

| Sable-Island-Pony | |
|---|---|
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune, Füchse, Dunkelfüchse, oft helles Langhaar, selten Schimmel und Rappen |
| Stockmaß | 142 bis 152 cm |
| Exterieur | Etwas großer Kopf, gerades Profil, breite Stirn, große Augen, oft weiter unterer Rand, nach innen gerichtete Ohrenspitzen, Ansatz zum Mehlmaul; kräftiger, kurzer Hals, markanter Widerrist, gerader Rücken, schräge Kruppe; stabiles Fundament, kurze, stabile Beine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Wenn sie früh genug eingefangen und ausgebildet werden relativ freundlich, später oft eigensinnig und störrisch; hart, genügsam |
| Verwendung | Reit- und Wagenpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Sable Island vor Neu-Schottland (Kanada) |
| Besonderes, Geschichte | Die Ponys leben meist wild auf einer kleinen Insel vor der Küste Neuschottlands; sie leben dort seit dem 18. Jh. in kleinen Herdenverbänden (ein Hengst mit 6 bis 8 Stuten); ihre Vorfahren sollen von einem Bostoner Hugenotten oder Fischern auf die Insel gebracht worden sein (ähnlich wie beim Miquelonnais; als man die Ponys nicht mehr brauchte, wurden sie freigelassen und überlebten |
| Sächsisch-Thüringisches Kaltblut | |
| Farbe | Rappen, Braune, Füchse, Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel |
| Stockmaß | 158 bis 165 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf; kräftiger Hals, schräge, muskulöse Schulter, muskulöse Kruppe; trockenes Fundament, harte Hufe; kräftiges Langhaar, Behang |
| Eigenschaften | Guter Charakter, gutes Temperament, arbeitswillig, leichtfuttrig |
| Verwendung | Land- und Forstwirtschaft, gewerbliche Gespanne |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Sachsen und Thüringen) |
| Besonderes, Geschichte | Seit dem 12. Jh. Bestehen des Fürstlichen Hofgestüts Allstedt; 1765 Anfänge der "Landbeschälung" im Erzgebirge; Mitte des 19. Jh. Zuchtbeginn von Kaltblütern auf der Grundlage von Norikern, Percherons und Shires im Königreich Sachsen; starker Rückgang des Bestands nach 1945, der allerdings nicht gefährdet ist |
| Zuchtbuch | Süddeutscher Pferdezuchtverband, in Thüringen und Sachsen von Pferdezuchtvereinen getragen |
| Salerner/Salernitano | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 163 bis 170 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, ausdrucksvoller Kopf; mittellanger, schön geformter und getragener Hals, lange, schräge Schulter, deutlicher Widerrist, tiefe, breite Brust, gute Gurtentiefe, gerader Rücken, muskulöse, abfallende Kruppe; stabiles Fundament, korrekte, lange Beine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Intelligent, leicht reagierend, guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, sensibel, ruhig; gute Grundgangarten, oft gutes Springvermögen |
| Verwendung | Früher Kavalleriepferd, heute Reit- und Sportpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Italien (Neapel), Privatgestüte in der Ebene von Salerno |
| Besonderes, Geschichte | Ursprünge reichen bis ins 9. Jh. zurück; zu den Vorfahren gehören u.a. orientalisch-iberische Pferde sowie Neapolitaner; die Bourbonen kreuzten orientalische Hengste ein und gründeten die Gestütsrasse "Persano"; nach Übernahme des Gestüts durch den Staat im 19. Jh. versuchte man, durch Norfolk, Hackney, Französischen Traber und Maremmanen, die Zucht zu verbessern; Erfolg brachte erst die Einkreuzung von Englischem Vollblut |
| Sandelholzpony (Sandalwood Pony, Sandwood Pony) | |
| Farbe | Alle Farben, oft Falben, selten Abzeichen |
| Stockmaß | 122 bis 135 cm |
| Exterieur | Trockener, edler Kopf, gerades Profil, große, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; schön getragener Hals, gute Schulter, flacher Widerrist, tiefe, breite Brust, kurzer, kräftiger Rücken, runde Kruppe, gut angesetzter Schweif; sehr harte Beine, feste Hufe; seidenweiches, glänzendes Fell, dichter Schopf, oft Doppelmähne, |
| Eigenschaften | Angenehmes Temperament, schnell, feurig, ausdauernd, zäh; kann Pass (Tandakkan) und Tölt |
| Verwendung | Reit-, Arbeits- und Rennpony |
| Herkunft, Verbreitung | Kleine Sundainseln/Indonesien |
| Besonderes, Geschichte | Charakteristisch sind die zur Unterscheidung durch Einkerbungen markierten Ohren; die Ponys gelten als edelste Rasse in Südostasien und sind nach wie vor ein wichtiger und begehrter Exportartikel; der Name kommt vom Sandelholz, dem Reichtum der Inseln; Ursprung waren wahrscheinlich mongolisch-arabische Pferde, die von seefahrenden Händlern auf die Inseln gebracht wurden; während der niederländischen Kolonialzeit wurde die Zucht unter Verwendung von Arabern geordnet; in neuerer Zeit wurden Vollblüter eingekreuzt, um die Ponys für Rennen größer und schneller zu machen |
| Sanfrantellano | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune und Rappen |
| Stockmaß | 150 bis 158 cm |
| Exterieur | Langrechteckig; eher schwerer Keilkopf, gerades bis konvexes Profil, schöne Augen, spitze Ohren; schön geschwungener, gut aufgesetzter Hals, markierter Widerrist, muskulöse, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf, viel Gurtentiefe, gerader Rücken, lange, schräge, muskulöse Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockene, korrekte Gliedmaßen, harte, gut geformte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Unerschrocken, intelligent, robust, genügsam, sehr gehfreudig, ausdauernd, trittsicher, temperamentvoll |
| Verwendung | Reit-, Zug- und Packpferd; Gebirgspferd, Wanderreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Italien (Hauptzuchtgebiet Messina auf Sizilien); Hengstdepot von Catania |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung der Rasse sind Araber und Berber; historische Zuchtperioden der Rasse: Klassische Zeit: bis Ende 18. Jh. mit Verwendung von Vollblut-Arabern Zeit der Experimente: 19. bis 20. Jh. mit Einkreuzungen unterschiedlicher Rassen Gegenwart: Rückkehr zum Anglo-Araber und Arabischen Vollblut und Zucht eines eleganten Reitpferdes Stuten wurden früher zur Maultierzucht verwendet; Ziel ist, den Sanfrantellano größer, kräftiger und korrekter sowie die Farben auf braun bis schwarzbraun zu züchten |
