen Stuten gekreuzt wurde; die Nachkommen dieser Pferde, die den Marcha beherrschten, wurden an eine Hazienda in Mangalarga verkauft, die der Rasse den Namen gab; im Zuchtzentrum in Minas Gerais konsolidierte sich die Rasse im 19. Jh. |
| Zuchtbuch | 1949 Gründung des Brasilianischen Mangalarga-Marchador-Züchterverbandes |
| Manipur Pony | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 110 bis 132 cm |
| Exterieur | Hübscher, mittellanger Kopf, gerades Profil, breites Maul; starker, muskulöser Hals, markierter Widerrist, schräge Schulter, breite, tiefe Brust, breiter, tiefer Körper, gute Rippenwölbung, schräge Kruppe, hoch angesetzter Schweif; stabiles Fundament, saubere, harte Beine, kräftige Gelenke, korrekte, harte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Anpassungsfähig, lebendig, robust, wendig, zäh, trittsicher, |
| Verwendung | Polo, Kavallerie, Reit- und Tragpony |
| Herkunft, Verbreitung | Indien (Bundesstaat Manipur) |
| Besonderes, Geschichte | Das Manipur stammt vom Mongolenpferd ab; seine Heimat ist das hochgelegene, fruchtbare Manipur; die Ponys waren schon immer ein begehrter Exportartikel; im 19. Jh. wurden Araberhengste zur Veredlung verwendet, dadurch unterschied es sich vom Burma-Pony; Polo wurde im 16. Jh. zum Volkssport, die Engländer lernten es um 1830 dort kennen und brachten es nach Europa |
| Maremmano (Maremmenpferd) | |
| Farbe | Nur Braune und Rappen erlaubt; Fuchsfarbe nur bei Stuten; Schimmel werden nicht eingetragen |
| Stockmaß | ca. 158 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, langer Ramskopf, breite Stirn, spitze Ohren, kleine Augen; muskulöser, mittellanger Hals, steile Schulter, viel Widerrist, breite Brust, gerader, muskulöser Rücken, abfallende Kruppe; korrekte, trockene Gliedmaßen, sehr harte Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Sehr ausdauernd, ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, mutig, sehr genügsam, widerstandsfähig, menschenbezogen; raumgreifende, schwungvolle Bewegungen |
| Verwendung | Früher Militär-, heute Polizeipferd; Pferd der italienischen Hirten; Reit- und Zugpferd, Wanderreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Italien (Provinzen Grosseto und Viterbo in der Toskana) |
| Besonderes, Geschichte | Durch die schwierigen Klima- und Umwelteinflüsse wurde der Maremma geprägt und geformt und eine natürliche Auslese bewirkt; Einfluss des orientalischen Blutes ist unverkennbar; Ziel ist es, mithilfe von Veredlern unterschiedlicher Rassen ein vielseitiges und leistungsfähiges Sportpferd zu schaffen |
| Zuchtbuch | 1979 Eröffnung des Zuchtbuchs; Associazione Nazionale Allevatori Cavallo di Razza Maremma (A.N.A.M.), Grosseto |
| Marquesas-Pferd | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Füchse und Braune |
| Stockmaß | ca. 140 cm |
| Exterieur | Hübscher, trockener Kopf, gerades Profil, breite Stirn, aufmerksame Augen, lebhafte Ohren; kräftiger, mittellanger Hals, gute Schulter, kurzer Widerrist, gerader Rücken, schräge Kruppe; trockene Gliedmaßen, gut markierte Sehnen und Gelenke, harte Hufe |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Reit-, Fahr- und Sportpferd, vor allem für die Rennen ohne Sattel; die Pferde leben wild in den Marquesas-Bergen; für den Gebrauch werden immer wieder einige eingefangen und gezähmt |
| Herkunft, Verbreitung | Französisch-Polynesien, auf den Marquesas Inseln |
| Besonderes, Geschichte | 1842 kamen Pferde auf die Gesellschaftsinseln; vermutlich waren es chilenische Pferde orientalisch-spanischer Herkunft; Umweltbedingungen sowie gesellschaftliche und politische Veränderungen beeinflussten die Pferde, sie wurden kleiner und leichter, vor allem die entlaufenen Pferde, und wurden innerhalb eines Jahrhunderts zum Marquesas Pferd, einem Freizeitvergnügen der Inselbewohner und einer Attraktion für Touristen |
