

| Paint Horse | |
|---|---|
| Farbe | Nur Schecken oder Pferde, die die Veranlagung zur Scheckvererbung in sich tragen: Plattenschecken mit Tobiano- (dunkler Kopf, weiße Beine), Overo- (Laterne oder weißer Kopf und dunkle Gliedmaßen) oder Tovero-Zeichnung |
| Stockmaß | 148 bis 160 cm |
| Exterieur | Nahe Verwandtschaft zum Quarter Horse; kurzer, keilförmiger Kopf, breite Stirn, gerade Nase, große, intelligente Augen, kleine Ohren; mittellanger Hals, lange Schulter, kurzer Rücken, lange, schräge Kruppe, sehr muskulöse Hinterhand; trockenes, korrektes Fundament, kleine harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, robust, nervenstark, anhänglich, fromm, sehr umgänglich, intelligent, sehr gelehrig, "Cow-sense"; sehr antrittsschnell |
| Verwendung | Western-, Familien-, Reit und Rodeopferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Kanada, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Der Ursprung geht auf die spanischen Pferde zurück, die die Eroberer Anfang des 16. Jh. mitbrachten; Rasse entstand Anfang des 20. Jh.; der Unterschied zum Pinto besteht darin, dass der Pinto eine Farbzucht unterschiedlicher Rassen ist, der Paint aber ausschließlich Quarter-Horse-Blut führen darf; die Rasse verdankt ihr Dasein den "crop-outs" - gescheckten Fohlen, die aufgrund ihrer Färbung von der Quarter Horse Association nicht registriert werden; Bedingung für die Eintragung ins Zuchtbuch ist viel "chrome" (weiße Abzeichen mit rosa Haut darunter), außerdem eingetragene Paint-, Quarter- oder Vollblutelternteile |
| Zuchtbuch | 1962 Gründung der American Paint Horse Association (APHA) in Fort Worth, Texas |
| Palomino | |
| Farbe | Farbzucht eines goldfarbenen Pferdes mit silbrig-weißem bis weißem Langhaar; bis 15% Fremdfarbe im Langhaar zulässig; Abzeichen am Kopf und an den Beinen sind erlaubt; Aalstrich, Querstreifen an den Beinen und schwarze oder weiße Flecke (ausgenommen Narben) sind in den USA nicht erlaubt, dunkle Augenfarbe |
| Stockmaß | Hunter-Typ ab 158 cm; Pleasure-Typ 154 bis 160 cm; Stock 148 bis 158 cm; Pony bis 148 cm |
| Exterieur | Das Erscheinungsbild soll von der Größe her dem Typ entsprechen, also dem eleganten Reitpferdetyp, meist den Quarter Horses ähnlich Gewünscht: gerader bis leicht konvexer Kopf; mittellanger, kräftiger, gerader Hals, gute, schräge Schulter, ausreichender Widerrist, kräftiger Rücken, leicht abfallende Kruppe, gut angesetzter Schweif; schlanke Gliedmaßen |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, widerstandsfähig, ausdauernd, zäh, freundlich, ausgeglichen, "Cow-Sense" |
| Verwendung | Western-, Reit-, Fahrpferd für Showdisziplinen |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Kanada, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Der Name ist abgeleitet von Don Juan Palomino, einem Mitglied des spanischen Königshauses; 1519 kamen einige Isabellen aus dem Gestüt der Königin Isabella von Spanien (mit Cortez) nach Mexiko und verbreiteten sich von dort aus über Kalifornien in die USA; wildlebende Palominos waren zur Inzucht gezwungen, die zu Albinos, weiß-, creme- und falbfarbenen Pferden führte; die Zuführung von Vollblütern ergab palominofarbene Nachkommen; als Veredlerhengste werden heute Vollblüter, Gangpferde, Standardbreds und Quarter Horses verwendet, der amerikanische Zuchtverband nimmt nur Pferde auf, die die Kriterien erfüllen |
| Zuchtbuch | 1932 Anlage des ersten Zuchtregisters, 1941 Gründung der Palomino Horse Breeder of America Incorperation (PHBA) in Mineral Wells/Texas |
| Panje Pferd | |
| Farbe | Dunkelgraue, Mausgraue, Falben; oft Aalstrich, Schulterkreuz und "Zebrastreifen" |
| Stockmaß | 130 bis 148 cm |
| Exterieur | Es existiert kein einheitlicher Rassetyp; Stammform ist der Konik, von diesem hat das Panje Aussehen und Größe |
| Eigenschaften | Sehr robust, leistungsbereit, gesund, genügsam, anspruchslos |
| Verwendung | Landwirtschaft, Wagenpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Polen, Osteuropa, Russland, Ukraine |
| Besonderes, Geschichte | Durch die "wilde" Mischung aus Wildpferd, Vollblüter, Araber, Warmblüter, Kaltblüter und Konik und die dadurch bedingten uneinheitlichen Anlagen hat der Panje die robuste Härte des Wildpferdes und die Leistungsbereitschaft des Arabers bewahrt; wegen der uneinheitlichen Anlagen hat es über Osteuropa hinaus keine Verbreitung gefunden; die Rasse wird auf Dauer dem Konik weichen müssen |