| Sanho / Sanpeitze Pferd | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse und Braune, selten andere Farben |
| Stockmaß | ca. 148 cm |
| Exterieur | Gerader Kopf, klare Augen; mittellanger Hals, kräftige, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf, gerader, kurzer Rücken, schräge Kruppe; stabiles Fundament, starke Gelenke, harte Hufe; langes, volles Langhaar |
| Eigenschaften | Ausdauernd, widerstandsfähig, sehr anspruchslos |
| Verwendung | Reit-, Renn- und Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Mongolei (China) |
| Besonderes, Geschichte | Sanho und Sanpeitze sind sehr eng miteinander verwandte Rassen; die Pferde der Region (Nordwesten der inneren Mongolei) waren an der Entwicklung aller chinesischen Rassen beteiligt; um 1700 wurden hier die viel gerühmten Soulum-Pferde gezüchtet; 1904/05 Einkreuzung von Pferden aus der ostsibirischen Baikalregion, ca. 1917 Orlow-Traber und Baschkiren; 1955 Erfassung aller aus Kreuzungen stammenden Pferde und Einrichtung von 2 Gestüten zur Zucht der neuen Rasse "Sanho" |
| Sardisches Pferd (Sardischer Anglo-Araber) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | 155 bis 165 cm |
| Exterieur | Hübscher Kopf, gerades Profil; gut geformter Hals, lange, schräge Schulter, gut markierter Widerrist, mittellanger Rücken, lange, kräftige Kruppe; stabile, trockene Gliedmaßen, ausgezeichnete, harte Hufe |
| Eigenschaften | Ausdauernd, hart, schnell, klug, zäh, gesund, energisch, williger Charakter; bei unkorrekter Behandlung auch bösartig |
| Verwendung | Reit- und Sportpferd mit vorzüglichem Galoppier- und Springvermögen |
| Herkunft, Verbreitung | Sardinien (Staatsgestüt Foresta Burgos), Italien |
| Besonderes, Geschichte | Alte Inselrasse mit arabisch-berberischer Abstammung; geordnete Zucht fand ab dem 14./15. Jh. im Gestüt Regia Tanca statt; die Auflösung des Gestüts 1868 führte zu einem starken Rückgang der Pferdezucht auf Sardinien; 1874 Einrichtung eines staatlichen Hengstdepots mit erklassigen Araberhengsten; ab 1936 Zulassung von Englischem Vollblut; in den 1960er-Jahren Zuchtauffrischung der Halbblutzucht mit irischen und anglo-orientalischen Stuten |
| Sárvárer | |
| Farbe | Durchweg Braune und Dunkelbraune, selten Dunkelfüchse, meist keine Abzeichen |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Entspricht dem Zuchtziel des Bayerischen Warmblutpferds bzw. des Deutschen Reitpferds |
| Eigenschaften | Gesund, langlebig, nervenstark, ausdauernd, leistungsbereit, hart, schnell, rittig, springwillig |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd für Dressur, Military, Jagd- und Freizeitreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland, Gestüt Leutstetten bei Starnberg (Oberbayern) |
| Besonderes, Geschichte | Die Zucht im Königlich Bayerischen Privatgestüt Sárvár in Ungarn basiert auf Englischen Halbblütern mit Furioso Northstar-Blut, Hauptbeschäler stammten mit wenigen Ausnahmen aus Mezöhegyes; Basis sind drei Stammstuten aus den Jahren 1926-1930; aufgrund der konsequenten Selektion (seit 14 Generationen mit sieben Blutlinien) und des unveränderten Zuchtziels blieb das genetische Gleichgewicht und die Leistungsfähigkeit erhalten; 1945 Überführung der wertvollsten Zuchtpferde nach Leutstetten und Weiterführung des Zuchtprogramms |
| Zuchtbuch | Eröffnung 1826 in Sárvár, seitdem lückenlose Fortführung |
| Schleswiger | |
| Farbe | Füchse mit flachsfarbener Mähne und Schweif, auch Rappen, Braune und Schimmel |
| Stockmaß | 156 bis 165 cm |
| Exterieur | Großer, trockener Kopf, konvexes Profil, breite Stirn, lebhafte Augen; kurzer, kräftiger Nacken, gewölbter Hals, schräge, muskulöse Schulter, wenig Widerrist, gute Gurtentiefe, breite, tiefe Brust, kräftiger, kurzer Rücken, kräftige, leicht abgeschlagene Kruppe, tiefer Schweifansatz; trockenes Fundament, nicht zu kurze, muskulöse Beine, starke Gelenke, runde Hufe, auffälliger Behang |
| Eigenschaften | Willig, freundlich, lebhaft, ruhig, gutmütig, energisches Temperament, ausdauernd, leistungsfähig, leichtfuttrig; raumgreifender Schritt, Trab mit viel Schub |
| Verwendung | Zug- und Arbeitspferd; früher als "Omnibusperd" |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Schleswig-Holstein) |
| Besonderes, Geschichte | Anfang des 17. Jh. Beginn einer gemeinsamen Zucht in Schleswig-Holstein und Jütland; Begründer der Zucht ist vermutlich der Shire Oppenheim; Jütländer und Suffolk Punch beeinflussten den Typ; Verlust wertvoller Zuchtbestände im Jahr 1920 (Abtretung Nordschleswigs an Dänemark); Rückgang der Zucht durch die Motorisierung; Erhalt der Zucht nur noch durch passionierte Züchter |
| Zuchtbuch | 1891 Gründung des Verbands Schleswiger Pferdezuchtvereine, nach der Auflösung des Verbandes: Pferdestammbuch Schleswig-Holstein |
| Schwarzwälder Kaltblut (Schwarzwälder Fuchs) | |
| Farbe | Meist Dunkelfuchs mit hellem Langhaar |
| Stockmaß | 148 bis 160 cm |
| Exterieur | Kurzer, trockener Kopf, ausdrucksvolle Augen; kräftiger, gewölbter Hals, schräge Schulter, wenig Widerrist, viel Gurtentiefe, kurzer, kräftiger Rücken, breite, muskulöse, abfallende Kruppe, tiefer Schweifansatz; trockenes Fundament, kurze, widerstandsfähige Beine, kräftige Gelenke, kleine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Anspruchslos, zäh, zugstark, genügsam, ausdauernd, wendig, fleißig, langlebig, guter Charakter; schwungvolle, raumgreifende Bewegungen |
| Verwendung | Arbeits- und Bergpferd für Land- und Forstwirtschaft, zunehmend als Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Südl. Schwarzwald, Baden-Württemberg, Bayern) |