| Marshpony | |
| Aus: Jasper Nissen, Welches Pferd ist das? 4. Ausg. 1968 | |
| Typ und Verwendung | Halbwild aufgezogener, recht eleganter Pony; gleich gut als Kinderreitpferd, Trag- und Zugpferd geeignet. |
| Exterieur | Hübscher, edler Kopf; gefällige Formen; klare, im allgemeinen gutgestellte Gliedmaßen; Größe 100 - 120 cm. |
| Mechanik | Fleißige, fördernde Bewegungen in allen Gangarten |
| Zuchtgebiete, Gestüte | USA: Küstengebiet Neuenglands, Florida. |
| Geschichtliches | Stammt wahrscheinlich von Pferden der ersten Ansiedler sowie verwilderten Pferden der Konquistadoren ab, mit Vollblut veredelt. |
| Marwari | |
| Farbe | Alle Farben, auch Palominos und Schecken |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf, gerades Profil, charakteristische sichelförmige Mausohren; langer Hals, markanter Widerrist, kräftiger Rumpf, gute Gurtentiefe, kräftige Schulter, langer Rücken, schräge Kruppe; widerstandsfähige Gliedmaßen, harte, feste Hufe; seidiges Haar und Langhaar |
| Eigenschaften | Mutig, treu, sehr ausdauernd, genügsam, zäh, trittsicher; angeborener Pass (Revaal) |
| Verwendung | Früher als Kavallerie- und Polopferd, heute als Reit- und "Taxipferd" verwendet |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Indien, vor allem im Gebiet Rajasthan-Marwar im Nordwesten Indiens |
| Besonderes, Geschichte | Zwilling zum Kathiawari; Rasse wurde durch die extremen Lebensbedingungen der Wüsten- und Bergregionen geprägt; schon im Mittelalter war der Marwari als Rasse bekannt; ab dem 16. Jh. vor allem Verwendung für die Kavallerie; seit Anfang des 19. Jh. ist die Population rückläufig! |
| Zuchtbuch | Marwari Horse Breeders' Association |
| Masure | |
| Aus: Jasper Nissen, Welches Pferd ist das? 4. Ausg. 1968 | |
| "Typ und Verwendung | Soll möglichst die Eigenschaften eines edlen, gängigen Warmblutpferdes besitzen, jedoch sich nicht nur zum Reiten eignen, sondern auch die Merkmale eines Zugpferdes aufweisen. |
| Exterieur | Adel und Schönheit weniger wichtig; fester Rahmen erwünscht; genügend ausgebildeter Widerrist; lange, schräge Schulter; mächtige Hinterhand; gute Bemuskelung; ausreichende Breite und Tiefe; knochige, regelmäßige Gliedmaßen; starke, nicht zu kleine Hufe; Farbe vor allem braun; Größe 155 - 165 cm. |
| Mechanik | Langer Schritt; langer, flacher Trab; raumgreifender Galopp. |
| Zuchtgebiete, Gestüte | Volksrepublik Polen: südliches Ostpreußen; Staatsgestüt Cadinen. |
| Geschichtliches | Nach 1945 hervorgegangen aus den Restbeständen des ehemaligen Hauptgestütes Trakehnen und der ostpreußischen Landespferdezucht, soweit sie den Polen in die Hände fielen, unter Verwendung auch anderen Pferdematerials, das vor allem der Verstärkung diente." |
| Mazedonisches Gebirgspferd | |
| Farbe | Alle Farben außer Schecken; vorwiegend braun und dunkelbraun, auch Füchse, Schimmel, Rappen |
| Stockmaß | Typ A (Tarpantyp): bis 132 cm; Typ B (Przewalskityp): bis 145 cm |
| Exterieur | Hübscher, länglicher, trockener Kopf, orientalischer Einfluß beim Tarpan-Typ; kräftig, breite Stirn, gröbere Konturen beim Przewalski-Typ; grosse, lebhafte, dunkle Augen; hoch angesetzte Ohren; kräftiger, mittellanger Hals, schräge, gut gelagerte Schulter, schmale Brust, kräftiger, gerader Rücken, mittellange, abfallende Kruppe; feine, trockene Beine beim Tarpan-Typ, kräftige, trockene Beine beim Przewalsky-Typ, oft kuhhessige Stellung der Hinterhand; extrem harte, kleine Hufe; sehr dichtes Haarkleid, üppiges Langhaar |
