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Pferderassen N

Namib Wildpferd
FarbeVorwiegend Braune, auch Füchse und Rappen, keine Schimmel oder Schecken
Stockmaß140 bis 160 cm
ExterieurAusdrucksvoller Kopf, oft konkave Nase; gute Schulter, mittellanger Rücken, schräge Kruppe; kräftiges Fundament, harte Hufe
EigenschaftenAusdauernd, hart, zäh
VerwendungFrüher als Reit- und Wagenpferd
Herkunft, VerbreitungNamib Wüste (Republik Namibia), im Namib-Naukluftnationalpark
Besonderes, GeschichteVerwilderte, von den deutschen Schutztruppen und Farmern zurückgelassene bzw. entlaufene Tiere; durch Vermischung mit einheimischen Pferden (wahrscheinlich Basuto Ponys und Kap Pferde) entstand die den Wüstenbedingungen sehr gut angepasste Form; die Pferde stehen seit ca. 1990 unter dem Schutz der namibischen Naturschutzbehörde

National Show Horse
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaß152 bis 162 cm
ExterieurVereint die Schönheit und Ausdauer des Arabers mit der Größe und den hervorragenden Gangarten des American Saddlebred
Eigenschaften
VerwendungReiten, Fahren, Showhorse, Vorstellung an der Hand
Herkunft, VerbreitungUSA
Besonderes, GeschichteDie Rasse wurde sozusagen "am Reißbrett" entworfen, da es eine hohe Nachfrage nach schönen Showpferden gab
Zuchtbuch1981 Gründung der National Show Horse Registry (NSHR) und Eröffnung des Zuchtbuchs

Navarra Pony (Caballo Espanol, subraza de Navarra)
FarbeVorwiegend Dunkelbraune
Stockmaß120 bis 130 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, gerades Profil, kleine Mausohren; muskulöser, breiter Hals, Kräftiger, tiefer Rumpf, schräge Kruppe; kurzes Fundament, feste Beine, harte, runde Hufe; üppiges, langes Langhaar
EigenschaftenAusdauernd, hart, lebhaftes Temperament, genügsam, gesund
VerwendungZug-, Reit- und Tragpony; ganzjährig in Herden frei lebend
Herkunft, VerbreitungRegion Navarra (westliche Pyrenäen im Norden Spaniens)
Besonderes, GeschichteUralte Rasse, große Beeinflussung durch Pferde links und rechts der Pyrenäen, vor allem Keltenpferde, die im 9.-5. Jh. v.Chr. die Berge passierten; im 8.-10. Jh. Blutzufuhr durch arabisch-berberische Rassen; jedes Jahr im Mai werden aus den Herden die Junghengste herausgefangen, die Fohlen gebrannt; immer wieder werden den Herden zur Vermeidung von Inzucht neue Hengste zugeführt

Neufundland Pony
FarbeVorwiegend Brauntöne, aber auch andere Farben
Stockmaß120 bis 148 cm
ExterieurKleiner Kopf, kurze behaarte Ohren; muskulöser Hals, kompakter Rumpf, viel Gurtentiefe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, kleine, harte Hufe; dicke Mähne; Gewicht zwischen 180 - 360 kg
EigenschaftenGutes Temperament, leichtfuttrig, widerstandsfähig
VerwendungTransportpony, Fleischlieferant für den Export
Herkunft, VerbreitungNeufundland/Kanada
Besonderes, GeschichteDas Pony ist eine bunte Kreuzung aus den Rassen, die die Siedler vor über 300 Jahren mitbrachten: Exmoor-, Dartmoor-, New Forest-, Galloway-, Welsh- und Highland Ponys; Population nahm seit Mitte der 1980er-Jahre radikal ab; 1997 gab es nur noch 144 Neufundland Ponys (Wallache und alte Stuten) mit einer sehr geringen Zuchtbasis; die Newfoundland Pony Society bemüht sich um den Erhalt und die Vermehrung der Rasse

