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Waler |
| Farbe | Alle Grundfarben |
| Stockmaß | 148 bis 163 cm |
| Exterieur | Viele Merkmale des Vollblüters; hübscher Kopf, gerades Profil, ausdrucksvolle Augen, lange Ohren; kurzer, gut aufgesetzter Hals, sehr gute, schräge Schulter, breite, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, kräftiger, gerader Rücken, muskulöse Hinterhand, stark abfallende Kruppe; stabiles Fundament |
| Eigenschaften | Gutartiges Temperament, gesund, ausdauernd, freundlich, sensibel, zäh, wendig, mutig, schnell; sehr gute Grundgangarten, oft flache Gänge, sehr gutes Springvermögen |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd, Polo, Distanzreiten |
| Herkunft, Verbreitung | Australien (Hauptzuchtgebiet New South Wales) |
| Besonderes, Geschichte | Unterscheidung in vier Haupttypen: "Light" (Vollbluttyp), "Medium" (Warmbluttyp), "Heavy" (Zugpferdetyp), "Pony" (Sportpony unter 148 cm), auch Partbreds |
| Zuchtbuch | 1788 kamen die ersten Pferde (zwei Hengste und vier Stuten mit Fohlen) vom Kap der Guten Hoffnung nach Australien, 1795 folgten weitere Pferde vom Kap und aus England u.a. der Vollblüter Rockingham, der den größten Einfluss hatte; eingekreuzt wurden ferner Clydesdale, Suffolk, Cleveland Bay, Norfolk Roadster, Yorkshire Coach, Hackney, Araber, Percheron, englische Ponys und Timor; seit 1846 ist die Rasse als Waler bekannt; nach 1945 erfolgte ein Rückgang der Pferdezucht durch die Motorisierung; die Rasse drohte auszusterben; seit 1986 Bildung einer Stammherde mit dem Blut der alten Linien |
| Zuchtbuch | Eröffnung des Stutbuchs um 1986 |
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Weißrussisches Kaltblut (Belorussisches Kaltblut) |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Hellbraune, Füchse, Falben |
| Stockmaß | 150 bis 153 cm |
| Exterieur | Hübscher, mittelgroßer Kopf, gerades Profil, breite Stirn; kurzer, muskulöser Hals, langer Widerrist, gute Schulter, breite, tiefe Brust, gute Gurtentiefe, kräftiger Rücken, manchmal leichter Senkrücken, muskulöse, leicht abfallende Kruppe; trockenes, kurzes Fundament, feste Hufe, wenig Behang; volles Langhaar |
| Eigenschaften | Umgänglich, ausdauernd, zugkräftig, wendig, anspruchslos, langlebig |
| Verwendung | Forst- und Landwirtschaft, Fleisch- und Stutenmilchlieferant |
| Herkunft, Verbreitung | Republik Weißrussland und GUS |
| Besonderes, Geschichte | Grundlage der Rasse waren die einheimischen Waldpferde, die Anfang des 20. Jh. u.a. mit Dolepferden, Ardennern und Brabantern gekreuzt wurden; durch gezielte Selektion und Rückpaarung wurde zur Reinzucht übergegangen; die Rasse wird aufgeteilt in die Typen mittelgroß und groß |
| Zuchtbuch | Stutbuch wird geführt |
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| Welsh Mountain Pony - Sektion A |
| Farbe | Schimmel, Füchse, Braune und Rappen, selten Falben |
| Stockmaß | bis 121,9 cm |
| Exterieur | Kleiner, arabischer, trockener Kopf, konkaves Gesicht, breite Stirn, lebhafte, intelligente Augen, hoch angesetzte Ohren; leichtes Genick, langer, geschwungener Hals, abfallende, lange Schulter, viel Gurtentiefe, breite Brust, kurzer, muskulöser Rücken, melonenförmige Kruppe, hoch angesetzter Schweif; kräftiges Fundament, kurze Beine, runde, feste Hufe |
| Eigenschaften | Gutwillig, intelligent, klug, mutig, ausdauernd, freundlich, tapfer, lebhaft, anspruchslos, unempfindlich, sehr gesund, genügsam |