| Eigenschaften | Anspruchslos, gutartig, intelligent, mutig, robust, ausdauernd, trittsicher, zäh |
| Verwendung | Gebirgs-, Reit- und Tragpferd, vielseitig einsetzbar im Freizeitsport |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Mazedonien, Südosteuropa, Jugoslawien und Griechenland |
| Besonderes, Geschichte | Ursprungsland ist das historische Makedonien auf der südl. Balkaninsel; Abstammung angeblich von den berühmten thessalischen Pferden der Antike; seit Ende des 2. Weltkriegs wird es durch Maschinen und die Landflucht verdrängt; Rasse droht auszusterben, da es keine geordnete Zucht gibt |
| Zuchtbuch | Schweizerischer Verein Mazedonischer Pferde (Weiterzucht und Zuchtbuch) |
| Mbayar Pony | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, auch Füchse, Schimmel und Schecken |
| Stockmaß | 133 bis 144 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, breite, gewölbte Stirn; kräftiger, kurzer Hals, breite, tiefe Brust, kurzer gerader Rücken, runde, muskulöse Kruppe; kräftige Gliedmaßen, breite Gelenke |
| Eigenschaften | Robust, ausdauernd, genügsam, leichtfüßig, leistungsstark |
| Verwendung | Zugpferd für leichte Transporte und in der Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Senegal (Westafrika) im Arachidier-Becken und in der Gegend Niayes |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung geht auf den Berber zurück; wegen des rein afrikanischen Ursprungs gilt das Mbayer Pony als einheitliche Rasse; die Einkreuzung von engl. Vollblut und Anglo-Arabern seit 1948 veränderte den "rein afrikanisch gezüchteten" Typ; zur Veredlung wird heute das Fleuve Pferd verwendet |
| Mbororo Pferd | |
| Farbe | Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | 130 bis 135 cm, selten größer |
| Exterieur | Etwas schwerer Kopf, oft konvexes Profil; schwerer Hals, gerader, kurzer Rpcken, abgeschlagene Kruppe; kurzes, festes Fundament, harte Hufe |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, sehr widerstandsfähig; ausdauernder Trab, gute Springanlagen |
| Verwendung | Zug- und Personentransport, Horse-Ball-Pferde |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Kamerun (Zentralafrika) |
| Besonderes, Geschichte | Der Name geht auf die ursprünglichen Züchter, das im Westen Kameruns lebende Hirtenvolk der Mbororos zurück; Basis waren Berber oder Äthiopier, die später mit Arabern gekreuzt wurden; die Pferde leben halbwild, werden niemals beschlagen, Hengste nie kastriert |
| Mecklenburger Kaltblut | |
| Farbe | Vorwiegend Rappen, Braune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | 156 bis 165 cm |
| Exterieur | Kräftiger, trockener Kopf, freundliche Augen; kraftvoller Hals, mittelschwerer Rumpf, muskulöse Schulter, muskulöse Kruppe; trockenes, korrektes Fundament, gut geformte, harte Hufe |
| Eigenschaften | Leichtfuttrig, arbeitswillig, gutes Temperament, guter Charakter |
| Verwendung | Land- und Forstwirtschaft, Kutschpferd, Repräsentationsgespanne, Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Mecklenburg) |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage bildeten Mitte des 19. Jh. Clydesdale- und Suffolk-Hengste, Ende des 19. Jh. wurden sie jedoch wieder aus der Zucht genommen; 1910 Zusammenschluss der Kaltblutzüchter zu einem Verband, Weiterzucht auf der Grundlage des Rheinisch-Deutschen Kaltbluts |
| Mecklenburger Warmblut | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Braune |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Trockener, ausdrucksvoller Kopf; gut geformter Hals, gut gelagerte, schräge Schulter, markanter Widerrist, mittellanger, muskulöser Rücken, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, lange, geneigte, muskulöse Kruppe, gute Hinterhand; trockenes Fundament, kräftige Gelenke, deutlich markierte Sehnen, harte Hufe |