New Forest Pony
FarbeAlle Farben, vorwiegend Braune, Schecken unerwünscht
Stockmaß122 bis 148 cm
ExterieurGroßer Kopf, große Augen; gut angesetzter, kurzer Hals, markanter Widerrist, lange, abfallende Schulter, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, kurzer, kräftiger Rücken, breite, muskulöse Kruppe; trockenes, kräftiges Fundament, kurze Röhren, harte Hufe
EigenschaftenIntelligent, willig, freundlich, sanft, ausgeglichen, robust, leichtfuttrig, gelehrig, leistungsstark, guter Charakter, verkehrssicher, mutig, trittsicher, springfreudig
VerwendungReitpony für Kinder, Familien- und Jagdpony
Herkunft, VerbreitungNew Forest in der Grafschaft Hampshire (Südwesten Englands), Europa
Besonderes, GeschichteSeit 1016 ist der New Forest die Heimat der Ponys, enge Verwandtschaft mit Exmoor- und Dartmoor-Pony; durch Einkreuzung von Orientalen und Vollblütern ergab sich der Verlust von Substanz und Härte; seit 1891, nach Gründung der Züchtervereinigung, und dem Einkreuzen von Fell-, Highland-, Dartmoor- und Welshhengsten verbesserte sich die Rasse
Zuchtbuch1891 Gründung der Züchtervereinigung, 1906 erste Registrierung, 1910 Herausgabe des ersten Stutbuchs

 
Niederländisches Kaltblut
FarbeBraune, Füchse, Fuchs- und Braunschimmel, selten Rappen
Stockmaßca. 165 cm
ExterieurKleiner Kopf, kurze Ohren, kleine Augen; kräftiger, kurzer Hals, muskulöse Schulter, massiger Rumpf, kräftiger, gerader Rücken, schräge, muskulöse Kruppe; tief angesetzter Schweif; stämmiges Fundament, stark bemuskelte Beine mit Behang
EigenschaftenAusdauernd, eifrig, zugfest, guter Charakter, ausgeglichenes Temperament
VerwendungLand- und Forstwirtschaft, Show-Pferd; Fleischlieferant
Herkunft, VerbreitungNiederlande (Hertogenbosch und Hoogeveen)
Besonderes, GeschichteDie Abstammung geht auf den Belgischen Kaltblüter zurück; gezielte Zucht ab ca. 1910 in Zeeland, Noord Brabant und Limburg
Zuchtbuch1914 Gründung der Koninklijke Verenigung Het Nederlandsche Trekpaard (KNVT)

Niederländisches Reitpony mit arabischem Blut
FarbeVorwiegend Schimmel, auch alle anderen Grundfarben
Stockmaßbis 148 cm
ExterieurEdler, trockener Kopf, konvexes Profil, kleine Ohren, ausdrucksvolle, große Augen; schön aufgesetzter Hals, breite Brust, schräge Schulter, markanter Widerrist; feine, trockene Gliedmaßen, kleine Hufe; seidiges Langhaar
EigenschaftenLeistungsbereit, zuverlässig, ausgeglichen, guter Charakter
VerwendungReiten und Fahren
Herkunft, VerbreitungNiederlande
Besonderes, GeschichteDas Pony hat einen Anteil von mindestens 25% arabischem Blut (in der Zuchtordnung festgelegt); Zuchtziel war es, den hohen Anforderungen im Reitsport zu genügen und Eleganz und Adel beizubehalten
ZuchtbuchNederlands Rijpaarden en Pony Stamboek (NRPS) seit 1981; es werden drei Register geführt: Niederländisches Reitpony, Niederländisches Reitpferd mit mind. 12,5% Araberblut (NRA) und Angloaraber (AA)

 
Niederländisches Warmblut
FarbeAlle Farben
Stockmaßca. 163 cm
ExterieurTrockener Kopf, breite Stirn, meist gerades Profil, ausdrucksvolle Augen; mittellanger Hals, starke, schräge Schulter, klar markierter Widerrist, kräftiger, tiefer Rumpf, mittellanger bis langer Rücken, muskulöse Kruppe; stabiles Fundament, markante Gelenke
EigenschaftenZuverlässig, sehr guter Charakter, ruhiges Temperament
VerwendungHochleistungspferd für alle Disziplinen, vor allem Dressur und Springen
Herkunft, VerbreitungNiederlande, Europa, weltweit
Besonderes, GeschichteZüchtung auf der Basis des Gelderländers und Groningers mit Einkreuzungen von Selle Francais, Holsteiner, Trakehner, Hannoveraner, Englischem Vollblut; es gibt drei anerkannte Typen: 1. das Reitpferd, 2. das Tuigpaard (Luxuswagenpferd), 3. das Basispferd
ZuchtbuchKoninklijk Warmbloed Paardenstamboek Nederland

Nigerianisches Pony
FarbeVorwiegend Schimmel, auch alle anderen Farben
Stockmaß140 bis 145 cm
ExterieurGerader Kopf, mittellanger, nicht sehr schöner Hals, ausgeprägter Widerrist, gute, starke Schulter, gerader Rücken, schwache Hinterhand; harte Beine, gesunde, harte Hufe
EigenschaftenAusdauernd, bescheiden, willig, robust, schnell, wendig, leichtfuttrig, hart
VerwendungLeichtes Zug-, Pack und Reitpony
Herkunft, VerbreitungNigeria
Besonderes, GeschichteDas Pony stammt von Berberpferden, die von Nomadenstämmen nach Nigeria gebracht wurden, ab

