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Pferderassen T

Taishuh
FarbeDunkle Farben
Stockmaß110 bis 120 cm
ExterieurKnorrig, kräftige Gliedmaßen
EigenschaftenFreundlicher Charakter, willig
VerwendungFahr-, Zugpony; Reitpony für Frauen und Kinder
Herkunft, VerbreitungInsel Tsu/Japan
Besonderes, GeschichteAlte Rasse, deren Wurzeln bis ins 8. Jh. zurückverfolgt werden können; Rasse ist vom Aussterben bedroht

Tarpan (Equus gmelini)
FarbeMausgraue bis Graubraune, Braunfalben mit Aalstrich, oft Schulterkreuz, Mehlmaul, Mähne und Schweif dunkel, manchmal Zebrastreifen an Vorderbeinen und Innenseiten der Schenkel
Stockmaß120 bis 130 cm
ExterieurMittellanger, breiter Kopf, konkaves Profil; kurzer, dicker Hals, schräge Schulter, wenig markierter Widerrist, langer, gerader Rücken, schmale Hinterhand, kurze, leicht abfallende Kruppe; stabiles Fundament, sehnige Beine, harte Hufe
EigenschaftenHartnäckig, zäh, robust, genügsam, mutig, manchmal hartnäckig bis widerspenstig, sehr fruchtbar
Herkunft, VerbreitungPolen/Russland, lebt heute nur noch in Reservaten in Polen (Masuren) und in Zoologischen Gärten
Besonderes, GeschichteDie Rasse wurde 1769 von Samuel Gmelin in der Steppe Südrusslands entdeckt; der echte Tarpan ist ausgestorben; der Waldtarpan existiert in Europa seit Ende des 18. Jh., der Steppentarpan seit 1879 nicht mehr; in Polen und verschiedenen Zoologischen Gärten gibt es Rückzüchtungsversuche aus Konik u.ä. primitiven Rassen

Tennessee Walking Horse, Tennessee Walker (Plantation Walker)
FarbeFüchse, Rappen, Braune, Rotschimmel; oft mit weißen Abzeichen
Stockmaß 150 bis 162 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, gerades bis konvexes Profil, kluge, freundliche Augen, spitze, bewegliche Ohren; langer, kraftvoller, hoch getragener Hals, lange, schräge Schulter, markanter Widerrist, tiefe, breite Brust, kurzer, gerader Rücken, stark abfallende Hinterhand, muskulöse Kruppe, üppiger, hochgetragener Schweif (oft durch Operation erreicht); klare, mittellange Gliedmaßen, runde, korrekte Hufe
Eigenschaften Ruhiges Temperament, gutmütiger Charakter, sanft, freundlich, willig, intelligent, ausdauernd, robust, ausgeglichen; weiche, angenehme Bewegungen in den Gangarten Walk (Flat-Footed Walk und Running Walk) immer mit ausgeprägtem Kopfnicken, und Canter (versammelter, rollender Galopp)
VerwendungUrsprünglich bequemes Reitpferd für die Plantagenbesitzer; haute Show- und Fahrpferd
Herkunft, VerbreitungTennessee/USA, Oststaaten der USA
Besonderes, GeschichteZuchtbasis für die auch Plantation Walker genannte Rasse sind Vollblüter, Traber, Morgans und Saddle Horses; verwendet wurden nur Tiere mit der Veranlagung zum Walk; Gründerhengst war Allen F-1, geb. 1886; wie auch beim American Saddlebred Horse wird beim Tennessee Walker die Vorderhandaktion durch Spezialbeschläge etc. verstärkt
Zuchtbuch1935 Gründung der Tennessee Walking Breeders Exhibitors' Association und Eröffnung des Stutbuchs; 1947 Schließung des Stutbuchs; 1947 offizielle Anerkennung als Rasse

Tersker
FarbeVorwiegend silberglänzende Schimmel, sehr selten Füchse und Braune
StockmaßGroßer Typ: 155 bis 160 cm; Mittlerer Typ: 155 bis 160 cm; Kleiner Typ: 152 bis 156 cm
ExterieurMittelgroßer, trockener Kopf, gerades bis konkaves Profil, große Augen, lange Sichelohren; mittellanger, schön gewölbter Hals, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, mittellanger, gerader Rücken, muskulöse, breite Kruppe, hoch angesetzter Schweif; trockenes Fundament, gute, feste Beine, harte, kleine Hufe
EigenschaftenAusgeglichenes Temperament, sanfter, freundlicher Charakter, intelligent, lebhaft, genügsam, hart, kräftig, ausdauernd; gutes Springvermögen
VerwendungFlachrennen, Reit-, Fahr- und Zirkuspferd
Herkunft, VerbreitungGUS, Nordrand des Kaukasus (Region Tersk, Staatsgestüt Stawropol)
Besonderes, GeschichteRasse wurde auf Veranlassung von Marschall Budjonny gezüchtet (1925-1948); Grundlage war das Streletzker Pferd, das mit Arabern, Don-Pferden, Kabardinern, einigen Vollblütern und Gidrans gekreuzt wurde