| Eigenschaften | Leistungsstark, gutes Temperament, guter Charakter, rittig; hohe Springbegabung |
| Verwendung | Sportpferd für alle Disziplinen, auch leichtes Wagenpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Mecklenburg, Landgestüt Redefin) |
| Besonderes, Geschichte | Zuchtbasis im 14. Jh. waren orientalische, friesische und dänische Pferde, im 16. Jh. wurden türkische, ungarische, italienische und spanische Rassen eingekreuzt; Begründer der mecklenburgischen Rasse ist Herzog Gustav Adolph; 1812 Einrichtung des Gestüts Redefin; da teilweise die gleichen Vererber wie beim Hannoveraner eingesetzt wurden, besteht eine nahe Verwandtschaft zu diesem |
| Zuchtbuch | 1895 Verordnung zur Führung des Gestütsbuchs |
| Mérens Pony (Ariègois, Poney Ariègois de Mérens) | |
| Farbe | Ausschließlich Rappen, oft rötliche Flanken; Abzeichen nicht erwünscht |
| Stockmaß | 135 bis 147 cm (Stuten bis max. 145 cm) |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, gerades oder leicht konvexes Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; mittellanger, kräftiger Hals, breite, tiefe Brust, steile, muskulöse Schulter, wenig Widerrist, langer, kräftiger Rücken, leicht abgeschlagene Kruppe; kurze, stabile Beine, gesunde, harte Hufe, manchmal kuhhessige Stellung; feines seidiges Fell, kräftiges, üppiges Langhaar und Behang |
| Eigenschaften | Guter Charakter, intelligent, kräftig, energisch, fleißig, robust, gesund, ausdauernd, zuverlässig, gutmütig, sehr trittsicher |
| Verwendung | Arbeitspferd der Gebirgsbauern, Reit-, Saum- und Zugpony; Stuten als Milchlieferant, Trekkingpony |
| Herkunft, Verbreitung | Süd-Frankreich (Pyrenäen im Department Ariège), Deutschland, Mitteleuropa, Afrika |
| Besonderes, Geschichte | Benannt nach dem Dorf Mérens; sehr alte Rasse, die schon auf Höhlenbildern in dieser Region zu finden ist; durch die Abgeschlossenheit in den Pyrenäen wurde das einheitliche Rassebild begünstigt, Herden leben noch heute im Sommer frei auf den Hochgebirgsweiden; durch Kaltblut- und Vollbluteinflüsse ergab sich eine Mischrasse; der ursprüngliche Typ ist nur noch selten in unzugänglichen Hochtälern zu finden |
| Zuchtbuch | 1933 Gründung der Association Francaise d'Elevage de la Race Pypénéenne Ariègoise dite de Mérens (SHERPA) im Centre National du Cheval de Mérens in La Bastide de Sérou; seit 1947 Führung eines Stutbuch |
| Mexikanisches Pferd | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Uneinheitliches Erscheinungsbild; immer schmaler Körper, kurzer Rücken, starke Kruppe; harte Beine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausdauernd, hart, mutig, nervig, aufmerksam, einsatzwillig |
| Verwendung | Vielseitiges Reit- und Arbeitspferd |
| Herkunft, Verbreitung | Mexiko |
| Besonderes, Geschichte | Die spanischen Pferde der Eroberer bildeten die Grundlage der Zucht; Vermischung mit Mustangs, Criollos, Arabern und Andalusiern |
| Midget Pony (Zwergpony) | |
| Farbe | Alle Farben und Scheckungen, ausgenommen Appaloosa-Muster |
| Stockmaß | 60 bis max. 90 cm |