Nonius
FarbeVorwiegend Braune, Dunkelbraune und Rappen ohne Abzeichen
Stockmaßca. 165 cm
ExterieurSchöner Kopf, gerades bis konvexes Profil, freundliche Augen, lebhafte Ohren; mittellanger, hoch angesetzter Hals, gut markierter Widerrist, lange, schräge Schulter, breite Brust, gute Gurtentiefe, langer, gerader Rücken, muskulöse, gerade Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kräftiges, trockenes Fundament, harte, runde Hufe
EigenschaftenSehr guter Charakter, ruhig, arbeitswillig, zäh, zuverlässig, ausdauernd, leistungsfähig, ausgeglichenes Temperament; gutes Springvermögen
VerwendungReit- und Kutschpferd mit sehr guten Fahreigenschaften
Herkunft, VerbreitungUngarn, Südeuropa
Besonderes, GeschichteStammvater ist der 1810 geborene Anglo-Normanne Nonius senior, der als Kriegsbeute nach Österreich kam und 1815 im k.u.k. Gestüt Mezehögyes aufgestellt wurde; 1869 Teilung der Herde in den kleinen und großen Noniusstamm (Größengrenze bei 158 cm Stockmaß), bis 1961 galt diese Unterscheidung; heute wird nur noch ein einheitlicher Typ gezüchtet

 
Nooitgedachter
FarbeVorwiegend Braune, Schwarzbraune, Füchse und Schimmel; Schecken nicht erlaubt
Stockmaß138 bis 153 cm
ExterieurMittelgroßer, breiter Kopf, tiefliegende Augen, kurze, spitze Ohren; feine Knochenstruktur, schräge Schulter, kurzer Rücken; stabiles Fundament, trockene Gliedmaßen, markante Gelenke, extrem harte Hufe
EigenschaftenLeistungsfähig, sehr menschenbezogen, intelligent, ausdauernd, trittsicher, zuverlässig, rittig, gutes Temperament, freundlicher Charakter; gutes Springvermögen, Anlagen zum Tölt
VerwendungReit- und Fahrpony, Polo, Gewichtsträger
Herkunft, VerbreitungRepublik Südafrika
Besonderes, GeschichteUrsprung geht auf das Basuto-Pony zurück; Prägung des Rassetyps durch das unwirtliche Hochlandklima; 1931 wurde die Nooitgedachter-Forschungsstation nahe Ermelo mit einer kleinen Herde Basutos eingerichtet; durch strenge Selektion und wissenschaftliche Auflagen profilierte sich die Rasse; 1967 bestanden bereits acht Gestüte
Zuchtbuch1967 Gründung des Zuchtverbands, 1976 Anerkennung als erste einheimische Rasse von der South African Stud Book Association

Nordkirchener Pony (Arenberg-Nordkirchener Pony)
FarbeÜberwiegend Braune, Schwarzbraune und Rappen, oft mit Wildpferdezeichnung (Aalstrich und Mehlmaul), selten Füchse und Schimmel
Stockmaß132 bis 140 cm
ExterieurTrockener, ausdrucksvoller Kopf; schräge Schulter, oft wenig ausgeprägter Widerrist, gut geformte Reitpferdekruppe; korrektes, klares Fundament
EigenschaftenAngenehmes Temperament, widerstandsfähig, genügsam, robust, freundlich, verträglicher Charakter, ausdauernd, zäh
VerwendungReit- und Fahrpony für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Herkunft, VerbreitungDeutschland (Westfalen mit dem vom Herzog von Arenberg eingerichteten Wildpferdegestüt in Nordkirchen/Münster)
Besonderes, GeschichteEnde der 1920er-Jahre Anlage des Wildponygestüts, Zucht auf der Basis von Panjestuten und Dülmener Hengsten, die Zucht erhielt den Namen Arenberger Pony; durch Selektion sollte ein elegantes Kleinpferd mit Reitpferdeeigenschaften gezogen werden; 1968 Verkauf der ca. 100-köpfigen Herde und Umbennung in Arenberg-Nordkirchener; Einkreuzung von Welsh B-Ponyhengsten zur Veredelung zum Reitpony; Auflösung der Zucht von Herrn Orthmann in den 1980er-Jahren, die Pferde wurden nach Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen verkauft, Eingliederung in die jeweiligen Verbände der Reitponyzuchten; die Restpopulation der ursprünglichen Ponys ist vom Aussterben bedroht bzw. existiert nicht mehr