| Besonderes, Geschichte | Schon im Mittelalter Zucht des noch recht unscheinbaren "Waldpferdes"; seit ca. 1875 Beginn der gezielten Zucht auf Fuchsfarbe; nach Fehlversuchen durch Einkreuzungen mit Belgischem Kaltblut, Rheinisch-Deutschen, Ardennern und unterbadischem Kaltblut seit 1918 wieder Zucht des "alten" Typs; der Schwarzwälder ist dadurch in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten geblieben; in dieser Zeit Einfluss durch drei besondere Stempelhengste: den Ardenner Marquis B7, gekört 1901, den Rheinisch-belgischen Deutschritter B 36, geb. 1926, und den Schwarzwälder Mittler B 65, geb. 1936; Deutschritter und Mittler sind die Urväter der D- und M-Linien, die bis heute die Zucht stark prägen; ab 1973 Einkreuzung von Noriker- und ab 1978 von Freiberger-Hengsten zur Blutauffrischung |
| Zuchtbuch | 1896 Gründung der Schwarzwälder Pferdegenossenschaft in St. Märgen; 1972 Einsatz der staatlichen Zuchtförderung; die Zucht kann heute als gefestigt angesehen werden |
| Schwedischer Ardenner | |
| Farbe | Rappen, Braune, Hellbraune, Füchse |
| Stockmaß | 150 bis 162 cm |
| Exterieur | Kleiner, etwas schwerer Kopf, gerades Profil; geschwungener, muskulöser Hals, mächtige, schräge Schulter, wenig markierter Widerrist, breite, tiefe Brust, außerordentlich muskulöser, kompakter Körper, kurzer, starker Rücken, muskulöse Kruppe; kurze, stämmige Beine, kräftige Gelenke, schwere, feste Hufe, wenig Kötenbehang |
| Eigenschaften | Sanft, freundlich, ruhiges Temperament, energiegeladen, ausdauernd, fleißig, zugfest, stark, leichtfuttig, langlebig |
| Verwendung | Zugpferd für Land- und Forstwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Schweden, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Schon Anfang des 19. Jh. wuden Dänen, Clydesdale und Percheron mit Landstuten für die Kaltblutzucht angepaart; 1873/74 wurden Ardenner und einheimische Klepper gekreuzt; durch strenge Selektion konsolidierte die Rasse und war und ist auch im Ausland bekannt und gefragt, auch als Veredler für mitteleuropäische Kaltblutzuchten |
| Schwedisches Warmblut | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Braune, Dunkelbraune und Füchse |
| Stockmaß | 160 bis 166 cm |
| Exterieur | Kleiner, ausdrucksvoller Kopf, gerades, manchmal konvexes Profil, ausdrucksvolle Augen, kleine, spitze Ohren; mittellanger, gut aufgesetzter Hals, sehr kräftige, schräge Schulter, markierter Widerrist, viel Gurtentiefe, mittellanger, gerader Rücken, runde Hinterhand, kräftige, leicht abfallende Kruppe, hoch angesetzter Schweif; trockenes Fundament, schlanke, stabile Beine, kurze Röhren, ausgeprägte Gelenke, harte, gute Hufe |
| Eigenschaften | Energisches Temperament, einwandfreier Charakter, intelligent, gehorsam, vernünftig, mutig, leichtfuttrig, feinfühlig, gelehrig, gutmütig; hervorragende Grundgangarten |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd, sehr gute Dressur- und gute Springveranlagung |
| Herkunft, Verbreitung | Schweden, Europa, USA |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse entstand im 17.Jh.; in Kriegszeiten kamen Spanische Pferde sowie Orientalen nach Schweden, Zuchtziel war zunächst ein gutes Kavalleriepferd; seit Mitte des 18. Jh. werden Hannoveraner, Trakehner und Holsteiner sowie Englische Voll- und Halbblüter verwendet, die alle den Grundstock der heutigen Schwedischen Warmblutzucht bildeten; Ende des 19. Jh. Konsolidierung der Rasse |
| Schweizer Warmblut | |
| Farbe | Vorwiegend Braune und Füchse, alle anderen Grundfarben |
| Stockmaß | ca. 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf; gut geformter Hals, markanter Widerrist, kräftige Schulter, kräftiger Rücken, muskulöse Kruppe; stabiles Fundament, gut markierte Gelenke, gute Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, leistungsfähig, rittig, angenehmes Temperament |
| Verwendung | Sportpferd für Dressur, Military und Springen |
| Herkunft, Verbreitung | Schweiz (Zuchtzentrum in Avenches) |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage der Rasse waren Stuten der alten Landstämme sowie importierte Stuten, die mit französischen, schwedischen und deutschen Warmbluthengsten gekreuzt wurden; durch Selektion und Prüfungen entstand die recht junge Rasse (ca. 1960 Zuchtbeginn) |
| Schweres Warmblut | |
| Farbe | Rappen, Braune, Füchse, Schimmel |
| Stockmaß | 157 bis 165 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf; mittellanger, gut aufgesetzter Hals, lange, schräge Schulter, etwas flacher Widerrist, breiter Rücken, muskulöse, leicht abgeschrägte Kruppe; trockenes Fundament, ausgeprägte Gelenke, feste Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, energisch, leichtfuttrig |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet Sachsen und Thüringen) |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage war das Sächsisch-Thüringische Kaltblut (s.o.); durch Einkreuzung von Hannoveranern und Oldenburgern/Ostfriesen erfolgreiche Umzüchtung zu einem modernen Reit- und Fahrpferd |
| Sella Argentino (Anglo-Argentino) | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, mittelgroßer Kopf; mittellanger Hals, deutlicher Widerrist, schräge Schulter, gute Gurtentiefe, elastischer Rücken, lange, muskulöse Kruppe; gutes Fundament, korrekte Gelenke, harte Hufe; gutes Galoppier-, gutes Springvermögen |
| Eigenschaften | Mutig, gehorsam, wendig, schnell |
| Verwendung | Sport- und Polopony |
| Herkunft, Verbreitung | Argentinien |
| Besonderes, Geschichte | Rasse entstand Mitte des 20. Jh.; Basis war der Criollo, der mit Englischem Vollblut veredelt wurde; die Herden werden frei gehalten; bei sorgfältiger Ausbildung ergeben sie höchst zuverlässige Reitpferde; private Züchter, die staatlich gefördert werden |
| Zuchtbuch | Stutbuch bei der Association Argentina de Formento Equino |
| (Cheval de) Selle Francais (Französiches Reitpferd) | |
| Farbe | Alle Grundfarben, vorwiegend Füchse |
| Stockmaß | 152 bis 170 cm |
| Exterieur | Selle: Reitpferdetyp; trockener, hübscher Kopf, meist gerades Profil, ausdrucksvolle Augen, lebhafte Ohren; schön geformter, mittellanger Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, kräftiger Rücken, muskulöse Kruppe; trockenes Fundament, kurze Röhren, harte, runde Hufe Cob: Huntertyp; gerader Kopf, etwas tiefliegende Augen, lange Ohren; hoch angesetzter, muskulöser Hals, lange, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, viel Gurtentiefe, langer Rücken, muskulöse, lange Kruppe; lange Beine |