| Exterieur | Shetland Pony-Typ, keine Gemeinsamkeiten mit dem Falabella; oft mangelhaftes Exterieur aufgrund der Inzucht; meist zu großer Kopf, untersetzter plumper Körper; sehr dickes und langes Langhaar |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | "Spielzeug" für Kinder, "Dekoration" für den Garten |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage waren sehr kleine Shetland-Ponys, Zuchtziel war allein die geringe Größe; die extreme Inzucht, um die Nachkommen noch kleiner zu züchten, brachte in vielen Fällen mangelhafte und missgebildete Fohlen; um das Größenwachstum zu hemmen, wurden die Ponys oft nur unzureichend gefüttert, die Folge waren Unterernährung, Krankheiten und geringe Lebenserwartung; viele Pferdefreunde in Amerika stehen der Zucht und Haltung des Midget Ponys ablehnend gegenüber |
| Miquelonnais | |
| Farbe | Rotbraune, Rappen, Füchse mit heller Mähne, viele andere Farben, auch Schecken |
| Stockmaß | 140 bis 150 cm |
| Exterieur | Schwerer, hübscher Kopf, gerades Profil, wache, oft weiß umrandete Augen, kleine Ohren; kräftiger Hals, gerader, breiter Rücken, massiver Rumpf, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige Beine, gesunde, feste Hufe; dichtes Fell, dichtes, starkes Langhaar |
| Eigenschaften | Sehr robust, genügsam, zuverlässig |
| Verwendung | In kleinen Herden frei lebend; Arbeits- und Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Inselgruppe Saint Pierre-et-Miquelon vor der Südküste Neufundlands (zu Frankreich gehörend) |
| Besonderes, Geschichte | Entdeckt wurden die Inseln im 16. Jh.; beliebte Arbeitspferde der Fischer und Landwirte; im Laufe der Jahrhunderte passten sich die Pferde dem rauhen Klima an; es leben ca. 100 Pferde auf der Insel, davon wird ca. die Hälfte geschützt und versorgt überwintert, die anderen müssen ihr Futter selber suchen; Einkreuzungen von kanadischen Haflingern und amerikanischen Pintos veredelten das Exterieur und hellten das Deckhaar auf; zur Verbesserung wurde ein kanadischer Hengst als Veredler aufgestellt, der bisher gute, rustikal-elegante Fohlen brachte |
| Zuchtbuch | |
| Misaki Pony (Miysaki Pony) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Rappen, selten Füchse; weiße Abzeichen sind ungewöhnlich |
| Stockmaß | ca. 135 cm |
| Exterieur | Schwerer Kopf; kurzer, breiter Hals, kurzer, gedrungener Rumpf; kräftige Gliedmaßen, trockene Sehnen und Gelenke; kräftiges Langhar |
| Verwendung | Keine große wirtschaftliche Bedeutung |
| Herkunft, Verbreitung | Japan, wildlebend südlich vor Misaki im Gebiet von Kap Toi auf der Insel Kiushu |
| Besonderes, Geschichte | Eine der ursprünglichen Primitiv-Rassen Japans; Abstammung geht auf chinesische Pferde zurück, die nach Japan kamen; die Pferde waren überwiegend sich selbst überlassen, einmal im Jahr wurden überzählige Hengste ausgesondert; nach dem 2. Weltkrieg ging der Bestand drastisch zurück (höchstens noch 100 Tiere!) |
| Missouri Foxtrotter | |
| Farbe | Alle Farben, am häufigsten Füchse, Schimmel, Rappen, Braune |
| Stockmaß | 140 bis 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, fein modellierter Kopf, freundlicher Ausdruck, große, glänzende Augen, kleine spitze Ohren; gerader, kräftiger Hals, lange, muskulöse, eher steile Schulter, wenig Widerrist, tiefe Brust, sehr kräftiger, kurzer, gerader Rücken, runde, leicht abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; kurze, kräftige Beine, klare Sehnen und Gelenke, gute, harte Hufe; feines, dünnes Langhaar |
| Eigenschaften | Trittsicher, intelligent, angenehmes Temperament, sehr leichtrittig, lebhaft, guter Charakter, klug, sanftmütig, zäh, ausdauernd, leistungswillig, genügsam; angeborener "Fox trot" (= Fuchstrab, gebrochener Gang im Vierschlag); das Pferd scheint vorn Schritt und hinten Trab zu gehen (keine schnelle, aber sehr bequeme und sichere Gangart), typisch: Kopfnicken und wippender Schweif |