| Verwendung | Früher als Trag- und Grubenpony; heute zum Reiten (Kinderpony), Fahren |
| Verbreitung | Großbritannien, Europa und weltweit |
| Herkunft, Verbreitung | Wales (Großbritannien) |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse stammt vom keltischen Pony ab und existiert seit mehr als 1000 Jahren im Bergland von Wales; orientalischer Einfluss durch Berber; den größten Einfluss nahm zu Beginn des 20. Jh. der Hengst Dyoll Starlight, der den A-Typ begründete und die Schimmelfarbe vererbte |
| Zuchtbuch | 1920 Eröffnung des Stutbuchs mit den Sektionen A, B, C, D; die Aufteilung der Sektionen wurde 1948 von der Welsh Pony and Cob Society (WPCS) beschlossen, sie gilt international; 1960 Schließung des Stutbuchs |
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| Welsh Pony - Sektion B |
| Farbe | Schimmel, Füchse, Braune und Rappen, selten Falben |
| Stockmaß | 122 bis 136,9 cm |
| Exterieur | Edler, trockener Kopf, breite Stirn, lebhafte Augen, zierliche Ohren; leichtes Genick, langer, gut angesetzter Hals, lange, schräge Schulter, gut markierter Widerrist, viel Gurtentiefe, leicht geschwungener Rücken, melonenförmige, längliche Kruppe, schön getragener Schweif; kräftiges Fundament, kurze Röhren, runde, feste Hufe |
| Eigenschaften | Angenehmer Charakter, ausdauernd, anspruchslos, zuverlässig |
| Verwendung | Turnier- und Jagdpferd für Kinder, Fahrpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien (Wales), Europa, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Der große Bruder des Welsh Mountain; durch Einkreuzung von Arabern, Berbern und englischem Vollblut wurde er eher ein kleines Pferd, behielt aber die Welsh-Eigenschaften; die Abstammung geht hauptsächlich auf den kleinen Vollbluthengst Merlin zurück, der Ende des 18./Anfang des 19. Jh. frei in den Welsh Mountains lebte; seine Nachkommen werden noch heute "Merlins" genannt |
| Zuchtbuch | Seit 1931 als "Riding Pony" geführt |
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| Welsh Pony - Sektion C |
| Farbe | Schimmel, Füchse, Braune und Rappen, selten Falben |
| Stockmaß | bis 136,0 cm |
| Exterieur | Edler, trockener Kopf, breite Stirn, große, lebhafte Augen, zierliche Ohren; leichtes Genick, langer, gut angesetzter Hals, lange Schulter, große Gurtentiefe, breite Brust, Rumpf stark bemuskelt, melonenförmige Kruppe, schön getragener Schweif; trockenes Fundament, kurze, ovale Röhren, markante Gelenke, gut geformte, runde, feste Hufe; seidiges Kötenhaar erwünscht |
| Eigenschaften | Guter Charakter, trittsicher, energisch, anspruchslos, gutwillig, leistungsbereit, zuverlässig; natürliches Springtalent |
| Verwendung | Reit-, Spring-, Jagd, Trekking- und Fahrpony für Kinder und Erwachsene |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien (Wales), Europa, USA und weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Kräftigeres Gegenstück zum Welsh Mountain, entstanden aus der Kreuzung zwischen Welsh A oder B mit einem Welsh Cob; es wurde andalusisches Blut zugeführt |
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| Welsh Cob - Sektion D |
| Farbe | Braune in vielen Schattierungen, Schimmel, Füchse, Rappen, Falben |