| Paso Fino | |
| Farbe | Alle Farben, kleine weiße Abzeichen erlaubt |
| Stockmaß | 140 bis 157 cm |
| Exterieur | Arabertypischer, edler Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren, große Nüstern; muskulöser Hals, ausgeprägter Widerrist, gut gelagerte Schulter, harmonischer, kräftiger Rücken, breite, runde Kruppe; trockene, elegante Beine, kurze Röhren, gut entwickelte Gelenke, feste, kleine Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Lebhaft, gehfreudig, rittig, fügsam, freundlich, klug, sensibel, zuverlässig, trittsicher, menschenbezogen |
| Verwendung | Reit- und Gebirgspferd, Viehhaltung, Freizeit-, Trail- und Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Kolumbien, Peru, Puerto Rico, Karibik; Süd-, Nordamerika, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Naturtölter mit typisch genetisch-fixiertem Tölt in den Tempi "Corto" (langsamer Tölt, mit dem man lange Strecken am hingegebenen Zügel zurücklegen kann), "Largo" (mittelschnell mit Raumgewinn, die schnellste Bewegung im Viertakt), "Fino" (versammelter, rasanter Schritt); je nach Typ und Ausbildung noch die Gangart "Trocha" (Trabtölt) und "Trote" (Trab); aus spanischen Edelpferden und Asturcones (kleine robuste Gebirgsponys, die den Tölt beherrschen), die Kolumbus 1493 in die Karibik mitnahm, entwickelte sich durch natürliche und züchterische Selektion die heute bekannte Rasse; in den jeweiligen "nationalen" Zuchtgebieten entwickelten sich Besonderheiten, die zu der heutigen Vielzahl nationaler Pasotypen führte |
| Zuchtbuch | In Deutschland: Fino Horse Association Europe e.V. (als Spezialrasse geführt) |
| Paso Peruano | |
| Farbe | Alle Farben, überwiegend Füchse und Braune, keine Schecken, Abzeichen möglichst klein |
| Stockmaß | 143 bis 155 cm |
| Exterieur | Trockener, hochgetragener Kopf, gerades oder leicht konvexes Profil, waches Auge; kräftiger, hoch aufgesetzter, stolz getragener Hals, lange, schräge Schulter, deutlicher Widerrist, tiefe, breite Brust, viel Gurtentiefe, elastischer, muskulöser Rücken, leicht abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; kräftige, trockene Beine, harte, kleine Hufe; langes, volles Langhaar |
| Eigenschaften | Robust, sanft, sehr ausdauernd, leichtrittig, leistungsbereit, intelligent, freundlich, gutmütig, menschenbezogen |
| Verwendung | Reitpferd, Viehhaltung |
| Herkunft, Verbreitung | Peru, Lateinamerika, USA, Kanada, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Aus den durch die spanischen Erorberer mitgebrachten iberischen und berberischen Pferden entwickelte sich das Caballo Peruano de Paso; diese Pferde sollten schön, stark und edel, zudem äußerst leichtrittig und ausdauernd sein; es entstand der Nur-Tölter, der bis heute konsequent auf besonders weiche Gänge hin gezüchtet wird; Gangarten sind neben Schritt und Galopp der genetisch-fixierte Tölt: Paso Llano (Tölt im klaren Viertakt in mäßigem Tempo und natürlicher Versammlung), Sobreandando (Tölt zwischen Viertakt und Pass, normalerweise in verstärktem Tempo); Ambladura oder Huachano (Pass) und Trote (Trab) sind beim gerittenen Pferd nicht erwünscht; angeborener "Brio" (Eifer, seinem Reiter zu gefallen); erwünscht ist neben dem klaren Viertakt eine weiche, möglichst erschütterungsfreie Bewegung, die durch das Termino erreicht wird (Seitlich-auswärts-vorwärts-Bewegung der Vorhand) |
| Zuchtbuch | Seit 1946 Stutbuch der Association Nacional de Criadores y Propietarios de Cabalos Peruanos de Paso (ANCPCPP); seit 1982 in Deutschland die dem ANCPCPP angeschlossene Paso Peruano Vereinigung Deutschland e.V. (PPV) mit Zuchtverzeichnis |
| Peneia Pony (Eleia) | |
| Farbe | Fast alle Farben, vorwiegend Füchse, Rappen, Rot- und Braunschimmel, seltener Braune und Schwarzbraune |
| Stockmaß | 125 bis 141 cm |
| Exterieur | Leicht orientalischer Einschlag; ausdrucksvoller Kopf, gerades Profil, kleine, spitze Ohren, lebhafte, intelligente Augen; kräftiger Hals, gute Schulter, wenig Widerrist, viel Gurtentiefe, stabiler Rumpf, gerader Rücken, runde, leicht abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; lange, harte, kräftige Gliedmaßen, kleine, harte, runde Hufe; Hinterhand oft kuhhessig oder fassbeinig; üppige Mähne, kräftiger Schopf |
| Eigenschaften | Anspruchslos, hart, arbeitswillig, gutmütig, zäh, ausdauernd, genügsam; beachtliches Springvermögen |
| Verwendung | Pack-, Zug- und Reitpony, Landwirtschaft, hervorragender Kletterer; beherrscht eine bequeme Art Pass ("aravani") |