Thüringer Reitpferd
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaßca. 165 cm
ExterieurTrockener, ausdrucksvoller Kopf; gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, markanter Widerrist, gerader Rücken, lange Kruppe; korrekte Gliedmaßen, gute Hufe
EigenschaftenGuter Charakter, fleißig, nervenstark, gutes Temperament; raumgreifende Grundgangarten
VerwendungReitpferd
Herkunft, VerbreitungDeutschland (Zuchtzentrum Landgestüt Moritzburg)
Besonderes, GeschichteDie Rasse war schon im Mittelalter beliebt; zur Zucht eines Arbeitspferdes wurden Belgier, Rheinländer, Dänen und Oldenburger eingekreuzt; Umzüchtung zum Reitpferdetyp Ende der 1960er-Jahre durch Zuführung von Vollblut, Trakehnern, Mecklenburgern und Hannoveranern; nach Auflösung des Gestüts Zöthen (gegr. 1969) Übernahme durch das Landgestüt Moritzburg
Zuchtbuch1930 Anlage des Stutbuchs, 1922 Erlass des Körgesetzes

 
Tibetpony (Nanfan Pony)
FarbeAlle Haarfarben, häufig Schimmel
Stockmaß125 bis 140 cm
ExterieurTrockener Kopf, breite Stirn, gerades bis konvexes Profil, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; kurzer, kräftiger Hals, wenig Widerrist, gute Schulter, tiefe, breite Brust, muskulöser, gerader Rücken, runde Kruppe, tief angesetzter Schweif; stabile, kurze Beine, gute, harte Hufe; dichtes, kräftiges Langhaar
EigenschaftenTrittsicher, hart, anspruchslos, widerstandsfähig, leistungsstark, ausdauernd, willig, genügsam; Anlage zu Pass und Tölt
VerwendungReit-, Zug- und Packpony, Einsatz für landwirtschaftliche Arbeiten; Polo
Herkunft, VerbreitungTibet und Regionen des Himalaja, der Mongolei, an Tibet angrenzende Provinzen Chinas
Besonderes, GeschichteNachkomme des ursprünglichen Wildpferds; enge Verwandtschaft mit dem Chinapony, dem Mongolenpony, dem Bhutia- und dem Spitipony; durch Kreuzungen mit Pferden aus anderen Ländern ergaben sich diverse Typen, z.B. kleine, struppige Exemplare um 125 cm Stockmaß sowie größere, edlere Tiere; Riwoqe- und Nangchenpferde gehören zu den Tibetponys; unterschieden wird zwischen dem größeren, ruhigeren Kansu- und dem leichteren Tjing-hai-Pferd

Tigerscheckpony
FarbeTigerschecken mit einem der Grundmuster Tiger, Schabrackentiger oder Schneeflocke, zudem die drei Merkmale Menschenauge, gesprenkelte Haut am Maul, um die Augen und an den Genitalien, gestreifte Hufe
Stockmaßbis 148 cm
ExterieurStabiles Fundament
EigenschaftenAusgeglichener Charakter, angenehmes Temperament, robust, zäh, gutmütig, genügsam
VerwendungReit- und Fahrpony
Herkunft, VerbreitungEngland, Europa, weltweit
Besonderes, GeschichteReine Farbzucht; erst seit Mitte des 19. Jh. stärker beachtet
Zuchtbuch1946 Gründung der British Spotted Horse- and Pony Society (BSpPS) und Anerkennung der Rasse

Timor Pony
FarbeVorwiegend dunkle Farben
Stockmaß100 bis 120 cm
ExterieurMittelgroßer, oft schwerer Kopf, breite Stirn, lebhafte Augen, kleine Ohren; kurzer, kräftiger Hals, deutlicher Widerrist, steile Schulter, gute Gurtentiefe, gerader Rücken, kräftige Hinterhand, tief angesetzter Schweif; kräftige, trockene Beine, harte Hufe; schönes Langhaar
EigenschaftenKlug, willig, eifrig, ausdauernd, anspruchslos, trittsicher, wendig
VerwendungReit-, Zug und Kinderpony, Viehtreiben
Herkunft, VerbreitungSundainsel Timor, Südostasien
Besonderes, GeschichteFür alle indonesischen Ponys gilt: Sie stammen von Pferden aus dem chinesisch-mongolischen oder persisch-arabischen Raum; im 17./18. Jh. Einfuhr von arabischen Pferden durch die Niederländisch-Ostindische Kompanie; diese Pferde verschmolzen mit den vorhandenen zum Inselpony; je nach Insel Variationen im Typ; noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die Ponys unter dem Begriff Sunda- oder Malayenponys zusammengefasst