| Stockmaß | Immer größer als 137 cm; meist 142 bis 158 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, Ramsnase unerwünscht; langer, gut angesetzter Hals, breite Brust, schräge, lange Schulter, kraftvoller, stark bemuskelter Körper, große Gurtentiefe, deutlich geschwungener Rücken, melonenförmige Kruppe, schön getragener Schweif; trockenes Fundament, markante Gelenke, feste Hufe, seidiges Kötenhaar erwünscht |
| Eigenschaften | Guter Charakter, unkompliziert, feurig, mutig, zuverlässig, anspruchslos, umgänglich, ausgeglichen, intelligent; gutes Springvermögen |
| Verwendung | Reit-, Jagd- und Springpony, Gewichtsträger, Kutschpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Wales, England, Europa, USA, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Bereits im Mittelalter als "Powys Horse" oder "Welsh Cart Horse" bekannt und als Schlachtross oder Jagdpferd verwendet; auch später das Gebrauchspferd schlechthin |
| Zuchtbuch | 1902 Eröffnung des Stutbuchs, 1960 Schließung desselben |
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| Welsh Part Bred - Sektion PB |
| Farbe | Alle Farben |
| Stockmaß | über 137 cm |
| Exterieur | Trockener, ausdrucksvoller Kopf; langer, gut angesetzter Hals, schräge, lange, gut gelagerte Schulter, ausgeprägter Widerrist, große Gurtentiefe, breite Lendenpartie, lange, schräge Kruppe, muskulöse Hinterhand; trockenes Fundament, gut geformte, feste Hufe |
| Eigenschaften | Sehr guter Charakter, leistungsbereit, ausgeglichenes Temperament |
| Verwendung | Turniersport im Reiten und Fahren |
| Herkunft, Verbreitung | Großbritannien, Europa, weltweit |
| Besonderes, Geschichte | Kreuzungsprodukt aus Ponys aller Sektionen mit anderen Rassen, vorwiegend mit arabischem und Englischem Vollblut, mit mindestens 25% Welsh-Anteilen |
| Zuchtbuch | 1950 Einführung des Welsh Part Bred Register; in Deutschland zählt die Rasse zu den Reitponys und wird so von den Zuchtverbänden registriert |
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Westfale, Westfälisches Reitpferd |
| Farbe | Alle Farben, vorwiegend Füchse, Braune, Schimmel, Rappen |
| Stockmaß | 158 bis 175 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller Kopf, gerades bis konvexes Profil, große Augen; mittellanger, schön geformter Hals, große, schräge Schulter, langer, markanter Widerrist, tiefe Brust, viel Gurtentiefe, muskulöser Rücken, lange, schräge, muskulöse Kruppe, schön angesetzter und getragener Schweif; trockenes Fundament, kräftige Gliedmaßen, gut markierte Gelenke, gute, große Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, einsatzfreudig, nervenstark, intelligent, unkompliziert; gute Grundgangarten, gutes Springvermögen |
| Verwendung | Reit- und Sportpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Westfalen, Deutschland; Europa, Nord-, Südamerika |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück; 1826 Gründung des Landgestüts Warendorf; 1827 erste Körordnung; Zuchtziel zwischen den Weltkriegen war ein kräftiges Arbeits-, Reit- und Wagenpferd; Umzüchtung in den 1950er-Jahren durch Einkreuzung von Englischem Vollblut, Anglo-Arabern und vor allem Hannoveranern zu einem sportlicheren Typen |
| Zuchtbuch | 1904 Eröffnung des Westfälischen Pferdestammbuchs |
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| Wielkopolska (Großpolnische Rasse) |
| Farbe | Alle Grundfarben, meist Füchse, Braune, Dunkelbraune, Rappen |
| Stockmaß | 160 bis 165 cm |