| Herkunft, Verbreitung | Süd-Griechenland (in der bergigen Provinz Eleia (Elis) auf dem Peloponnes nahe dem Fluss Peneia) |
| Besonderes, Geschichte | Eine der vier anerkannten rein griechischen Rassen; orientalisch beeinflusst durch orientalisches Blut bis ins 19. Jh.; durch Mechanisierung in der Landwirtschaft ist die Rasse vom Aussterben bedroht; die Einkreuzung von Englischem Vollblut soll ein robustes brauchbares Pferd ergeben; nur wenige Hengste werden zur Mauleselzucht verwendet |
| Percheron | |
| Farbe | Schimmel in verschiedenen Schattierungen, seltener Rappen |
| Stockmaß | 158 bis 172 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf, gerades Profil, breite Stirn, lange, schmale Ohren, große, lebhafte Augen; schwerer, gut aufgesetzter, gebogener Hals, gut definierter Widerrist, muskulöse, etwas steile Schulter, tiefe, kräftige Brust, kurzer Körper, gerader, kräftiger Rücken, sehr kräftige Hinterhand, muskulöse, breite, gespaltene Kruppe, hoch angesetzter Schweif; harte, trockene Beine, breite, kräftige Gelenke, gesunde, harte Hufe; üppige Mähne, möglichst wenig Behang |
| Eigenschaften | Aktiv, intelligent, feinfühlig, gutartig, zugkräftig, arbeitswillig, gehorsam, beweglich, energisch, lebhaft, fromm |
| Verwendung | Arbeits-, Kutsch- und Zugpferd, Fleischlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Perche in der Süd-Normandie (Frankreich), Export in die USA, Australien, Japan und weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Herkunft reicht bis ins 8. Jh. zurück; im 11. - 13. Jh. Kreuzungen von einheimischen Landstuten mit Arabern, später Berbern, Bretagnern, Spaniern und Boulounnais; der Percheron wurde als "durch Klima und Arbeit vergrößerter Araber" bezeichnet; in Frankreich dürfen ausschließlich Pferde als Percheron bezeichnet werden, die in den Departements Sarthe, Eure-et-Loire, Loir-et-Cher und Orne gezüchtet werden |
| Zuchtbuch | 1833 eröffnet, 1966 für alle Zuchtzweige des Percherons erweitert |
| Perser, Persischer Araber (Asil, Iranian Arab) | |
| Farbe | Schimmel oder Braune |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Größerer Arabertyp, ausdrucksvoller Kopf, intelligente Augen, hoch angesetzte Ohren, oft konkaves Profil; mittellanger, hoch angesetzter Hals, markanter Widerrist, lange schräge Schulter; eleganter, kompakter Körper, gute Gurtentiefe, hoch angesetzter, hoch getragener Schweif; stabiles Fundament; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Intelligent, lebendig, mutig, ausdauernd, freundlicher Charakter, großes Leistungsvermögen |
| Verwendung | Reiten |
| Herkunft, Verbreitung | Iran |
| Besonderes, Geschichte | Der "Araber des Iran" gehört zu den ältesten und ersten domestizierten Pferderassen (sogar älter als der Araber auf der arabischen Halbinsel); im Iran wird bei der Zucht mehr Wert auf Leistung als auf äußere Erscheinung gelegt |
| Zuchtbuch | a) das von der World Arabien Horse Organization (WAHO) anerkannte Asil Stud Book; b) National Asil Stud Book |
| Peruano Argentino de Paso | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 140 bis 155 cm, Hengste mind. 145 cm |
| Exterieur | Hübscher Kopf, leicht konkaves Profil, feine Ohren, große lebhafte Augen; kräftiger, breiter Hals, markanter Widerrist, breite Brust, mittellanger Rücken, muskulöse, leicht schräge, runde Kruppe; stabiles Fundament, trockene Gliedmaßen, relativ lange Fesseln, harte Hufe; fein gewelltes Langhaar |
| Eigenschaften | Genügsam, ausdauernd |
| Verwendung | Freizeit- und Distanzreiten; "Gaucho-Pferd" |
| Herkunft, Verbreitung | Argentinien, Region Salta im Nordwesten des Landes |
| Besonderes, Geschichte | Genetisch-fixierter Passgang; die Spanier brachten die Vorgänger der Rasse (spanische, portugiesische Pferde, Berber) im 16. Jh. nach Peru; trotz Einkreuzung europäischer und amerikanischer Rassen blieb der Ursprungstyp des Peruano erhalten |
| Zuchtbuch | Peruano Argentino de Paso in Salta, Argentinien |
| Pfalz-Ardenner Kaltblut | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 157 bis 160 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, kleiner Kopf, kleine Ohren, wache Augen; kräftiger Hals, tiefe breite Brust, große, schräge Schulter, muskulöse, lange Kruppe, muskulöse Hinterhand; starkes Fundament, trockene Gliedmaßen, klare Gelenke, korrekte, harte Hufe; schönes Langhaar, wenig Behang |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ruhiges Temperament, unkompliziert, beweglich, arbeitswillig |