| Eigenschaften | Guter Charakter, anpassungsfähig, mutig, freundlich, ausgeglichen, angenehmes Temperament; sehr gutes Springvermögen |
| Verwendung | Selle: Vielseitig einsetzbares Reit- und Sportpferd; Cob: leichtes Kutschpferd, auch in der Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Frankreich, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Endprodukt aus der Verbindung der verschiedenen Rassen und Typen von französischen Halbblütern, vor allem durch arabisches und englisches Vollblut beeinflusste Anglo-Normannen; zunächst Unterscheidung in den Selle- und den Cob-Typen; im 18./19. Jh. Einkreuzung von Englischen Voll- und Halbblütern zur Verbesserung der Rasse; Selektion nach drei Kriterien: Identitätsprüfung und Abstammungsanalyse, Beurteilung nach Gang und Gebäude, Turnierleistungen |
| Zuchtbuch | 1958 Eröffnung des Stutbuchs, Sammelbezeichnung Cheval de Selle |
| Senner | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, trockener Kopf, große Augen; leichtes Genick, langer, schön aufgesetzter Hals, gut markierter Widerrist, gute Schulter, kräftiger Rücken; trockenes Fundament; kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, leistungsfähig, genügsam, leichtfuttrig |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Hauptzuchtgebiet um Detmold/Nordrhein-Westfalen) |
| Besonderes, Geschichte | Rasse wird 1862 erstmals in Gestütsregistern erwähnt; fast vollständige Zerstörung der Zucht im 30-jährigen Krieg; Wiederaufbau durch die Grafen zur Lippe und Haltung in halbwilden Herden; bis 1880 Reinzucht; Anfang des 19. Jh. Einkreuzung arabischer und englischer Vollbluthengste; Mitte des 19. Jh. bestand die Herde nur noch aus 40 Mutterstuten und den Hengsten Mozart xx, Red Rover xx und Brother to Rostrum xx; 1919 Übernahme der Zucht durch den Verband; durch privates Engagement Erhalt des Senner Bluts; inzwischen Neueintragung beim Westfälischen Pferdestammbuch als Senner |
| Zuchtbuch | 1713 Führung des Gestütsregisters, 1919 Übernahme der Zucht durch den Verband lippischer Pferdezüchter, 1946 endgültige Auflösung |
| Shagya-Araber | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmel, alle anderen Grundfarben |
| Stockmaß | 150 bis 162 cm |
| Exterieur | Robuster Arabertyp; kleiner, ausdrucksvoller Kopf, konkaves oder gerades Profil, große Augen, dehnfähige Nüstern, kleine, spitze Ohren; schön geformter, muskulöser Hals, ausgeprägter Widerrist, lange, schräge Schulter, tiefe Brust, ausreichend langer Rücken, kurze Hinterhand, gerade Kruppe, hoch angesetzter und getragener Schweif; stabiles Fundament, trockene, korrekte Beine, harte, kleine Hufe |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, einwandfreier Charakter, intelligent, gutmütig, ausdauernd, hart, leistungsfähig, genügsam, leichtfuttrig; sehr schnell |
| Verwendung | Reit- und Kutschpferd, Freizeitreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Ungarn, Europa, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Stammvater der den europäischen Verhältnissen angepassten Araber ist Shagya, geb. 1830; als Hauptbeschäler im Gestüt Babolna von 1837-1840 aufgestellt; vier seiner Söhne gaben die geerbten Eigenschaften durchschlagend weiter; ins Zuchtbuch eingetragen werden nur Pferde, die das Zuchtprogramm erfüllen |
| Zuchtbuch | 1978 als Shagya-Araber vom Weltverband der Araberzucht (WAHO) anerkannt (früher "Araber" oder "Araberrasse"); Stutbücher sind geschlossen |
| Shales Horse | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmel, seltener Füchse und Rappen |
| Stockmaß | ca. 152 cm |
| Exterieur | Trockener, ausdrucksvoller Kopf; schön geformter, mittellanger Hals, langer Widerrist, kräftiger Rumpf, gute Gurtentiefe, gerader Rücken, schräge Kruppe; stabile Gliedmaßen, markante Gelenke, harte Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, freundlich, anhänglich, leistungsbereit, wendig, ausdauernd, schnell, gesund, leichtfuttrig; gute Grundgangarten, sehr gutes Springvermögen |
| Verwendung | Vorwiegend Veredler in der Pony- und Reitpferdezucht |
| Herkunft, Verbreitung | England, Buckinghamshire |
| Besonderes, Geschichte | Shales sind eine Rarität; eher ein Schlag als eine Rasse; Abstammung geht direkt auf den Norfolk Trotter zurück, der Linienbegründer Shales ist ein Enkel von Darley Arabian und Flying Childers; der "Roadster" musste Anfang des 20. Jh. der Motorisierung weichen; seit 1922 stehen die bedeutendsten Vertreter der Rasse nur noch in den Stallungen der Familie Colquhoun in Finmere/Buckinghamshire |
| Shetland Pony | |
| Das Shetlandpony wird mittlerweile in ca. fünf Typen eingeteilt: den Originaltyp, das Shetlandpony Partbred, das Classic Pony, das American Shetland Pony und das Mini-Shetland Pony. | |
| Shetland Pony - Mini Typ | |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | max. 87 cm |
| Exterieur | Kleiner, edler Kopf, große, freundliche Augen, kleine Ohren; gut aufgesetzter Hals, kurze Beine, harte, kleine Hufe; dichtes Langhaar |
| Eigenschaften | Gutartig, klug, genügsam, langlebig |
| Verwendung | Reit- und Fahrpony, gutes Anfangspony für kleine Kinder |
| Herkunft, Verbreitung | Shetland Inseln, Großbritannien, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Das kleinste der Shetlands, welches am ehesten dem Urtyp entspricht; Größe durch die harten Klima- und Futterverhältnisse auf den Shetland-Inseln bedingt; durch gezielte Selektion blieb der Typ erhalten |
| Shetland Pony - Originaltyp | |
| Farbe | Alle Farben, Tigerschecken für den Originaltyp nicht zugelassen, da die Farbe angeblich durch die Einkreuzung von Welsh-Ponys entstand |
| Stockmaß | 87 bis 107 cm |
| Exterieur | Kleiner, trockener Kopf, breite Stirn, große Augen, kleine Ohren; muskulöser Hals, schräge Schulter, breite Brust, kurzer Rücken, lange Kruppe; kräftige Beine, harte Hufe; üppiges, dichtes Langhaar |
| Eigenschaften | Guter Charakter, klug, selbstbewusst, ausdauernd, stark, hart, genügsam, robust, widerstandsfähig, langlebig, sanftmütig, umgänglich, sehr lernfähig, einsatzfreudig |