Tinker
FarbeTobiano-Schecken in allen Farbvarianten, oft Fischaugen
Stockmaß140 bis 155 cm
ExterieurGroßer, etwas schwerer Kopf, gerades, oft ramsnasiges Profil, freundliche Augen, lange Ohren; mittellanger, muskulöser Hals, wenig Widerrist, oft steile Schulter, langer Rücken, muskulöse, leicht abfallende Kruppe, tief angesetzter Schweif; kräftiges Fundament, starke Gelenke, flache, feste Hufe, starker, langer Behang; üppiges, langes Langhaar
EigenschaftenGutmütiger Charakter, robust, ruhig, fleißig, ausdauernd, genügsam, zuverlässig, menschenbezogen, trittsicher; oft gutes Springvermögen
VerwendungReit- und Zugpferd
Herkunft, VerbreitungIrland, England, Deutschland
Besonderes, GeschichteGezüchtet wurden sie ursprünglich von den Tinkern (irische Kesselflicker); Basis sind Rassepferde, die aufgrund ihrer Scheckung nicht in den Zuchtregistern aufgenommen wurden und von den Tinkern im Tausch oder für wenig Geld erworben wurden; nach 1950 gezielte Zucht nach Farbe und Qualität; Einflüsse durch Dales- und Fellponys, Clydesdale, Welsh Cob und Shirehorses
ZuchtbuchIn Irland und England kein offizielles Zuchtbuch; in Deutschland beim Zuchtverband für Deutsche Pferde (ZfDP)

Togo Pony
FarbeBraune, Rotbraune, auch Füchse, Falben, deutlicher Aalstrich, häufig Zebrastreifen
Stockmaß110 bis 116 cm
ExterieurRassiger Kopf; mittellanger, gerader Hals (oft Hirschhals), langer, flacher Widerrist, kurze, steile Schulter, schräge Kruppe; schlanke Beine, oft weiche Fesseln, bärentatzige oder säbelbeinige Stellung; kurzes, seidiges Fell, langes, feines Langhaar
EigenschaftenAnspruchslos, wendig, fleißig
VerwendungLast- und Reitpony
Herkunft, VerbreitungTogo, Benin, Nigeria
Besonderes, GeschichteUrsprung ist wahrscheinlich das oberägyptische Pferd des Altertums; klimatische und schlechte Haltungs- und Pflegebedingungen sowie fehlende Blutauffrischung führten zu Kleinwuchs und anderen Degenerationserscheinungen; durch die Motorisierung schwindet die wirtschaftliche Bedeutung des Ponys; Voraussetzungen für eine geordnete Zucht fehlen

 
Tokara Pony
FarbeVorwiegend Braune, Dunkelbraune, Rappen, keine Abzeichen, oft dunkle Flecke an Hals und Schulter
Stockmaß110 bis 120 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf; kurzer, kräftiger Hals, starker Rücken, schräge Kruppe; stablie Gliedmaßen, feste Hufe
Eigenschaften
VerwendungReitpony, leichtes Arbeitspferd für die Landwirtschaft
Herkunft, VerbreitungJapan (Tokara-Inseln)
Besonderes, GeschichteÄltestete bodenständige Ponyrasse Japans mit starkem Einfluss des Mongolenpferds; die Rasse wurde um 1840 entdeckt; nach 1943 ging die Population drastisch zurück; die Regierung erklärte sie zum "nationalen Erbe"; Rasse ist vom Aussterben bedroht

Töltender Traber
FarbeAlle Grundfarben
Stockmaß148 bis 165 cm
ExterieurEntspricht im Typ dem Deutschen Traber
EigenschaftenAusdauernd, nervenstark, rittig
VerwendungReit- und Fahrpferd, Distanz- und Wanderreiten; Tölt als 4. Gangart
Herkunft, VerbreitungDeutschland
Besonderes, GeschichteDie Rasse stammt aus der in Reinzucht betriebenen Leistungszucht des Trabers für den Rennsport; zu langsame, nicht "rein" laufende sowie ältere Pferde werden umgeschult; Ziel der IG Töltende Traber ist es, Traber nach Ende ihrer Rennlaufbahn weiterzunutzen und Traber mit dem Schwerpunkt Tölt zu züchten; 1995 Körung des töltenden Traberhengstes First Step, der für alle töltenden Rassen zugelassen ist
ZuchtbuchRheinisches Pferdestammbuch in Bonn