| Verwendung | Arbeitspferd in Land- und Forstwirtschaft, Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Pfalz und Saarland (Zuchtzentren in Zweibrücken und in Standenbühl); französische Ardennen |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung reicht bis ins 17. Jh. zurpck; Ardenner, Percherons, Belgier und Luxemburger wurden zur Verstärkung des Landschlags eingesetzt; der Pferdezuchtverein Pfalz trat für die Reinzucht ein; Verluste im 1. Weltkrieg; im 2. Weltkrieg wurden aus dem angrenzenden Lothringen Ardennerstuten in die Pfalz gebracht, Hengste folgten; der Grundstein für die neue Zucht war gelegt; durch die Motorisierung starker Rückgang des Bestandes; in den 1990er-Jahren gab es kein Vatertier mehr, dass sich auf die ursprüngliche Blutlinie zurückführen lässt; die letzten Exemplare des Pfalz-Ardenners werden in den nächsten Jahren verschwunden sein |
| Zuchtbuch | 1896 Gründung der ersten pfälzischen Kaltblutgenossenschaft, 1906 Einrichtung einer Abteilung im Stutbuch für den schweren Arbeitsschlag des Rheinisch-deutschen Kaltbluts |
| Pindospony (Thessalier) | |
| Farbe | Schimmel und dunkle Farben |
| Stockmaß | 125 bis 135 cm |
| Exterieur | Hübscher, mittelgroßer Kopf, gerades bis leicht konvexes Profil, wache, kleine Augen, lebhafte Ohren; muskulöser, gut aufgesetzter Hals, kräftige Schulter, wenig markierter Widerrist, kräftiger, gerader Rücken, abfallende Kruppe, schwache Hinterhand; trockene Beine, kleine, harte Hufe, oft kuhhessige Stellung; volle Mähne |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, vielseitig, ausdauernd, zäh, oft störrischer Charakter, trittsicher, sehr genügsam; Anlagen zu Pass und Tölt |
| Verwendung | Reit- und Landwirtschaftspony, Lastenpony im Gebirge; Stuten häufig in der Maultierzucht eingesetzt; Tourismus und Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Griechenland (Pindos-Gebirge, Thessalien und Epirus) |
| Besonderes, Geschichte | Sichtbarer orientalischer Einfluss, auch Einfluss der im Altertum berühmten Thessalier, die zu den besten Rassen der damaligen Zeit gehörten; Zucht liegt bei den kleinen Landwirten; alleiniges Zuchtziel ist ein Reit- und Tragtier, das in dem trockenen, heißen Klima leben kann |
| Pintabian | |
| Farbe | Von fast weiß mit kleinen Pattern bis sehr wenig weiß; Beine meistens weiß, für den Rumpf ist nur Tobiano-Scheckung erlaubt (ca. 50:50); Langhaar häufig zweifarbig |
| Stockmaß | 148 bis 158 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, weit gesetzte Augen; schön gebogener Hals, kurzer, kräftiger Rücken, gerade Kruppe, hoch getragener Schweif; trockenes Fundament |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Freizeit-, Show- und Westernpferd |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Systematische Züchtung (keine Farbzucht!), Ziel ist es, durch konsequente Selektion und mithilfe von Genanalysen ausschließlich gescheckte Pferde mit fast 100-prozentigen Araberblut rein zu züchten |
| Zuchtbuch | Pintabian Horse Registry |
| Pinto | |
| Der Pinto wird in vier Sektionen (A, B, C und D) unterschieden. Ferner gibt es die Sektion G (Pinto Lewitzer), E (Gangpferderassen) und H (Tinker). Pintos sind keine Rasse, sondern sind reine Farbzuchten | |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Deutschland und weltweit |
| Sektion A - Warmbluttyp | |
| Farbe | Overo- oder Tobiano-Scheckung |
| Stockmaß | ab 158 cm |
| Exterieur | Großrahmig im Rechteckformat; trockener, edler Kopf, gerade Nase, aufmerksame Augen, mittelgroße Ohren; gut angesetzter Hals, breite, tiefe Brust, schön geschwungener Rücken, gut bemuskelte Schulter; kräftiges Fundament, korrekte Gliedmaßen, regelmäßige, harte Hufe |
| Eigenschaften | Temperamentvoll, gutmütig, ehrlich, leistungsbereit |
| Verwendung | Reiten (Springvermögen), Fahren |
| Besonderes, Geschichte | Unter den Pferden, die die Spanier unter Cortez im 16. Jh. nach Amerika brachten, waren zwei im Overo-Typ stehende Hengste mit arabischen Rassekennzeichen; freigelassen kreuzten sie sich mit indianischen Stuten; da die Scheckung als natürliche Tarnfarbe vor Feinden schützte, waren Pintos bei Indianern sehr beliebt; die "eigentliche" Pintozucht begann erst im letzten Jh. auf Saddlebred-, Araber-, Morgan-, Welsh und Quarter-Horse-Basis |
| Sektion B - Pleasuretyp | |
| Farbe | Overo- oder Tobiano-Scheckung |