| Verwendung | Reitpony besonders für Kinder; Fahrpferde vor leichten Sulkys oder kleinen Kutschen; Lasten- und Arbeitspony für die Bauern der Inseln; Mitte des 19. Jh. Einsatz als Grubenpferd; Zirkuslektionen, Show |
| Herkunft, Verbreitung | Shetland-Inseln, Großbritannien, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Entstehung und Ursprung sind ungewiss, wahrscheinlich Nachkommen keltischer Ponys; seit über 2.000 Jahren auf den Shetland-Inseln beheimatet; im Verhältnis zu seiner Größe ist das Shetlandpony die stärkste Pferderasse der Welt |
| Zuchtbuch | 1890 Eröffnung des Stutbuchs durch die Shetland Pony Stud-Book Society (SPSBS) |
| Shetland Pony - Sportlicher Typ | |
| Farbe | Alle Farben, Glasaugen unerwünscht |
| Stockmaß | 87 bis 107 cm |
| Exterieur | Schlank und elegant; edler, kleiner Kopf, schmale Stirn, große Augen, kleine Ohren; leichtes Genick, gut angesetzter Hals, ausreichend breite Brust, gute Gurtentiefe; trockenes Fundament, harte Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | s. Originaltyp |
| Verwendung | Reit- und Fahrpony für Freizeit und Sport |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Europa, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Lord Londonderry begann um 1875 mit der Zucht des mehr im Reitpony-Typ stehenden Shetland-Ponys; der in die USA exportierte Typ entwickelte sich dort weiter zum American Shetland Pony; der nach Deutschland eingeführte Typ wurde von Dieter Grober ab Mitte der 1960er-Jahre zum sportlichen Freizeitpony umgezüchtet |
| Shirazpferd | |
| Farbe | Schimmel, Füchse, Braune, Dunkelbraune, selten Rappen |
| Stockmaß | 150 bis 155 cm |
| Exterieur | Gerades Profil, oft Hechtkopf, große Augen, kleine, spitze Ohren; mittellanger Hals, muskulöse Schulter, gerader Rücken, runde Kruppe; sehr stabile Gelenke, harte Hufe; feines, seidiges Langhaar |
| Eigenschaften | Freundlich, ausgeglichener Charakter, sehr fromm, lebhaft, klug, ausdauernd, zäh; sehr schnell |
| Verwendung | Reitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Iran (Provinz Fars) |
| Besonderes, Geschichte | |
| Shire Horse | |
| Farbe | Rappen, Braune, Schwarzbraune, Schimmel, selten Füchse; oft mit Abzeichen, oft weiß gestiefelt |
| Stockmaß | 163 bis 180 cm, oft noch größer |
| Exterieur | Langer Kopf, leicht konvexes Profil, breite Stirn, große, freundliche Augen, lange, spitze Ohren; gut aufgesetzter, leicht gebogener Hals, kräftige, schräge Schulter, breite, mächtige Brust, muskulöser Körper, viel Gurtentiefe, sehr muskulöser Rücken, breite, leicht abgeschlagene Kruppe, hoch angesetzter Schweif; lange, trockene Beine, gut markierte Gelenke, breite, stabile Hufe; glattes, seidiges Fell, üppiger, seidiger Behang vom Vorderfußwurzel- und Sprunggelenk abwärts |
| Eigenschaften | Ruhiger, freundlicher Schwerarbeiter, liebenswürdiger Charakter, sanft, willig, ausdauernd; raumgreifender Schritt, energischer Trab |
| Verwendung | Zug- und Arbeitspferd in Land- und Forstwirtschaft; beliebtes Brauerei- und Showpferd |
| Herkunft, Verbreitung | England (Shire- und Fen-Distrikt), Europa, USA, Südamerika, Australien |
| Besonderes, Geschichte | Gilt als größtes Pferd der Welt; schon im Mittelalter als "Equus Magnus" erwähnt und beliebtes Ritterpferd; Zuchtursprung liegt in den Shires der Midlands (Leicestershire, Warwickshire, Northhamptonshire, Lincolnshire); durch Einkreuzung von Brabantern, Friesen- und Flämischen Hengsten entstand das größte, schwerste und beliebteste Arbeitspferd Englands (kann bis zum 5-fachen des Eigengewichts, d.h. bis zu fünf Tonnen, ziehen) |
| Zuchtbuch | 1878 Gründung der Shire Horse Society in Peterborough und Eröffnung des Stutbuchs |
| Siciliano (Sizilianer) | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, auch Schimmel, Füchse, Rappen |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Leichter, ausdrucksvoller Kopf, gerades Profil, lebhafte Augen, kleine Ohren; muskulöser, gut aufgesetzter Hals, markanter Widerrist, gute, schräge Schulter, kräftiger, mittellanger Rücken, muskulöse, schräge Kruppe, gut angesetzter Schweif; stabile, trockene Gliedmaßen, sehr gute Hufe; schönes Langhaar |
| Eigenschaften | Ausdauernd, energisch, einsatzbereit, lebhaft, leichtfüßig |
| Verwendung | Reit- und Kutschpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Italien, Hauptzuchtgebiete um Cantania, Ragusa, Trapani und Palermo auf Sizilien |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung sind bis ins 18. Jh. reinblütige Araber, die erst mit Maremmano und Nonius mit negativem Ergebnis, dann wieder mit reinblütigen Orientalen und Vollblütern Mitte des 20. Jh. veredelt wurden; der Siciliano kann durchaus als Anglo-Araber beizeichnet werden |
| Skyrospony | |
| Farbe | Dunkelbraune, Braune, Schimmel, Falben, oft mit Aalstrich und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 90 bis 110 cm |
| Exterieur | Kleiner, gerader Kopf, breite Stirn, große Augen, kleine Ohren; kurzer Hals (oft Hirschhals), schwache, steile Schulter, wenig Widerrist, schmaler Körper, gerader Rücken, schwache, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; schlanke, lange Beine, oft kuhhessige Stellung, kleine, harte Hufe; volles, sehr langes Langhaar |
| Eigenschaften | Ruhiges Wesen, gutmütig, sehr zäh, genügsam, zuverlässig, langlebig |
| Verwendung | Packpferd, leichte Arbeiten in der Landwirtschaft, Kinderpony |
| Herkunft, Verbreitung | Insel Skyros (Griechenland) |
| Besonderes, Geschichte | Sehr alte bodenständige Rasse, lebt seit vielen Jahrhunderten auf der Insel; durch die karge Umgebung ist es klein geblieben; durch Mechanisierung und Motorisierung in den 1970er-Jahren ging das Interesse an der Zucht zurück; obwohl die Universität Thessaloniki ein Zuchtprogramm zum Rassenerhalt fördert, ist die Rasse vom Aussterben bedroht |
| Slaski (Schlesisches Warmblut) | |
| Farbe | Vorwiegend Rappen, Braune, Füchse |
| Stockmaß | 155 bis 160 cm |