Nordlandpferd (Nordheste)
FarbeVorwiegend Dunkelbraune, Braune, auch Füchse und Braunschimmel
Stockmaßca. 140 cm
ExterieurDem Isländer sehr ähnlich; mittelgroßer, trockener Kopf, gerades Profil, klare, ruhige Augen, lebendige Ohren; kurzer, muskulöser Hals, etwas steile, kurze Schulter, kurzer, flacher Widerrist, viel Gurtentiefe, kräftiger, gerader, langer Rücken, kräftige, runde Kruppe; gesunde, trockene Beine, eiserne Sehnen und Gelenke, kleine, harte Hufe; dichtes Langhaar
EigenschaftenGenügsam, zäh, ausdauernd
VerwendungReit- und Zugpony
Herkunft, VerbreitungNorwegen, vor allem im Norden um Tromsö, Lyngen und den vorgelagernten Inseln
Besonderes, GeschichteHerkunft ist weit gehend unbekannt; wahrscheinlich Nachfahre der keltischen Ponys und Nachkomme des Tarpan, Konik, und Mongolen Pony; Einfluss durch Dole- und Fjordpferd, das Lyngpferd ist in ihm aufgegangen; Bestand wurde im 2. Weltkrieg fast ausgerottet; nach 1958 wurden nur noch vier Hengste und ca. 100 Stuten gezählt
Zuchtbuch1916 Anerkennung als Rasse; Körzwang für Hengste seit 1939

Nordschwede, Nordschwedisches Pferd
FarbeVorwiegend Braune und Rappen, seltener Falben und Füchse
Stockmaß153 bis 158 cm
ExterieurGroßer Keilkopf, gerades Profil; kurzer, kräftiger Hals, kräftige, steile Schulter, wenig Widerrist, breite Brust, kompakter, breiter Rumpf, viel Gurtentiefe, langer, breiter Rücken, schräge, muskulöse Kruppe; stabiles Fundament, kurze, kräftige Beine, große, harte Hufe; üppiger Schopf, kräftiges, volles Langhaar und Behang
EigenschaftenGesund, langlebig, robust, ausdauernd, willig, anspruchslos, wendig, zugkräftig, energisches Temperament, sehr guter Charakter
VerwendungFrüher Armeepferd, heute in der Forst- und Landwirtschaft als Zugpferd, auch als ausdauernder, schneller Traber in Trabrennen
Herkunft, VerbreitungSchweden, vor allem Jämtland, Dalekarlien, Värmland und Bottnischer Meerbusen; Zuchtmittelpunkt in Wangen (Nordschweden)
Besonderes, GeschichteGrundlage war der bodenständige schwedische Landschlag; lange Zeit wurde wahllos gekreuzt; die Gründung des Zuchtverbands und Einkreuzung von Dolepferd brachte eine gewisse Vereinheitlichung des Typs; ab 1900 Reinzucht und Führung von Stutbüchern
ZuchtbuchSeit 1900 Führung des Stutbuchs

 
Nordschwedischer Traber
FarbeAlle Grundfarben, überwiegend Braune und Rappen, seltener Falben und Füchse
Stockmaß153 bis 158 cm
ExterieurMittelgroßer Keilkopf, lebendige Augen; kurzer kräftiger Hals, kräftige, schräge Schulter, gute Gurtentiefe, langer Rücken, schräge muskulöse Kruppe; kräftiges Fundament, gesunde Hufe; kräftiger Schopf, volles Langhaar und Behang
EigenschaftenEnergischer, ausdauernder Naturtraber; willig, guter Charakter, lebhaftes Temperament, freundlich, anspruchslos, sehr widerstandsfähig, ausgezeichnetes Gangvermögen
VerwendungTrabrennen
Herkunft, VerbreitungSchweden, Hauptzuchtgebiete Jämtland mit dem Gestüt Wangen sowie Dalekarlien und Värmland; Hauptzuchtanstalt in Wangen (Nordschweden)
Besonderes, GeschichteZuchtgeschichte entspricht dem des Nordschwedischen Pferdes; ab 1924 Anerkennung als eigene Rasse; der Nordschwede ist nicht so schnell wie europäische oder amerikanische Traber; die besten Renntraber werden für die Zucht weiterverwendet
ZuchtbuchSeit 1924 eigenes Stutbuch