| Stockmaß | 145 bis 162 cm |
| Exterieur | Mittelgroß im Quadratformat; Vollblutarabereinfluss; kleiner, trockener Kopf, gerade bis konkave Nase (Hechtkopf erwünscht!), kleine, weit gesetzte Ohren, weit auseinanderstehende Augen, große Nüstern; langer, geschwungener Hals, breite, tiefe Brust, schräge, muskulöse Schulter, ausgeprägter Widerrist, kurzer Rücken, muskulöse, mittellange Kruppe, hoher Schweifansatz; mittelstarkes Fundament, ausgeprägte Gelenke, regelmäßige, extrem harte Hufe |
| Eigenschaften | Ehrlich, menschenbezogen, ausdauernd, intelligent, guter Charakter |
| Verwendung | Distanzreiten, Westernreiten, alle anderen Arten des Reitsports |
| Besonderes, Geschichte | Beim Pleasuretyp sollen Gang und Exterieur harmonieren, sie sollen rittig sein; Voraussetzung für die Registrierung als Pinto ist hier ein Arabervollblutanteil von mind. 50% |
| Sektion C - Stocktyp | |
| Farbe | Overo- oder Tobiano-Scheckung |
| Stockmaß | 145 bis 160 cm |
| Exterieur | Mittelgroß im Quadratformat; kleiner keilförmiger Kopf, weit auseinanderstehende, große Augen, möglichst gerade Nase, kleine Ohren; gut angesetzter Hals, breite, tiefe Brust, schräge, muskulöse Schulter, markanter Widerrist, kurzer Rücken, lange, schräge, sehr muskulöse Kruppe; kräftiges Fundament, prägnante Gelenke, ausgeprägte "Gaskins" (Hosen), kleine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, ehrlich, leistungsbereit, nervenstark, temperamentvoll, handlich |
| Verwendung | Westernreiten |
| Besonderes, Geschichte | Der Stocktyp entspricht dem Quarter Horse u.ä., die in den Working- und Cutting-Klassen sowie Show-Horse-Classes eingesetzt werden |
| Zuchtbuch | Hauptstutbuch oder Hengstbuch I - Voraussetzung ist ein Quarter- oder Paint Horse-Anteil von mind. 50% |
| Sektion D - Pinto Pony | |
| Farbe | Overo- oder Tobiano-Scheckung |
| Stockmaß | 118 bis 148 cm |
| Exterieur | ... entspricht dem des Deutschen Reitponys: relativ kleiner Kopf, breite Stirn, große, lebhafte Augen; gut angesetzter Hals, breite, tiefe Brust, schräge Schulter, elastischer Rücken, schräge Kruppe; trockenes Fundament, markante Gelenke, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ehrlich, arbeitswillig, temperamentvoll, intelligent, ausdauernd |
| Verwendung | In allen Reit- und Fahrbereichen einsetzbar |
| Besonderes, Geschichte | Pintoponys werden bei der Eintragung ins Zuchtbuch (3-jährig) zum letzten Mal gemessen; vom Eintrag ins Zuchtbuch sind Shetland Ponys und Isländer trotz der Voraussetzungen als "Farbzucht" ausgeschlossen, da sie keiner der in der Reitponyzucht verwendeten Rassen angehören; Lewitzer werden hingegen akzeptiert (Sektion G: Pinto Lewitzer) |
| Plateau Perser | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | ca. 153 cm |
| Exterieur | Unterschiedlich, da verschiedene Schläge unter diesem Namen zusammengefasst wurden; immer starker arabischer Einschlag; schmaler Kopf, langer, hoch getragener Hals; gestreckter Rumpf; hochbeiniges Fundament |
| Eigenschaften | Guter Charakter, oft lebhaftes Temperament, ausdauernd, gelehrig, genügsam, widerstandsfähig |
| Verwendung | Reit-, Trag- und Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Iran |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung der Rassegruppe reicht bis ins 3. Jh. v.Chr. zurück; 1971 Zusammenfassung der Stämme "Fars, Basseri, Darashuri" und "Quashaqai" als Plateau Perser; durch ein langfristig geplantes Zuchtprogramm und konsequente Selektion sollen die Stämme zu einer geschlossenen Population verbunden werden |
| Zuchtbuch | 1971 Gründung der Royal Horse Society |
| Pleven | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse in verschiedenen Schattierungen |
| Stockmaß | 155 bis 160 cm |
| Exterieur | Stark arabischer Einschlag; hübscher, trockener Kopf, gerades Profil, oft Araberknick, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; gutgeformter, muskulöser Hals, lange, schräge Schulter, flacher Widerrist, gerader Rücken, lange, wenig abfallende Kruppe; schlanke, sehnige Gliedmaßen, gut markierte Gelenke, klare Sehnen, runde, harte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Gutwillig, intelligent, leistungsbereit, aufmerksam, sehr aktiv, mutig, lebhaft; gute Springanlagen |