| Exterieur | Entspricht im Typ dem Oldenburger und Ostfriesen |
| Eigenschaften | Ruhiges Temperament, leichtfuttrig, zugstark; raumgreifende Gänge |
| Verwendung | Zug- und Gespannpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Südwestpolen (Zuchtschwerpunkt im Landgestüt Klikowa) |
| Besonderes, Geschichte | Ende des 19. Jh. Zuchtbeginn in Schlesien auf der Grundlage von Oldenburger und Ostfriese; Zuchtziel war ein schweres, starkes Wirtschaftspferd; 1817 Gründung des Landgestüts Leubus, 1877 Cosel, dort wurde Ende des 19. Jh. vermehrt Oldenburger und ostfriesisches Blut zugeführt; nach dem 2. Weltkrieg Einkreuzung von Englischem Vollblut und Wielkopolska-Hengsten zur Sportpferdezucht |
| Zuchtbuch | 1901 Eröffnung des Schlesischen Stutbuchs |
| Slowakisches Gebirgspferd (Muran Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse mit hellen Mähnen, auch Braune, Rappen, Falben |
| Stockmaß | ca. 140 cm |
| Exterieur | Recht großer Kopf, breite Stirn; kurzer, kräftiger Hals, gute Schulter, kräftiger, gerader Rücken, schräge Kruppe; kräftige, trockene Beine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Gutmütig, stark, zugkräftig, zutraulich, hart, genügsam; leben selbst bei Temperaturen von -30° auf der Weide |
| Verwendung | Gebirgspferd für die Holzabfuhr |
| Herkunft, Verbreitung | Slowakische Republik (Muraner Hochebene bei Muran in der Hohen Tatra) |
| Besonderes, Geschichte | Rasse wird seit 1950 im Gestüt Muran gezüchtet; Basis waren Huzulen aus dem ehemaligen Militärgestüt Presov, die mit Haflingerhengsten gekreuzt wurden; die entstandenen Stuten wurden mit Norikerhengsten gepaart; in halbwilden Herden auf Bergweiden in 1.200 bis 1.400 m Höhe lebend |
| Slowenisches Kaltblut | |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Dunkelbraune, Rappen |
| Stockmaß | ca. 155 cm |
| Exterieur | Derber Kopf, freundiche Augen, kleine Ohren; kurzer, muskulöser Hals, schräge Schulter, tiefer Rumpf, kräftige Hinterhand, abfallende, oft leicht gespaltene Kruppe; stabiles Fundament; kräftiges Langhaar |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, gutes Temperament, robust, willig, ausdauernd, zugkräftig |
| Verwendung | Land- und Forstwirtschaft, Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Slowenien, Südosteuropa |
| Besonderes, Geschichte | Zuchtgeschichte ist eng mit der Österreichs (Noriker und Muraközer) verbunden; nach Einkreuzungen von Belgischem Kaltblut, Percheron und Schleswiger wurde zur Reinzucht übergegangen; Zuchtleitung in Ljubljana |
| Zuchtbuch | Eigenes Stutbuch |
| Sokolska (Sokolsker Pferd, Ardenner-Doppelpony) | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse mit heller Mähne, Braune |
| Stockmaß | 148 bis 165 cm |
| Exterieur | Großer Kopf, gerades Profil, hübsche Augen, lebhafte Ohren; mittellanger, kräftiger Hals, schräge Schulter, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, gerader langer Rücken, kurze, breite, schräge Kruppe; stabile, sehnige Beine, kurze Röhren, große, runde Hufe, wenig Behang |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, ruhiges Temperament, anspruchslos, zugkräftig, willig, gutmütig, ausdauernd, genügsam, sehr widerstandsfähig |
| Verwendung | Zugpferd, Landwirtschaft, Fleischlieferant für den Export |
| Herkunft, Verbreitung | Nordosten und Nordwesten Polens |
| Besonderes, Geschichte | Junge Rasse, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden ist, Zuchtziel war ein kleiner, leichter, trockener und gängiger Kaltblüter; Grundlage waren polnische Landstuten, die mit französischen Ardennern und Bretonen gekreuzt wurden, ebenso wurden Belgier und Anglo-Normänner eingesetzt; Rasse ist konsolidiert |
| Somali Pony | |
| Farbe | Alle Farben, vorwiegend Füchse und Schimmel in allen Farbvarianten |
| Stockmaß | 140 bis 145 cm |
| Exterieur | Entspricht im Großen dem Polopony |
| Eigenschaften | Anspruchslos, zäh, wendig; immun gegen die Pferdepest; Anlage zum Tölt |
| Verwendung | Polopony |
| Herkunft, Verbreitung | Somalia, Hochland von Kenia, Küstengebiet Äthiopiens |
| Besonderes, Geschichte | Die Mischrasse geht auf das oberägyptische Pferd der Pharaonen um 2000 v.Chr. zurück; Einkreuzungen von Berber und Araber folgten; durch ungünstige Klima- und mangelhafte Haltungsbedingungen entwickelte sich die Rasse zu den so genannten Heidenponys; in der Kolonialzeit wurden europäische Rassen und Vollblut eingekreuzt |
| Sorraia | |
| Farbe | Aschgraue, im Sommer silbergrau glänzend, und Gelbfalben/Sandfarbene, im Sommer metallisch glänzend; deutlich erkennbarer Aalstrich, oft Schulterkreuz und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 130 bis 150 cm |
| Exterieur | Langgestreckter, recht großer Ramskopf, mittellange, schwarz umrandete Ohren; hoch aufgesetzter, gerader Hals, oft Hirschhals, lange Schulter, langer, flacher Widerrist, gerader Rücken, abfallende Kruppe; sehr widerstandsfähige, trockene Beine, lange Röhren, harte Hufe |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, ruhiges Temperament, zäh, genügsam, willig, sehr ausdauernd; Fähigkeit zum Tölt |
| Verwendung | Reitpferd für leichtere Reiter, Hütepony der Vaqueiros |
| Herkunft, Verbreitung | Portugal, wildlebene Population im Ödland um den Sorraia-Fluss, Spanien |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse ist eine der Stammformen der heutigen Pferde, sie lässt sich bis um 40.000 v.Chr. zurückverfolgen; in der Frühbronzezeit (2000 bis 1700 v.Chr. Verbreitung über ganz Europa; das Pony lebte lange Zeit wild bis halbwild und unbeeinflusst von Menschen; 1920 Entdeckung durch Ruy d'Andrade, der sie für Zebras oder Halbesel hielt und ihnen den Namen nach dem Ort ihrer Entdeckung gab; es gibt heute nur noch wenige Populationen in Spanien und Portugal, eine in Deutschland (im Wisentgehege Springe bei Hannover) |
| Sowjetisches Kaltblut | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse, auch Braunschimmel, Dunkelbraune, Braune, Falben |