| Exterieur | Kleiner, ausdrucksvoller Kopf, breite Stirn, lebhafte Augen, kleine, spitze Ohren; mittellanger, kräftiger Hals, schräge Schulter, markanter Widerrist, viel Gurtentiefe, mittellanger, kräftiger Rücken, gute Hinterhand, muskulöse, runde Kruppe; korrektes Fundament, markante Gelenke, trockene Sehnen, lange Fesseln, harte, gute Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, sanft, intelligent, aktiv, gesund; gute Grundgangarten, gute Springanlagen |
| Verwendung | Reit- und Fahrpferd, Landwirtschaft |
| Herkunft, Verbreitung | Polen |
| Besonderes, Geschichte | Ursprung für die Rasse waren die im 2. Weltkrieg zurückgelassenen Trakehner, das Masurenpferd (ehemals Ostpreuße) und das Posener Pferd; Zusammenstellung der Pferde in den Gestüten Pasadowo, Racot u.a.; fünf Trakehner Stutenstämme und vier Hengstlinien bildeten zusammen mit eingekreuzten Englischen und Arabischen Vollbluthengsten den Grundstock für den Wielkopolska; die Rasse bildet einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor |
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Wjatpferd (Wjatka-Pony, Wiatkapferd, Viatka Pony) |
| Farbe | Vorwiegend Falben und Isabellen in vielen Schattierungen, Braunschimmel, Braune, auch Schimmel; häufig Aalstrich und Zebrastreifen |
| Stockmaß | 130 bis 140 cm |
| Exterieur | Schmaler Kopf, Ramsnase, breite Stirn, freundliche Augen, kleine, spitze Ohren; kurzer, muskulöser Hals, deutlicher Widerrist, gut geformte Schulter, breite, tiefe Brust, langer, gerader Rücken, kräftige, breite, abfallende Kruppe; stabiles Fundament, kräftige Gliedmaßen, harte Hufe, häufig Stellungsfehler der Hinterbeine; langes, üppiges Langhaar; Gewicht ca. 400 kg |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, sehr genügsam, widerstandsfähig gegen Hitze und Kälte, robust, ausdauernd, schnell |
| Verwendung | In der Zarenzeit als Postpferd, Zugpferd für die Troika; Arbeits- und Wagenpony |
| Herkunft, Verbreitung | Baltische Republiken (Region Kirow (früher Wjatka)) |
| Besonderes, Geschichte | Herkunft nicht eindeutig nachgewiesen; Anfang des 18. Jh. brachte Zar Peter der Große Pferde aus Livland mit; zwischen 1840 und 1876 Verwendung von Pferden aus dem Baltikum (Livland, Lettland, Estland) zur Blutauffrischung und Veredlung; wahrscheinlich auch Einkreuzung von Orlow-Trabern (leicht arabischer Kopf und schneller, ausdauernder Trab); um 1980 existierten nur noch ca. 2000 Pferde; die Rasse ist vom Aussterben bedroht |
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| Wladimirer Traktorenpferd, Wladimir Pferd, Wladimirer Kaltblut |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Füchse und Rappen, oft auffallende, große Abzeichen am Kopf und an den Gliedmaßen |
| Stockmaß | 160 bis 165 cm |
| Exterieur | Mittelgroßer, trockener Kopf, oft konvexes Profil, freundlicher Ausdruck; langer, kräftiger, schön gewölbter Hals, mächtige, schräge Schulter, breite, tiefe Brust, mittellanger Rücken mit Neigung zum Senkrücken, kräftige, leicht abfallende Kruppe; stabiles Fundament, starke, stämmige Beine, große, harte, runde Hufe, seidiger Behang |
| Eigenschaften | Sanfter Charakter, angenehmes Temperament, sanftmütig, ausgeglichen, zugstark, energisch, beweglich, leistungswillig, aktiv; ausgezeichnete Gänge |
| Verwendung | Zugpferd |
| Herkunft, Verbreitung | GUS, Russland, Distrikt Wladimir und Iwanow |