Torisches Pferd (Torgelsches Pferd, Torisker)
FarbeVorwiegend Füchse, auch Braune
Stockmaß153 bis 156 cm
ExterieurMittelgroßer Kopf, breite Stirn, ausdrucksvolle Augen, weite Nüstern; mittellanger, gewölbter, muskulöser Hals, lange, schräge, oft steile Schulter, wenig Widerrist, gute Gurtentiefe, kurzer, starker Rücken, kräftige, schräge Kruppe; sehr harte, trockene Gliedmaßen, kurze Röhrbeine, markante Gelenke, harte, mittelgroße Hufe, leichter Behang; schönes Langhaar
EigenschaftenAusgeglichener Charakter, gutes Temperament, zugkräftig, ausdauernd, rittig, ruhig, eifrig; gute Grundgangarten und oft gutes Springvermögen
VerwendungReit-, Arbeits- und Fahrpferd
Herkunft, VerbreitungRepublik Estland (Zuchtzentrum Gestüt Tori bei Pärnu)
Besonderes, Geschichte1855 wurde Tori (Torgel) als Landgestüt der livländischen Ritterschaft gegründet; Zuchtbasis waren Klepperstuten, Finnstuten und drei arabische Hengste, später wurden Ardenner für mehr Kaliber eingekreuzt; gegen Ende des 19. Jh. wurde der Norfolk-Roadster Hatan erfolgreicher Linienbegründer; Anfang des 20. Jh. Einkreuzung von Ostfriesen und Ostpreußen und besonders Hannoveranern
ZuchtbuchSeit 1950 als Rasse anerkannt

Trait du Nord (Nord-Ardenner)
FarbeVorwiegend Braune, Kastanienbraune, Füchse und Rotschimmel mit hellem Langhaar
Stockmaßca. 165 cm
ExterieurSchwerer, breiter Kopf, gerades Profil, flache Stirn, auffällige Augenhöhlen, kleine spitze Ohren; dicker, kurzer Hals, gewaltige Schulter, tiefe, breite Brust, kurzer, muskulöser Rücken, sehr muskulöse Lende, breite, runde, kräftige Kruppe; kräftige Beine, verhältnismäßig kleine, gesunde Hufe, Behang; Gewicht bis 850 kg
EigenschaftenAusgezeichneter Charakter, energisches Temperament, gutmütig, freundlich, ausdauernd, sehr zugkräftig; raumgreifender Tab
VerwendungFleischlieferant, Zugpferd für den schweren Zug
Herkunft, VerbreitungNordostfrankreich (Boulonne, bis in die Ardennen der Region Auxois)
Besonderes, GeschichteGroßer Bruder des Ardenners mit Einkreuzungen von Belgischem Kaltblut und Boulonnais, auch holländische und belgische Zugpferde beeinflussten die Rasse; ab 1910 als selbständige Rasse anerkannt, ab 1965 verbindliche Rassebezeichnung
Zuchtbuch1919 Eröffnung des Zuchtbuchs

Trakehner (Ostpreußisches Warmblutpferd Trakehner Abstammung)
FarbeAlle Grundfarben, vorwiegend Braune, Rappen, Füchse
Stockmaß160 bis 165 cm
ExterieurEleganter, ausdrucksvoller Kopf, große, aufmerksame Augen, oft spitze, lange Ohren, manchmal Schlappohren; mittellanger, schön geformter Hals, lange, schräge Schulter, ausgeprägter Widerrist, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger, mittellanger Rücken, abgerundete Hinterhand, muskulöse, wenig abgeschlagene Kruppe, hoher Schweifansatz; schlanke, trockene Gliedmaßen, markante Sehnen und Gelenke, gute Hufe
EigenschaftenGuter Charakter, fügsam, hart, temperamentvoll, zuverlässig, leistungsbereit, lebhaft, mutig, intelligent, ausdauernd, genügsam, leichtfuttrig, anhänglich, manchmal nervig; schwungvolle Bewegungen
VerwendungFrüher leichtes Kavalleriepferd, heute Reit- und Sportpferd für Dressur und Springen
Herkunft, VerbreitungDeutschland (Ursprung: Ostpreußen), weltweit
Besonderes, GeschichteZucht entstand auf der Basis der bodenständigen Schweiken mit gezielter Verwendung von Arabischem und Englischem Vollblut; 1732 Beginn der Reinzucht und Gründung des Hauptgestüts Trakehnen im damaligen Ostpreußen; 1787 Einführung der Elchschaufel als klassisches Brandzeichen; Umzüchtung nach dem 1. Weltkrieg in ein großrahmiges Vielseitigkeitspferd; bedeutende Deckhengste waren Tempelhüter und Dampfross; während des 2. Weltkrieges konnten nur wenige Trakehner in einem unglaublich anstrengenden Treck von Ostpreußen nach Westdeutschland gerettet werden; der Bestand lag bei ca. 800 eingetragenen Stuten und 50 Hengsten, die die Basis für die heutige Zucht darstellen
Zuchtbuch