| Stockmaß | 161 bis 165 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf; kurzer, muskulöser Hals, breite Brust, tonniger Körper, breiter, kräftiger Rpcken, schräge Kruppe; stabile, trockene Gliedmaßen, gut geformte Gelenke, große Hufe; wenig Behang; Gewicht 850 bis 1000 kg |
| Eigenschaften | Leistungswillig, guter Charakter, anspruchslos, zugfest, zugstark, gesund |
| Verwendung | Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | GUS |
| Besonderes, Geschichte | Beginn der Zucht um 1885 auf der Grundlage von Brabantern, Ardennern, Percherons und Orlow-Trabern; 1852 Anerkennung der neuen Rasse nach der Konsolidierung mit zwei Hengstlinien und drei Stutenfamilien |
| Spanischer Mustang | |
| Farbe | Alle Grundfarben, oft Aalstrich und Zebrastreifen, oft verschiedenfarbiges Schweifhaar |
| Stockmaß | 135 bis 145 cm |
| Exterieur | Zwei Typen: 1. der leichtere Berber-Typ, 2. robuster, quadratischer Typ. Kleiner Kopf, breite Stirn, kleine Ohren, intelligente Augen; mittellanger Hals, schmale Brust, deutlicher Widerrist, kurze, schräge Kruppe, tief angesetzter Schweif; trockene Gliedmaßen, lange Unterarmbeine, kurze Röhrbeine, extrem harte Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Ausgeprägter "Cow-sens", genügsam, nervenstark, anpassungsfähig, ausdauernd, |
| Verwendung | Distanzreiten, Trekking |
| Herkunft, Verbreitung | USA, wichtige Zuchtställe in Wyoming, Arizona, Kalifornien, Oklahoma |
| Besonderes, Geschichte | Abstammung geht auf die im 16. Jh. eingeführten Berber, Andalusier, Sorraias und wahrscheinlich Araber zurück; um 1920 wurden die letzten reinrassigen Pferde von den Brüdern Jones zusammengetrieben, um die Rasse zu erhalten; in's Stutbuch dürfen nur Pferde rein spanischen Ursprungs eingetragen werden, keine amerikanischen Mustangs; als besonders reinrassig gelten Tiere, die einen "Schnurrbart", keine oder kaum Kastanien und nur fünf oder fünfeinhalb Lendenwirbel haben |
| Zuchtbuch | 1957 Eröffnung des Stutbuchs |
| Spanisch Barb (Spanischer Berber) | |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 138 bis 145 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer Kopf, gerades bis konvexes Profil; starker Hals, kräftige Schulter, kurzer Rücken, abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabiles Fundament, harte Hufe; volles Langhaar |
| Eigenschaften | |
| Verwendung | Western-Disziplinen, Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Abstammung geht auf die Pferde (Andalusier und Genetten) zurück, die im 16. Jh. nach Nordamerika kamen; aus den entlaufenen Tieren entwickelten sich u.a. Mustang, Cayuse, Chickasaw; der Einfluss der spanisch-berberisch geprägten Grundrasse verschwand immer mehr oder ging in den neu entstandenen Rassen auf |
| Zuchtbuch | 1972 Gründung der Spanish Barb Breeders Association |
| Spanisch-Norman Horse (Spanisch-Normannisches Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Grauschimmel, auch Rappen und Braune |
| Stockmaß | 160 bis 172 cm |
| Exterieur | Gerader Kopf, große, ausdrucksvolle Augen; langer, schön gebogener Hals, schräge Schulter, kurzer Rücken, gut bemuskelte Hinterhand; stabiles Fundament, feste Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausdauernd, gutes Temperament; harmonische Bewegungen |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd, Western-Dressur, historische Schauspiele |
| Herkunft, Verbreitung | USA |
| Besonderes, Geschichte | Bereits im Mittelalter wurden Andalusier und Percherons gekreuzt mit dem Ergebnis des "Ritterpferdes"; Neuzüchtung erfolgte auf Initiative von Allan Hamid, Connecticut, und Dr. Gus Cothran von der Universität Kentucky; Spanisch-Normannische Pferde dürfen bis zu 50% Andalusierblut führen |
| Zuchtbuch | 1991 Gründung der Spanish-Norman Horse Registry, Inc., Woodbury |
| Spitipony | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmel, Rappen, selten Füchse |
| Stockmaß | ca. 120 cm |
| Exterieur | Hübscher, gerader Kopf, gerades Profil, lebhafte, weit auseinanderstehende Augen, kleine, spitze Ohren; kurzer, kräftiger Hals, muskulöse Schulter, flacher Widerrist, kurzer, kräftiger Rücken, breite, leicht abfallende Kruppe; kurze, stämmige Beine, feste, runde Hufe; üppiger Schopf und volles Langhaar |
| Eigenschaften | Unermüdlich, trittsicher, anspruchslos; angeborene Anlage zu Pass und Tölt |
| Verwendung | Vorwiegend als Reit- und Packpony |
| Herkunft, Verbreitung | Indien/Himalaja, im Grenzgebiet zu Nepal, Kaschmir, Sikkim und Bhutan |
| Besonderes, Geschichte | An die extremen Bedingungen des Himalajagebirges sehr gut angepasst; Name stammt von seiner Heimat, dem Spiti-Massiv; der Ursprung geht auf das Mongolische Wildpferd zurück; durch zu starke Inzucht wird die geringe Größe und Widerstandsfähigkeit erhalten; Stuten und Folhen bleiben sich anfangs selbst überlassen und müssen mit dem auskommen, was die Bergregion bietet; die Spitis sind dem rauhen Lebensraum so gut angepasst, dass sie in tiefer gelegenen und wärmeren Gebieten kümmern |
| Spotted Saddle Horse | |
| Farbe | Schecken |
| Stockmaß | 152 bis 165 cm |
| Exterieur | Entspricht den Gangpferden |
| Eigenschaften | Freundlicher Charakter, angenehmes Temperament |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd mit weichen Gängen (Pass, Tölt, Walk), wichtigste Gangart ist der Saddlegait (Vierschlaggang) |
| Herkunft, Verbreitung | USA, Kanada, zunehmend in Deutschland und Mitteleuropa |
| Besonderes, Geschichte | Gang- und Farbzucht auf der Basis der Gangpferderassen; Abstammung, Größe, Rasse und Typ sind für die Anerkennung ohne Bedeutung; Rassenkreuzungen finden oft statt (bevorzugt mit Tennessee Walking Horses) |
| Zuchtbuch | Spotted Saddle Horse Association (registriert weltweit und führt das Zuchtbuch) |
| Süddeutsches Kaltblut | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse und Braune, selten Rappen, Schimmel, Tigerschecken |
| Stockmaß | 160 bis 164 cm |
| Exterieur | Mittelschwerer Kopf, ausdrucksvolle Augen; kräftiger, mittellanger Hals, muskulöser, großrahmiger Körper, lange, breite Spaltkruppe; kräftiges Fundament, trockene Gelenke, harte Hufe, wenig Behang |