| Verwendung | Gangpferd, Rancharbeit, Einsatz bei den Forstrangern, Distanzreiten, Showpferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA (Ozark Plateau von Missouri und Arkansas), ca. 300 Pferde (Stand 2000) in Europa |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage für die Zucht bildeten spanisch-orientalische Pferde sowie Saddle-Horses, Tennessee Walker, Morgans und Standardbreds; um 1821 waren die Ozarks Zuchtzentrum; durch strenge Selektion auf die Gangart Foxtrott entwickelte sich die Rasse |
| Zuchtbuch | 1948 Gründung der Missouri Fox Trotting Horse Breed Association in Ava, Missouri, 1983 Schließung des Stutbuchs |
| Miyako Pony (Miyako-Shima-Pony) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Falben |
| Stockmaß | ca. 148 cm |
| Exterieur | |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Reit- und leichtes Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Miyako, Japan; eine der Riukiu-Inseln in der Region Okinawa |
| Besonderes, Geschichte | Die Insel ist seit Jahrhunderten für ihre Pferdezucht bekannt; während des 2. Weltkriegs wurden Hengste großer Rassen zur Zucht verwendet, um das bis dahin kleine Miyako größer zu machen; 1955 betrug die Population ca. 10.000 Tiere; durch die Motorisierung ging der Bestand innerhalb kurzer Zeit drastisch zurück; seit 1975 wurden Anstrengungen unternommen, um die Rasse zu erhalten, 1988 existierten nur noch 11 Miyako Ponys; Rasse ist vom Aussterben bedroht |
| Mongolen Pony | |
| Farbe | Lichtfüchse, Falben in vielen Schattierungen; Aalstrich, Maul und Bauch oft heller, dunkle Beine mit Zebrastreifen an Oberarm und -schenkel |
| Stockmaß | 124 bis 145 cm |
| Exterieur | Grober, plumper Kopf, kleine, wache Augen, kurze, dicke Ohren; kurzer, kräftiger Hals, tiefe Brust, ausgeprägter Widerrist, muskulöser Rücken, muskulöse Kruppe, relativ hoch angesetzter Schweif; kurze, stabile Beine, kleine, harte Hufe; Stehmähne, Schweif an der Wurzel dicht behaart, nach unten dünner werdend |
| Eigenschaften | Widerstandsfähig gegenüber extremen Temperaturen, ausdauernd, schnell, regenerationsfähig, nicht einfach in Temperament und Charakter |
| Verwendung | Hüte-, Jagd-, Pack- und Zugpony, Einsatz in der Landwirtschaft; Fleisch-, Leder- und Stutenmilchlieferant; Distanz- und Ponyrennen; außer den Grundgangarten oft Pass und Tölt |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Mongolei |
| Besonderes, Geschichte | Direkter Nachkomme des Przewalski Pferdes; sie leben in Herdenverbänden von 250 bis 500 Tieren; die Tiere müssen ihr Futter suchen und sich gegen Raubwild wehren; durch Einkreuzungen oder sonstige Beeinflussung durch andere Rassen variiert das Ersheinungsbild oftmals; der Urtyp soll erhalten bleiben und wird weiter rein gezüchtet |
| Morab | |
| Farbe | |
| Stockmaß | cm |
| Exterieur | |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Bereits um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) wurden Araber-Morgan-Kreuzungen in den Zuchtbüchern der Internationalen Arab Horse Association registriert; der erste reine Morab war der 1855 mit der Nr. 69 im Morgan-Zuchtbuch registrierte Hengst Golddust, dieser stellte 44 Trabrekorde auf; durch den Standardbred ging das Interesse an schnellen Morabs zurück; die Zucht wurde vom Zeitungsverleger William R. Hearst in den 1920er-Jahren mit den Araber-Hengsten Ksar und Ghazi sowie einigen Morgan-Stuten weitergeführt; in den 1950er-Jahren entwickelte Martha Doyle Fuller das letzte Zuchtkapitel |
| Zuchtbuch | 1973 Eröffnung des ersten Zuchtregisters und Gründung der Morab Breed Association |
| Morgan Horse | |
| Farbe | Alle Farben, vorwiegend Braune, Füchse, Hellbraune, Dunkelbraune, Rappen, kleine Abzeichen, kaum Schimmel und Schecken |