| Verwendung | Reit- und Springpferd, leichte Arbeiten in der Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Bulgarien (Pleven) |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung der jungen Rasse (entstanden um die Jahrhundertwende 18./19. Jh.) waren russische Anglo-Araber, die mit bulgarischen Araber- und Landstuten gekreuzt wurden; zur Festigung der Rasse wurden weiterhin Vollblut-, Araber- und Gidranhengste eingesetzt; inzwischen in ganz Bulgarien verbreitet, 1938 Konsolidierung der Rasse, inzwischen offizielle Anerkennung |
| Poitevin (Le Cheval Mulassier Poitevin, Mulassier) | |
| Farbe | Falben, Schimmel, Rappen, auch Braune, Füchse, Isabellen, oft mit Aalstrich |
| Stockmaß | 155 bis 170 cm |
| Exterieur | Langer, schwerer Kopf, ramsnasig, lange, dicke Ohren, kleine Augen; kurzer, muskulöser Hals, starke, steile Schulter, kurzer, flacher Widerrist, langer, kräftiger Körper, breite Brust, gute Gurtentiefe, breite, stark abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, muskulöse Gliedmaßen, starke Gelenke, sehr große Hufe (bis 20 cm Durchmesser); kräftiges, lockiges Langhaar, viel Behang |
| Eigenschaften | Lethargisch, stumpf, unintelligent; schlechtes Arbeitspferd |
| Verwendung | Zug- und Gespannpferd; Maultierzucht (Eselshengste der Rasse Baudet Poitevin mit Poitevin-Stuten) |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich (Poitou - Gestüte La-Roche-sur-Yon und Saintes) |
| Besonderes, Geschichte | Ursprünglich eine Kreuzung aus einheimischen Landstuten mit Brabantern; ihre Aufgabe war, bei der Trockenlegung des Marschlandes mitzuarbeiten, wozu ihre großen, platten Hufe nützlich waren; bekannt wurde die Rasse als Mulassier im Einsatz für die Maultierzucht; Bestand war im Jahr 1994 auf 250 Tiere zurückgegangen; die Nationale Züchtervereinigung bemüht sich um den Erhalt der Rasse |
| Zuchtbuch | Seit 1884 Stutbuch "du Cheval Mulassier du Poitou" - unterteilt in Sektionen für Poitevin und Poitou-Esel |
| Polopony | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Trockener, intelligenter Kopf, mittellanger, muskulöser Hals, ausgeprägter Widerrist, kräftige Schulter, breiter, tiefer Rumpf, kurzer starker Rücken, sehr muskulöse Hinterhand; trockene Gliedmaßen, kräftige Sehnen und Gelenke, breites Sprunggelenk, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausdauernd, gesund, zäh, schnell, beweglich, spielfreudig, intelligent; Springvermögen |
| Verwendung | Polosport |
| Herkunft, Verbreitung | Argentinien, England, Indien |
| Besonderes, Geschichte | Keine Rasse, sondern ein konsolidierter Gebrauchstyp für den Polosport; Polo stammt aus Indien; 1854 Gründung des ersten Poloclubs, 1877 "Export" nach Argentinien; aus Criollos und Vollblütern züchtete man den heute bekannten Halbblüter |
| Zuchtbuch | Trotz der hohen argentinischen Population wurde noch kein verbindlicher Zuchtstandard festgelegt |
| Pommer | |
| "Edles, starkes, sehr hartes Warmblutpferd auf Hannoveraner Grundlage; im Kaliber etwas zwischen Hannoveraner und Mecklenburger. Zuchtgebiet Deutschland: Pommern. Heute in dem zur DDR gehörigen Teil Vorpommerns mit der mecklenburgischen Zucht vereinigt. Gestüt Ferdinandshof." | |
| Aus Jasper Nissen, Welches Pferd ist das? 4. Ausg. 1968 | |
| Poney Francais de Selle (Französisches Reitpony) | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | 125 bis 147 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, oft leicht konvexes Profil; mittelanger, kräftiger Hals, breite, tiefe Brust, markanter Widerrist, gute Sattellage, muskulöse Kruppe; korrektes Fundament, kräftige Gelenke, kräftige Hufe; feines, seidiges Langhaar |
| Eigenschaften | Temperamentvoll, umgänglich, intelligent, leistungsstark |
| Verwendung | In allen Disziplinen des Reit- und Fahrsports |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich |
| Besonderes, Geschichte | Kleinere Version des Selle Francais; Zuchtziel: ein leistungsfähiges Sportpferd für Jugendliche und leichte Erwachsene; für den Eintrag ins Zuchtbuch ist die Abstammung von einem "francais de selle" maßgeblich oder sie müssen aus einer Kreuzung eingetragener frz. Ponystuten mit Vollblutaraber-, Connemara-, New Forest- oder Welsh-Hengsten hervorgegangen sein; um eine Vereinheitlichung der Rasse zu gestalten und sie genetisch zu festigen, setzt sich die Selektion auf der Basis des Francais de selle durch |
| Zuchtbuch | Livre Généalogique Francais de races de poneys |
| Pony of the Americas (POA) | |
| Farbe | Farben und Muster wie Appaloosa (Schabracken-, Leoparden-, Marmor- und Schneeflockenschecke) |
| Stockmaß | 113 bis 135 cm |