| Eigenschaften | Ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, leistungsstark, zuverlässig, zugstark, hart, leichtfuttrig |
| Verwendung | Zugpferd, Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Bayern, Baden-Württemberg) |
| Besonderes, Geschichte | Die Abstammung geht auf die Pferde des Alpenlandes zurück (Noriker, Pinzgauer und Oberländer); nach Einkreuzungen von englischem und arabischem Vollblut, Norfolks, Holsteinern, Belgiern und Clydesdales setzte sich die Reinzucht durch; 1939 einheitliche Bezeichnung "Noriker", 1948 Zuchtziel und Name "Süddeutsches Kaltblut" |
| Zuchtbuch | 1906 Einrichtung des Stutbuchs |
| Suffolk Punch | |
| Farbe | Füchse in allen Farbabstufungen (Rot-, Gold-, Kupfer-, Gelb-, Hell-, Dunkel-, Leber-Fuchs), Abzeichen unerwünscht, Ausnahme: kleiner Stern |
| Stockmaß | 160 bis 170 cm |
| Exterieur | Großer, trockener Kopf, breite Stirn, aufmerksame Augen, kleine, bewegliche Ohren; tiefer Nacken, kurzer, gebogener, kräftiger Hals, kräftige, massige Schulter, breiter, flacher Widerrist, breite, tiefe Brust, runder, kompakter Körper, kurzer, kräftiger Rücken, muskulöse, abgerundete Kruppe; stabiles Fundament, trockene, kräftige Beine, kurze Röhren, große, runde Hufe, kein bis sehr wenig Behang |
| Eigenschaften | Gutes Temperament, sanft, aktiv, freundlich, ruhig, gesund, langlebig, genügsam, zugkräftig, leistungswillig, leichtfuttrig; energischer, raumgreifender Schritt und Trab |
| Verwendung | Zug- und Gebrauchspferd, Landwirtschaft, Kutschpferd, Verwendung in der Sportpferdezucht (Cobs, Hunter) |
| Herkunft, Verbreitung | England (Grafschaft Suffolk, Shire- und Fen-Distrikt), auch in Mitteleuropa, USA |
| Besonderes, Geschichte | Älteste Kaltblutrasse Englands, wird schon 1506 erwähnt; Basis waren einheimische Landstuten, die mit normannischen, flämischen und dänischen Hengsten gepaart wurden; Stempelhengst ist der Goldfuchs Crispes Horse, geb. 1768, der seine Fuchsfarbe bis heute durchschlagend vererbt; nach dem 2. Weltkrieg dramatischer Rückgang der Rasse auf 75 Tiere; inzwischen hat sich die Zucht wieder belebt |
| Zuchtbuch | 1877 Gründung der Suffolk Horse Society |
| Sumbapony, Sumbawapony (Soemba Pony) | |
| Farbe | Alle Farben, oft Falben mit Aalstrich, dunklen Punkten, dunklem Langhaar, schwarzen Beinen und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 110 bis 125 cm |
| Exterieur | Primitivrasse; schwerer, trockener Kopf, gerades Profil, große, mandelförmige Augen; kurzer, gerader Hals, wenig Widerrist, steile Schulter, tiefe Brust, gerader, etwas langer Rücken, gute Gurtentiefe, abfallende Kruppe; stabile, kurze Beine, harte, gut geformte Hufe; Stehmähne, recht dünner Schweif |
| Eigenschaften | Ruhiges Temperament, willig, intelligent, genügsam, wendig, ausdauernd, zäh; schnell |
| Verwendung | "Tanzende Pferde", Reiten |
| Herkunft, Verbreitung | Indonesien (Inseln Sumba und Sumbawa), ganz Südostasien |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung waren wahrscheinlich Pferde aus Innerasien, die nach Indonesien gebracht wurden, später Einkreuzung von arabischen Rassen; zur Zucht werden heute nur anerkannte Stuten zugelassen, die mit arabischen Hengsten gepaart werden; die "tanzenden Pferde" haben Glöckchen an den Vorderbeinen und bewegen sich zum Klang der Trommeln elegant und graziös; wegen ihrer Schnelligkeit werden sie beim Nationalsport Indonesiens, dem Lanzenwerfen, gern geritten |
| Zuchtbuch | Zucht wird von der Regierung unterstützt |
| Syrischer Araber | |
| Farbe | Vorwiegend Schimmel, Füchse oder Hellbraune |
| Stockmaß | 145 bis 158 cm |
| Exterieur | Trockener Kopf, gerades Profil, breite Stirn, spitze Ohren; schön geschwungener, muskulöser Hals, starke, schräge Schulter, breite, tiefe Brust, gute Gurtentiefe, geschwungener Rücken, gerade Kruppe, hoch angesetzter Schweif; lange, trockene Beine, kleine, harte Hufe |
| Eigenschaften | Lebhaftes Temperament, ausdauernd, zäh, sehr leistungsfähig, energisch, langlebig |
| Verwendung | Reiten |
| Herkunft, Verbreitung | Syrien, arabische Länder, Europa |
| Besonderes, Geschichte | Der Ursprung geht vermutlich auf den Araber zurück; die Rasse wurde oft mit Turkmenen, aber auch rassefremden Pferden gekreuzt |
| Szemaiten Pferd (Szemaitukas, Zmudisches oder Schmuden Pferd) | |
| Farbe | Vorrangig Falben, Braune, Rappen, Dunkelbraune, meist mit Aalstrich |
| Stockmaß | a) alter, kleiner Typ bis 144 cm; b) moderner, großer Typ bis 155 cm |
| Exterieur | Kleiner, gerader Kopf, oft konkav, breite Stirn, intelligente Augen, kleine Ohren; gut aufgesetzter Hals, ausreichender Widerrist, ausreichende Schulter, gute Gurtentiefe; stabiles Fundament, trockene Gliedmaßen |
| Eigenschaften | Ausdauernd, anspruchslos, hart, zäh, arbeitswillig; gute Grundgangarten und Springveranlagung beim modernen Typ |
| Verwendung | Reit- und Sportpferd (Geländereiten); Fleischlieferant (im Altai) |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Litauen |
| Besonderes, Geschichte | Der alte Typ hat durch sein geringes Kaliber unzureichendes Leistungsvermögen; Ursprung waren die alte Landrasse des Litauischen und des Estländischen Kleppers; beide Rassen wurden im 12.-15. Jh. aus Kreuzungen bodenständiger und von Przewalski und Tarpan abstammender Kleinpferde mit orientalisch-arabischen Hengsten gekreuzt; nach 1945 konsequente Reinzucht und Selektion unter Verwendung Nordschwedischer Hengste |
| Sztumska (Stuhm Pferd) | |
| Farbe | Vorwiegend Füchse und Braune |
| Stockmaß | ca. 160 cm |
| Exterieur | Mittelschwerer Kaltblüter im Typ des Ardenners |
| Eigenschaften | Ruhiges Temperament, guter Charakter, zuverlässig, stark, hart, genügsam |
| Verwendung | Zugstarkes Arbeitspferd |
| Herkunft, Verbreitung | Polen, im Nordosten im Weichseldelta nahe den Städten Stuhm, Marienburg, Danzig |
| Besonderes, Geschichte | Gründerhengst soll ein um die Stadt Stuhm geborener Hengst (vermutlich ein Französischer Ardenner) gewesen sein; auch Schwedische Ardenner, Jütländer, Gudbrandsdaler, Belgier und Ermländer sollen zur Rassebildung beigetragen haben |