| Stockmaß | 143 bis 155 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, ausdrucksvoller Kopf, gerades, manchmal konkaves Profil, breite Stirn, kleine, spitze Ohren, strahlende, freundliche Augen; dicker Nacken, kräftiger, gewölbter, hoch aufgesetzter Hals, tiefe, breite Brust, kräftige, schräge Schulter, wenig markierter Widerrist, viel Gurtentiefe, kurzer, breiter Rücken, kräftige, runde, leicht abfallende Kruppe; stabiles, trockenes Fundament, kurze Röhren, gut markierte Sehnen, gesunde, harte Hufe; hoch angesetzter und getragener Schweif, volles, welliges Langhaar |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, freundlich, gutmütiger Schwerarbeiter, sehr aktiv, energisch, hart, ausdauernd, klug, sehr gelehrig, trittsicher, robust |
| Verwendung | Familien-, Freizeit-, Geländepferd, Arbeits- und Kutschpferd; die extreme Vorhandaktion "Park" wird nur für Shows trainiert |
| Herkunft, Verbreitung | USA (Vermont und Connecticut), Kanada, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Älteste auf dem amerikanischen Kontinent entstandene Rasse; seit über 200 Jahren Reinzucht; die Rasse hat nur einen Hengst als Stammvater: den 1789 geborenen, von Justin Morgan gekauften nach ihm benannten Justin Morgan; in Wettkämpfen (Kraft- und Ausdauerprüfungen) brachte der Hengst hervorragende Leistungen und vererbte diese auch weiter; seine Söhne Woodbury, Sherman und Bulrush wurden wegen ihrer außerordentlichen Eigenschaften für die Zucht des American SaddleHorse, des Tennessee Walker, des Hackney und des Standardbred verwendet; im 18. und 19. Jh beliebtes Pferd der Siedler, der Südstaatler, der US-Kavallerie und als Traber gefragt |
| Zuchtbuch | American Morgan Horse Association |
| Mpar Pony | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Füchse |
| Stockmaß | max. 133 cm |
| Exterieur | Schmaler Kopf; kurzer Hals, "Axthieb", tiefe Brust, gerader Rücken, abfallende Kruppe; stabiles Fundament |
| Verwendung | Leichtes Zugpferd in der Landwirtschaft, Wassertransport |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Senegal (Westafrika), im Arachidier-Becken und in der Gegend um Niayes |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung geht auf den Berber zurück; durch die klimatischen und umweltbedingten Einflüsse degenerierte die Rasse und wurde kleiner und schlanker; wegen der Verdrängung durch das Mbayar Pony vom Aussterben bedroht! |
| Muraközer (Muraköser Pferd, Murakoz, Murinsulaner) | |
| Farbe | Überwiegend Füchse mit flachsfarbener Mähne und Schweif, auch Braune, Fuchs- und Braunschimmel, selten Schimmel und Rappen |
| Stockmaß | ca. 162 cm |
| Exterieur | Großer, trockener Kopf, gerades bis konvexes Profil (Hinweis auf orientalische Vorfahren); kurzer, gewölbter Hals, starke Schulter, tiefe, breite Brust, wenig Widerrist, viel Gurtentiefe, kräftiger, deutlich tiefer Rücken, kraftvolle Hinterhand, muskulöse, abfallende Kruppe; muskulöse, kurze Beine, starke Knochen, große, runde, feste Hufe, wenig Behang |
| Eigenschaften | Ausgeglichener Charakter, freundlich, sehr gute Kondition, willig, ruhig, aktiv, zuverlässig, genügsam, einsatzwillig, energisch, gutes Temperament, sehr leichtfuttrig |
| Verwendung | Landwirtschaft, Zugarbeit |
| Herkunft, Verbreitung | Ungarn; Tschechien, Slowakei, Polen, gesamtes ehem. Jugoslawien |
| Besonderes, Geschichte | Ursprüngl. Zucht im Grenzgebiet Österreich/Ungarn; Landstuten wurden mit Norikern gekreuzt; durch unsachgemäße Zucht entstanden zwei Schläge: in den Bergregionen der leichtere Pinkaföer/Pindafelder und der sich an der Mura entwickelnde schwerere Muraközer; seit Anfang des 20. Jh. werden Ardenner eingekreuzt, um beide Schläge schwerer zu machen; in den 1920er-Jahren führte der Bedarf an schweren Arbeitspferden zur Einrichtung der einzigen staatlichen Kaltblutzucht Ungarns; Verluste des 2. Weltkriegs machten einen Neuaufbau der Zucht notwendig, für den vorwiegend Ardenner verwendet wurden; der Bedarf ist stark rückläufig |