Noriker
FarbeBraune, Rappen, Füchse, Dunkelfüchse, auch Tigerschecken und Blauschimmel
Stockmaß150 bis 165 cm
ExterieurSchwerer, gut proportionierter Kopf, leicht konvexes Profil; kurzer, muskulöser Hals, mächtige, steile Schulter, flacher Widerrist, breite Brust, kurzer, kräftiger Rücken, lange, muskulöse, gespaltene Kruppe; kräftiges Fundament, wenig Behang
EigenschaftenFleißig, gutmütig, kraftvoll, ausdauernd, anspruchslos, wendig, trittsicher, ruhiges Temperament, etwas langsam, sichere Geländegängigkeit
VerwendungGebirgspferd, Zugpferd in Land- und Forstwirtschaft, Kutsch- und Reitpferd
Herkunft, VerbreitungÖsterreich (Stammgestüt Schwaiganger), Deutschland (Landgestüt Marbach)
Besonderes, GeschichteVor rd. 2000 Jahren Gründung einer neuen Zuchtstätte des "Legionärspferdes" der Römer in den Provinzen Noricum, Rätien und Pannonien, aus dem schweren Warmblutpferd der Thessalischen Ebene entstand der Noriker; Veredlung durch Einkreuzung von spanischen und neapolitanischen Blutlinien; 1688 Verbot, inländische Stuten durch ausländische Hengste decken zu lassen, 1703 erste Körordnung für Privathengste; seit über 400 Jahren wird bei strenger Selektion in einem geschlossenen Zuchtgebiet rein gezüchtet; hervorragende Linienbegründer sind Vulken, Schumitz, Elmar, Diamant; die Tigerschecken der Tiger-Linie ist auf den andalusischen Blutanteil zurückzuführen
Zuchtbuch1897 Gründung des Pinzgauer Pferdezuchtvereins; 1903 Herausgabe des ersten Gestütsbuchs

North American Single-Footing Horse
FarbeAlle Farben
StockmaßAlle Größen
Exterieur
EigenschaftenZuchtziel ist ein leichtes, gut gebautes, schön aussehendes und weich zu sitzendes, vielseitig verwendbares Pferd; ausdauernd, arbeitswillig, gelassen, fügsam, williges Temperament; ideale Gangart ist der "rack", auch "amble rompu" oder "broken amble" genannt - ein Tölt mit taktklarem, ausdrucksvollem, akzentuiertem Viertakt
VerwendungZucht und Wettkampf
Herkunft, VerbreitungUSA
Besonderes, Geschichte"Single-Foot" wird in Amerika für den "rack" verwendet; Ziel der Single-Footing Horse Association ist, alle Besitzer und Züchter von Mehrgängern für ein breit gefächertes Zucht- und Wettkampfprogramm zusammenzuschließen; es gibt fünf Abteilungen des Wettkampfprogramms mit 50 Kategorien, in denen Auszeichnungen gewonnen werden können; der Verband lehnt in der Pferdeausbildung Gewalt und unnatürliche Hilfsmittel ab; Gewaltanwendung führt zum sofortigen Ausschluss aus dem Verband
ZuchtbuchSingle-Footing Horse Association

Nowokirgise
FarbeAlle Grundfarben, überwiegend Braune und Füchse
Stockmaß145 bis 156 cm
ExterieurMittelgroßer, trockener Kopf, gerades Profil, mittelgroße, bewegliche Ohren, aufmerksame Augen; kräftiger, mittellanger Hals (manchmal Hirschhals), markanter Widerrist, gut geformte, kräftige Schulter, tiefe, breite Brust, muskulöser, schlanker Rumpf, gute Gurtentiefe, gerader, muskulöser, langer Rücken, kräftige, abfallende Kruppe; stabiles Fundament, kurze Beine, sehr feste Hufe; feines Langhaar, kein Behang
EigenschaftenAusdauernd, anspruchslos, widerstandsfähig, genügsam, trittsicher, gutes Temperament; gewohnt, in großen Höhen (2000-3000m über dem Meer) zu leben
VerwendungGebirgspferd; Reit- und Packpferd, leichtes Zugpferd, sehr gut für Distanzritte; Fleisch- und Stutenmilchlieferant
Herkunft, VerbreitungRepublik Kirgisien, auch in Kasachstan und Tadschikistan
Besonderes, GeschichteStammrasse ist das Kirgisenpony; durch Einkreuzung von Donpferden und Englischem Vollblut nach dem 1. Weltkrieg entstand diese Rasse; seit 1954 werden auch Orlow- und Russische Traber eingekreuzt; Entwicklung von drei Typen: der Standard-, der Sportpferd- und der massige Fleischtyp


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