 
Tschenerani
FarbeGoldbraune und Füchse, Schimmel, Rappen
Stockmaß152 bis 155 cm
ExterieurWarmblutpferd im Typ des Arabers Kuhaylan; trockener, edler Kopf, konkaves Profil, weit auseinanderstehende, große Augen, weite Nüstern, kleine, spitze Ohren; schöner, mittellanger Hals, markanter Widerrist, gute, etwas steile Schulter, tiefe, breite Brust, gerader, mittellanger Rücken, gerade Kruppe, hoch angesetzter und getragener Schweif; stabiles Fundament, schlanke, trockene Beine, gut markierte Gelenke, harte, kleine Hufe; feines seidiges Fell und Langhaar
EigenschaftenFeuriges Temperament, guter Charakter, kräftig, zäh, gelehrig, ausdauernd; sehr schnell
VerwendungFrüher perfektes Kavalleriepferd, heute Reit-, Dressur-, Spring- und Rennpferd
Herkunft, VerbreitungNördliches Persien, Iran (Hauptzuchtgebiet im Chorassan-Gebirge)
Besonderes, GeschichteDie Rasse entstand aus einem Plateau-Perserhengst und einer Turkmenenstute; andere Einkreuzungsversuche ergaben schlechtere Ergebnisse, daher blieb man bei dieser Kreuzungsart

Tuigpaard
FarbeVorwiegend Füchse mit Blesse und weißen Strümpfen, auch Braune, Sabino-Stichelhaar-Schecken und Rappen mit Abzeichen; selten Schimmel
Stockmaßca. 163 cm
ExterieurHübscher Kopf, schöner, langer Hals, gut geformter Widerrist, gerader Rücken, hochgetragener Schweif; trockenes Fundament
EigenschaftenGuter Charakter, gutes Temperament, umgänglich, gesund; hohe Vorderhandaktion bei weit untertretender Hinterhand
VerwendungShowpferd vor dem Wagen und an der Hand
Herkunft, VerbreitungNiederlande
Besonderes, GeschichteVorrangig war die Erhaltung des ursprünglichen Gelderses geplant; durch Selektion und Einkreuzung von Hackneys und Saddlebred-Horses entstand das Tuigpaard (bedeutet soviel wie "ein Pferd, das gut im Geschirr steht"); im Zuchtreglement ist der Prozentanteil an Hackneyblut festgelegt; Fohlen mit mehr als 50% Hackneyblut werden nicht registriert

Turkmene
FarbeGoldbraune, Füchse, Braune, Schimmel, Rappen
Stockmaßca. 158 cm
ExterieurTrockener, leichter Kopf, gerades bis konvexes Profil; mittellanger, gut getragener Hals, deutlicher Widerrist, schräge Schulter, langer Rücken, schräge Kruppe; trockenes, stabiles Fundament, lange Gliedmaßen, gute Hufe; feines Langhaar
EigenschaftenAusdauernd, intelligent, widerstandsfähig, schnell
VerwendungFrüher Pferd der Krieger und Hirten, heute Renn- und Turnierpferd; in halbwilden Wanderherden lebend
Herkunft, VerbreitungIran (Hauptzuchtgebiete Regionen Gorgan, Bandar Shah, Pahlavi, Dej und Bobad-e-Ghaboos)
Besonderes, GeschichteUrsprünglich schon im 8. bis 10. Jh. als Pferd für Kriegszüge, Pferderennen und Reiterspiele gezüchtet; der Turkmene soll neben dem Araber an der Entwicklung des modernen Vollblüters beteiligt gewesen sein; Achal-Tekkiner und Jomud entwickelten sich aus dem Turkmenen
ZuchtbuchRasse steht als Kulturerbe unter dem Schutz der National Horse Society of Iran


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