| Murgese | |
| Farbe | Rappen ohne Abzeichen, Ausnahme: weißer Stern; sehr selten Dunkelbraune und Dunkelfüchse |
| Stockmaß | 158 bis 170 cm |
| Exterieur | Hübscher, trockener Kopf, aufmerksame Augen, lebhafte Ohren; schön getragener Hals, schräge Schulter, viel Widerrist, gute Gurtentiefe, kräftiger, gerader Rücken, muskulöse Kruppe; stabiles Fundament, kräftige Gelenke, sehr gute Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, intelligent, elegant, genügsam, trittsicher, ausgeglichenes Temperament, sehr ausdauernd; gutes Springvermögen |
| Verwendung | Reit- und Kutschpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Italien (Provinz Apulien und Distrikt Murge als Hauptzuchtgebiet) sowie Bezirke Abrussi, Calabria, Basilicala |
| Besonderes, Geschichte | Stammt von Andalusiern ab; starke Einflüsse von Araber, Berber und Lusitano; der ursprüngliche kleinere Typ wurde im 15. und 16. Jh. als Kavalleriepferd verwendet, war 200 Jahre später aber fast ausgestorben; durch Einkreuzung von orientalischen Hengsten zu Beginn und Englischem Vollblut Mitte des 20. Jh. verbesserte sich das Exterieur und brachte mehr Galoppier- und Springvermögen |
| Zuchtbuch | Eröffnung eines Stutbuchs um 1960 durch das Staatliche Institut in Foggia und die Züchtervereinigung von Martina Franca |
| Mustang (Bronco) | |
| Farbe | Alle Farben, viele Schecken |
| Stockmaß | 145 bis 155 cm |
| Exterieur | Oft schwerer Ramskopf; tief getragener, starker Hals, ausreichender Widerrist, kräftiger, rundrippiger Körper, kurzer, kräftiger Rücken, leicht abgeschrägte Kruppe; trockenes Fundament, starke, kurze Beine, eisenharte Hufe |
| Eigenschaften | Sehr ausdauernd, unabhängig, mutig, hart, widerstandsfähig, genügsam, misstrauisches Temperament, wachsam |
| Verwendung | Früher Reitpony der Cowboys, Indianer und Kavallerie, heute nur noch Einsatz für Rodeos (Broncos); wild lebend |
| Herkunft, Verbreitung | USA, überwiegend New Mexico, Texas, Wyoming, Kalifornien |
| Besonderes, Geschichte | Urspung liegt in den Rassen, die im 16. Jh. von den Spaniern mitgebracht wurden (Andalusier, Araber, Berber); sie verwilderten und veränderten sich durch die harte Auslese; wegen der starken Vermehrung wurden sie als Fresskonkurrenz der Rinder fast ausgerottet; um 1930 war der Bestand (Anfang des 19. Jh. auf 2 Millionen Tiere geschätzt) auf 6.000 reduziert; sie leben heute in Schutzgebieten in Wyoming, Kansas, Arizona, Utah und Kalifornien |
| Zuchtbuch | American Mustang Association |
| Mysekaja Pferd (Albanisches Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, alle anderen Grundfarben |
| Stockmaß | nach Typ 130; 135 bis 145 cm |
| Exterieur | Orientalisch geprägt; hübscher Kopf, kurzer, kräftiger Rücken; stabile Gliedmaßen, harte Hufe Zwei unterschiedliche Typen: der größere Mysekaja, Stockmaß 135 bis 145 cm, und das kleinere Albanische Bergpony, um 130 cm |
| Eigenschaften | Ausdauernd, zäh; oft Passgänger |
| Verwendung | Trag-, Reit- und leichtes Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Albanien |
| Besonderes, Geschichte | Verwandtschaft mit dem Bosniaken; Versuche unter italienischem Einfluss, den Mysekaja durch Sardo-Araber, Anglo-Araber und Lipizzaner sowie den Gebirgstyp durch Haflinger zu verbessern; bis zum Ende des 2. Weltkriegs hatte Albanien ca. 70.000 Pferde beider Typen; neue Zahlen liegen nicht vor |