| Exterieur | Arabertypischer, hübscher Kopf, oft Nasenknick, große, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; muskulöser, gut aufgesetzter Hals, wenig Widerrist, tiefe, breite Brust, gutgebaute, schräge Schulter, kräftiger, kurzer Rücken, muskulöse, lange, runde Kruppe, hochgetragener Schweif; korrektes Fundament, klare, gesunde Beine, harte, kleine Hufe; dünnes Langhaar |
| Eigenschaften | Willig, lebhaft, sanftmütig, anhänglich, vielseitig, zuverlässig, gutes Temperament, unkompliziert, leistungsfähig, hart, ausdauernd; oft gute Springbegabung |
| Verwendung | Reitpony für Kinder (größere Ponys auch für Erwachsene); Westernreiten, Showdisziplinen, Trekking |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Kanada, Venezuela, Spanien, England, Australien |
| Besonderes, Geschichte | Rasse entstand Anfang der 1950er-Jahre in den USA; der Gründerhengst Black Hand entstammt einem Probesprung zwischen einem Shetland-Hengst und einer Appaloosastute und sah aus wie ein Mini-Appaloosa; die guten Eigenschaften überzeugten den Züchter, sodass er mit einer planmäßigen Zucht begann; heute die beliebteste Ponyrasse Amerikas |
| Zuchtbuch | Seit 1954 Pony of the Americas Club (POAC) in Mason City/Iowa mit über 30.000 registrierten Ponys |
| Portugiesisches Sportpferd (Cavalo Portugues de Desperto) | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 158 cm |
| Exterieur | Keilförmiger Kopf, dunkle Augen; kräftiger Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, kräftiger Rücken, leicht abfallende, schräge Kruppe; trockene Gliedmaßen, markante Gelenke, harte Hufe; schönes, volles Langhaar |
| Eigenschaften | Ausdauernd, leistungsbereit, mutig, guter Charakter |
| Verwendung | Sportpferd, Military, gutes Springvermögen |
| Herkunft, Verbreitung | Portugal, Spanien, Frankreich |
| Besonderes, Geschichte | Um 1980 entstand auf dem Gestüt Haras Biaritz die Zucht mit dem Ziel eines bodenständigen Sportpferds vor allem für die Military; Grundstock waren Lusitanos, Vollblutaraber sowie der Selle-Francais-Hengst Faust Biaritz; alle Pferde werden vierjährig eingeritten und in Wettkämpfen geprüft |
| Zuchtbuch | Stutbuch nach den Bestimmungen der WAHO |
| Posavina Pferd (Hvratski Posavac) | |
| Farbe | Braune, Dunkelbraune, Rappen und Grauschimmel |
| Stockmaß | ca. 150 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, ausdrucksvolle Augen; kurzer, starker Hals, kräftige, breite Brust, mittellange Schulter, kräftiger Rücken, breite oft steile Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockenes Fundament, breite, flache Hufe; kräftiges Langhaar, Behang |
| Eigenschaften | Fleißig, widerstandsfähig, anspruchslos, unkompliziert, guter Charakter |
| Verwendung | Arbeitspferd; freilebend in den Auen, wird nur bei Überschwemmungen und Schnellfall aufgestallt |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Kroatien, Save-Auen, Posavina-Gebiet |
| Besonderes, Geschichte | Kroatische Bauern züchten die Rasse seit Jahrhunderten; Zuchtgebiete sind die Wälder und Überschwemmungsgebiete der Save-Auen und der Flüsse Odra, Lonja, Sunja und Strug; in den 1950er-Jahren vergeblicher Versuch der Einkreuzung von Kaltbluthengsten anderer Rassen; nur noch kleine Population von ca. 600 Tieren |
| Zuchtbuch | Seit 1993 Züchterverband des Posavina Pferdes in Trebarjevo Desno |
| Pottok (Pottiock, Potok-Pony) | |
| Farbe | Schwarzbraune, Braune, Füchse, Schwarz-, Braun- und dreifarbige Schecken ("pie tricolore") |
| Stockmaß | 115 bis 147 cm |
| Exterieur | Relativ großer Kopf, gerades bis leicht konvexes Profil, freundliche Augen, mittelgroße Ohren, kurze Unterlippe; kurzer, starker Hals (oft Hirschhals), steile Schulter, ausgeprägter Widerrist, gerader, langer Rücken, leicht abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftige, trockene Gliedmaßen, kleine, harte Hufe, manchmal kuhhessige Stellung; üppige Mähne, kräftiger Schopf, buschiger Schweif, Behang |
| Eigenschaften | Robust, leichtfuttrig, umgänglich, hart, genügsam, ausdauernd, gelehrig, anspruchslos, springfreudig, zugkräftig |
| Verwendung | Reit- und Zugpony, Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich und Baskenland (Nord-Spanien) |
| Besonderes, Geschichte | Anfänge reichen zurück bis in die Menschheitsgeschichte, es stammt wahrscheinlich vom Solutrépferd ab; Hauptzuchtgebiet liegt am Dreieck Hendaye, Hasparren, Itholdy, St. Jean Piet-de-Port am Fuß der Pyrenäen; dort gibt es noch heute sich selbst überlassene kleine Herden mit einem Leithengst, nur die zur Arbeit benötigten Pferde werden herausgenommen |