| Besonderes, Geschichte | Die Rasse soll auf ein von Iwan dem Schrecklichen im 16. Jh. gegründetes Gestüt zurückgehen; die Ursprungspferde waren großrahmige, einheimische Landstuten, die erst mit Suffolk Punch, Cleveland Bay, Percherons, Ardennern und Brabantern, und dann ausschließlich mit Shire Horses und Clydesdales gekreuzt wurden; sorgfältige Selektion ergab das gewünschte Ergebnis; ab 1920 werden nur noch die besten Tiere rein gezüchtet; seit 1946 Bezeichnung der Rasse als "Wladimirer Traktorenpferd" |
| Zuchtbuch | 1945 Anerkennung der Rasse |
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| Woronesch Pferd / Bitjug Pferd |
| Farbe | Braune, Dunkelbraune, Rappen, Schimmel |
| Stockmaß | 152 bis 162 cm |
| Exterieur | Edler, mittelgroßer Kopf; kräftiger, langer Hals, breite Brust, wuchtiger, tiefer Rumpf, langer Rücken, lange, gut entwickelte, abfallende Kruppe; trockenes Fundament, oft kuhhessig oder säbelbeinig, kurze Fesseln, große, flache Hufe; üppiges, buschiges Langhaar und Behang |
| Eigenschaften | Gelehrig, fromm, genügsam, ausdauernd, fleißig, willig; energische Bewegungen |
| Verwendung | Wagen- und Zugpferd für Landwirtschaft und Gewerbe |
| Herkunft, Verbreitung | Woronesch an der Bitjuga (Gestüt Chrenowoje), GUS |
| Besonderes, Geschichte | Die Entstehung des Woronesch reicht bis in die Zeit Peters des Großen zurück; in den Steppen lebende Landstuten ("Lomoviks") wurden mit Westfriesischen Hengsten im Gouvernement Woronesch gepaart; später Einkreuzung von Orlow-Trabern, Percherons und Ardennern; es entstand die Bitjug-Rasse, die zur Zarenzeit über ganz Russland verbreitet war; Niedergang der Zucht Ende des 19. Jh. durch Einkreuzung von schwerem, westeuropäischem Kaltblut, dadurch waren kaum noch reingezogene Pferde der Originalrasse vorhanden; nach der Revolution 1917 ging die Rasse im Woronesch Pferd auf; in den 1930er-Jahren systematische Wiederherstellung des alten Typs mithilfe von ausgewählten Orlow-Trabern und noch vorhandenen örtlichen kaltblütigen Stuten; 1936 war die Rasse konsolidiert und erhielt den Namen "Woronescher Arbeits- und Wagenpferd" |
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Württemberger |
| Farbe | Vorwiegend Braune, Rappen, Füchse |
| Stockmaß | 157 bis 170 cm |
| Exterieur | Ausdrucksvoller, edler Kopf, gerades Profil, große, ausdrucksvolle Augen; schön geformter, gut aufgesetzter Hals, gute, schräge Schulter, gut definierter Widerrist, fester, kurzer Rücken, kurze, muskulöse, wenig schräge Kruppe, hoher Schweifansatz; gutes Fundament, harte Hufe |
| Eigenschaften | Guter Charakter, ausgeglichenes Temperament, anspruchslos, kräftig, robust, willig, zuverlässig, nervenstark, leistungsbereit, leistungsfähig; gute Grundgangarten |
| Verwendung | Reit-, Kutsch- und Freizeitpferd |
| Herkunft, Verbreitung | Deutschland (Baden-Württemberg) |
| Besonderes, Geschichte | Schon im Mittelalter bestehende Rasse mit vielen Fremdeinflüssen; bis ca. 1870 kein einheitliches Zuchtziel; durch Landoberstallmeister von Hofacker wurde als Zuchtziel ein schweres Warmblutpferd im Anglo-Normänner-Cob-Typ aufgestellt und gezüchtet (s.a. Altwürttemberger); in den 1960er-Jahren Beginn der Umzüchtung zum Sportpferd unter Verwendung des Trakehnerhengstes Julmond, geb. 1938, der maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung hatte |
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