| Zuchtbuch | Seit 1971 Stutbuch, seit 1978 Festlegung der einheitlichen Zuchtstandards |
| Przewalski Pferd (Equus caballus przewalskii - Mongolisches Wildpferd) | |
| Farbe | Lichtfüchse, Falben von hellbeige bis rötlichbraun mit helleren und dunkleren Farbvarianten, weiße Augenringe, Mehlmaul, Schulterkreuz, Aalstrich, dunkle Beine mit "Zebrastreifen" |
| Stockmaß | 125 bis 145 cm |
| Exterieur | Primitive Ponyart, großer, schwerer Kopf, Ramsnase, kleine Ohren; kurzer, muskulöser, tief angesetzter Hals, kurze, steile, kräftige Schulter, wenig Widerrist, kurzer, breiter Körper, langer, gerader Rücken, kurze, leicht abfallende Kruppe, "Schwalbenbauch" zierliche Hinterhand, tief angesetzter "Wildpferdeschweif"; kräftige, kurze Beine, kurze Röhrenknochen, stabile Gelenke, kleine, sehr harte Hufe; kurze, dreizeilige Stehmähne, kein Schopf, Mähne und Kurzhaar des Schweifs werden jährlich gewechselt |
| Eigenschaften | Scheu, aggressiv, kräftig, sehr ausdauernd, überlebt auch unter härtesten Bedingungen; nicht ganz einfach in Temperament und Charakter |
| Herkunft, Verbreitung | Zentralasiatische Wüstensteppe Gobi (Mongolei), Dsungarei (China) |
| Besonderes, Geschichte | Das "Urwildpferd" bevölkerte fast das gesamte Europa und Teile Asiens; freilebend gilt es seit Ende des 19. Jh. als ausgestorben; "wiederentdeckt" wurde es 1879/80 von Nikolai Przewalski in der östlichen Dsungarei; 1901/02 brachte C. Hagenbeck einige Tiere nach Europa; seit 1985 in China und seit 1992 in der Mongolei erfolgreiches Auswilderungsprogramm; das Przewalski lebt nur noch in Zoos und Tiergärten |
| Quarab | |
| Farbe | Alle Farben des Arabers und Quarter Horses sowie Tobiano- und Overo-Scheckung |
| Stockmaß | 142 bis 162 cm |
| Exterieur | Arabertypischer Kopf, breite Stirn, große Augen, gutgeformet Ohren Stock-Horse-Typ: kräftiger Rumpf, muskulöse Schulter, ausgeprägte Gaskins (Wadenmuskeln), schön geformte Kruppe Arabian-Typ: gut aufgesetzer, gewölbter Hals, lange Mittelhand, gerade Kruppe |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Alle Westernreit- und Fahrdisziplinen |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Kreuzung von Quarter Horse mit Araber und Paint Horse mit den beiden Typvariationen Stock-Horse-Typ und Arabian-Typ; 1989 Beginn der Registrierung; seit 1991 Zulassung von Paint Horses zur Zucht; alle zur Zucht zugelassenen Hengste und Stuten müssen im Stutbuch ihrer Rasse eingetragen sein, Pferde mit Kryptorchismus (Klopphengste) und Gebissfehlern werden zur Zucht nicht zugelassen |
| Zuchtbuch | United Quarab Registry in Newberg |
| Quarter Horse | |
| Farbe | Alle Farben, keine Schecken |
| Stockmaß | 150 bis 160 cm |
| Exterieur | Kurzer, keilförmiger Kopf, freundliche Augen; muskulöser Nacken, langer Hals, lange Schulter, kurzer, kräftiger Rumpf, breite, kräftige Hinterhand; trockene, schlanke Beine, ausgeprägte Gaskins (Wadenmuskeln); unterschieden werden vier Typen: Bulldog-, Semi Bulldog-, Progressive- und Running Typ |
| Eigenschaften | Intelligent, gutartig, nervenstark, "cow sense" |
| Verwendung | Reiten, Farmarbeit, Rodeos, Rennen, Westernreiten |
| Herkunft, Verbreitung | USA, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Die englischen Siedler in Carolina und Virginia (17. Jh.) wollten auf Pferderennen nicht verzichten; diese wurden auf Feldwegen und Dorfstraßen ausgetragen, die selten länger als 1/4 Meile (Quarter) waren; die Abstammung des Quarter geht auf indianische Mustangs, arabisch-orientalische Pferde aus der frühen Kolonialzeit sowie Vollblüter aus England und Irland zurück |
| Zuchtbuch | |
| Quarter Pony | |
| Farbe | Alle Grundfarben, auch Schecken |
| Stockmaß | bis 142 cm |
| Exterieur | Kleiner Bruder des Quarter Horse; kompakter, muskulöser Körper, schön definierte Gliedmaßen |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, leistungsfähig, guter Charakter |
| Verwendung | Reit- und Fahrpony, Cow Horse, Rennpferd für Kinder und Jugendliche |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Das Quarter Pony ist aus dem Grundsatz der amerikanischen Züchter, für jeden Verwendungszweck das geeignete Pferd zu züchten und als neue Rasse registrieren zu lassen, entstanden |
| Zuchtbuch | International Quarter Pony Association in Sheridan/CA. |